Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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51QgP4B9ovL._SL210_Man tut dem Bundeswehr-Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof, der in seinem Werk die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs untersucht, sicherlich nicht Unrecht, wenn man ihn einen Revisionisten nennt. Wer das Wort „Revisionist“ freilich als Vorwurf gebraucht, sollte sich darüber im Klaren sein, in welche geistige Tradition er sich damit stellt: „Revisionisten“ nannte man in der Bebel-SPD und später auch in allen anderen marxistischen Organisationen diejenigen Theoretiker, die die Lehre von Marx und Engels re-vidieren (von lat. re-videre: neu betrachten) und korrigieren wollten. In Ländern, in denen Kommunisten zur Macht gelangten, galt es den Ruch des „Revisionismus“ schon deshalb zu meiden, weil zu gewissen Zeiten bereits der Verdacht den Kopf kosten konnte.

Der wissenschaftliche Fortschritt freilich lebt von der ständigen Revision, von der Neu-Betrachtung, von der Infragestellung vertrauter Sichtweisen und etablierter Konzepte. Das Wort „Revisionist“, verwendet als Vorwurf, disqualifiziert nur den, der es in den Mund nimmt. Für den, dem es gilt, kann es durchaus ein Ehrentitel sein.

Freilich ist nicht jede Revision, egal in welcher Wissenschaftsdisziplin, schon deshalb brauchbar, weil sie eine solche ist. Sie muss mit dem vorhandenen Daten- bzw. Quellenmaterial vereinbar sein und dem etablierten theoretischen Paradigma an Erklärungskraft mindestens gleichkommen. Indem Schultze-Rhonhof die These vertritt, der Zweite Weltkrieg habe „viele Väter“ gehabt, tritt er gegen ein Geschichtsbild an, das die Fachhistoriker zwar wissenschaftsintern weitaus differenzierter darstellen, als es etwa in Schulbüchern oder Nachrichtenmagazinen ankommt, dessen Grundzüge man aber dennoch im Großen und Ganzen so zusammenfassen kann:

Bereits das deutsche Kaiserreich habe nach der deutschen Herrschaft mindestens über Europa, möglichst aber über die ganze Welt gestrebt. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg sei dieses Streben, untermauert durch eine sozialdarwinistische Ideologie, in verschiedenen – gemäßigteren und radikaleren Varianten – das Programm der deutschen Rechten gewesen, am radikalsten verkörpert in Hitler und seiner NSDAP. Hitler habe von Anfang an danach gestrebt, durch sukzessive Ausschaltung von Nachbarstaaten erst die Machtbasis des Deutschen Reiches so weit auszubauen, dass der Krieg auch gegen Großmächte mit Erfolg geführt werden konnte, dann Frankreich und notfalls auch England auszuschalten, und schließlich die Sowjetunion zu vernichten, um dort Lebensraum für Deutsche zu gewinnen, vielleicht auch die Grundlage für einen Krieg gegen Amerika zu legen und damit endgültig zur Weltherrschaft vorzustoßen.

Das Bestechende an diesem Geschichtsbild ist – noch bevor es um Quellen und Fakten geht – seine narrative Struktur: Es gibt eine klare Verteilung von Gut und Böse, es gibt einen Spannungsbogen: Das Böse baut sich auf, bis es fast, aber eben nur fast, übermächtig wird, von einem einen kleinen gallischen Dorf – Großbritannien – in die Schranken gewiesen und schließlich von einem unerschrockenen weißen Ritter – Amerika – vernichtet wird. Und es gibt eine Moral von der Geschicht.

Diese Struktur ist doppelt vertraut: Sie entspricht zum einen der eines Märchens, zum anderen – mit dem Motiv des Endkampfs zwischen Gut und Böse – der der Apokalypse. Das heißt selbstverständlich nicht, dass es nicht stimmen kann. Man muss sich nur bewusst sein, in welchem Maße dieses etablierte Geschichtsbild den Erwartungen an schöne Literatur entspricht, und in welchem Maße es religiöse Bedürfnisse bedient.

Vor vielen Jahren wurden in „Versteckte Kamera“ die Versuchspersonen aufs Glatteis gelockt, indem ein Passant, scheinbar mit einem Stadtplan in der Hand, sie nach dem Weg zum Bahnhof fragte und sich diesen Weg auf dem „Stadtplan“ erklären ließ, der in Wirklichkeit ein Schnittmuster aus „Burda Moden“ war. Da entspannen sich dann Dialoge wie:

„Also, sie müssen jetzt hier geradeaus“
„Bei ‚Fadenlauf‘?“
„Ja genau, und dann hier rechts…“
„Richtung ‚Tasche‘?“
„Ja, ja. Und dann links“
„An ‚Knopfloch‘ vorbei?“
„Ganz recht.“

Die Bereitschaft, eine angebotene Situationsdefinition (hier also das Schnittmuster als „Stadtplan“) als „wahr“ zu übernehmen, kann so stark sein, dass auch offenkundige Widersprüche in oder zu dieser Definition nicht wahrgenommen werden. Und man glaube nicht, dass diese Bereitschaft sich auf die überraschten Versuchspersonen bei „Versteckte Kamera“ beschränkt.

Ich zum Beispiel war jahrelang der Überzeugung gewesen, das Hossbach-Protokoll vom 5. November 1937 enthalte Hitlers Ankündigung, einen Weltkrieg führen zu wollen, mithin den Beweis für die Richtigkeit des oben zitierten Geschichtsbildes. Dabei hatte ich das Protokoll schon mehrfach gelesen: Es enthält Hitlers Ankündigung, die Tschechoslowakei und Österreich anzugreifen, dazu Überlegungen, unter welchen Voraussetzungen ein solcher Schlag geführt werden könne, und wie sich die anderen Mächte dann verhalten würden. Schwerwiegend genug und für die Anklage im Nürnberger Prozess, in dem es ja um den Anklagepunkt „Angriffskrieg“ ging, zweifellos ein wichtiges Beweisstück, aber eben nicht ein Beweis für einen Masterplan zur Weltherrschaft. Obwohl ich es also besser hätte wissen müssen, bin ich erst durch Schultze-Rhonhofs Analyse darauf gestoßen worden, dass ich genauer hätte lesen müssen. Dies nur als Beispiel dafür, wie stark der Einfluss einer scheinbar selbstverständlichen Deutung und wie hilfreich es bisweilen sein kann, Dinge „neu zu betrachten“.

Schultze-Rhonhof geht offenbar von der Annahme aus, dass es keinen Masterplan gegeben habe, sondern dass Hitlers Außenpolitik vor allem den jeweils taktischen Erwägungen des Augenblicks entsprang, und zeichnet Stationen dieser Außenpolitik nach. Für diese Annahme spricht zweifellos der sprunghafte Charakter Hitlers und seiner Politik, die oft extremen Schwankungen und Kehrtwendungen, sein Hang zur Improvisation und generell der chaotische Charakter der Entscheidungsfindung im NS-Staat.

