Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
Get Adobe Flash player

Da ich das Wirken der Süddeutschen Zeitung in diesem Blog schon mehr als einmal ausführlich gewürdigt habe, überrascht die Überschrift dieses Artikels wohl niemanden; allzu bekannt ist, dass gerade dieses Blatt ein Sprachrohr der Epigonen von Erich Mielke und Felix Dserschinski ist. Dass ich es überhaupt noch erwähne, ist eigentlich schon ein Verstoß gegen das „Mann-beißt-Hund“-Kriterium. (Wenn ein Hund einen Mann beißt, ist das keine Nachricht; eine Nachricht ist nur, wenn ein Mann einen Hund beißt.)

Nur um der Chronistenpflicht Genüge zu tun, erwähne ich also den Artikel, den ein gewisser Bernd Kastner (aufmerksamen Lesern einschlägig bekannt) in der Netzausgabe des besagten Blattes erbrochen hat. Unter der Schlagzeile „Rechtspopulist arbeitet bei Ausländerbehörde“ feuert er die Stadt München unter dem Deckmantel der Berichterstattung zu inquisitorischen Maßnahmen an.

Der gemeinte „Rechtspopulist“ ist Christian Jung (früher CSU, heute „Die Freiheit“), der

… in der Ausländerbehörde des Kreisverwaltungsreferats (KVR) arbeitet und dort ausgerechnet zuständig ist für „aufenthaltsbeendende Maßnahmen“, wozu auch Abschiebungen gehören. Diesen Job übt er seit Dezember 2004 aus, aber nicht mehr lange …

Allein der hämische letzte Halbsatz macht schon deutlich, woher der Wind weht. Selbstredend kommt es einem solchen Schreiber nicht in den Sinn, dass man nach knapp sieben Jahren in der Ausländerbehörde womöglich Einblick in die Verhältnisse gewonnen haben könnte, um die es geht, und dass einer vielleicht gerade deshalb zum Islamkritiker wird, weil er diese Einblicke gewonnen hat.

Christian Jung, der auch im islamfeindlichen Internetblog „Politically Incorrect“ mitmischt, will sich zur Diskussion um seine Person nicht äußern. Lediglich die Warnung Udes vor seiner Partei kommentiert er: Der OB verwende „eine Keule“, ohne sich mit den Inhalten zu beschäftigen. Diese Inhalte aber sind für Kritiker eindeutig rechtspopulistisch: In ihrem Wahlprogramm etwa fordert „Die Freiheit“ „die konsequente Abschiebung von schwer straffälligen Ausländern“.

Und damit nichts anderes als die Anwendung geltenden Rechts. Aber für Leute, die den Grundsatz „Legal, illegal, scheißegal“ offenbar schon von Jugend an verinnerlicht haben, ist Gesetzestreue an sich schon faschismusverdächtig.

Und in einem Thesenpapier steht zum Bleiberecht: „Somit gesteht man einem Rechtsbrecher, der sich nicht an die deutschen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen gehalten hat, eine Belohnung für sein rechtswidriges Verhalten zu.“

Und trifft damit eine schlicht und einfach zutreffende Aussage. In einem Blatt wie der SZ freilich hat die Wahrheit bekanntlich nichts zu suchen.

17 Antworten auf Roter Politkommissar arbeitet bei Süddeutscher Zeitung

  • Die roten Politkommissare sind auch anderswo tätig. Lest mal den Kommentarstrang zu diesem Artikel:

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/06/13/links-638/

    • Wie Maschinen, die im Verdachtsmodus programmiert sind… das ist tatsächlich der authentische Kommissartypus. Aber das kennst Du doch, Manfred, vergeude Deine Zeit doch nicht auf solche Irren. Man bleibt immer deswegen so an ihnen kleben, weil sie einem ständig das vorwerfen, was sie selber tun, offenbar ohne es zu merken, diese Mischung aus Ruchlosigkeit und Dummheit macht einen narrisch. Aber das war ja auch ein Mittel der stalinistischen Verhörmethode…

      • Ich glaube nicht, dass ich meine Zeit vergeudet habe. Ich bin ziemlich sicher, dass auf einer liberalen Seite wie dem Lawblog auch Leute mitlesen, denen das Politkommissarsunwesen solcher Kommentatoren die Haare zu Berge treibt.

    • 41. kaputnik

      …. Selbstverständlich halte ich Nazis und sonstige Verwirrte bei Welt online, PI oder auch hier schlicht für Schwachköpfe. Sie wünschen sich eine Diskussion über Ihre „Thesen“ zu erreichen und damit in den gesellschaftlichen Diskurs einzudringen.

      Ich war kurz auf dem Strang (nein, ich habe ihn nicht zuende gelesen) und wie es mir schien, bist du doch tatsächlich … in den gesellschaftlichen Diskurs eingedrungen. Und zwar entgegen dem ausdrücklichen Wunsch von Kommentator ‚kaputnik‘ – das ist nicht fein, hehe.

