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Tatjana Festerling und das „bürgerliche Lager“

Man hat sich ja schon mehr oder weniger daran gewöhnt, dass man praktisch keine Nachrichten mehr sehen oder hören kann, ohne dass einen der Brechreiz überfällt. Unwiderstehlich wird dieser Reiz allerdings, wenn man (wieder einmal) mit Beispielen für die im rechtsalternativen Bereich grassierende endemische Dummheit konfrontiert wird. So wie jetzt:

Tatjana Festerling hat ihre Kandidatur für den zweiten Wahlgang zur Dresdner OB-Wahl zurückgezogen. Nun kann man sicherlich darüber streiten, ob sie überhaupt hätte antreten sollen. (Ich tendiere zu einem vorsichtigen „Ja“.) Jeder denkbare Grund, zum ersten Wahllgang anzutreten, war aber zugleich einer, auch beim zweiten Wahlgang nicht zu kneifen. Das aber hat sie getan, und zwar mit einer Begründung, die rückwirkend auch das ordentliche Abschneiden im ersten Wahlgang entwertet, nämlich mit der Begründung, man dürfe keinen

politischen Harakiri-Kurs … fahren und das bürgerlich-konservative Lager, zu dem wir gehören, … spalten.

(s. z.B. Spiegel online)

Wenn Frau Festerling zu einem Lager mit der CDU gehört, dann gehört sie auch in dasselbe Lager wie die Grünen und die SPD. Es gibt nämlich innerhalb der herrschenden Politkaste keine zwei Lager, sondern nur eines: das Machtkartell von Leuten, deren Politik auf einen kalten Genozid an den Völkern Europas hinausläuft. Wer sich immer noch von den Politinszenierungen der BRD für dumm verkaufen lässt und Andere damit für dumm verkauft, muss sich mindestens bescheinigen lassen, der nützliche Idiot – und fügen wir politkorrekt hinzu: oder die nützliche Idiotin – ihrer Gegner und die beste Stute in deren Stall zu sein.