Die entgegengesetze Annahme der vorherrschenden Geschichtsdeutung, Hitler habe strengsten Dogmatismus der Theorie, Strategie und Planung mit maximalem Opportunismus der Praxis, Taktik und Durchführung verbunden, enthält einen latenten Widerspruch; die beiden Teile dieser Auffassung passen jedenfalls nicht bruchlos zusammen. Sie muss nicht falsch sein, aber ich kann nicht erkennen, was dagegen sprechen sollte, die Alternative zu erwägen, dass Hitler womöglich auf der Basis vor allem taktischer Überlegungen gehandelt hat. Vielleicht ging es ihm eher um seinen eigenen Platz in den Geschichtsbüchern als um die Verwirklichung der Ideen, die er 1924 in „Mein Kampf“ niedergelegt hatte, und vielleicht sind die dort niedergelegten Gedanken mehr ein Ideendepot gewesen, aus dem er sich bei Bedarf bediente, über das er sich aber ebenso hinwegsetzten konnte.

Bemerkenswerterweise hält sich auf einem angrenzenden Forschungsgebiet, nämlich der Holocaustforschung, hartnäckiger Widerstand gegen die von der breiten Öffentlichkeit verinnerlichte „intentionalistische“ These, und zwar im Zentrum der Geschichtswissenschaft, nicht an der Peripherie; besonders bekannt ist Hans Mommsens Deutung des Entscheidungsprozesses, der schließlich in den Holocaust mündete, als eines Prozesses „kumulativer Radikalisierung“. Das Regime, so lautet grob die These, habe sich selbst in Zwänge verstrickt, die wie von alleine zu immer radikaleren „Lösungen“ drängten, am Ende eben zur „Endlösung“. Ich halte es durchaus für diskutabel, für die Außenpolitik des Regimes eine ähnlich schrittweise Radikalisierung wenigstens als Hypothese anzunehmen, und Hitlers sozialdarwinistischem Weltbild in diesem Kontext dieselbe Rolle zuzuschreiben wie dem Antisemitismus in der strukturalistischen Deutung des Holocausts, also die Rolle eines allgemeinen ideologischen Rahmens, ohne den die späteren Entwicklungen zwar undenkbar wären, der aber für sich genommen kein hinreichendes Explanans darstellt.

Schultze-Rhonhof freilich trifft solche Annahmen mehr implizit als explizit. Er hat nicht den Ergeiz, der etablierten Geschichtserzählung einen ebenso umfassenden Gegenentwurf entgegenzustellen; überhaupt sind theoretische Überlegungen weniger seine Sache. Er versucht, die Situation aus der Sicht der jeweiligen Akteure (Hitler, die europäischen Mächte, die deutsche Generalität, das deutsche Volk) zu schildern, und deren Handlungen zu verstehen, um zu einem Gesamtbild zu gelangen. Dies ist die Schwäche und zugleich die Stärke seines Ansatzes.

Die Schwäche liegt offenkundig darin, dass eine jeweils situationsbezogene Analyse nicht die Kohärenz des etablierten Geschichtsbildes erreicht. Im Grunde überlässt es der Autor seinem Leser zu entscheiden, in welchen theoretischen Rahmen er das einordnen möchte, was er erfährt.

Was der Autor aber erreicht, ist dass er dem Leser den Erfahrungs- und Erwartungshorizont der damaligen Akteure vor Augen führt: Wer in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, wird sich kaum bewusst sein, welche existenzielle Bedeutung damals zum Beispiel die Probleme nationaler Minderheiten hatten: Man konnte in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in einer ganzen Reihe von Ländern entlassen, ausgewiesen, enteignet oder totgeschlagen werden, nur weil man einer ethnischen Minderheit angehörte; und da das Selbstbestimmungsrecht von Deutschen von den Siegermächten besonders gering geachtet wurde und große Gebiete mit deutscher Bevölkerung an Fremdstaaten vergeben wurden, waren Deutsche besonders häufig von solchen Praktiken betroffen. Auch dass die Vorstellung vom fehlenden „Lebensraum“ damals nicht spezifisch nationalsozialistisch oder spezifisch deutsch war, wird nicht jeder wissen.

(Tatsächlich gehörten solche Vorstellungen zu den Grundlagen von Kolonialpolitik; die großen Kolonialmächte selbst beklagten sich natürlich nicht über fehlenden Lebensraum, denn sie hatten das „Problem“ für sich ja gelöst – oder glaubten, es gelöst zu haben. Dass in Ländern wie Deutschland, aber auch Polen die Ansicht verbreitet war, hier harre ein dringendes Problem der Lösung, war Folge dieser in ganz Europa vorherrschenden Denkrichtung.)

In Deutschland mussten Lebensraum-Ideologien auf besonders fruchtbaren Boden fallen, weil die britische Hungerblockade, die während des Ersten Weltkrieges rund eine Million deutsche Zivilisten umgebracht hatte, der These vom „Volk ohne Raum“ (speziell ohne ausreichende Rohstoffe und landwirtschaftliche Nutzfläche) ein Maß an Plausibilität verlieh, das sonst ganz unverständlich wäre – auch daran erinnert Schultze-Rhonhofs Buch. Seine Darstellung des von den Alliierten in Versailles und danach begangenen Unrechts hat nicht etwa die Funktion einer billigen Aufrechnung, sondern dient dazu, den Nachgeborenen den Hintergrund zu vergegenwärtigen, vor dem damals Politik gemacht wurde.

Des Autors Freude am Detail mehr als an den großen Linien führt zu mancher Erkenntnis, die nachdenklich stimmt. So kennt zum Beispiel jeder, der sich mit dem Weg in den Zweiten Weltkrieg beschäftigt, den Hitler zugeschriebenen Satz: “Ich habe nur Angst, dass mir im letzten Moment irgendein Schweinehund einen Vermittlungsvorschlag vorlegt.“ aus seiner Rede vor der Generalität vom 22.August 1939. Eine solch pointierte Aussage ist zur Popularisierung wie geschaffen und rundet das Bild des unablässig auf Krieg drängenden Diktators ab.

Ich hatte mich schon immer gewundert, dass Hitler gegenüber der hochkonservativen deutschen Generalität eine solch vulgäre Sprache gebraucht haben soll, ohne Befremden auszulösen, und hatte es darauf zurückgeführt, dass unter dem Einfluss des NS-Regimes die Verlotterung der Wehrmacht bis hinein in die Umgangsformen früh um sich gegriffen haben müsse. Schultze-Rhonhof dagegen macht plausibel, dass dieser Satz weder so noch sinngemäß gefallen ist, sondern dass es sich bei der fraglichen Version des Redeprotokolls um eine Fälschung handelt, die der Anklage im Nürnberger Prozess zugespielt wurde, um die deutschen Generale kollektiv für die Entfesselung des Krieges mitverantwortlich zu machen.

