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Osloer Merkwürdigkeiten

Auch wenn es noch zu früh ist, sich auf bestimmte Theorien festzulegen, passt das Blutbad von Oslo, wie vor zehn Jahren der 11. September, bestimmten politischen Kräften doch zu gut ins Konzept, als dass man von vornherein davon ausgehen könnte, dass uns die ganze Wahrheit gesagt wird. Man sollte hellhörig werden, wenn bestimmte Angaben nicht wirklich zusammenpassen. Sammeln wir also Merkwürdigkeiten:

Der Beschuldigte hat ein Teilgeständnis abgelegt und den Amoklauf zugegeben. Die Bombe gelegt zu haben, hat er bis jetzt, also über einen Tag nach dem Geschehen, nicht zugegeben. Eine merkwürdige Verteidigungsstrategie. Was hätte er denn davon, falls er beide Verbrechen begangen haben sollte, das eine zuzugeben und das andere zu leugnen?

Und irgendwie passen die beiden Taten auch nicht zusammen; das eine ein klassischer Terroranschlag mit einer Autobombe, das zweite ein klassischer Amoklauf. Auch das Persönlichkeitsprofil scheint dem des typischen Amokläufers zu entsprechen. Nehmen wir diese seine auf GoV zitierte Selbstdarstellung:

Regardless of the above cultural Marxist propaganda; I will always know that I am perhaps the biggest champion of cultural conservatism, Europe has ever witnessed since 1950. I am one of many destroyers of cultural Marxism and as such; a hero of Europe, a savior of our people and of European Christendom – by default. A perfect example which should be copied, applauded and celebrated. The Perfect Knight I have always strived to be. A Justiciar Knight is a destroyer of multiculturalism, and as such; a destroyer of evil and a bringer of light. I will know that I did everything I could to stop and reverse the European cultural and demographical genocide and end and reverse the Islamisation of Europe.

Dieses größenwahnsinnige, heroisierende Selbstbild entspricht ungefähr dem, was wir von anderen Amokläufern kennen, etwa dem von Martin Lichtmesz zitierten finnischen Amokläufer Auvinnen:

Ich bin ein zynischer Existentialist, anti-humanistischer Humanist, anti-sozialer Sozialdarwinist, realistischer Idealist und ein gottgleicher Atheist. Ich bin bereit, zu kämpfen und für meine Sache zu sterben, von der ich weiß, daß sie richtig, gerecht und wahr ist.

Das Bild entspricht also dem eines typischen Amokläufers, aber gerade nicht dem eines typischen Terroristen. Überhaupt: Dieser Mann soll eine Autobombe gezündet haben (und gestern wusste die Polizei nicht einmal, ob es womöglich mehrere waren – warum eigentlich nicht?) und sich dann verkleidet haben, um am selben Tag eine noch ganz anders geartete Bluttat vollbracht zu verüben? Hm. Der ist aber fleißig. Und stressresistent.

Bis tief in die Nacht war gestern von zehn Toten auf der Insel die Rede. Gegen drei Uhr kam die Eilmeldung (ich bekam sie über focus.de), dass es über achtzig Tote seien. Kann man sich so sehr verzählen?

Ein Antiterrorkommando der norwegischen Polizei brauchte anderthalb Stunden, um auf die Insel zu gelangen. Anderthalb Stunden, in denen der Mörder weiterfeuern konnte, weil angeblich keine Boote verfügbar waren. Hat man in Oslo noch nichts von Hubschraubern gehört?

Doch, hat man:

Er schießt selbst dann weiter, als die ersten Hubschrauber der Polizei über Utöya kreisen. Erst als ein Spezialkommando der norwegischen Polizei ihn in die Enge treibt, ergibt er sich.
(bild.de)

Gab es keinen Scharfschützen, der vom Hubschrauber aus den Mörder hätte unschädlich machen können?

Nach demselben Bericht waren auch eine Reihe von Booten verfügbar, mit denen Menschen noch während des Schießens in Sicherheit gebracht wurden. Nur die Polizei konnte keines auftreiben?

Sicher, Dummheit erklärt Vieles. Merkwürdig nur, dass eine ähnliche Art von Dummheit am 11. September 2001 dafür gesorgt hat, dass die amerikanische Luftwaffe nicht imstande war, auch nur ein einziges von vier umherirrenden Verkehrsflugzeugen abzufangen. Nur aufgrund dieser Unfähigkeit konnten damals die Maschinen in die Twin Towers und ins Pentagon fliegen und mehrere tausend Menschen in den Tod reißen.

Wie gesagt: Das muss alles noch nichts heißen, und ich bin weit davon entfernt, mir irgendeine Theorie zusammenzubasteln. Aber man sollte aufmerksam sein. Falls auch Euch Merkwürdigkeiten auffallen, bitte ich um entsprechende Kommentare.

Krisensymptom Amoklauf

Martin Lichtmesz schreibt in sezession.de:

„Das gehäufte Auftauchen von amoklaufenden Psychotikern in bald allen europäischen Ländern ist dennoch ein ernstzunehmendes, zutiefst beunruhigendes Symptom für den inneren Zerfall unserer Zivilisation. Ich habe diesen Umstand bereits 2007 in einem Artikel für die JF skizziert.  Die Autoren der „Counterjihad“-Szene wie Fjordman gehören zu den wenigen, die es wagen, diesen Zerfall offen zu beschreiben, um Europa vor dem Marsch in den Bürgerkrieg warnen.  Wer auf sie einschlägt, sieht nur die Barometer, nicht den herankommenden Sturm. Sie sind es, die den Nährboden für den Bürgerkrieg aufdecken, den andere unseren Blicken zu entziehen suchen, eben in der wilden Hoffnung, ihn durch die Vernunft trockenlegen zu können. Es ist derselbe Nährboden, der Bestien wie den norwegischen Attentäter hervorbringt. Wer weiß, wieviele seiner Art bereits gleich scharfen Bomben darauf warten, bis ein Erdbeben sie zum Explodieren bringt. Wer weiß, an wievielen Stellen und in wievielen Menschen in den liberalsten und aufgeklärtesten und wohlständigsten und „demokratischen“ Ländern der Welt die Schicht zwischen Zivilisation und Barbarei schon morsch ist – und es sind beleibe nicht „die Rechten“, die dafür die Verantwortung tragen.“

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