Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
Get Adobe Flash player

35 Antworten auf Wie wird die Wahlwerbung der Grünen finanziert?

  • CEM
    Als im Juli 2002 herauskam, daß Özdemir 1999 für Steuerrückzahlungen einen Kredit über 80.000 DM bei dem umstrittenen PR-Berater Moritz Hunzinger aufgenommen hatte, geriet er in Erklärungsnot und warf sich selbst „Naivität und mangelnde Vorsicht“ vor. Nachdem im Zusammenhang mit der Bonus-Meilen-Affäre neue Vorwürfe gegen ihn laut geworden waren, die er nicht entkräften konnte, trat Özdemir schließlich am 26. Juli 2002 als Abgeordneter zurück, weil er die Partei nicht mit einer Debatte über seine Fehler belasten wollte. Nachdem er, wie es hieß, die Kandidatur für die Bundestagswahl 2002 wegen einer bereits erteilten Zustimmung nicht mehr zurückziehen konnte, nahm er nach seiner Wiederwahl das Bundestagsmandat nicht an.
    Stattdessen nahm er sich eine Auszeit von der aktiven Politik und forschte 2003 als Stipendiat der Stiftung „German Marshall Fund“ in Washington D.C. über die Beteiligung ethnischer Minderheiten am politischen System der USA im Vergleich zur BRD. Im Rahmen dieses fünfmonatigen Aufenthalts hielt er auch Vorlesungen an der Universität von Madison im US-Bundesstaat Wisconsin.
    Ein Jahr nach seinem politischen Abgang kehrte Özdemir als Kandidat für die Europawahl am 13. Juni 2004 wieder in die Politik zurück. Er wurde ins Europäische Parlament gewählt, wo er als außenpolitischer Sprecher der Fraktion „Die Grünen/Freie Europäische Allianz“ dem Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten angehörte. Außerdem war er Vizepräsident des sog. CIA-Ausschusses, der illegale Geheimdienstaktivitäten in Europa untersuchte. Seine Aufgabengebiete umfassten daneben die Annäherung der Türkei an die EU, Migrations- und Integrationspolitik sowie den Islam in Deutschland und Europa. 2007 war er an der Gründung des „European Council on Foreign Relations“ beteiligt….

  • Ergänzend: 2002 erhielt Özdemir die Auszeichnung „Global Leader of Tomorrow“ (globale Führungskraft von morgen) des Weltwirtschaftsforums. Dieser Hintergrund-Zirkel mit seinen jährlichen Zusammenkünften der weltweiten Polit- und Geld-Oligarchie im schweizerischen Davos gilt als Motor der Globalisierung, getragen von mehr als 1000 international führenden Unternehmen.

    Özdemir ist Mitglied der US-Einflußorganisation „Atlantik-Brücke“…

    Eine Entschließung zu den zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan, die das EU-Parlament am 20. Februar 2008 mehrheitlich annahm, geht wesentlich auf seine Vorarbeit zurück. Die größte Sorge in dem Papier besteht darin, daß sich die zentralasiatischen Staaten dem Einfluß westlicher „Investoren“ entziehen könnten. So hält Punkt 13 „die Privatisierung der Staatsbanken und die Schaffung von nationalen Finanzmärkten, die wirklich wettbewerbsfähig sind und ausländischen Banken offen stehen, für wesentlich.“ Punkt 16 „ermuntert die Staaten der Region, einen besseren Schutz für ausländische Direktinvestitionen sicherzustellen“. Und Punkt 37 betont „in diesem Zusammenhang die Schlüsselrolle der Türkei als EU-Beitrittskandidat in Zentralasien und fordert den Rat und die Kommission auf, die historischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen der Türkei zu bestimmten Ländern in der Region so gut wie möglich zu nutzen und diesen EU-Beitrittskandidaten in die Entwicklung und Umsetzung der Strategie umfassend einzubeziehen“

    Er sitzt im Beirat der Vodafone-Stiftung Deutschland ebenso wie im Integrationsbeirat der NRW-Landesregierung und in der Berliner Dependance des American Jewish Committee, ist Mitglied der (FDP-nahen) Theodor-Heuss-Stiftung wie auch des Kuratoriums des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart

  • Wie man aus dem NNDB-Mapper :) entnehmen kann, finanzieren die Großglobalisten natürlich immer mehrere Seiten. Im personalisierten US-Wahlkampf immer die Kandidaten, die die passende Politik vertreten/bestechlich sind. Es ist natürlich völlig egal, welcher Partei diese angehören. Ob Kerry oder Bush (sowieso Skull&Bones-Kumpels), ob Dean oder Bush… Hauptsache, danach wird nach Herrn Rockefellers Pfeife getanzt.

    Natürlich ist das in Deutschland auch so. Übrigens sehr interessant, dass Olaf Scholz Bilderberg-Teilnehmer war. Den werden wir demnächst als Kanzlerkandidaten sehen, auch wenn im Moment andere im Gespräch sind.
    Mit Guido hat es ja auch geklappt (2007 Bilderberg)

  • Es erinnert mich ein bisschen an die Verhaeltnisse hier in China. Wer aufsteigen will, muss in die Zirkel und Netzwerke eintreten. Man muss gefuegig werden und die Linie der Partei/Firma/Organisation vertreten. Wer ehrlich bleiben und auf andere Weise Erfolg haben will als mit Bestechung, Kriecherei oder Kluengel, der wird als arrogant, seltsam oder gar psychisch gestoerrt hingestellt. Ansonsten darf man alles, solange man maechtige Freunde hat und der ohnmaechtige Teil der Bevoelkerung nicht zu laut murrt.

    Ist alles viel schlimmer als im Westen, aber ich weiss immerhin, wohin die Reise bei uns geht.

  • Hätte ich noch vor einem Jahr nicht für möglich gehalten, insbesondere nachdem was man ja eher landläufig als politische Einstellung gegen die USA auf Seiten der Grünen wahrzunehmen scheint. Das letzte Jahr hat mir allerdings die Augen geöffnet für die enormen Überschneidungen zwischen dem, was von den USA propagiert wird (siehe Rivkin-Papier) und dem, für das die Grünen stehen. Da findet sich teilweise 1:1 das wieder, was im State Department ausbaldowert wurde.

  • @ War Blogger:
    Vor einigen Jahren tauchten interessante Gerüchte auf, wonach die Grünen ursprünglich von den USA finanziert worden seien. Demnach war die Konkurrenz aus der BRD bestimmten Kreisen ein Dorn im Auge. So erhielten die Grünen insgeheim Anschubfinanzierung, damit sie mit ihrer Öko-Politik die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft untergraben.
    Angeblich sind die Franzosen auch mit im Boot gewesen, die Grünen sollten der deutschen Atomindustrie den garaus machen.

