Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Am 20. Oktober erreichte mich ein Anruf von Felix Struening: ob ich ins Fernsehen wolle? Der Lokalsender TV Berlin plane ein neues Talkshow-Format, bei dem politische Blogger diskutieren sollten. Die Pilotsendung solle am nächsten Tag aufgezeichnet werden. Thema: die deutsche Migrationspolitik.

Ein wenig musste ich schlucken – Im Fernsehen? Ich? Morgen schon? – aber ich konnte schlecht Nein sagen. Am nächsten Tag also wurde die Sendung mit Alexander Rackow von cdu-politik.de, Michael Kerzel vom liberalen buergerclub-deutschland.de und meiner Wenigkeit aufgezeichnet. Ob sie jemals gesendet wird, steht in den Sternen; bis jetzt hat sich wohl kein geeigneter Sendeplatz für das neue Format gefunden. Aber immerhin hat TV Berlin das Video in seinem Blog „Political Post“ ins Netz gestellt. Das Ergebnis finde ich gar nicht so übel. Hier oder aufs Bild klicken!

Integration und Immigration: TV-Diskussion zwischen Manfred Kleine-Hartlage, Alexander Rackow und Michael Kerzel

11 Antworten auf Eine nicht ausgestrahlte Fernsehdebatte

  • Heisser Tip: Zu solchen Veranstaltungen in Zukunft immer ein Phrasenschwein mitnehmen.

  • Ich beneide dich um deine Selbstdisziplin.
    Ich denke an dieser Diskusion kann man gut sehen wie tief die Politische Korrektheit wirklich wirkt.
    Bei deinen 3 Diskusionspartner wird deutlich wie sehr sich bemüht wird nicht an Tabus zu stoßen, um Himmelswillen nicht in die Nähe der im StGb gesetzten Grenzen zu geraten und vor allem einer von den „Guten“ zu sein.
    Der eine unterstützt die CDU obwohl er selbst zugibt das sich diese nicht für die Meinung ihrer Parteibasis interessiert und der andere hat sich vollkommen der linken Meinungsmache unterworfen.
    Hätte die Sendung es geschafft ein größeres Publikum zu erreichen wäre hätte vermutlich dir die Mehrheit der Konsumenten zugestimmt aber eben nicht öffentlich.
    Die Mehrheit sagt nur ihre Meinung wenn die gerade Mainstream ist.
     

  • Das Gespräch war in Ordnung, Manfred kam zu Wort, wurde nicht abgewürgt. Leider war es zu kurz, denn das Gespräch über dieses Thema hätte mehr Zeit erfordert.
    Manfred hat aufgrund seines Wissensvorsprungs eine gute Figur abgegeben, konnte aber aufgrund des Zeitmangels seinen Pessimismus bezüglich unserer multikulturellen Zukunft nur skizzenhaft untermauern. Wissen über den Islam kann in solch einem kurzen Gespräch für den Zuschauer nicht hinreichend deutlich werden.
    Wenn die anderen Gesprächsteilnehmer unsere multikulturelle Zukunft eher positiv sehen, ist es für uns „Fachleute“ klar, daß sich diese positive Beurteilung aus einem Bauchgefühl heraus ergibt und nicht aus einer umfassenden Analyse des Gesamtspektrums. Motto: es wird schon irgendwie werden, weil ich es mir nicht anders vorstellen kann bzw. will oder weil es irgendwie werden muss.
    Islamisierung wurde in der Vergangenheit militärisch initiiert und nach der Eroberung sukzessive verwirklicht. So etwas wie eine freiwillig gestattete Islamisierung nichtislamischer Staaten hat es nur in Ausnahmefällen gegeben (z.B. die Übernahme des Islam durch federführende Mongolenherrscher) und was unsere gegenwärtige Situation anbelangt, ist diese neuartig.
    Was bleibt ist sowohl ein Blick in die Geschichte der Islamisierung nichtislamischer Staaten, als auch in die Geschichte von Masseneinwanderungen generell (vor allem aus der Perspektive der jeweiligen autochtonen Bevölkerungen).
    Wenn man nun heute sagt, diesesmal wird alles anders, dann muss es derjenige auch begründen. Warum sollte es diesesmal anders werden als wir es aus der Historie kennen ?
     

