Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Friederike Beck hat schon vor einiger Zeit die Organisation Avaaz.org unter die Lupe genommen und ihre Methoden und ihre Rolle im Informationskrieg um Syrien analysiert. Aus ihrem Artikel:

Avaaz wurde im Januar 2007 in New York gegründet und startete mit einem Kapital von einer Million US-Dollar. Im Januar 2011 konnte die Organisation sich zum ersten Mal in allen Bereichen (Angestelltengehälter, Büromieten, Kosten für die Kampagnen) durch Spenden ihrer Mitglieder finanzieren, so die „Times“2. Begründer sind eine Reihe von Nicht-Regierungsorganisationen (NROs), verschiedene US-Stiftungen sorgten für die Anschubfinanzierung.3 Nachfolgend eine Liste der involvierten Organisationen:

ResPublica, eine US-NRO, die Berufsaktivisten trainiert, die sich für „Good Governance“ und das Gute schlechthin einsetzt. Res Publica startete 2001/2002 als Pilotprojekt in Sierra Leone und wurde offiziell im Dezember 2003 gegründet. Die NRO hat drei Vollzeit-Stipendiaten, unterstützt durch ein größeres Netzwerk der „Freunde der Res Publica“ und ein Global Advisory Board. Ihr Sitz ist in New York. Die Organisation nimmt für sich in Anspruch, Avaaz „erfunden“ zu haben. Verfolgt man die Ursprünge von ResPublica, so finden sich im Hintergrund u. a.

Open Democracy, eine NRO, die gefördert wird vom währungskriminellen, vorbestraften Börsenspekulanten George Soros4, der Rockefeller Foundation, dem Rockefeller Brothers Fund, der Ford-Foundation, Atlantic Philantrophies, eine US-Stiftung, die „strategische Philantrophie“ übt und Politik in ihrem Sinne finanziell unterstützt

sowie die Open Society Foundations, ebenfalls ein Soros-Projekt.5

Weiterhin das Center for American Progress, ein politischer Denktank, welcher der Obama-Administration nahe steht,

das Open Society Institute (gehört zu Open Society Foundations) und

die International Crisis Group6, in deren Vorstand u. a. George Soros und Joschka Fischer sitzen; sie wird von Ölkonzernen wie Chevron und Shell beraten und von einem Mix aus US-Stiftungen, Milliardären und westlichen Regierungen finanziert. Die internationale Krisengruppe mit Hauptquartier in Washington DC unterhält 17 Stützpunkte im Ausland und arbeitet mit „Analysten“ in 50 verschiedenen krisengeplagten Ländern. Die zehn „Forschungsgebiete“ der Organisation sind: Islamismus, Gewalt und Reformen, Energiepolitik, die Doktrin der „Responsibility to Protect“ (als die behauptete Verantwortung, sich in die Angelegenheiten souveräner Staaten einzumischen zu müssen, wenn es um den Schutz der Zivilbevölkerung gehe), Frieden und Gerechtigkeit, Gender, Klimawandel, internationaler Terrorismus, Demokratisierung, die EU und ihre Fähigkeit zum Engreifen in Krisen, HIV/AIDS als Sicherheitsproblem. Diese Themen decken sich ganz auffällig mit dem Interessenspektrum von Avaaz.

George Soros, Open Society Foundations: acht Milliarden Dollar für Transformation

(abgelichtet auf dem World Economic Forum in Davos 2010, Quelle: Wikimedia Commons)

Weitere Avaaz-Mitgründer sind:

MoveOn.org, eine 1998 gegründete, u. a. von George Soros finanzierte US-NRO, die politische Themen nach vorn bringt. Sie erprobte in den USA die Möglichkeit von Internet-Kampagnen, die dann für Avaaz weltweit umgesetzt wurde.

Service Employees International Union, eine US-Gewerkschaft, die 28 Millionen US-Dollar für Obamas Wahlkampf spendete und

GetUp!, eine australische Kampagnen-Organisation ähnlich Avaaz.

Neben NROs standen jedoch auch Einzelpersonen als Gründer von Avaaz bereit (Es finden sich interessante personelle Überschneidungen mit einigen zuvor genannten Organisationen):

Da wäre als erstes Ricken Patel, der Avaaz-Präsident, ein Kanadier, russisch-englisch-indischer Herkunft,

Tom Pravda von Integrity, eine Gruppe, die Analysen aus Krisenregionen liefert,

der ehemalige US-Kongressabgeordnete Tom Perriello, Präsident des Center for American Progress Action Fund,

MoveOn.org-Direktor Eli Pariser,

der australische Unternehmer David Madden, Mitbegründer von GetUp!, arbeitete für die Weltbank,

Jeremy Heimans, Mitgründer von Purpose.com, Berufsweltverbesserer und McKinsey-Berater und

Andrea Woodhouse, Weltbank-Mitarbeiterin sowie

Ben Brandzel7, ehemaliger Kampagnendirektor bei Avaaz, heute dort im Vorstand, als „Progressive Online Organizer“ tätig. Lebt in Washington DC und Berkeley.