  • @melmoth

    die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sollte doch die geringste Sorge der Amerikaner sein. Da haben sie doch in Asien ganz andere Konkurrenten.

    Was natürlich nicht ausschliesst, dass sie versuchen in allen politischen Lagern ihnen wohlgesinnte Politiker an sich zu binden, um Einfluss oder zumindest Informationen zu gewinnen. Das ist an sich die normale Vorgehensweise jeder Grossmacht.

  • Ob und wie die USA hierzulande die Grünen in ihren Anfängen als Partei unterstützt haben, sei dahingestellt. Fest steht, dass die Ziele dieser Partei heute den Interessen der USA sehr entgegenkommen: Ob Zuwanderung oder Zersetzung von Bildung und Kultur, Gender-Mainstreaming oder Dämonisierung der friedlichen Nutzung der Kernkraft, jedes Mal wird es den Deutschen etwas schwerer gemacht, wieder eine selbständige und souveräne Nation zu sein.

    Kontrollzwang und Ausplünderung der BRD durch die EU verhindern ebenso wie das etablierte Schuldzins – Finanzsystem und die von den Grünen forcierte Zuwanderung, dass Europa, und mit ihm Deutschland, jemals wieder zu einer ernsten Konkurrenz für die USA werden. Die Multikulti-Zielstellung dient einzig der „Überwindung“ der alten Nationen, wie die Grünen gerne zugeben und die künftige „Mischbevölkerung in urbanen Großräumen“ wird ja auch z.B. von der Bertelsmann-Stiftung als Zukunftsvision betrachtet:

    Eine gesichtslose und geschichtslose amorphe Masse von vereinzelten Individuen ohne Gemeinsinn und mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen und Religionen lässt sich als Personal eben bequemer regieren, als ein Volk freier Bürger in einem Rechtsstaat mit einer vom Souverän gewollten Verfassung. Dass die zahlreichen NGOs, das ECFR, die Bilderberger und das Weltwirtschaftsforum ganz andere Ziele verfolgen, steht für mich außer Frage.

    So machen die Informationen zu den Connections des Herrn Özdemir und die Frage nach der Wahlkampffinanzierung der Grünen sehr nachdenklich. Dass die Grünen die tragischen Ereignisse in Japan für ihre Ziele instrumentalisieren würden, war absehbar. Dass sie dabei aber wochenlang von den Medien durch immer neue, vielfach nur noch spekulative Horrormeldungen unterstützt werden, hatte ich so nicht erwartet und halte es auch für unvereinbar mit einem objektiven Journalismus. Da muss die Frage erlaubt sein, wie weit hierzulande die Medien schon unter dem Einfluss der Grünen und ihrer Gönner und Mentoren in Übersee stehen und die öffentliche Meinung dadurch gezielt manipuliert wird.

  • Immerhin setzen die Grünen Kretins ihr Geld wirkungsvoll ein. Die angeheuerten Werbestrategen formulieren eingängige Slogans, die unseren (sowohl selbsternannten, als auch medial produzierten) Gutmenschen widerstandslos ins Gehirn flutschen. Mit so etwas wie „wir Grünen in Deutschland retten die Welt“ Slogans wird Politik gemacht und, was mich schier fassungslos macht, diese Slogans ziehen.
    Wird das Wahlprogramm in seinen fundamentalen Anteilen umgesetzt, dann heißt es für uns: Rette sich, wer kann !!! Dann bleibt uns wohl nur noc,h den „Der Waldgänger“ von Ernst Jünger umzusetzen.
    Lest euch die Seiten 148-192 des folgenden Wahlprogramms durch, dann stockt euch höchstwahrscheinlich ebenso der Atem wie mir. Es liest sich wie das Drehbuch für einen Realhorrorfilm:
    http://www.gruene-bw.de/fileadmin/gruenebw/dateien/Wahlen2011/Landtagswahlprogramm-web.pdf

  • bunterepublik (im Spiegel Forum):
    „… viele der heutigen männlichen Grünenwähler sind häufig durchaus keine langhaarigen Steinewerfer, sondern gutsituierte Herren ab 40, mit Abitur, meist akademischen Abschluss, die meist in gesicherter gesellschaftlicher Position stehen….und häufig auch sehr bestizstandswahrend sind.

    Bei anderer Sozialisation in ihren Jugendjahren würden diese herren auch gut in die fdp oder cdu passen…hätte es damals zu abizeiten 1980 – 1985 nicht franz-josef strauss und den nato-doppelbeschluss gegeben…..“

    Ja, die gute alte Sozialisation durch den linken Meinungs-Hegemon tat ihre Wirkung … gut, ich bin zwar aus dem linken Lager zu den Konservativen/Rechten gewechselt, doch generell liegt bunterepublik nicht falsch (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das ist ja der Horror, gutsituierte Akademiker, die uns und auch sich das eigene Grab schaufeln, und das mit den allerbesten Absichten (oder etwa doch nicht?). Der NATO-Doppelbeschluss und Fanz-Josef Strauß waren schuld daran, das eine Menge Akademiker ihr Gehirn nur noch für ihr persönliches Vorankommen nutzten, frei nach dem Motto: Hauptsache mir geht’s gut. Das schlechte Gewissen sorgt dann dafür, daß man „Die Grünen“ wählt. Das beruhigt die aufgewühlten Nerven.

  • Das Schlimme ist, dass so wie es im Wahlprogramm formuliert ist, eben gut *gemeint* ist.

    Die Menschen sollen endlich begreifen, dass homogene Gesellschaften, die kulturellen Austausch und Völkerfreundschaft pflegen, sich schneller entwickeln als solche mit vielen Gruppierungen, die um die Vorherrschaft ringen. Souveränität ist hier das wichtige Wort.
    Diese erkennt man den Völkern und Nationen ab. Schon die alte Britische Kolonialwelt wurde gezielt so aufgeteilt, dass immer multiethnische Konflikte entstehen werden. Dies dient dazu, keine starken Nationen zu fördern und hilft der Rüstungsindustrie.
    Friedliche, kooperative, aber homogene (und es auch bleiben wollende) Gesellschaften werden angegriffen oder provoziert, oder wenn das alles nichts hilft, werden die extremen Kräfte in diesen Ländern unterstützt. Man muss sich einmal vor Augen halten woher die ersten NSDAP-Parteispenden kamen.
    Auch in Japan wurden gezielt nationalistische Kräfte gefördert.
    Ist ja später nicht anders gewesen: Saddam Hussein, die Taliban und wie sie alle heißen. Wenn sie ausgedient haben, holt man sich das Land mit genau dem Argument, dass es sich um eine Diktatur handelt. Na sowas.
    Ich erinnere mich an ein Bild des grinsenden Rumsfeld shaking hands mit Saddam.