  • Ein gutes Format, auch weil die Diskussionsteilnehmer den Anstand besitzen, einander ausreden zu lassen. Manfred hat eine gute Figur gemacht und seine Punkte in der ihm gegebenen kurzen Zeit gut verdeutlicht. Leider scheint mir die Sendung an sich zu kurz zu sein, insbesondere für solch doch umfangreichen Themen. Da sollten 45 oder 60 Minuten schon drin sein. Nichtsdestotrotz ist es gut, Manfred nochmal auf Video zu sehen. Gegen mehr wäre nichts einzuwenden.

  • Wohltuend fand ich die Unaufgeregtheit, im Gegensatz zu vielen Diskussionen in den öffentlich – rechtlichen Sendern. Manfred, ich finde, Sie sollten noch mehr aus der Blogosphäre heraus an die Öffentlichkeit treten. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, eine Auswahl Ihrer „Korrektheiten“ in Buchform zu veröffentlichen und damit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Ein Verlag ließe sich doch sicher finden.
    Freundliche Grüße und weiterhin viel Erfolg und alles Gute!

    • @ schuettelface:

      Die Idee mit der Zusammenfassung meiner wichtigeren Aufsätze in Buchform schwebt mir schon seit einiger Zeit vor; es ist nur jetzt noch zu früh dazu. Solche Aufsatzsammlungen werden normalerweise nur gekauft, wenn der Verfasser prominent ist, und davon bin ich noch weit entfernt.

  • Herr Michael Kerzel denkt also, daß Intergration durchaus noch gelingen kann. Man muß dazu lediglich die Klassenstärken von 30 auf 10 Schüler pro Klasse herunterbrechen, die Zahl der Lehrer also mal eben verdreifachen ( 😀 ) und dann noch mal eben einen Sozialarbeiter pro Klasse …. und das Ding is durch! Und auch Herr Rackow, wenn auch vielleicht nicht ganz so optimistisch, dann aber doch wenigstens fast so optimistisch ist eben … optimistisch.  😀  😀  😀
    (weiteren Kommentarversuch muß ich an dieser Stelle aufgrund von Atemnot wg. nicht enden wollenden Lachwut-Anfalls abbrechen…)

  • Ich schau mir gerade die 1. Folge, Teil a, an und finde Manfreds Argumente gut. Auch, was der Gast rechts außen 😉 sagte in punkto Meinungsdiskurs, war richtig. Denn es ist doch in der Tat so, dass jemand, der zu einem Antisemiten, Rassisten etc. abgestempelt wird, in Zukunft einen schwierigeren Stand haben wird als Leute, die ihre Worte vorsichtig wählen und ja nicht anecken wollen.

  • Schreibt doch auch auf der verlinkten Seite an paar Kommentare. Wie sollen die denn sonst erfahren, was von dem Format gehalten wird?

  • Zu erst:
    Glückwunsch! An die eingeladeten Blogger und die Formatentdecker.
    Solche Sendungen wären im Fernsehen schon längst nötig – auf dass sich „das Volk aufs Maul schauen (lassen) kann“.
    Hut ab vor allen Drei! Die Gesprächspartner lassen sich ausreden und könnten Vorbild für die Promi-Polit-Shows sein – obwohl hier der Streit, so könnte man denken, vom Drehbuch (oder der kommenden Wahl) festgelegt wird.
    Beste Grüße
     
    PS: Ich werde den Versuch der Sendung auch posten – denn auch Blogger brauchen Öffentlichkeit 😉

  • @Manfred

    Solche Aufsatzsammlungen werden normalerweise nur gekauft, wenn der Verfasser prominent ist, und davon bin ich noch weit entfernt.

    Nicht mehr lange!

    Grüße aus Köln

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