Im Hinblick auf die Rezeption des Buches ist erstaunlich, mit welcher Verbissenheit gerade die Kernthese angefochten wird, dass der Zweite Weltkrieg „viele Väter“ gehabt habe: weniger von der Fachwelt, die erwartungsgemäß das Werk des Außenseiters – Schultze-Rhonhof ist kein Historiker – ignoriert, sondern von den Rezensenten speziell der FAZ und der „Welt“, die bei dieser Gelegenheit wieder einmal dem Verdacht Nahrung geben, im Mediensystem etwa das zu sein, was die Unionsparteien im politischen System sind, nämlich bloße Konservatismus-Surrogate; in beiden Rezensionen spielt jedenfalls die Frage eine untergeordnete Rolle, ob das, was Schultze-Rhonhof schreibt, wahr ist. Es scheint eher darum zu gehen, aus volkspädagogischen Gründe eine bestimmte Version von Geschichte aufrechtzuerhalten – und sei es dadurch, dass man den Autor als Person diffamiert und ihn – was sonst? – in die rechte Ecke schiebt.

Dabei ist gerade die These, dass der Zweite Weltkrieg viele Väter hatte, alles andere als eine „Legende“, wie der FAZ-Schreiber meint: Im Ernst streitet doch kein Historiker ab, dass der Versailler Vertrag eine Fehlkonstruktion war, der einen Revancheversuch Deutschlands wahrscheinlicher machte; dass Polen eine aggressive Macht war, die unglaublich brutal mit ihren vielen ethnischen Minderheiten umsprang; dass die Tschechoslowakei ihre Minderheitenprobleme bis in die deißiger Jahre verschleppt und sich so selbst zu einem Krisenherd erster Güte gemacht hatte; dass Polen eher bereit war, einen Krieg mit Deutschland zu riskieren, als irgendwelche Zugeständnisse in der Danziger und Korridorfrage zu machen, und dies, obwohl die durchaus maßvollen deutschen Wünsche Ende 1938 und Anfang 1939 keine Gebietsforderungen gegen Polen enthielten und nach Jahren der deutsch-polnischen Zusammenarbeit keineswegs mit ultimativen Drohungen vorgebracht wurden, sondern in einem Stil, wie er zwischen befreundeten Ländern üblich ist. Und zumindest diskutabel ist die These, dass England mit seiner Garantie für Polen und Frankreich mit seinen leeren Versprechungen militärischer Unterstützung Polens Halsstarrigkeit verstärkt hat, vielleicht auch absichtlich. Viele Väter, in der Tat.

Aaaaaber, lautet jetzt der typische Einwand, über den ich mich schon deshalb nicht lustig machen werde, weil ich ihn noch vor kurzem selbst vertreten habe: Sind nicht die Handlungen der anderen europäischen Mächte vom Amtsantritt Hitlers an tatsächlich sozusagen bedeutungslos (wie das vorherrschende intentionalistische Paradigma suggeriert) bzw. nur als Fehler von Bedeutung, wie etwa die Appeasementpolitik, also als Fahrlässigkeit statt Vorsatz, weil Deutschland in jedem Falle einen Krieg entfesselt hätte, und zwar den in „Mein Kampf“ angekündigten großen Lebensraumkrieg gegen Russland?

Zumindest was Polen angeht, stimmt es nicht. Polen hätte sich mit Deutschland verständigen können, auch ohne den Beitritt zum Antikominternpakt; auch das stellt Schultze-Rhonhof klar, und ich kenne keinen Historiker, der es bestreiten würde.

Die Frage, ob die Folge einer solchen Verständigung ein großer Krieg (gegen Frankreich, Russland oder wen auch immer) gewesen wäre, kann man, wenn man ehrlich ist, nicht beantworten. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie von der etablierten Forschung bejaht wird, dürfte jedenfalls weniger auf unabweisbarem Quellenzeugnis beruhen als vielmehr auf dem Deutungsangebot der großen Erzählung von Aufstieg und Fall des raffinierten Teufels Hitler, der 1923 schon wusste, was er 1943 tun würde. Die bloße Existenz einer solch „runden“ Erzählung wirkt wie ein gemachtes Bett, in das man sich nur hineinlegen muss.

Ob diese Erzählung allerdings wirklich einem guten Stadtplan entspricht oder einem Wegweiser nach „Fadenlauf“, lasse ich dahingestellt. Auch Schultze-Rhonhof beantwortet diese Frage letztlich nicht. Er erschüttert die Plausibilität der vorherrschenden Geschichtsdeutung in einigen Details, indem er die situativen und taktischen Momente der deutschen Außenpolitik in den Blickpunkt rückt, bietet aber letztlich keine eigene überzeugende Deutung an. Die Stärke des Buches, dem Leser die seltsame Welt der Zwischenkriegszeit plastisch vor Augen zu führen, wird erkauft mit einer gewissen Kurzsichtigkeit der Deutung. Das Bedürfnis des Autors, ein wahrscheinlich allzu einseitiges Geschichtsbild zu korrigieren, bringt ein Geschichtsbild hervor, das seinerseits blinde Flecken aufweist.

Nichtsdestotrotz: Das Werk bietet eine Fülle an wichtigen Details, die der Fachwelt bekannt sind, dem breiten Publikum aber nicht, und die es anderswo in dieser Dichte und Übersichtlichkeit nicht zu lesen gibt. Deshalb ist es lesenswert und regt zum Nachdenken und Weiterfragen an. Nicht mehr, nicht weniger.

19 Antworten auf Gerd Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte“ (Rezension)

  • Vielen Dank für die Mühe. Eine so hervorragende Zusammenfassung habe ich selten gelesen.
     
    Ja, ich habe das Buch selbst gelesen, kurz nach dessen erscheinen.
    Dennoch war die schon im Titel kenntliche Kernthese für mich nichts neues mehr: Ich bin mit meinem damals Abiturs-, BZPolBil- und Bundeswehr-PolBil-Wissen mit Churchill, Der Zweite Weltkrieg konfrontiert worden. Zuerst habe ich das Buch mit Bestürzung gelesen: Es hat mein schwarz-weißes Bild von der Kriegsschuld/Ursache völlig demontiert. Ich habe es danach direkt nochmal gelesen. Ich brauchte aber Monate bis ich das verdaut hatte.
    Man braucht keine Revisionisten um leicht aufzuzeigen, daß Großbritannien eine (besser: die) treibende Macht war, die hinter dem deutsch-polnischen Konflikt stand.
    Die deutlich spätere Lektüre von Schultze-Rhonhoff  hat bei mir dann nur noch die Überraschungen en detail gebracht.
    Noch davor kam die Lektüre von Bavendams Analyse über Roosevelt.  Sehr lesenswert. Das Bild schließt sich leider zu einem Gegengeschichtsentwurf. Auch dagagen habe ich mich lange innerlich gesträubt. Stefan Scheils Aufsätze und Monographien leisten dann ein Übriges. Besser Recherchiertes kann man in der Geschichtswissenschaft kaum finden. Es ist das Gegenteil der sachlich und methodisch unfundierten Geschichtsspekulation (wie von Habermas, Haffner und auch Fest betrieben) sondern tatsächlich Wissenschaft. Hier steht die Recherche im Voerdergrund, also die Tatsachenermittlung und nicht die krampfhafte Herbeischreiberei der vorgefaßten Urteilsunterstützung.
     
    Ich bin überzeugt, daß neben einer kleinen konservativen Renaissance auch wieder Ansichten zurückkommen, die vor der 68iger Geschichtsschreibung Allgemeingut waren.
    Letztlich sind diese das Fundament für einen echten deutschen Patriotismus. Napoleons Zitat über die Eigenschaft der Deutschen wiederzugeben, schenke ich mir mal in diesem Zusammenhang.
     