    Japan und Deutschland s

  • 1. Ich gehe davon aus, daß die Parteispende für die CDU aus vergleichbaren Quellen kam, wie die von Ditfurth behauptete Unterstützung der Grünen.

    2. Genausowenig war der ParteispendenSKANDAL der CDU ein Zufall. Wie sieht es mit den Grünen in der Zukunft aus?

    3. Ich gehe davon aus, daß die konzertierte Anti-Kohl- und später Anti-Schröder-Schreibe der gesamten Presse auch kein Zufall war.

    Daraus ziehe ich folgenden Schluß: Die Innenpolitik Deutschlands wird wahrscheinlich IM WESENTLICHEN nicht in Deutschland bestimmt. Und wahrscheinlich sogar konzertiert. Dafür passen die verschiedenen Ereignisse zu gut in die gleiche Zielsetzung.

    Weiter fällt mir auf, daß ich Parteien, wie die NPD oder die MLPD immer für deren „Verschwörungstheorien“ ausgelacht habe. Eine Verschwörungstheorie ist nur dann eine, wenn es sich um eine in sich geschlossene Kreisvermutung handelt, die deswegen nicht verifizierbar sein soll, weil es sich ja gerade um eine nicht aufdeckbare Verschwörung handele.

    In diesem Falle stellt diese von mir zusammengefaßte Variante die schlüssigere Version dar. Und sie ist definitv nicht bewiesen, aber grundsätzlich beweisbar. Viele Indizien sind zu schlüssig, als daß sie abwegig wären. Mir scheint es eher als sehr abwegig, hier eine zufällig passende Aneinanderreihung von zufälligen Ereignissen am Werke sehen zu wollen.

    Vermutung:
    Nationalstaaten, die keine wirksamen Schutzmechanismen gegen fremdstaatliche Einflußnahme haben, sind obsolet. Völlig.
    Stimmt die Vermutung, so handelt es sich bei der Bundesrepublik staats- und völkerrechtlich überhaupt nicht um einen Staat. – Das ist jedoch völlig gleichgültig.

    Historisch betrachtet war Preußen eine Sezession, als damals hochmodernen Organsation, von einer veralteten mittelalterlichen Organsisationsform namens Heiliges Römisches Reich. Preußen war effizienter. Nichts konnte die damals modernen Staaten in den Banden des „alten“ Reiches halten.

    Heute wird es Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, wie die zukünftige moderne Organsiationsform aussieht, die sich von dem toten und hohlen Nationalstaat loslösen wird. Was wäre in Zeiten von Internet, Organisierter Kriminalität an allen Orten und aller Arten, Rohstoffknappheit bei Geldentwertung und bürgerkriegsähnlichen Zuständen in den Städten und dem Kinderlosigkeit gerierenden Sozialsstaat effizienter, als dieses gescheiterte westliche Staatsmodell. – Nur das ist sicher: Nichts, dem wir heute den Namen Staat geben würden.

    In einem kurzen, schmerzlichen Prozeß habe ich mich dank der CDU-CSU-FDP-Koalition von der „Bundesrepublik“ völlig entfernt und von „den Deutschen“ als Nation zuletzt dank ihres unsäglichen Verhaltens während und nach der japanischen Katastrophe.

    Wenn man erkennt, daß ein Auto nicht mehr zu reparieren ist, kauft man sich ein neues; meistens ein moderneres. Dieses neue Auto kann ja den Oldtimer noch ein bißchen auf einem Anhänger ziehen, wenn man nostalgischen Gefühlen nachgehen möchte.

    • Wenn Du Dich von der deutschen Nation löst, woran willst Du Dich dann halten, und warum willst Du Dich überhaupt noch an irgendetwas halten? Was soll es dann überhaupt noch, sich um Politik zu kümmern, statt einfach zu machen, dass man genug Geld zusammenbekommt, um sich abzusetzen und irgendwo noch ein vergnügtes Privatleben zu führen? Und was für eine andere Organisationsform soll das sein, von der Du sprichst? Eine Landsknechtsherrschaft?

      • „Wenn Du Dich von der deutschen Nation löst, woran willst Du Dich dann halten, und warum willst Du Dich überhaupt noch an irgendetwas halten?“

        Dazu folgendes:

        1. Das Lösen von der Nation ist zuerst nicht rational. Ich bin als Deutscher immer mit breiter Brust dagestanden. Nach Japan? Welchem Japaner kann man noch sagen, daß man stolz ist. Auf was? Auf Feigheit? – Für mich war das ein Schock.

        2. Dieser Schock paßt gut zusammen mit meiner schon längeren Erkenntnis, wie sehr wir Deutschen uns negativ von unseren Vorfahren unterscheiden. Ja, auf die alten Deutschen bin ich stolz, ganz spezifisch auf meine Vorfahren. Ich sehe in diesen verschiedenen Personen doch immer diese Festigkeit und Unerschrockenheit. Auf die Postdeutschen pfeiffe ich. Ich halte keinem Postdeutschen mehr zugute, daß er ja historisches Potential hat, daß er nur eine Chance haben müßte, sich kritischer zu informieren. Nein. Jeder hat die Möglichkeit! – Und, ja, ich kenne wirklich einige, die sie nutzen und auch ihre Schlüsse daraus zogen. Interessanterweise sind nur etwa die Hälfte von ihnen „echte“ Deutsche. Diese Nichtdeutschen sind im Habitus deutscher als 95% der Postdeutschen.

        3. Daraus folgt, an das Deutsche, Kultur, wie Habitus, so wie ich es sehe halte ich micht nicht mehr. Staat und Kirchen habe ich sowieso längst aufgegeben.

        „Was soll es dann überhaupt noch, sich um Politik zu kümmern, statt einfach zu machen, dass man genug Geld zusammenbekommt, um sich abzusetzen und irgendwo noch ein vergnügtes Privatleben zu führen?“

        1. Ich sehe dieses ewige Laufen im Hamsterrad von Medien und Parlamentariusmus als Politik an. Wenn die Entscheidungen woanders getroffen werden, meine Bundestagsstimme zudem nur ca. 1/40.000.000 des Bundestages alle vier Jahre eine Bedeutung hat, sehe ich in der Beschäftigung mit Tagespolitik tatsächlich schon seit geraumer Zeit keinen Sinn mehr.
        Es ist schön, daß die Verwefungen und Unschlüssigkeiten und Hintergründe immer wieder beleuchtet werden. Aber für diejenigen, die ihre Schlüsse bereits gezogen haben, sind nur noch wenige (übrigens meistens bei Dir zu findende) Dinge neuwertig und interessant.
        Und was für eine andere Organisationsform soll das sein, von der Du sprichst? Eine Landsknechtsherrschaft?

