Wirtschaftsspionage: Amerika hat Europa längst den Krieg erklärt: Bruni Amann schreibt über die Veröffentlichung sensibler europäischer Wirtschaftsdaten in den USA unter anderem: “ (…) Ist die Schikane ausländischer Importeure durch amerikanische Behörden an sich schon ungerechtfertigt, dürfte es wohl keine intelligente Begründung geben für den Umstand, dass sämtliche Frachtpapiere öffentlich zugänglich sind. Der Einblick der Behörde sollte ausreichend sein, will man eine terroristische Bedrohung in Erwägung ziehen. Auch hier wird mit Orwellschem Zwiesprech argumentiert: Der „Freedom of Information Act“ (!) bedinge eine völlige Offenlegung dieser Daten. Dass damit alles andere als Freiheit geschaffen wird, nimmt man beim DHS gerne in Kauf. Der gesunde Menschenverstand erkennt eindeutig den Zweck der Übung, nämlich den der Industriespionage und der damit verbundenen Schädigung vor allem der europäischen Wirtschaft. Diese Strategie steht wunderbar im Einklang mit jener der (ebenfalls in den USA gemachten) Krise, die einzig dem Zweck dient, massiv Kapital von Europa abzuziehen und mittels zwielichtiger Ratingagenturen und weiterer Tricks ganze Volkswirtschaften zu zerstören. (…)“
Deutschkenntnisse verlangen ist strafbar
Die Grazerin Cathrin Rohrbacher suchte für ihre Tankstelle personelle Verstärkung und schaltete eine Anzeige, in der sie explizit Deutschkenntnisse verlangte. Die Tankstellenpächterin hätte im Traum nicht daran gedacht, dass ihr deswegen rund vier Wochen später ein Strafbescheid des Magistrat Graz, Referat für Strafen, ins Haus flattern sollte. Rohrbacher habe “gegen das normierte Gebot der diskriminierungsfreien Stellenausschreibung verstoßen”, heißt es in dem Bescheid mit Verweis auf die Paragrafen 23 und 24 des Gleichbehandlungsgesetzes. Die Kleine Zeitung berichtet: Der Vorwurf: Die geforderte Sprachkompetenz sei für die konkrete Stelle “überzogen und unangemessen hoch”. Dadurch würden Bewerber mit nicht-deutscher Muttersprache unter Umständen ausgeschlossen werden. “Und das …