    Zu bedenken gebe ich, daß das Hineinversetzen in die jeweilige Sicht der verschiedenen Akteure mit ihren verschiedenen Interessen, dem Führungssystem in den Streitkräften entspricht. General Schultze-Rhonhoff gehörte zu den wenigen Auserwählten, denen man die Führung von operativen Großverbänden anvertraut.
     
    Dennoch könnte auch ein Jurist zur Geschichtsschreibung erhellendes beitragen. Nämlich ein System, das klärt, wer welche Behauptung mit Tatsachen schlüssig darzulegen hätte und wer für diese Tatsachen dann beweisbelastet ist.
    Wollte man danach mal die (schulischen oder schulähnlichen) Geschichtsgraphien abklopfen, bliebe nicht viel übrig.
     
    Leider sagt das alles mehr über den Charakter von uns Deutschen aus, als uns lieb sein kann.

  • Gerd Schultze-Rhonhof wird als geschichtsrevisionistischer Autor gehandelt. Danach kommt nur noch rechtsradikal.

  • die Sache hat natürlich ein Problem:
    viele Unterlagen sind nach wie vor klassifiziert, bzw schon vernichtet.
    Demzufolge ist es gar nicht mehr möglich, den echten Ablauf noch aufzuklären, da eben ein Teil vernichtet ist und die noch vorhanden Unterlagen durch die lang Zeit in Siegerhand nicht vertrauenswürdig sind.
    Wie bei den Hosbach.-Protokollen oder dem Schweinehund-Zitat ist die Glaubwürdigkeit von Unterlagen aus dieser Zeit dahin.

    Ansonsten – eine schöne Arbeit !
    mfg zdago

  • Hallo Manfred,

    es kommt nicht oft vor, daß jemand bloß wegen guter Argumente seine Ansichten ändert – und das auch noch öffentlich zugibt. Also: Hut ab!

    Schultze-Rhonhof (er betreibt übrigens auch eine lesenswerte Internetseite: http://www.vorkriegsgeschichte.de/ kann aber nur ein Einstieg sein. Es gibt seit langem eine ernstzunehmende, natürlich komplett marginalisierte, „revisionistische“ Literatur zum Zweiten Weltkrieg.

    In der Hoffnung, daß ich weder Eulen nach Athen trage, noch allzu anmaßend bin, traktiere ich Dich ein wenig mit Literaturtips zur Vertiefung:

    Stefan Scheil

    Logik der Mächte. Europas Problem mit der Globalisierung der Politik. Überlegungen zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges. (Duncker&Humblot, 1999)

    Fünf plus zwei. Die europäischen Nationalstaaten, die Weltmächte und die vereinte Entfesselung des Zweiten Weltkriegs. (Duncker&Humblot, 2003)

    1940/41. Die Eskalation des Zweiten Weltkrieges. (Olzog, 2005)

    Churchill, Hitler und der Antisemitismus. (Duncker&Humblot, 2008)

    Revisionismus und Demokratie (edition antaios, 2009)

    im Internet: http://www.symposion.org/
    http://www.vernichtungskrieg.de/editorial.htm

    Walter Post

    Unternehmen Barbarossa. Deutsche und sowjetische Angriffspläne 1940/41 (Mittler&Sohn, 1995)

    Dirk Bavendamm

    Roosevelts Weg zum Krieg. Amerikanische Politik 1914-1939 (Herbig 1983)

    Roosevelts Krieg (Herbig 1993)

    Heinz Magenheimer

    Die Militärstrategie Deutschlands 1940-1945 (Herbig 1997)

    Kriegsziele und Strategien der Großen Mächte 1939 bis 1945 (Osning, 2006)

    Entscheidungskampf 1941. Sowjetische Kriegsvorbereitungen, Aufmarsch, Zusammenstoß (Osning, 2000)

    Aufsätze von Schultze-Rhonhof, Scheil und Post mit Zusammenfassungen ihrer Kernaussagen gibt es hier:

    http://www.deutschlandjournal.de/Deutschland_Journal_Sonderausg/deutschland_journal_sonderausg1.html

    Zum Umgang der etablierten Zeitgeschichtsschreibung mit Quellen ist vielleicht dieses wissenswert:

    Franz Uhle-Wettler

    http://www.deutschlandjournal.de/Deutschland_Journal_Sonderausg/Der_Einfluss_der_political_correctness_auf_unser_Geschichts.pdf

    Generalleutnant a.D. Uhle-Wettler war einer der brilliantesten Köpfe der Bundeswehr und hat so nebenbei in Geschichte promoviert.

    Von ihm sind u.a. eine Tirpitz- und eine Ludendorff-Biographie erschienen, die auch hier manche Vorgänge in anderem Licht erscheinen lassen und in denen er – in extenso belegt – den Koryphäen des Fachs ihre Fehlleistungen vorrechnet. Und der Mann kann schreiben!

    PS:

    Zum “Fall Scheungraber” schreibst Du:

    “und ich traue mich sogar wetten, dass sie [die Italiener] die letzten Verfahren schon kurz nach Kriegsende abgeschlossen haben”

    Stimmt genau:
    http://www.deutschlandjournal.de/Deutschland_Journal_Sonderausg/deutschland_journal_sonderausg4.html
    s. den Beitrag von Walter Post.

  • Ich kann mich noch gut erinnern, daß das Zitat “Ich habe nur Angst, dass mir im letzten Moment irgendein Schweinehund einen Vermittlungsvorschlag vorlegt.“ auch in unseren Schulgeschichtsbüchern vorkam, besonders hervorgehoben und auch im Unterricht thematisiert wurde.

    Je mehr mir im nachhinein klar wird, wie sehr ich während meiner Schulzeit über Jahre hinweg systematisch belogen und indoktriniert wurde, wenn auch nur geschickt an einigen Schlüsselstellen, desto größer wird das Gefühl von Wut, Fassungslosigkeit und Resignation. Diese Erkenntnis zerstört das komplette Vertrauensverhältnis zu unserem Staat und Institutionen wie der Schule. Das Schlimmste ist, daß alles unverändert weiter geht und weiterhin Jahrgang für Jahrgang das gleiche System durchläuft. Und jene, die nicht das Glück haben das ganze zu durchschauen, sind es dann, die einen am schärfsten angreifen und am liebsten kreuzigen würden, sofern man Kritik an einigen Punkten der offiziellen Geschichtsschreibung äußert.

  • ##…während meiner Schulzeit über Jahre hinweg systematisch belogen und indoktriniert wurde…##

    Es bleibe vielmehr so: Gott ist wahrhaftig und alle Menschen sind Lügner; wie geschrieben steht (Ps. 51,6): »Damit du Recht behältst in deinen Worten und siegst, wenn man mit dir rechtet.« (Röm. 3,4)

  • Zunächst einmal ein Wort zur Methode des Revisionismusses in dieser Angelegenheit.
     