        2. Wozu sich mit den Wahlen beschäftigen, wenn die Wahlausgänge in „anderen Ländern“ mit wenigen hunderttausend Euro aus der Portokasse beeinflußt werden, wahrscheinlich seit Bestehen der Bundesrepublik.
        Ich glaube im alten Reichstag bis 1918 hätten sich keine 5 Abgeordneten gefunden, die eine Parteispende und freiwillige Gehirnwäsche eines Ausländischen Staates angenommen hätten. Nun gut mit Stolz kommt man alleine auch nicht weit.

        3. Jawohl, ich sehe die Lösung nur noch im Privatem. In der Organisation seines Lebensbereiches. Flucht ins Ausland kommt schon alleine deswegen nicht Frage, weil hier meine Heimat ist. Aber ich kenne mich hier einfach aus. Nicht zuletzt verbietet zumindest mein Beruf auch einen allzuforschen Wechsel ins Ausland.

        4. Das „vergnügte Privatleben“ fällt deswegen alleine schon aus, weil „die Politik“ mein Leben und vor allem das meiner Familie und Kinder bestimmen wird.
        Deswegen ist Organisation erforderlich. Dies kann wohl nur jenseits der Öffentlichkeit geschehen.

        „Und was für eine andere Organisationsform soll das sein, von der Du sprichst? Eine Landsknechtsherrschaft?“

        1. Da ich die Bundesrepublik nicht zu ihrem Gunsten beeinflussen will weil ich es nicht kann, sondern es letztlich darum geht, sich unabhängig von der Bundesrepublik zu entwickeln,
        – weil sie sowieso scheitern wird;
        – weil sie im Todesröcheln nochmal um sich schlagen wird,
        – weil andere im Inneren und Äußeren schon längst große Teile der Bundesrepublik usurpiert wurden, Stichwort Organisierte Kriminalität, der normale Bürger ahnt davon kaum etwas,
        kann es nur darum gehen sein Leben VOLLSTÄNDIG in die eigene Hände zu nehmen. Das ist privat. Und: Das ist gleichzeitig politischer als das Gründen von zehn neuen Parteien, Zeitungen, Fernsehkanälen und Internetauftritten.

        2. Deswegen ist eine Landsknechtsherrschaft wohl falsch, und zwar „Landsknecht“ wie „Herrschaft“. Richtig ist aber, daß die Wehrhaftigkeit und die wirtschaftliche Unabhängigkeit die beiden Grundpfeiler für die machtpolitische Selbständigkeit sind. Das gilt für die Bundesrepublik genauso, wie für die Hells Angels. Der Bundesrepublik fehlte von Anfang an der Wille zur Selbständigkeit (Westbindung). Das ist der Unterschied zu den Hells Angels. Sie sind mehr „Staat“ als es die Bundesrepublik je war, denn sie waren von Anfang an unabhängig. Die handvoll V-Leute und Verdeckte Ermittler ändern das nicht.

        3.Landsknechtunternehmen wie Halliburton sind wahrscheinlich befähigter im außenpolitischen Handeln, als es die Bundesrepublik je war. Insoweit trifft die Anspielung doch ganz gut. Die Landsknechte gibt es schon in verschiedenen Formen. Jedes Großunternehmen, daß seine Sicherheit gefährdet sieht, hat diese bereits oder könnte sie jederzeit legal engagieren. Vorläufig noch außerhalb des Kriegswaffenrechts.
        Landsknechte verkaufen ihre Macht, Sicherheit zu produzieren, damit andere in dieser Zeit wertschöpfen können. Umso nötiger sie werden, umso deutlicher werden sie selbst zum AKZEPTIERTEN, weil notwendigen Abschöpfer. Dann haben wir wieder das alte Staatsverhältnis. Und dann ist die Zeit nicht ferne, wo mehr abgeschöpft wird, als dies militärisch notwendig ist. Wer die Gewalt inne hat, bestimmt wo es lang geht. Und wer die Macht hat, erkennt man ganz empirisch daran, wer sich ohne DIREKTE Gegenleistung bezahlen läßt.
        Aber ob das historisch letztlich offensive Prinzip Landsknechte dem historisch defensiven Prinzip „Taliban“ oder der Wehrpflicht überlegen ist? Schwer zu sagen. Alles hat Vor- und Nachteile. Schmitt und Machiavelli, Mao und Haffner haben sich dazu sehr klug geäußert. Sogar der „Heidedichter“.

      • 1. Zur Klarheit: Ich bin Dir eine konkrete Antwort auf die Frage nach der Organsiationsform schuldig geblieben. Letztlich habe ich keine druckreifen Vorschläge.

        2. Ursupiert hätte ich besser ohne ortgraphisch-optische Gegenprobe ausprobiert. Usurpiert sieht nicht nur falscher aus, sondern ist es auch. :-;

    • Königsberg lag außerhalb der Grenzen des HRRDN, letztlich gab das den Sachsen die Möglichkeit die Macht in Deutschland an sich zu reißen. Das ist meine grundlegendste Analyse. Hat ja auch nur 700 Jahre gedauert. Hitler hat sie dann im Alleingang wieder nach Süddeutschland transferiert. Seit der Wiedervereinigung gibt es eine pattnahe Situation, welche für die deutsche Gesellschaft sehr aufreibend ist.

      Modern war Preußen ja auch erst nach dem Napoleonischen Schock.

      Wenn Sie mich fragen, liegt das Hauptproblem moderner Gesellschaften in der Entkopplung von Produktion und Konsum, was Sie selbst produzieren hat nichts mit dem zu tun, was Sie konsumieren. So, das kann man verbessern, Grundvoraussetzung dafür ist aber ein ökonomischer Überschuß, welchen Sie dann auf gemeinschaftliche Projekte verwenden können, deren Ziel nicht darin besteht, etwas zu schaffen, was voraussichtlich massenhaft konsumiert werden wird, sondern etwas zu schaffen, dessen Existenz für Sie selbst wichtig ist.

      Abstrakt gehalten, nun, aber so ist es offensichtlich. Sie müssen finanziell potente Gemeinschaften bilden, welche ihren Reichtum gezielt und sinnvoll einsetzen. Und dann müssen Sie auch noch irgendwie sicher stellen, daß Sie weder bestohlen noch gemeuchelt werden.

