Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Von dem salafitischen Rechtsgutachter Scheich Abu l-Hassan as-Sulaimani:

„Einige muslimische Gelehrte beziehen sich auf Quellen [des Islam], die besagen, dass der Kampf in unserer Zeit keine Pflicht mehr sei, weil wir [Muslime] nicht in einer vorteilhaften [militärischen] Lage sind. Wenn wir nicht fähig sind [den Kampf zu führen, so die Argumentation], müssten wir uns an die Vorschriften aus der mekkanischen Zeit halten. Damals ist der Kampf [arab. Djihad] noch nicht als Pflicht vorgeschrieben gewesen. Allerdings ist es gleichzeitig eine Tatsache, dass wir keine der abrogierten Vorschriften [aus der mekkanischen Zeit] befolgen dürfen“ [damit wäre der Djihad dann doch eine Pflicht, da viele Gebote aus der Frühzeit des Islam in Mekka durch die in Medina geoffenbarten Verse als abrogiert/aufgehoben gelten.] …Es wird behauptet, dass die Vorschriften zu Toleranz und Duldung gegenüber Ungläubigen und Polytheisten mit dem ‚Schwertvers‘ (Sure 9,5) ausgetilgt worden seien, diese [die Polytheisten und anderen Ungläubige] deshalb bekämpft werden müssen und dass die mekkanischen Vorschriften mit der Offenbarung der medinensischen Vorschriften [ebenfalls] aufgehoben worden seien.

Diese [veränderte Handlungsweise] gilt, wenn die Muslime die Oberhand haben [die politische oder/und militärische Hoheit] und wenn keine verderblichen Folgen befürchtet werden müssen. Wenn die Muslime schwach sind [politisch bzw. militärisch] – so wie die Lage derzeit ist – müssen sie sich gemäß der Koranverse, die zur Toleranz und Duldung aufrufen, verhalten. Diese [Anweisungen] beruhen auf zwei grundlegenden Fakten:

1. Allah beauftragt nur denjenigen, der in der Lage ist [den Auftrag auch auszuführen]. Die Beweise dafür wurden genannt. Die Muslime sind derzeit nicht in der Lage, gegen die anderen [Nichtmuslime] zu kämpfen.

2. Der Gelehrte des Islam, Ibn Taymiyya, erkannte diese Tatsache. Er erwähnte, dass sich ein Muslim in einer Situation der Schwäche gemäß der Texte zu verhalten hat, die zu Toleranz, Vergebung und Geduld aufrufen. Wenn der Muslim jedoch in einer starken Position sei, müsse er sich gemäß der Texte verhalten, die zum Kampf gegen die Ungläubigen aufrufen.

Ibn Taymiyya kommentierte den Koranvers: ‚Wahrlich, ihr sollt geprüft werden an eurem Vermögen und an euch selber, und wahrlich, ihr sollt viele verletzende Äußerungen von denen hören, welchen die Schrift vor euch gegeben wurde und von denen, die Allah Gefährten [zur Seite] stellten [Polytheisten sind]. Wenn ihr jedoch geduldig und gottesfürchtig seid, [dann ist] dies wahrlich ein Zeichen von fester Entschlossenheit‘ (Sure 3,186). Geduldig und gottesfürchtig gegenüber diesen zu sein, heißt nicht, dass diese nicht bekämpft werden müssten, wenn die Muslime in der Lage dazu sind. Ibn Taymiyya erklärte, dass dieser Koranvers und andere ähnliche Koranverse durch die Aussage Allahs abrogiert seien: ‚Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet‘ (Sure 9, 5), und: ‚Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.‘ (Sure 9,29).

Ibn Taymiyya erklärte, dass der Koranvers (Sure 3,186) für Muslime gilt, die in einer Position der Schwäche sind, die also nicht in der Lage sind, für Allah und Allahs Propheten [Muhammad] mit der Hand oder Zunge zu handeln. Der [Muslim] handelt [für Allah und Muhammad in dieser Situation nur] mit dem Herzen [nicht offen erkennbar]. Der Koranvers zur Erniedrigung derjenigen, die einen Vertrag [mit Muslimen] geschlossen haben (z. B. Sure 9,29) gilt für jeden Muslim, wenn er in einer Position der Stärke ist. Der [Muslim] muß für Allah und seinen Propheten [Muhammad] mit der Hand oder der Zunge handeln.

Muslime in der Endphase des Lebens des Propheten Muhammads haben sich gemäß dieser Koranverse verhalten. Das [oben beschriebene] Prinzip wurde weiter während der Zeit der Nachfolger Muhammads eingehalten und es gilt bis zum jüngsten Tag.

Ein Muslim, der sich in einem Land befindet, in dem er in einer Position der Schwäche ist, muss sich gegenüber Juden, Christen und Polytheisten tolerant und vergebend verhalten, wenn diese Allah und seinem Propheten gegenüber verletzende Äußerungen machen.