    Fakten kann man unterschiedlich deuten, wobei die persönliche Bekanntschaft mit den Protagonisten dazu führt, daß man bestimmte Deutungen gar nicht erst andenkt, weil sie nicht mit den Persönlichkeiten der Betroffenen vereinbar sind.
     
    In sofern wir uns zeitlich von der Zeit des Zweiten Weltkriegs entfernen, scheint uns, wenn wir streng rational vorgehen, zwangsläufig vieles möglich, was denjenigen, welche die Zeit unmittelbar erlebten, undenkbar erschienen wäre. Deshalb läuft Revisionismus in dieser Frage Gefahr, zu einer eitlen Erörterung möglicher Interpretationen eines festumrissenen Datenbestandes zu verkommen.
     
    Ein paar konkrete Punkte zu Hitler.
     
    Beginnen wir mit „Mein Kampf“. Wenn man das Buch von vorne bis hinten durchliest, stellt man fest, daß Hitler zunehmend an Inspiration verliert, das sein Denken immer formaler und schmaler wird. Am Ende stehen eigentlich nur noch die beiden Gedanken „Ohne Juden erblüht unser Volk.“ und „Unser Volk braucht dazu aber Lebensraum.“ In wiefern das als Ideenreservoir bezeichnet werden kann, muß wohl jeder selbst wissen, aber was sich mir aus dieser Verengung Hitlers Denken erschließt ist, daß er seine theoretische Phase abgeschlossen hatte und ans Praktische ging. Er sagt es übrigens selbst in „Mein Kampf“: Wenn einer mit 30 nicht seine persönliche Wahrheit gefunden hat, welche er nicht mehr revidieren muß, dann taugt er nicht zum Führer.
     
    Hitler hat sich immer wieder sehr merkwürdig geäußert, wenn ich es mal so sagen darf. Ich will das nicht zu breit auswalzen, aber in „Triumph des Willens“ sagt er beispielsweise (so in etwa, ich bin nicht besonders gut mit Zitaten): „Ihr müßt tapfer sein – aber auch friedfertig.“ und betont dabei das Wort „friedfertig“ so, als ob es ein schrecklich schweres Opfer wäre. Selbst wenn er es nicht getan hätte: „Ihr müßt friedfertig sein.“ und außerdem essen, was auf den Tisch kommt usw.
     
    Nähere Bekanntschaft, z.B. im persönlichen Gespräch mit Mannerheim, aber nicht nur da, zeichnet Hitler eindeutig als jemanden, der vom Krieg fasziniert war. Und das läßt sich auch objektiv belegen. Schon beim Westfeldzug gefielen ihm die Planungen des Generalstabs nicht und er machte so lange Terz, bis er einen General der dritten Reihe ausgegraben hatte, Erich von Mannstein, welcher seine taktischen Einschätzungen teilte.
     
    Es ist ja nun nicht gerade normal, daß das Staatsoberhäupter so machen, und man darf wohl zu Recht annehmen, alleine schon auf dieser Grundlage, daß Krieg für Hitler eine Obszession war. Und wenn man Hitler über den Krieg frei reden hört, übrig geblieben ist ja nur diese eine Aufnahme, aber vor ein paar Jahrzehnten gab es auch noch eine ganze Reihe von Zeugen, bestätigt sich dieser Eindruck.
     
    Heute mag man sich hinstellen und fragen: „War das wirklich so? Die Akten, die wir haben, lassen auch andere Schlüsse zu.“, 1970 wäre man dafür schlicht ausgelacht worden.
     
    Es gibt natürlich auch noch andere Gründe neben Hitlers Wunsch als größter Feldherr aller Zeiten in die Geschichte einzugehen, z.B. die finanzielle Situation. Deutschland hatte einen florierenden Wechselhandel am laufen, konnte die verbürgten Summen aber nicht mal mehr ansatzweise decken und war geradezu dazu gezwungen, sich neue Realwerte einzuverleiben, wenn es den wirtschaftlichen Zusammenbruch, bzw., bei Gewalteinsatz, die planwirtschaftliche Stagnation vermeiden wollte. Aber letztlich ist es müßig das ins Feld zu führen, denn Hitler hat sehr konsequent von Anfang an das Prinzip des Blitzkrieges angewandt, nämlich die absolute Bündelung und den totalen Einsatz aller verfügbaren Kräfte, um schnellstmöglich das nächste Etappenziel zu erreichen.
     
    Oder, wenn das jemand bezweifelt, fragen wir mal anders herum. Wann ist es denn vom Himmel gefallen? Und wie war es überhaupt möglich, es so erfolgreich im Krieg einzusetzen, wenn es vorher nicht bereits einstudiert worden wäre, wenn die für die Organisation Verantwortlichen nicht bereits Erfahrungen damit gemacht hätten?
     
    Deutschland stritt übrigens auch zunächst ab, am spanischen Bürgerkrieg beteiligt gewesen zu sein. Aber als er dann gewonnen war, wurden die Soldaten der Legion Condor als Helden empfangen.
     
    Einen Tag bevor Hitler mit Mannerheim zusammentraf, sprach er öffentlich zum finnischen Präsidenten. Da sagte er in der Tat, er habe Deutschland nur deshalb aufgerüstet, um sich Gehör zu verschaffen in berechtigten Anliegen Deutschlands.  Mannerheim gegenüber sagte Hitler dann  nur, daß ihm alles nicht schnell genug gehen konnte. Und er sagt folgenden Satz: „Wenn sich der Russe damals in den Besitz der Petroleumquellen gebracht hätte […] dann wären wir ja hilflos gewesen, dann hätten wir’s lassen müssen [den Angriff auf die Sowjetunion].“ Mannerheim war übrigens überzeugt davon, daß Stalin plante ganz Europa zu besetzen angesichts der Größenordnung der russischen Rüstung, aber er wird still während des Gesprächs, denn er begreift, daß Hitler ein Spieler ist.
     
    Um es zusammenzufassen. Hitler hat vom ersten Tag an einen Kurs eingeschlagen, welchen man als wirtschaftlichen Blitzkrieg bezeichnen könnte, dessen Gelingen, wie das der späteren Blitzkriege auch, davon abhing, den herausgearbeiteten Vorsprung zu reinvestieren, um die nächste Etappe zu beginnen. Risikoabschätzungen gab es dabei sehr wenige, vielmehr war die Einsicht leitend, daß man es jedenfalls nicht besser machen könnte und das es reichen müsse, wenn man sein Bestes gibt.
     
    Um die Weltherrschaft ging es nicht. Es ging um den Erwerb des europäischen Teils der Sowjetunion, getragen von dem Bewußtsein, daß Deutschland einen größeren Herrschaftsanspruch auf ihn hätte als eine handvoll Juden. Freilich hatte Stalin diese Hand voll da schon hingerichtet, was niemand in Deutschland registriert hat, und zwar wirklich nicht, Himmler hat es später sogar offen zugegeben.
     
    England eine Mitschuld Polens wegen zu geben ist weit hergeholt. Kann man formal so sehen, ist aber wirklichkeitsfremd. Einige Kreise in den Staaten hatten sicherlich ein Interesse daran, daß sich Frankreich und England in einem Krieg gegen Deutschland verschulden und haben auch entsprechend gehandelt. Was Stalin angeht, so läßt sich im Nachhinein nicht sagen, zu welchem Zweck er aufrüstete. Man kann aber z.B. Mannerheims Urteil respektieren.
     