      Daraus folgen schon viele Dinge… und die Notwendigkeit zu umfangreichen Planungen. Unmöglich wäre es wahrscheinlich aber nicht.

      • Ich bin der Ansicht Preußen blieb bis 1971 modern.

        1. Es war die modernste organsiationsform die quasi darwinistisch-empirisch als Sieger aus dem dreißigjährigen Krieg mit Österreich und Sachsen herausgekommen ist. Schqweden und Frankreich waren es bereits vorher, daher auch Hauptsieger.

        2. Das Kantonalsystem war bereits eine Form der Wehrpflicht.

        3. Der Soldatenkönig schuf eine moderne Armee und modernes Beamtentum.

        4. Der Große Fritz schuf ein modernes Rechtssystem. APLR.

        5. Nach Jena und Auerstedt und dem RDHS des HRRDN gab sich Preußen die nächste Reform, um mit Frankreich mithalten zu können.

        6. Durch Bismarck erhielt Preußen Kleindeutschland als Ergänzung und konnte nun gegen Frankreich sogar die stärkeren Bataillone aufbringen. Wie man im ersten WK sehen konnte, sogar gegen Frankreich mit allen Kolonien, GB mit allen Kolonien und Rußland. Gegen die USA hat es dank der Munitionsstreiks der Sozialisten nicht mehr gereicht.
        Natürlich war das innenpolitisch nicht mehr modern. Zu glauben, die westliche Demokratie schon vorher einzuführen, wäre es allerdings auch nicht gewesen, siehe heute.

        Ihre Ansichten zur Marx’schen Entfremdung sind wahrscheinlich nicht ganz falsch. Sie sprechen da wohl einen der Faktoren für die psychische Veränderung des Menschen seit der Zeit der industriellen Revolution an.

        Ich kann mir leider nichts konkretes unter Ihrer Alternative vorstellen. Klingt für mich nach 100% Marx. Das soll nichts heißen. Aber kennen Sie eine Gesellschaft in irgendeiner Zeit, wo das jemals funktioniert hat.
        Ich denke, man sollte sich möglichst an die menschliche Natur halten. Alle Experimente, inclusive der westlichen Demokratie, scheitern.

        • So abstrakt wie es gehalten ist, mag die Schnittmenge mit Marx auch 100% sein, aber wissen tu ich das nicht. Ich hatte allerdings selbst, nachdem ich das geschrieben hatte, an die Elite der USA denken müssen. Da ist die Schnittmenge ganz sicher 100%.

          Es hat schon einen Sinn, warum ich so abstrakt blieb. Füllen Sie’s nach Gusto aus, aber in dem Rahmen werden Sie bleiben müssen.

          Sicher habe ich persönlich konkretere Vorstellungen, welche auch auf der menschlichen Natur fußen, nur wären die für Sie frustrierend, das kann ich schon gleich vorwegschicken. Ich bin damit zu Frieden Prophet zu sein, sollte man zu der Zeit wiedergeboren werden, in welcher die Dinge, welche einem im vorigen Leben selbstverständlich waren, gesellschaftlich selbstverständlich sind, dann würde ich frühestens in 400 Jahren wiedergeboren, was, wenn es sich so verhielte, auch irgendwo schöner ist, als gleich nach dem Ableben wieder dran zu sein.

          • Ach, bis zu unserem Ableben ist es wahrscheinlich noch etwas hin. Lassen Sie uns die Tage so verwenden, daß unsere Kinder uns keine berechtigten Vorwürfe machen können. Das ist Aufgabe genug. Wenn Sie Ihr handeln nach dem Prinzip „für-die-Kinder“ ausrichten, verspreche ich Ihnen auch einen Erfolg mit politischen Auswirkungen, ganz gleich wie privat es ist, was Sie gestalten.

            Ihre Wiedergeburt ist doch etwas spekulativ (ausschließen will ich sie nicht!). Wiedergeboren wird man aber ganz sicher in den Kindern und Kindeskindern, als Mann vor allem in den Söhnen und Enkeln.

            Mir haben meine Eltern und Verwandten viel von meinen Vorfahren schon als kleines Kind erzählt. Ich erinnere mich an Kaminabende, wo eine Großmutter humoristisch von den Macken ihres Großvaters erzählte und man fühlte ihren Stolz. Diesen Stolz – das vergißt man niemals. Wenn meine Kinder oder Enkel auch nur halb so stolz über mich erzählen, dann ist alles richtig gewesen, selbst wenn man viel falsch gemacht haben sollte.

            Eine Generation, die sich von diesem Gedanken nicht mehr antreiben läßt, sondern lieber vorrangig genießt, anstatt zu gestalten, wird sich selbst auslöschen. In den Erinnerungen der Kinder, wenn überhaupt welche vorhanden sein sollten, lebt man weiter.
            Der andere Maßstab ist für mich: „Was würden meine Großväter heute tun?“ „Was dächten meine Vorfahren, könnten sie auf mich herunter schauen?“ Können sie?

        • Verbesserung: Preußen blieb meines Erachtens noch NACH 1871, aber bis vor 1918 modern.

          Ich denke, Wende kam gegen 1899.

          Noch ein Gedanke: Nationale Selbstverteidigung gegen pseudoreligiös-christliche Ethik 1914 bis 1918. Ich befürchte, ohne Religion, welche auch immer, ist man immer strukturell unterlegen. Aber jede Religion, die allzueinfach ist, ist zu leicht existenziell zu widerlegen. Eine Religion, die zu komplex oder abstrakt ist, wird von den wenigsten verstanden und verinnerlicht. Riten sind wichtiger als der Inhalt.

          Nein, ich sehe keine Gesamtlösung. Ich sehe zukünftig nur „die 360 Einzelstaaten des HRRDN“, von dem sich letztendlich einer durchsetzen wird. Hoffentlich! Nur werden es wohl kaum so schöne territorial abgrenzbare Ritterschaften sein, wie nach 1648. Und ich glaube kaum, daß eine eines Kronprinzen Armee den Ausschlag bei Königgrätz geben wird.
          Sehr Schade. Aber vorbei ist vorbei.

          • Sicher, jede Kultur hat einen konstanten Kern, und je umsichtiger der ist, desto größer wird sie wachsen.

            Unterschätzen sie aber das Christentum und die katholische Kirche nicht.

            Die Anlage der europäischen Kultur ist schon hochgradig genial. Störend daran ist nur der Zentralismus. Einerseits hat das der Kirche große Gestaltungsspielräume gegeben, welche sie auch zu großen Werken genutzt hat, andererseits hat sie auf diese Weise eine Erreichung wahrhaft rechtgestalteter sozialer Verhältnisse sehr erschwert.