      • Es stellt sich wirklich die Frage, ob man das nicht öfter machen sollte. Nur mein Ekel vor diesen Leuten hindert mich daran.

        • Tut sie das wirklich? Du hast einmal geschrieben, es sei dein Plan einmal von deinen Büchern und dem Bloggen leben zu können (so habe ich es jedenfalls in Erinnerung). Zur Zeit wird dies wohl noch kaum der Fall sein, was bedeutet, daß du, falls du nicht zufällig zwischenzeitlich durch Erbfall reich geworden sein solltest, arbeiten mußt.

          Du mußt also (vermutlich) den größten Teil deiner Zeit für den Broterwerb aufwenden; dann hast du ja auch noch Familie, die wohl auch eine gewisse Zeit fordert … und dann schreibst du an einem Buch und betreust mehrere Blogs … und liest noch auf ich-weiß-nicht-wieviel-anderen mit.

          Und dann willst du auch noch Zeit aufwenden (verschwenden), um mit Leuten zu diskutieren, die so blockiert sind, daß man sie nicht einmal mit einem Bohrhammer öffnen könnte?? Ich denke, in Wirtschaftssprache würde man da wohl von ‚Fehlallokation‘ (deiner Arbeitskraft und -zeit) sprechen, oder?!

          • Das kommt noch dazu. Allerdings darf man nicht vergessen, dass auf bestimmten Blogs auch andere Leute mitlesen. Auf die, nicht auf das rote Gesindel, würde eine solche Strategie zielen.

  • Ein interessanter Meinungsaustausch, Manfred. Ich führe derartige Diskussionen seit mehreren Jahren und habe diesbezüglich bereits eine Hornhaut gebildet. Nicht zuletzt aufgrund der antidemokratischen Militanz, ideologischen Verbohrtheit und des weltfremden Utopismus der Linken habe ich „die Seiten“ gewechselt, daneben gab es allerdings auch andere Gründe dafür. Meyer hat in einem Kommentar davon geschrieben (ich will es hier nicht wiederholen).
    Glücklicherweise habe immer anonym gepostet, ansonsten wäre ich mit ziemlicher Sicherheit ebenfalls zum „Abschuss freigegeben“ worden. Ich bin kein Beamter und würde von daher meinen Job verlieren, in meinem Alter ein unerfreulicher Gedanke. Obgleich, der materielle Verlust wäre marginal, würde durch Alg 2 (Hartz 4) in etwa aufgefangen. Doch im Gegensatz zu Ali Baba und seinen 40 Räubern möchte ich meinen Lebensunterhalt durch Arbeit finanzieren.
    Immerhin sind wir noch nicht soweit, daß die Linken wieder einmal mit dem Morden anfangen. Doch bis dahin ist es kein weiter Weg mehr, vorerst begügen sie sich damit, ihre politischen Gegner sozial und beruflich zu „erledigen“.

    • Ich vergaß, inzwischen wurden ja auch bereits Psychiater auf uns angesetzt, was wiederum auf die altbewährte und als gemäßigt geltende Praxis der Roten hinausläuft, Andersdenkende (umgangssprachlich) in „Irrenanstalten“ zu verfrachten.

      • „Psychiater diskutieren irrationale Ängste vor Islam“ =

        Wien (OTS) – Institut für Religiosität in Psychiatrie und
        Psychotherapie: „Das Unbehagen mit der Religion – Islamophobie und
        verwandte Phänomene“, lautet das Thema einer interdisziplinären
        Fachtagung, die die Sigmund Freud Universität am 18. Juni 2011
        gemeinsam mit dem „Institut für Religiosität in Psychiatrie und
        Psychotherapie“ (RPP) und dem Institut für interkulturelle
        Islamforschung im Islamischen Zentrum Wien abhält. Erstmals in
        Österreich wird dabei das Phänomen der Islamophobie und der
        Religionsfeindlichkeit aus psychologisch-wissenschaftlicher Sicht
        untersucht.
        Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110610_OTS0013/psychiater-diskutieren-irrationale-aengste-vor-islam

  • Der akademische Nachwuchs für die Süddeutsche ist jedenfalls gesichert. Auf der Rosa-Luxemburg-geförderten Seite der „Kritischen Uni Hannover“ könnt Ihr von den GeisteswissenschaftlerInnen der nächsten Generation erfahren, wer die verkannten Opfer des turbokapitalistischen Antisemitismus sind.

    http://religionsbehoerde.wordpress.com/2011/06/14/sozialistisch-akademisches-zum-antisemitismus/

  • Vertrauen ist gut. Politkommissare sind besser. Das ist eben das Credo der SZ.
    Der Chef einer schwedischen TV-Station drückte es kürzlich so aus: Es ist die Aufgabe seines Senders, meinungsbildend zu wirken. Früher nannte man so etwas Propoganda. Die linke Schlagseite der allermeisten MSM ist unverkennbar. Die SZ ist nur ein besonders prominentes Beispiel dafür.