Der Avaaz-Vorstand besteht zurzeit aus dem Präsidenten Ricken Patel sowie Eli Pariser und Ben Brandzel. Weiterhin gibt es 52 festangestellte „Avaazer“.

Schon an diesem Punkt lässt sich sagen, dass es sich bei Avaaz wohl kaum um eine „Graswurzelbewegung“ junger Idealisten handeln kann

Schon an diesem Punkt lässt sich sagen, dass es sich bei Avaaz wohl kaum um eine „Graswurzelbewegung“ junger Idealisten handeln kann, sondern um eine von äußerst mächtigen und extrem reichen US-Eliten gegründete Organisation.

[…]

Weiterlesen bei zeitgeist-online. Der Artikel enthält eine Reihe von interesanten Details und weiteren Quellen zum Syrienkonflikt.

3 Antworten auf Die „Nichtregierungsorganisation“ Avaaz und der Infokrieg um Syrien

  • Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass George Soros ein Absolvent der London School of Economics and Political Science (LSE) ist. Die LSE wurde 1895 von Beatrice Webb, Mitglied der sozialistischen Fabian Society, gegründet.

  • Sehr gut, dass die Machenschaften von Avaaz bzw. Soros thematisiert werden!

    Hier auch:

    Avaaz: Massen-Manipulation für das Gutmenschentum
    http://www.zukunftskinder.org/?p=14585

    Geld, Global Player und gesellschaftliche Transformation: George Soros
    http://www.zukunftskinder.org/?p=13436

    Sinn und Zweck von Avaaz und ähnlichen Organisationen ist es, einen „Change“, eine gesellschaftliche Transformation in Nordamerika und Europa herbeizuführen und die ehemaligen Industrienationen in Dienstleistungsgesellschaften und Konsumentennationen für die nach Asien verlagerte Produktion umzuwandeln. Der Euro beschleunigt diesen Prozess.

    „Ashoka“ ist ein weiteres Geflecht aus Soros Hexenküche.

    Hier ist erklärt, wie das System funktioniert:

    Die fatalen Trends I: Wer profitiert?
    http://www.zukunftskinder.org/?p=10019

    Die fatalen Trends II: Kapitalistischer Kommunismus
    http://www.zukunftskinder.org/?p=10077

    Die fatalen Trends III: “Solidar”-Transfers
    http://www.zukunftskinder.org/?p=10083

    Die fatalen Trends IV: Das Outsourcing von Entscheidungen
    http://www.zukunftskinder.org/?p=10088

    Die fatalen Trends V: Der gechangte Europäer
    http://www.zukunftskinder.org/?p=10097

    Die fatalen Trends VI: Das Gesellschaftsmodell nach McKinsey
    http://www.zukunftskinder.org/?p=10093

    Die fatalen Trends VII: Das Demokratie-Modell nach McKinsey
    http://www.zukunftskinder.org/?p=10116

  • Jaja, wir lieben sie alle, die NGOs.
    Typisch Neusprech: in Wahrheit sind das natürlich (neo-)marxistische Vorfeldorganisationen der Parteien, finanziert von den selben, die wiederum die Systemparteien finanzieren… also von der NGO- Clique.
    Soros hat ja in guten Jahren mehrere hundert Millionen Dollar in seine OSF gepumpt.
    Im übrigen ist es keineswegs so, dass nur die NGOs „Basisarbeit“ betreiben. Es gibt eine Vielzahl staatlicher und halbstaatlicher Organisationen die immer mehr und immer größer werden, man denke nur an diverse „Agenturen“ der EU (wem unterstehen die eigentlich? Dem Politbür… äh der Komission?).
    Es fängt ja schon im kleinen an: wie sind denn die Kriterium, als Student z. B. von der Carl Duisberg Gesellschaft gefördert zu werden? Ich habe keine Ahnung, aber die kleine Abordnung, die bei mir um die Ecke (ein Büro von denen befindet sich in „meiner“ Straße) regelmäßig der Öffnung dort harrt sieht so… angepasst, wenigstens aber homogen aus…

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