            Wenn Sie etwas bewegen wollen im Katholizismus, müssen Sie Priester werden, und dann können Sie sich zusammensetzen mit anderen Priestern und was aushecken, was Rom dann noch abnicken muß.

            Die Masse der Menschen bleibt so bis in alle Ewigkeit Versuchskaninchen.

            Wir haben heute ja in gewisser Weise auch Glück. Denn der kulturelle Kern heute ist sozusagen im Fluß, wir leben in einer Zeit, in welcher alles nur Spaß ist, das gibt uns durchaus die Chance, neue Konkretisierungen zu entwickeln und zu implementieren, ohne einen Bruch auszulösen. Freilich, zu weit kann man da nicht gehen, man muß schon dem ursprünglichen Geist treu bleiben, wenn es später tragen soll, wenn es darauf ankommt. Und die Motive der heutigen Schmiede, welche das Eisen da heiß halten, sind so primitiv, wie sie nur sein könnten. Darüber muß man nicht nachdenken, aber man kann sich immerhin dafür bedanken, DAß sie das Eisen heiß halten.

            Lange dauert es aber nicht mehr. Bald ist die europäische Reformation Geschichte, dann ziehen wieder andere Seiten auf.

  • Danke für die lehrreichen und erkenntnisfördernden Kommentare. Die muss ich erst einmal „sacken lassen“. Und natürlich nach entsprechender Literatur suchen, z.B. über Preußen. Ich denke, ich habe noch was von Sebastian Haffner zumThema rumliegen, was ich bislang noch nicht gelesen habe. Falls Haffner nicht zu empfehlen ist, wäre ein Büchertipp hilfreich (wenn es Manfred recht ist).

  • Aus meiner Sicht ist die unabdingbare Voraussetzung für einen Staat, daß er uneingeschränkt ein Rechtsstaat ist. Nur so kann der einzelen Bürger im gesteckten Rahmen sich sicher fühlen. Leider liegt da so manches bei uns im Argen.

    #Konservativer
    Margaret Lavina Anderson, US-Professoren für Europäische Geschichte hat ein Buch verfaßt „Lehrjahre der Demokratie“ – eine Besprechung finden Sie (Nr. 16) hier:
    http://www.swg-hamburg.de/Archiv/Beitrage_aus_der_Rubrik_-_Buch/beitrage_aus_der_rubrik_-_buchbesprechungen.html

    Zu Preußen googeln Sie mal unter Ehrhardt Bödecker

    • Man muß da, denke ich, zwei Dinge unterscheiden.

      Keine Gesellschaft kann sich Hetzjagden und willkürliche Einschüchterungen leisten, ohne daß sie an Antrieb verliert. Deshalb sterben Tyranneien eben schließlich auch an ihrer eigenen Schwäche.

      Andererseits hat Shakespeare sehr Recht damit, was er im Kaufmann von Venedig thematisiert hat: Der Souverän muß vor dem Buchstaben des Gesetzes gelten.

      Die Frage ist also konkret, wie man da die richtige Balance hält. Wahrscheinlich kann man das nicht formalisieren. Aber die Beliebtheit der Regierung ist vielleicht ein ganz guter praktischer Gradmesser.

  • @ Fremder

    Ich habe mal wieder nicht ganz verstanden, was Sie meinten. Wahrscheinlich liegt das daran, daß es schon spät ist. Oder ich Protestant bin?

    @ Konservativer

    Ich bin nun beileibe kein Haffner-Verehrer. Überhaupt nicht. Aber er schreibt über den asymetrischen Krieg. Guter Beobachter, der das Neue erkannt hat – und das es schon alt ist. – Zu finden ist Haffner in einer Rowohlt-Mao-Kriegsbibel als Vorwort. Habe ich verloren oder verliehen.

    Ansonsten ein kleiner „Kriegs-Kanon“.

    1. Sun Tsu, Kunst des Krieges;
    2. Machiavelli, Discorsi;
    3. Martin van Creveld, Transformation des Krieges;
    4. Martin van Creveld, Aufstieg und Niedergang des Staates;
    5. von Clausewitz, Taktik;
    6. Martin van Creveld, Kampfkraft (US. vs. German Army / WW2);
    7. Machiavelli, Kunst des Krieges;
    8. Machiavelli, Der Fürst;

    Zudem Jomini, Beaufre, Lidell Hart, Mahan. Letztere habe ich nicht selbst gelesen, sondern nur über sie. Es gibt veine hervorragende gegnüberstellung der verschiedensten Ansätze. Jedoch kann ich das Buch auch seit langem nicht finden. Der Autor ist mir unbekannt. Deshalb kann ich diesbezüglich keine Hinweise geben.

    „Praktische“ Ausbildungsbücher, a la „Kämpfen und Durchkommen“ habe ich jetzt natürlich nicht erwähnt. Kämpfen kann man schwer aus Büchern lernen; den Krieg aber nur aus Büchern und der Geschichte verstehen.
    Auch psychologische Kriegsführung und Kriegshistorisches bleibt jetzt unerwähnt.
    Viele Bücher handeln von Politik und Krieg gleichermaßen. Wer das eine nicht versteht, kann das andere losgelöst auch nicht verstehen.

    Kleine Warnung: Kein einziges dieser Bücher würde ich mit dem Adjektiv „konservativ“ versehen. Aber darum kann es auch gar nicht direkt gehen. Kriegsfixierung war schon immer und zu allen Zeiten konservativ. Und diese Bücher bringen einem ein Gesamtverständnis bei. Sie widersprechen sich übrigens erheblich und haben grundverschiedenste Ansätze. Sie sind natürlich auch mit unterschiedlichen Hintergründen geschrieben worden.

    Nun ist es bedeutend später, als es sein sollte. Gute Nacht.

    • Ich bin ja auch Protestant, aber der deutsche Protestantismus ist tot, jetzt schon, und bald wird er sich auch aufgelöst haben.

      Für die katholische Kirche läuft es doch ganz gut. Auf dem amerikanischen Kontinent ist die Migration eine Einbahnstraße von katholisch zu evangelisch und hier in Europa eine Belastung mit einem Element, welches die Rereligiösisierung erzwingt. Könnte nicht besser sein, die Verhältnisse sind regelrecht optimal.

