Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Der Weblog Sicherheitspolitik nimmt unter dem Titel „Weinende Soldaten: Ursachen der Überlegenheit der Aufständischen im Bereich Informationsoperationen“ die Kultur der Schwäche auseinander, die sich in unserem Land breitgemacht hat und kommt zu dem Ergebnis:

Die Aufständischen haben keinen Anreiz zu verhandeln, solange sie täglich Beweise für ihre Annahme erhalten, dass sie dem militärisch überlegenen aber moralisch dekadenten Westen langfristig überlegen sein werden. Die kooperationsbereiten Teile der afghanischen Bevölkerung hingegen haben angesichts der wahrgenommenen Kräfteverhältnisse wenig Grund, an den Sieg der Regierung und der sie unterstützenden internationalen Kräfte bzw. deren “weinender Soldaten” zu glauben.

Dieser Willen zur Stärke lässt sich nicht politisch verordnen oder mit Geld beschaffen. Er muß aus dem Inneren einer Gesellschaft kommen. Diese Gesellschaft ist in ihrem Inneren jedoch so geschädigt, dass sie nicht einmal die Kraft dazu aufbringt, die für ihren mittelfristigen Fortbestand erforderlichen innenpolitischen Entscheidungen zu treffen. Wir glauben daher nicht, dass diese deutsche Kultur der Schwäche sich in Afghanistan oder anderswo gegen entschlossene Feinde durchsetzen kann.

In Afghanistan oder anderswo: zum Beispiel in Deutschland.

8 Antworten auf Warum Deutschland weder in Afghanistan noch in Deutschland siegen wird – Stand 2010

  • Am Ostersonntag wurde auf Phönix erzählt, dass in Kabul ein vollständig neuer Militärflughafen gebaut werde, der der größte in der Region Zentral-/Südasien sein werde und mehr als 700 Mio US-$ kosten werde , woraus ein MSM-Konsument, der noch einen Rest an Hoffnung aufrecht erhält, dass nicht alles Lüge ist, was erzählt wird, nur folgern kann, dass die Amis dort in Wirklichkeit für ewig zu bleiben und die ganze Region zu beherrschen gedenken (nachdem die Taliban und al-Qaida vernichtet sind, versteht sich, was ja bald passieren wird).

    Eine einigermaßen intensive Internetsuche liefert mir nicht den geringsten Hinweis darauf, dass dies tatsächlich der Fall ist. Weiß irgendjemand mehr?
     
    Sicherlich wird Kabul einer der Orte auf der Welt sein mit der höchsten Gerüchtedichte – aber ob dort der größte Militärflughafen eines halben Erdteils gebaut wird, kann doch wohl auch der blindeste MSM-Reporter feststellen – wenn er denn will. – Aber –  darf er denn überhaupt wollen? Oder was ist in dieser Angelegenheit sein Auftrag?
      

  • Es gibt natürlich auch noch Soldaten, die nicht nur weinen, sondern auch kämpfen…

    http://www.freundeskreis-panzergrenadiere.de/pzgrenadier/artikel_heft_26_2.pdf

  • @ gelegentlicher Leser:
    Ich wollte auch keinesfalls behaupten, die deutschen Soldaten seien Heulsusen, ebenso wie der Weblog Sicherheitspolitik nichts in dieser Art behaupten wollte. Die Kritik an der Kultur der Schwäche bezog sich hier wie dort auf die Heimatfront.

  • # manfred

    Schon klar – sollte auch kein Vorwurf sein. Hatte den Link nur kurz vorher entdeckt und hielt ihn für nützlich…

    … aber kannst Du (hoffe, das geht in Ordnung, wenn ich einfach so ‚dutze‘?) nicht mal hierüber einen Artikel verfassen:

    http://www.dailymail.co.uk/news/election/article-1264333/GENERAL-ELECTION-2010-Under-Labour-nearly-UK-jobs-taken-foreigners.html

    Ich finde das derart unglaublich – mir fehlen einfach die Worte. Und es paßt ja indirekt auch zum obigen Thema (auch wenn es sich um GB handelt), da es ja bezeichnend ist für das Verhalten der politischen Eliten an der sogenannten ‚Heimatfront‘. Und eigentlich … die SPD mit ihrem Verhalten in der ‚Immigrationspolitik‘ (nachgeworfene Pässe etc.) ist ja von Labour nicht soo weit entfernt.

    • Duzen ist in Ordnung, klar. Was den Artikel betrifft, so ist das alles in der Tat ungeheuerlich. Da ich aber im Moment keine eigenen Gesichtspunkte beisteuern kann, lasse ich es mit dem Verweis unter „Interessantes“ (linke Spalte) gut sein.

  • Nachtrag zu meinem Kommentar oben betr. Neubau Militärflughafen Kabul:

    Es handelt sich um den TV-Bericht „Afghanistan – NATO in der Falle“, ursprünglich gesendet im „Auslandsreporter“ des SWR. Produzent ist der Exil-Afghane Ghafoor Zamani der Produktionsfirma „Infinito Pictures“ in Köln; eine afghanische NATO/USA-kritische Perspektive durchzieht dementsprechend  den ganzen Bericht.

    Gesagt wird dort, es gebe den Neubau – „den modernsten der ganzen Region“ – des Kabuler Militärflughafens direkt neben dem alten plus den Neubau des Kabuler NATO-Hauptquartiers; es wird nicht ganz klar, ob sich die 700 Mio.  nur auf den Flughafen beziehen oder auch den Bau des HQ einschließen – was im letzteren Falle keine so gewaltige Summe wäre (der Terminal 2 von München-FJS allein hat über 2 Milliarden gekostet). Ob sich diese Summe überhaupt auf den Neubau bezieht, erscheint mir zweifelhaft: es gibt im Netz die Information, dass der NATO in 2009 700 Mio. gefehlt haben, dieser Fehlbetrag aber nicht den Neubau in Kabul beeinträchtige. Es scheint mir auch, dass es sich wohl kaum um einen völligen Neubau „neben dem alten Flughafen“ handeln kann, denn Luftbilder zeigen, dass Bebauung und Berge dafür keinen Platz lassen, also wohl nur eine Erweiterung des alten Militärflughafens, der wiederum ein Teil (wohl der größere Teil) des Zivilflughafens ist.
    Des weiteren wird in der Sendung allerdings gesagt, dass dieser Neubau der NATO die Möglichkeit eröffne, künftig in der ganzen Region großangelegte Operationen durchzuführen und offenbar bei der NATO-Führung niemand daran denke, sich aus Afghanistan zurückzuziehen. Der Bericht ist 2009 gedreht, dann werden die Planungen zum Neubau sicherlich noch einige Jahre weiter zurückgehen, also bis vor die derzeitigen Abzugsszenarien. 

    Fazit: meine Entrüstung in meinem obigen Kommentar ist doch nicht ganz gerechtfertigt: direkt gelogen wird in dem Bericht nicht, sondern es ist wohl eher eine antiwestliche Haltung mit daraus resultierender Zurechtbiegung der wenigen zur Verfügung stehenden Zahlen und Fakten (also
    das Übliche). – Aber doch immer wieder  interessant, den MSM mal auf die Finger zu sehen und genauer zu überprüfen, wie sie dort so zu ihren Ergebnissen kommen.

    http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational_and_howto/watch/v18194179X7jr8Aec#
    (Zeit: 22:35 – 23:55)

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