    M.a.W., der Krieg mag viele Väter gehabt haben, Versaille gehört natürlich auch dazu, nur ändert das nicht recht was an den Zielen und der Vorgehensweise der Nationalsozialisten.

  • Um die Weltherrschaft ging es nicht. Es ging um den Erwerb des europäischen Teils der Sowjetunion, getragen von dem Bewußtsein, daß Deutschland einen größeren Herrschaftsanspruch auf ihn hätte als eine handvoll Juden.

    Ich glaube das immer wieder zitierte ‚Lebensraum-im-Osten-Konzept‘ ist so nicht mehr haltbar. Stefan Scheil hatte in einem Artikel auf der Seite der ‚Sezession‘ (es war meiner Erinnerung nach eine Replik auf einen Artikel von Mathias Brodkorb, in dem er auf ‚die Entdeckung‘ eines zweiten Buches von Hitler (nach ‚Mein Kampf‘) eingeht) darauf hingewiesen, daß dieses ‚Lebensraum-im-Osten-Konzept‘ sich nach diesem zweiten Buch wesentlich beschränkter darstellt – möglicherweise nur auf die der Tschechoslowakei von den Siegern zugeteilten Räume bezog. Leider habe ich den Artikel auf der ‚Sezession‘ nicht zur Hand, aber es erscheint mir schon realistischer als die erste Version.

    Was Stalin angeht, so läßt sich im Nachhinein nicht sagen, zu welchem Zweck er aufrüstete.

    Das ist ein Scherz, oder? In der Dokumentation ‚Der letzte Mythos‘ zu Suworows ‚Eisbrecher-These‘ (Langfassung) heißt es im Film 2 ‚Wozu brauchen Kommunisten Waffen?‘: Bereits 1916 sagte Lenin in seinem Militärprogramm der proletarischen Revolution, daß der 2. Weltkrieg nötig sein wird. Wenn die Weltrevolution nicht in Folge des 1. Weltkrieges ausbricht, so müssen wir den zweiten organisieren. Dann kommt die Weltrevolution! Da die Weltrevolution nicht in Folge des 1. Weltkrieges ausgebrochen war … unternahm Stalin das ihm mögliche, um der Grundorientierung Lenins zu folgen – genau das war der Zweck der Aufrüstung.

     

  • Dumm nur, daß Hitler in „Mein Kampf“ explizit darlegt, von welcher Größenordnung der Lebensraum sein muß und aus welchem Grund.
     
    Eine Sache habe ich bei dem Mannerheimgespräch übrigens unterschlagen. Mannerheim hat, wie gesagt, ob der Größe der sowjetischen Rüstung geschlossen, daß Stalin plante, ganz Europa zu besetzen. Außerdem sagt er da, daß man sich nicht wundern sollte, denn schließlich konnten die Sowjets jahrzehntelang machen, was sie wollten. Hitler hingegen sagt, daß er die sowjetische militärische Stärke bei einem Zehntel dessen, was sie war, veranschlagt hatte und muß sich dann winden, um nicht zu sagen: „Hätte ich das gewußt, wäre ich aber vorsichtiger gewesen.“, was in der Form von „Dann hätte ich erst recht angreifen müssen, schwereren Herzens zwar, aber es hätte dann ja gar keine andere Wahl bestanden.“
     
    Also ein Geständnis, daß es sich beim Ostfeldzug um einen Krieg der Wahl handelte höchstpersönlich aus Hitlers Mund. Was will man mehr?
     
    Und schließlich, bei Hitler Diskontinuität zu vermuten, was seine Position in „Mein Kampf“ und seine spätere Position (von der er in „Mein Kampf“ sagt, daß wenn sie von seiner in „Mein Kampf“ dargelegten abwiche, er als Führer die Pflicht hätte zurückzutreten!) betrifft und beim Übergang von Lenin zu Stalin nicht, wo Stalin in den 30ern 90% der kommunistischen Intelligenz erschossen hat, weil sie ihm zu internationalistisch war (was zum Teil lustige Blüten trieb, so hat sich Alexander Tolstoi im Vorwort seines Romans „Peter der Große“ bei Stalin dafür bedankt, daß er, Stalin, alle Kritiker erschossen hat, welche zuvor schlecht über ihn, Tolstoi, geredet haben, weil er, Tolstoi, ihnen zu russisch borniert war), ist wohl der größere Witz.

  • Dumm nur, daß Hitler in “Mein Kampf” explizit darlegt, von welcher Größenordnung der Lebensraum sein muß und aus welchem Grund.

    Ich habe ‚Mein Kampf‘ nicht gelesen; gibt es vielleicht eine online-Ausgabe? Und falls ja, könnten Sie (falls sie sich noch – ungefähr – erinnern) ‚eine Hausnummer‘ angeben, wo im Buch man Hitlers Aussagen zu den Punkten finden kann, auf die Sie im Kommentar aufbauen – also ‚Größe des Lebensraums‘ und ‚Grund‘? (damit man nicht das ganze Buch durchlesen muß, um einen bestimmten Abschnitt zu finden).

    Darüberhinaus sehe ich diesen Punkt, daß Hitler sich also explizit zum Punkt ‚Lebensraum‘ in ‚Mein Kampf‘ verbreitet haben soll, aber keinen Grund dafür, daß er seine Vorstellungen nicht weiterentwickelt haben sollte. Das ist doch genau der Punkt, den das psychologische Kolonialregime der BRD immer verbreiten läßt: Der eindimensionale Hitler, der in der Festungshaft ein Buch schreibt – ein Drehbuch! – und kaum ist wieder auf freiem Fuß setzt er dieses Programm um, bis er endlich Barbarossa beginnen kann.

    Und an genau diese schnurgerade Linie, die keinerlei Entwicklung kennt – ja, schon die gedankliche Möglichkeit daran ausschließt – habe ich auch geglaubt. Lustlos, widerwillig … aber eben geglaubt; weil ich eben nicht Schulze-Ronhof heiße (beispielsweise) und die Fähigkeit und das Interesse habe mich durch irgendwelche Berge ausländischer Primärquellen zu wühlen, bis ich ein realistischeres Bild der tatsächlichen Abläufe habe. Aber dann habe ich eben auch irgendwann die Informationsmöglichkeiten des Internet dazu entdeckt … und daß es da eben Leute gegeben hat, die das, was ich nicht zu leisten im Stande bin, schon geleistet haben und weiterhin leisten und es als aufbereitete Information zum Verzehr anbieten … -was dann mein Verständnis grundlegend verändert hat. 