      Die Strategie der katholischen Kirche war von Anfang an den säkulären Humanismus zu unterstützen, um den Protestantismus zu verdrängen. Das ist im wesentlichen stets die Funktion der Jesuiten gewesen. Kann man jetzt ruhig drüber reden, wird sowieso nichts mehr ändern. Und die Trottel in der evangelischen Kirche haben auch noch mit Assimilation darauf reagiert. Nun gut, den Humanismus wird die katholische Kirche schnell wieder los, da gibt es viele Wege, moslemische Immigration ist einer.

      Ja, ich denke wirklich nicht, daß es sich noch lohnt, über eine Neuausrichtung des Protestantismusses zu reden. Wahrscheinlich krankt er auch prinzipiell daran, daß er nicht wirklich glaubt. Eigentlich muß man nicht an viel glauben. Nur daß Gott real, gegenwärtig, wirkmächtig ist, das sollte man schon glauben. Kants Deismus ist intellektuell, philosophisch gesehen, sehr interessant und auch wertvoll, aber wenn ihm 50% der Pastoren anhängen… Zu oft kommen Ausreden, zu oft wird der sozialen Verantwortung ausgewichen. So kann kommunale Selbstorganisation nicht funktionieren.

      Nun gut, den Makel haben nicht alle evangelischen Gruppen. Aber die allermeisten, auch wenn sie anders tun. Sehen Sie, was Sie verstehen müssen, wenn Sie mit der katholischen oder der orthodoxen Kirche umgehen: Deren Priester glauben daran, von Jesus persönlich ausgewählt worden zu sein, nicht in Form von Berufung, sondern in Form von Jesus hat Petrus beauftragt, Petrus hat … beauftragt, … hat mich beauftragt. Und da Jesus Gott ist, paßt er natürlich auch darauf auf, daß da nichts schief läuft. Letzteres ist, historisch erwiesen, etwas zu keck argumentiert, aber auch wenn das so nicht wäre, in jedem Falle kommt der Auftrag doch letztlich von Jesus persönlich, wenn auch durch viele Hände.

      Das ist notgedrungen im Protestantismus nicht so. Gerade deswegen ist es für den Protestantismus unerläßlich, fest an Gottes Gegenwart und Wirkungsmacht zu glauben, denn das ist seine einzige Legitimation. Es ist doch töricht zu sagen, man beziehe seine Legitimation aus der Schrift, wenn doch jedes geschriebene Wort so oder so ausgelegt werden kann.

  • @Meyer, das Privatleben betreffend.

    Nun, das, was ich so von meinen Vorfahren weiß ist o.k., ich schäme mich nicht dafür, immerhin haben sie auf männlicher Linie jetzt schon seit wenigstens vier Generationen Häuser gebaut und Söhne gezeugt, wahrscheinlich auch Bäume gepflanzt, aber… großartig aufsehen kann ich da auch wieder nicht, mein Urgroßvater hat sich mit 40 noch freiwillig für den Ersten Weltkrieg gemeldet, immerhin, mein Großvater war aber eher nicht heldisch gesinnt, dafür etwas bürgerlich, war er doch Gründungsmitglied des örtlichen Reitclubs, der mittlerweile ziemlich angesehen ist und sogar die deutschen Meisterschaften in einer Disziplin austrägt. Mein Vater… tja, vielleicht fehlt mir da die Distanz, irgendwas wird sich da später wohl auch finden. Ist aber schon o.k. so… letztlich ist das innerste Wesen meiner Ahnenreihe nicht tätig, sondern eher spielerisch, spöttisch, stur, energisch, selbstgefällig, besserwisserisch und rachsüchtig auch, ja, und dabei durchaus warmherzig und zuverlässig in einer väterlichen Art. (Ganz gute Beschreibung, fehlt vielleicht noch das sexuelle Element, relativ stark ausgeprägte Heterosexualität bei relativ geringer Wertschätzung des Weiblichen an sich.) Insgesamt wohl eher ein östliches Naturell, denn ein westliches, na zumindest ähnel ich denen hier auch äußerlich http://img220.imageshack.us/img220/4871/dg1j.jpg http://img857.imageshack.us/img857/6735/dg2q.jpg .

    • @ Fremder

      Das scheinen doch beste Voraussetzungen zu sein. Zu den Fotos: Scheint mir äußerlich ein bißchen der baltische Menschenschlag zu sein.
      Sollte das zutreffen: Habe in interessanten Teilen dieser Welt, bei interessanten Tätigkeiten Balten (Letten und Deutschbalten) kennengelernt. Mutig, anpackend, intelligent. Manchmal etwas voreilig und unplanmäßig, manchmal etwas „stoisch“. Aber verläßlich, ehrlich und direkt.

      Mir ging es eigentlich darum, daß fast jeder in seiner Privatgeschichte jemanden finden kann, der als charakterliches Vorbild dienen kann. Stolz zu empfinden ist ja gar nicht notwendig. Mir ging es diesbezüglich darum, daß eine meine Großmütter, die meinen Ur-Ur-Großvater natürlich kannte, uns ihren stolz nonverbal vermittelte. Sehr wirksam. Auch ich war von meinen Verwandten der Großvätergeneration, die ich kennenlernen durfte, durchweg angetan. – Kein Zufall!

      • Ich kann meine Familiengeschichte nur bis 1750 zurückverfolgen, Hamburg Eidelstedt bis dahin. Mein Name ist auch recht häufig in und um Hamburg herum. Andererseits taucht er auch in alten Kirchenbüchern des Samlandes auf. Ich weiß freilich nicht, ob es da eine Verbindung gibt. Die beiden Herren da stammen allerdings beide aus Pakistan.

