„Weltnetz“

Habe ich schon erwähnt, dass ich kein Freund von Anglizismen bin? Dabei bin ich keineswegs dogmatisch. Ein Wort wie „Job“ (im Sinne von „Arbeitsplatz“ und nur in diesem Sinne) ist nicht nur kürzer als „Arbeitsplatz“, es klingt vor allem nicht so schwerblütig protestantisch nach dem Platz-an-den-der-Herr-uns-gestellt-hat-und-an-dem-wir-uns-zu-bewähren-haben-ein-Leben-lang. Damit trifft es die Realität der modernen Arbeitswelt mit häufigem Jobwechsel wahrscheinlich besser als „Arbeitsplatz“. Manchmal ist der englische Ausdruck also vorzuziehen. Nur muss er dann auch wirklich der bessere (kürzere, treffendere, plastischere) sein. „Er hat einen guten Job gemacht“ – brrr!!! – ist jedenfalls kein gleichwertiger, schon gar kein überlegener Ersatz für: „Er hat gute …

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Willkommen unter der neuen Adresse…

… aber im alten Blog. Wer erwartet haben sollte, dass mit dem Umzug grundlegende Veränderungen verbunden sind, den muss ich enttäuschen. Der Leser merkt erst einmal gar nichts. Oder jedenfalls nicht viel. Wozu also der Aufwand? So sehr ich WordPress.com liebe, und so wehmütig es mich stimmt, dass das Wort „WordPress“ – geradezu eine Chiffre für Stil und Qualität – aus meiner Blogadresse verschwindet, so sehr nervte mich am Ende, was unter Wordpress.com alles nicht geht:  Dass man zum Beispiel keine Meta-Tags zur Suchmaschinenoptimierung einbauen kann – die WordPress-Tags werden von Google ignoriert -, führt dazu, dass die „Korrektheiten“ in den …

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Tom Segev: Die ersten Israelis

(Kurzrezension) Ich denke mir etwas dabei, wenn ich meinen Buchempfehlungen meist Links zu Presserezensionen beifüge. In der Regel taugen die ja etwas. Dass ein Buch, das nur einen Totalverriss verdient, in der Presse fast durchweg positiv rezensiert wird, ist eine krasse Ausnahme. Und es spricht Bände, dass solche Ausnahmen vor allem bei den Büchern nicht irgendwelcher Autoren gemacht werden, sondern bei denen israelischer Autoren, die einen besonders unfairen Blick auf das eigene Land werfen. Der israelische Historiker Tom Segev hat jüngst in einem denkwürdigen Essay für den „Spiegel“ geschrieben: „Viele Israelis sind höchst dankbar für auswärtige Stimmen, die zum Beispiel …

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Der Baader-Meinhof-Komplex

(Buch- und Filmrezension) Es gibt ein einfaches Kriterium, anhand dessen ich entscheide, ob ein Buch zu denen gehört, die man gelesen haben muss: wenn ich es nämlich freiwillig und mit Gewinn mindestens fünfmal lese. So gesehen, gehört Stefan Austs „Der Baader-Meinhof-Komplex“, das ich in den letzten zwanzig Jahren bestimmt zehnmal gelesen habe, zu den wichtigsten Büchern über die bundesdeutsche Nachkriegsgeschichte, die ich kenne. Gerade das, was ich einem Autor sonst als Schwäche ankreiden würde, nämlich der Verzicht auf theoretische Durchdringung, gerät bei Aust zu einer Stärke: Der konsequent durchgehaltene Reporterstil, der stets dicht am Geschehen bleibt, ist nicht nur unterhaltsam: Er …

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Counterdjihad: Fjordman auf Deutsch

Vorstellung des neuen Blogs:
„Counterdjihad: Fjordman auf Deutsch“ (http://fjordman.wordpress.com)

Harald Welzer: „Opa war kein Nazi“

(Rezension)  [Sämtliche Bücher von Harald Welzer gibt es HIER] 2002 erschienen, ist „Opa war kein Nazi“ bereits heute ein Klassiker, an dem niemand vorbeikommt, der wissen möchte, wie die Deutschen sich zu ihrer braunen Vergangenheit stellen. Tatsächlich stellen. Denn offiziell gibt es ja keinerlei Unklarheiten: Die „nationalsozialistische Gewaltherrschaft“, wie der politisch korrekte Terminus immer noch lautet, war ein durch und durch verbrecherisches und unmenschliches System. Der einzig zulässige Umgang damit ist eine Politik des „Nie wieder!“, die Lehre, die aus der Geschichte zu ziehen ist, lautet, konsequent für Demokratie, Frieden und Menschenrechte einzutreten. So weit das offizielle Geschichtsbild. Wer in …

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Sommerloch

Allmählich wird es wohl Zeit zu erklären, warum ich so lange schweige. Ich bin nicht etwa faul geworden, im Gegenteil. Ich arbeite gerade an einem Buch – worüber wohl? Natürlich: – über den Islam, und zwar in seiner Eigenschaft als Djihadsystem. Das kostet naturgemäß viel Zeit. Um Euch aber in der Zwischenzeit etwas zu bieten, und natürlich auch, um Kritik und Anregungen zu bekommen, werde ich in den nächsten Tagen (ich denke, bis spätestens Sonntag) einen Abschnitt schon einmal vorab hier einstellen, nämlich eine Analyse des mekkanischen Korans. Bis dann!

James Sheehan: „Kontinent der Gewalt. Europas langer Weg zum Frieden“

Die Geschichte der Befriedung und Entmilitarisierung der europäischen Politik nach den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts.

Jan Roß: „Was bleibt von uns? Das Ende der westlichen Weltherrschaft“

Rezension eines flott zu lesenden Buches über die Lage des Westens gegenüber anderen Kulturen, insbesondere der islamischen und der chinesischen.