    Was sagt denn die BRD-Kolonialgeschichtsschreibung bis heute? Sie sagt (im Grunde) zwei Sachen: Erstens ‚Mein Kampf‘ (da steht alles drin – da hat er es doch selber zugegeben … der Verbrecher!) und sie sagt ‚Barbarossa‘! – als Erfüllung von Hitlers Lebenstraum. Und damit dem gebannten Zuhörer/Zuschauer die 17 Jahre dazwischen nicht vielleicht doch etwas lang werden, gibt es noch ein paar Bilder aus dem Fundus: Hitler wie er brüllt … und schreit … die Arme komisch verdreht und die Hand zur Faust ballt … wie er gläubig den Blick nach oben wendet … und wie der ganze Saal dann vor Begeisterung tobt. Eigentlich warte ich immer noch auf Bilder von Hitler bei seiner liebsten Freizeitbeschäftigung: dem Basteln kleiner Voodoo-Püppchen mit breitkrämpigen schwarzen Hüten, Schillerlocken und schwarzen Gehröcken … die er dann genüßlich zwischen Abendessen und Schlafengehen mit langen Nadeln (die er vorher noch sorgfältig über offenem Feuer erhitzt hat) bearbeitet.

    Jetzt sagen Sie „Hitler hat sich aber in ‚Mein Kampf‘ ganz genau zur Größe des Lebensraums und den Gründen (warum man ihn erobern müsse) geäußert“. Genau dieses Argument ist nun aber beispielsweise Suworow ebenfalls von der Orthodoxie entgegengehalten worden, und in einem der Filme aus der Doku über ‚Der letzte Mythos‘ (ich weiß jetzt leider nicht welcher – wie immer, wenn man es grade bräuchte) sagt er dann auch im Interview, was er den Kritikern bei dem entsprechenden Vorwurf antwortet. Er sagt nämlich „Halt, Genossen – ihr habt ‚Mein Kampf‘ gar nicht richtig gelesen! Denn Hitler sagt (laut Suworow), daß es nur eine Möglichkeit gäbe die Sowjetunion in einem Krieg zu besiegen – nämlich im Bündnis mit England!“ Von einem solchen Bündnis war er aber 1941 so weit entfernt wie unsere Erde vom Zentrum der Milchstrasse.

    Nun könnte er natürlich seine Ansicht dazu ebenfalls mit der Zeit revidiert haben – warum nicht? Aber dann kann er doch seine Ansichten über ‚Lebensraum im Osten etc.‘ genauso geändert haben – ich verstehe nicht, wieso Sie unbedingt an dem Propaganda-Hitler festhalten wollen, der seine Ansichten nicht ändert, der sich nicht entwickelt … und der eben genau in den in Rede stehenden Punkten eine Entwicklung durchmacht, die ihn zu ganz anderer Einstellung bringt.

    Mannerheim hat, wie gesagt, ob der Größe der sowjetischen Rüstung geschlossen, daß Stalin plante, ganz Europa zu besetzen. Außerdem sagt er da, daß man sich nicht wundern sollte, denn schließlich konnten die Sowjets jahrzehntelang machen, was sie wollten. Hitler hingegen sagt, daß er die sowjetische militärische Stärke bei einem Zehntel dessen, was sie war, veranschlagt hatte und muß sich dann winden, um nicht zu sagen: “Hätte ich das gewußt, wäre ich aber vorsichtiger gewesen.”, was in der Form von “Dann hätte ich erst recht angreifen müssen, schwereren Herzens zwar, aber es hätte dann ja gar keine andere Wahl bestanden.”
     
    Also ein Geständnis, daß es sich beim Ostfeldzug um einen Krieg der Wahl handelte höchstpersönlich aus Hitlers Mund. Was will man mehr?

    Ja, ich kenne das Gespräch auch. Es gibt ja Aufnahmen davon, die im Netz stehen. Ich hab es allerdings nicht mehr so präsent als wenn ich es gerade eben gehört hätte. Ich habe das Gespräch allerdings anders verstanden. Hitler – wenn ich es recht in Erinnerung habe – eher leise und nachdenklich bringt irgendeine Panzerzahl, die die Sowjets haben … oder die Zahl der Panzer, die sie (die Wehrmacht) zerstört haben. Und Mannerheim fragt glaube ich noch einmal nach, um sich zu vergewissern, daß er die Zahl der Panzer richtig verstanden hat. Und Hitler wiederholt es dann, und danach kommt glaube ich diese Stelle, wo er sagt, er hätte, wenn er es gewußt hätte, nur um so zwingender angreifen müssen.

    Wo sehen Sie da ein Geständnis, daß es sich um ‚einen Krieg der Wahl‘ gehandelt habe? Das einzige das ich dabei erkennen kann, ist, daß Hitler nach der Methode ‚Angriff ist die beste Verteidigung‘ gehandelt hat, um – wenn er schon zahlenmäßig erdrückend unterlegen war – wenigstens die Initiative und das Überraschungsmoment als Verbündete auf seiner Seite zu haben.

    Ich habe eben noch einmal in die 3. DVD (Film 14 – Die Katastrophe) reingeschaut. Da berichtet Suworow darüber wie er versucht hat Puzzlestückchen zusammenzutragen und dabei unter anderem einiges über die geheimnisvolle Sitzung des Politbüros vom 21. Juni 1941 – also einen Tag vor dem deutschen Angriff – aufzudecken. Diese Sitzung fand an einem Samstag statt – einem ungewöhnlichen Zeitpunkt für eine Politbürositzung. Und auf dieser Sitzung wurde – neben anderen weitreichenden Entscheidungen – auch entschieden, die Wehrbezirke in Fronten umzuwandeln. Eine Front aber, so Suworow, ist ein Armeechor, das im Verlauf eines Krieges zusammengestellt wird. Es gab aber noch keinen Krieg mit Deutschland. Und wenn man nun sagt „Ja, sie haben eben einen Angriff Hitlers befürchtet und deshalb haben sie so entschieden“, dann müßte man erklären, warum selbst nach dem deutschen Angriff Stalin immer noch nicht glaubt, daß Hitler angegriffen hat. Suworow sagt: Shukow nahm den Hörer ab – und sagt dann zu Stalin ‚Hitler hat uns doch überfallen‚! Stalin sagt ‚Das kann nicht sein‘!

    Ganz ehrlich: Das hört sich für mich nicht so an als ob Stalin mit einem Angriff oder Überfall Hitlers gerechnet habe – für Sie etwa? Wenn er aber nicht mit einem Angriff Hitlers rechnet und demzufolge also keinen Verteidigungskrieg vorbereiten muß … warum dann auf dieser nämlichen Politbürositzung die Entscheidung die Wehrbezirke in 5 Fronten umzuwandeln?? Die Antwort ist ziemlich einfach: Weil er natürlich den Krieg erwartet hat – nur eben seinen Krieg!

    Am 13. Juni fragt ja sogar die sowjetische Botschafter in London den britischen Außenminister, wie denn die Briten die Sowjetunion im kommenden Krieg zu unterstützen gedächten. Er spricht vom ‚kommenden Krieg‘; wenn damit aber ein erwarteter Angriff Hitlers gemeint ist … warum glaubt dann Stalin nicht einmal nachdem ihm berichtet worden ist, daß Hitler angegriffen hat, an einen Angriff Hitlers?