  • Danke für die hilfreichen Antworten.
    Meyer, Sie haben einen Punkt angesprochen, mit dem ich mich seit geraumer Zeit intensiv befasse: die organisierte Kriminalität insbesondere in Deutschland.
    Ich selbst arbeite mit Kriminellen, bin in der Kriminellenhelfersozialindustrie tätig. Ich habe zwar nur punktuelle Einblicke, dafür sind diese exzellent und umfassend.
    Insbesondere befasse ich mich mit der organisierten Moslemkriminalität hier im Land. Ein Bereich, der nicht entsprechend, was seine Dimensionen anbelangt, beachtet und bearbeitet wird. Der bekannte (und lesenswerte) Buch-Autor Jürgen Roth setzt (leider) andere Schwerpunkte. Lediglich in seinem Buch „Ermitteln verboten“ streift er dieses Thema (Türkische Mafia, Albanische Mafia).
    Ich kann hier nicht viel dazu schreiben, nur soviel, es ist ein beängstigendes Phänomen. Diese orientalische Mafia gleicht einem Wolfrudel, daß in einer Schafherde wütet. Ohne die organisierte Kriminalität aus anderen Staaten hier im Land kleinreden zu wollen, ist die Bedrohung durch die Kriminalität aus der islamischen Welt hier im Land von einer anderen Qualität. Für diese Leute sind wir nicht nur Opfer, sondern darüberhinaus auch noch Feinde. Manfred hat das ja in seinem Buch deutlich herausgearbeitet. Ich z.B. weiß von einer engen Verbindung von organisierter Moslemkriminalität mit bewaffneten Dschihad-Kämpfern. Es ist ein Sumpf, der dieses Grauen hervorbringt. Ich denke, dem Verfassungsschutz ist dies ebenfalls bekannt, aber es dringt nichts davon an die Öffentlichkeit.
    Unsere rot-grüngedrehten Kretins (meinen Dank an Georg Mogel für diesen ausgezeichneten Begriff), die in diesem Land den Hegemon geben, sorgen hier im Land für Verhältnisse, die irreversibel sein sollen und auch sind, wenn sich politisch nicht ändern sollte.
    Im Grunde ist es eine Landnahme durch die Moslems, allerdings keine militärische Eroberung, sondern eine auf breiter Front durchgeführte unmilitärische, aber dennoch auch bereits gewaltbesetzte, Invasion. Befördert durch einheimische Eliten und deren Fußvolk. Manfred und andere Kommentatoren hier im Blog haben bereits vieles über diese Kretins geschrieben. Ich denke Manfreds neues Buch wird die Sache auf den Punkt bringen. Thorsten Hinz „Zurüstung zum Bürgerkrieg“ bietet bereits eine Menge Stoff zum Nachdenken.
    Nachfolgend ein Beitrag von Stern TV (der insgesamt sehr gut ist, zwar erhellend, aber auch deprimierend sind die Redebeiträge der Bremer Staatsrätin, ich kenne diesen Typ Mensch aus eigenem Erleben, gräßlich, doch diese Kretins regieren uns, und des CDU Politikers, der uns beweist, die CDU ist ein „lebender Leichnam“) zum Thema (ich kenne die Bremer Verhältnisse sehr gut):

    http://www.youtube.com/watch?v=NGeMCCc9w04

  • Eines noch zu den Rechtsanwälten, die diese Moslemkriminellen verteidigen. Die verdienen ein „Schweinegeld“ mit ihren Klienten, neben den vom Steuerzahler finanzierten Grundbeträgen (Prozesskostenhilfe für Hartz IV Empfänger) fließen zusätzlich große Geldsummen in die Kassen dieser „Rechtsanwälte“. Kein Rechtsanwalt fragt nach, woher diese beträchtlichen Geldsummen herkommen (wie meinte bereits der römische Caesar Vespasian sinngemäß: Geld stinkt nicht).

  • Nur ein kurzes Statement: PKH-Sachen lohnen sich für gutgehende Kanzleien nicht, meines Wissens.

    Ansonsten haben sie völlig recht. Auch ich möchte mich aus ähnlichen Gründen nicht zur OK äußern.

    Ich kann nur darauf hinweisen, daß die OK weitaus tiefer sitzt, weitaus umfangreicher und weitaus gefährlicher ist, als selbst die reißerischten Filmchen auf irgendwelchen Schmutz-Privatsendern dies suggerieren.

    Mir macht das keine „Sorgen“, weil ich begriffen habe, daß dies in der westlichen Welt IMMER so sein muß, nur Art und Umfang ändern sich. Das ist systembedingt.

    Nur um das deutlich zu machen: Mit dem Übergeben von „CIA-„Geldkoffern als Wahlkampfspende oder die Erpressung mit sonstwas oder auch manchmal einfach nur eine Vorgehensweise mit Charme oder alternativ Brutalität entspricht die Vorgehensweise der „Nachrichten“-Dienste der Vorgehensweise der OK genau 1:1. Unterschied: Freibeuter mit oder ohne Kaperbrief.

    Übrigens: Das funktioniert nur bei einem Menschenschlag, der für Lebensangst und Materialismus anfällig ist; natürlich bei allen einfachen Menschen. Aber, gibt es auch noch andere? Ja. Die gibt es immer noch.

  • Meyer, Armin Mohler sah es wie Sie. Das organisierte Verbrechen bekommt nur ein autoritärer Staat in den Griff (siehe Deutschland ab 1933 und Italien unter Mussolini). In einem autoritären Staat besteht allerdings die Gefahr (wie wir alle wissen), daß die Machthaber so etwas wie organisierte Kriminelle sind. Eine Crux.
    Eines steht jedoch fest, die Deutschen haben keine organisierte Kriminalität ins Ausland transportiert (über ihre Auswanderer).

    Ich teile die Meinung von Jürgen Roth, der meint, die organisierte Kriminalität zersetzt die Gesellschaft, das Gemeinwesen, den Staat.
    Wenn wir genau hinsehen, dann ist Deutschland mittlerweile ein Tummelplatz des organisierten Verbrechens aus aller Welt. Klar, denn hier gibt es etwas zu holen. Man sollte auch nicht meinen, die organisierte Kriminalität beschränke sich auf den Rotlichtbereich, das illegale Glücksspiel, den Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Auftragsmord oder neuerdings den Bereich der Wetten.
    Autodiebstahl, Raub, Überfälle, Einbrüche und anderes mehr gehören ebenso dazu und diese Straftaten können dich und mich treffen.
    Daneben ist auch der korrumpierende Einfluß illegaler Gelder zu berücksichtigen.
    Ein erschreckendes Szenario, wenn man da einmal genauer hinschaut.

Schreib einen Kommentar

Buchladen
 Meine Bücher können in meinem Netzladen bestellt werden, auch mit persönlicher Widmung:
NEU: Die Besichtigung des Schlachtfelds
manfred-kleine-hartlage_besichtigung-des-schlachtfelds_720x600
Die Sprache der BRD. 131 Unwörter und ihre politische Bedeutung
Die Sprache der BRD
Die liberale Gesellschaft und ihr Ende. Über den Selbstmord eines Systems
Die liberale Gesellschaft
Dschihadsystem kleine-hartlage 30_neue-weltordnung_285x255
 Außerdem verfügbar
kurtagic warum konservative immer verlieren Kurtagic: Warum Konservative immer verlieren
Neueste Kommentare
Kommentatorenregistrierung
Wer sich registrieren möchte, um kommentieren zu können, schicke mir bitte unter Kontakt eine kurze Mitteilung mit dem gewünschten Benutzernamen. Das Benutzerkonto wird dann so schnell wie möglich eingerichtet. Dieses Verfahren ist aus Sicherheitsgründen erforderlich.