    • die SZ ist bestürzend dumm, das könnte man nutzen, wenn man verschlagen und böse wäre…

      • „SZ“- Moral:

        Angeblich höher! – Ihr sagt, die Moral des Mitleidens ist eine höhere Moral als die des Stoizismus? Beweist es! aber bemerkt, daß über »höher« und »niedriger« in der Moral nicht wiederum nach moralischen Ellen abzumessen ist: denn es gibt keine absolute Moral. Nehmt also die Maßstäbe anderswo her und – nun seht euch vor!

        Friedrich Nietzsche,
        Morgenröte
        Zweites Buch

  • Mit der oder den Linken ist es meiner Erfahrung nach so, daß es da eine große Herde gibt, die den gutplazierten federführenden Linken stumpf hinterherläuft. Manfred schrieb an anderer Stelle von gut plazierten (und wohl zumeist auch gut bezahlten und/oder karrieretechnisch beförderten), federführenden Strategen. Mit griffigen Parolen, Schlagwörtern, Thesen u.s.w. (Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit, „alle Menschen sind Brüder“, „Freibier für alle“ u.a.m.) gewinnen diese Leute die Herzen und Hirne der linken/gutmenschlichen Mitläufer.
    Nie war es so billig, seine gute Gesinnung zu präsentieren, ohne eigene Denkanstrengung reicht es, in der Hammelherde mitzulaufen und im Chor das zu mitzublöken, was alle „wahrhaft guten Menschen“ (so definieren sich Linke) blöken. Man verzeihe mir den Begriff „blöken“, doch mehr ist es meines Erachtens leider nicht.

    Wir Konservativen (wie ich sie verstehe) können mit solch positiv besetzten Schlagwörtern und Thesen nicht dienen. Konservative müssen sich mit den realen Gegebenheiten in der wirklichen Welt auseinandersetzen und in diesem Rahmen Handlungsmöglichkeiten erarbeiten. Wir laufen (bildlich gesprochen) z.B. nicht mit dem offenen Geldsack herum und verteilen Geld, das andere erarbeitet haben, entweder um uns beliebt zu machen und zu zeigen, was wir doch für gute Menschen sind, oder um zu vermeiden, auch einmal „nein“ zu sagen. Das funktioniert auch nur solange, wie Geld im Geldbeutel ist, ist er erst einmal leer, und ist darüberhinaus niemand in Sicht, der ihn wieder auffüllt, dann heißt dies „Armut für Alle“. Dann verschwindet auch die Beliebtheit wie Nebel in der Sonne, kein Mensch erinnert sich dann mehr an die „guten Taten von einst“. Denn ein Zuviel der Wohltaten weckt lediglich Begehrlichkeiten (wie Meyer an anderer Stelle zurecht schrieb), die, wenn einmal vorhanden, kaum „unfallfrei“ zurückgeschraubt werden können.

    Ja, Konservative sind um ein Gleichgewicht bemüht (das den bestmöglichsten Bestand des Eigenen sichert), um eine Balance sowohl innerhalb eines Gemeinwesens/einer Nation, als auch unter den verschiedenen Gemeinwesen/Nationen.
    Das erfordert unendlich anstrengende Denkarbeit und bringt kaum Gratifikation. Es ist wohlverstandener Dienst am Volk, am Gemeinwesen und könnte darüberhinaus ein Vorbild sein für andere Völker, andere Gemeinwesen, was dann auch ein Dienst an der Menschheit wäre.

Schreib einen Kommentar

Buchladen
 Meine Bücher können in meinem Netzladen bestellt werden, auch mit persönlicher Widmung:
NEU: Die Besichtigung des Schlachtfelds
manfred-kleine-hartlage_besichtigung-des-schlachtfelds_720x600
Die Sprache der BRD. 131 Unwörter und ihre politische Bedeutung
Die Sprache der BRD
Die liberale Gesellschaft und ihr Ende. Über den Selbstmord eines Systems
Die liberale Gesellschaft
Dschihadsystem kleine-hartlage 30_neue-weltordnung_285x255
 Außerdem verfügbar
kurtagic warum konservative immer verlieren Kurtagic: Warum Konservative immer verlieren
Neueste Kommentare
Kommentatorenregistrierung
Wer sich registrieren möchte, um kommentieren zu können, schicke mir bitte unter Kontakt eine kurze Mitteilung mit dem gewünschten Benutzernamen. Das Benutzerkonto wird dann so schnell wie möglich eingerichtet. Dieses Verfahren ist aus Sicherheitsgründen erforderlich.