    Das zentrale Argument Suworows lautet dabei – und ich weiß nicht, ob es zwischenzeitlich widerlegt worden ist (wenn ja, bitte mitteilen, ja?): Die Rote Armee war im Sommer ’41 an die neue Staatsgrenze vorgerückt; dort konnte sie aber nicht bis 1942 bleiben, weil sie bis dahin ihre Kampfkraft verloren haben würde (keine Ahnung warum, bin kein Militär – muß das jetzt einfach mal so wiedergeben). Sie konnte dort wo sie war auch nicht versorgt werden, und sie konnte auch nicht wieder zurück, denn das hätte 8 Monate gedauert und bis dahin wäre es Winter gewesen. Wenn sie also nicht zurück konnte und auch nicht dort bleiben konnte, wo sie war … welche Möglichkeiten bleiben dann noch???

    Und so weit ich weiß, hat ihm niemand bis zum Zeitpunkt an dem die Doku gedreht wurde (das war 1999, aber da war Suworows erstes Buch – der Eisbrecher – auch schon 16 Jahre auf dem Markt; Zeit genug also für die Intelligenzja von Militärs, Historikern eine befriedigende Erklärung zu liefern) diese Frage beantwortet/beantworten können. Also beim besten Willen: Ich kann da keinen ‚Lust‘-Krieg Hitlers erkennen, sondern, wie alles was nach dem ersten Schuß kam, einfach eine Reaktion auf die Entwicklung der militärischen Lage um nicht unter die Räder zu kommen.

  • Ich streite doch gar nicht ab, daß Stalin einen Angriffskrieg geplant hat, wie könnte ich es auch?, ich habe lediglich gesagt, daß die Geschichte, so wie sie gelaufen ist, kein sicheres Urteil darüber erlaubt.
     
    Übrigens hat Stalin ja nicht nur gegen Deutschland gerüstet, sondern war die ganze Zeit über argwöhnisch, daß ihn England und die Staaten angreifen könnten. Wenn Stalin also so etwas gesagt haben sollte, könnte es auch schlicht heißen, daß er nicht glauben konnte, daß Hitler die Machtverhältnisse so schlecht einzuschätzen wußte. Und darin liegt tatsächlich eine Dummheit. Hätte Deutschland Frankreich nicht angegriffen, so hätte Stalin damit rechnen müssen, daß nachdem er mit Deutschland fertig geworden wäre, die Westmächte frisch gegen ihn gezogen wären und genau dasselbe mußten auch die Westmächte im umgekehrten Fall bedenken. M.a.W., die Chancen standen gar nicht schlecht, daß niemand Deutschland jemals angegriffen hätte.
     
    Hitler betont ausdrücklich im Gespräch mit Mannerheim, daß die russischen Forderungen nur während der Zeit des Westfeldzuges unannehmbar und erpresserisch waren. M.a.W. kann man nicht generell sagen, daß der Hitler-Stalin-Pakt nicht funktionierte.
     
    Nun ja, was „Mein Kampf“ angeht, eine englische Version findet man sofort, wenn man die englische Version von Google benutzt und eine deutsche gibt es auch irgendwo als PDF zum runterladen, aber ich weiß nicht mehr wo. Das entsprechende Kapitel ist das letzte, wenn ich mich recht erinnere, und Hitler leitet es mit den Worten ein, daß er das noch einmal ausdrücklich sagen will, daß es keine Zusammenarbeit mit der Sowjetunion geben kann, weil die Sowjetunion das einzige Land ist, auf dessen Kosten sich Deutschland aus seiner Abhängigkeit vom britisch dominierten Handel befreien kann, um es mal so auszudrücken, er drückt es etwas anders aus, aber das ist mir an dieser Stelle zu weitschweifig.

  • Gelegentlicher Leser: Sie können „Mein Kampf“ bekommen, wenn Sie wissenschaftlich daran forschen wollen (also über Unibibliotheken), eine Internetausgabe ist mir nicht bekannt (jedenfalls keine authentische).
    Nachdem Hitler mit Aussagen wie: Ich war schon mit 11 Nationalsozialist und In der Schule war ich immer so schlecht, weil ich zu klug war, seinen Leser gebührend eingeführt hat, lässt er sich hauptsächlich über das „Judenproblem“ und seine Lösung aus.
     
    Das für mich sehr erhellende Buch „der antisemitische Wahn“ stellt klar, dass der Antisemitismus Hitlers zwar einerseits völlig auf Kalkül beruhte (wem geht es gut, wem wird keiner helfen, wer ist der perfekte Sündenbock? – vgl. seine Tischreden in den 20ern), andererseits aber eine Verselbstständigung erfuhr, sobald er Realpolitik machen musste (wohin mit immer mehr Juden, die bei er Eroberung von „Lebensraum“ plötzlich innerhalb des Deutschen Reiches lebten?)
     
    Mit England ist das auch so eine Sache: Hitler war überzeugt (bis in die späten Kriegsjahre), dass der „weiße Bruder“ Britannien sich schon irgendwann dazu entschließen würde mit Deutschland gegen die anderen Rassen zu kämpfen. Sein rassistisches Denken verpserrte ihm die Sicht auf die kulturellen und politischen Unterschiede zwischen UK und D.
     
    In meinen Augen kommt es aber nicht so sehr darauf an. Hitler hat den Krieg gewollt, die Nazis haben den Krieg gewollt, die Deutschen haben den krieg gewollt – ja und?
     
    Es gibt keine Erbschuld.
     
    Ich identifiziere mich nicht mit dem NS- Regime und kann daher Vorwürfe gegenüber diesem Regime verkraften.
     
    Wenn ich Manfred richtig verstehe wendet sich seine Argumentation hier gegen eine ideologische Interpretation der Geschichte, welche Deutschland die Alleinschuld zuschiebt. Da können wir aus den Quellen noch viel lernen. Aber ein unschuldiges Schulmädchen wird Hitler dadurch nicht.

  • Manfred, ist es Dir recht wenn ich den Artikel auf Englisch übersetze und zur Gänze (natürlich mit Verweis auf Dein Blog) auf meiner Seite wiedergebe?

  • Vortrag von Gerd Schultze-Rhonhof neueren Datums:

  • Hallo,
    Erstmal: Deine Rezension hat mir gut gefallen. Ich hab auch eigentlich nur eine Frage: Kennst du den
    Ausdruck des „2. dreißigjährigen Krieges“, der die Zeit von 1914 bis 1945 in Europa beschreibt? Ich bin zwar kein Zeithistoriker und schon gar kein Experte für das dritte Reich, aber ich bekomme dennoch hin und wieder etwas von den Diskussionen in der Fachwelt über dieses Thema mit und da fiel schon auch mal eben der oben genannte Begriff. Ich denke, dass durch ihn knapp zusammengefasst eines verdeutlicht wird:
    Der 1. Wk zog eine Reihe von Konflikten nach sich, die auch durch den Vertrag von Versailles begünstigt wenn nicht gar provoziert wurden, zu diesen gehört auch der 2. Wk, allein schon deshalb ist eine Alleinschuld Hitlers an diesem Krieg zumindest fragwürdig. Ich habe das Buch übrigens nicht gelesen, was unter anderem daran liegt, dass ich dafür noch keine Zeit hatte und auf absehbare Zeit wird sich daran auch nicht wirklich was ändern.

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