Ein Muslim, der sich jedoch in einer Position der Stärke befindet, muss sich gemäß den Koranversen verhalten, die zum Kampf gegen die Ungläubigen aufrufen. Dies gilt gegenüber denjenigen, die Allahs Religion [den Islam] angreifen. Die [Muslime] müssen sich ebenfalls gemäß des Koranverss (Sure 9,29) verhalten, der zum Kampf und der Erniedrigung von Juden und Christen aufruft.

Infolge dessen ist klar, dass man zwischen der Position der Stärke und der Schwäche unterscheiden muss. Die mekkanischen und medinensischen Abschnitte spielen an sich keine Rolle, sondern es ist nur entscheidend, ob es um eine Position der Stärke oder Schwäche geht, und ob [durch das Handeln] Vorteile oder Nachteile [für Muslime] entstehen … Wenn [ein Muslim] sich in einer Position der Schwäche befindet, muss er sich gemäß der Texte verhalten, die seiner schwachen Situation entsprechen. Wer sich jedoch in einer Position der Stärke befindet, muss er sich gemäß der Texte verhalten, die seiner starken Situation entsprechen. Dieses Prinzip gilt für einen einzigen Menschen sowie für eine ganze Gruppe, abgesehen von der allgemeinen Lage der gesamten Gemeinschaft der Muslime.“

Übersetzt von: Institut für Islamfragen, dh, 25.05.2010

3 Antworten auf Eine Fatwa

  • Danke, Manfred! Eine andere mohammedanische Quelle, die das sehr ausführlich beschreibt ist: Die Schariagrundlagen, auf denen die Beziehungen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen gegründet sind. Wer meint, dass Islam bedeute Frienden, der muss auf die dort dargelegten Argumente eingehen. Für Lesefaule gibt es bei PI eine Zusammenfassung: Die vier Phasen der Islamisierung.

  • Daß Europe vor den Moslems nicht mehr sicher sein wird, wenn es nicht mehr die militärische Überlegenheit besitzt, war mir schon als Fünfjähriger klar.

    Ich habe bei dieser Übersetzung allerdings Verständnisschwierigkeiten bei dem letzten Satz: „Dieses Prinzip gilt für einen einzigen Menschen sowie für eine ganze Gruppe, abgesehen von der allgemeinen Lage der gesamten Gemeinschaft der Muslime.“

    Was heißt ‚abgesehen von‘ da? Dasselbe wie ‚ungeachtet‘? Und wenn ja, wie sollte das der einzelne Moslem verstehen? Wenn er als Einzelperson in der Lage ist, einen Christen zu erniedrigen, ohne Bestrafung fürchten zu müssen, dann ist er dazu verpflichtet? Also beispielsweise auf dem Pausenhof ihm sein Pausenbrot abzuknüpfen, als Steuer, sozusagen?

    Das müßte man freilich radikal nennen. Sonst ist das natürlich meistens so, daß man sich um seine Sicherheit Sorgen machen muß, wenn man militärisch seinem Nachbarn unterlegen ist. Und fast bin ich geneigt zu sagen, daß man Menschen, wenn sie wissen, daß sie ihren Nachbarn militärisch überlegen sind, nicht unbedingt erst dazu aufrufen muß, sie anzugreifen… meistens kommen sie da schon von alleine drauf. Jedenfalls finden sich wenige Gegenbeispiele in der Geschichte.

    • Als ich zur Schule ging, gabs noch keine Muslime. Kenne das Problem erst durch die Medien und das Internet. Das erst seit ca. einem Jahr. Ich wohne in keinem „Brennpunkt“ und merke nur wenn ich im Stadtzentrum (Bahnhofviertel), das Alles in muselmanischer Hand ist. Allerdings weiß ich von meinen Reisen, dass sich jeweilige Ausländer immer erst im Bahnhofsgebiet niederlassen.
      Da wo ich wohnte, bemerkte ich, dass hauptsächlich türkische Familien Freiflächen zum Grillen nutzten. Es störte mich nicht. Bei Schulfesten meiner Kinder unterhielten die Eltern türkischer Kinder immer ein Buffet mit schmackhaften Speisen. Das war vor 20 Jahren !!!
      Inzwischen gehören Muslimas, Ziegenbärte, Mützchenträger zum gewohnten Straßenbild. Auf manchen Flohmärkten sind Migranten oft überrepräsentiert. Allerdings handelt es sich da meistens um die Älteren, die gute Kontakte zu Einheimischen haben.
      Die Schreihälse die massenhaft in Europas Städten auftreten mit Hasspostern und Allahu Akbar-Rufen kenne ich bislang nur aus Videos.
      durch monatelanges Recherchieren im Internet, habe ich mir mittlerweile ein Gesamtbild verschafft. Ich habe Freunde in Amsterdam, in Dänemark und Bekannte die oft nach Schweden fahren und mir berichten.
      mir fällt auf, dass sich die Moslems grade verhältnismäßig ruhig verhalten. Im Gegensatz dazu wird die Islamisierung in Behörden, Amtern, Gerichten und in der Politik verstärkt vorangetrieben. Die Medien sind Wegbereiter in dem sie davon ablenken; ständig von irgendwelchen „Dialogen“ berichten und die Migrantenkriminalität unter den Tisch fallen lassen. Eine Bevölkerungsmehrheit ist nicht nötig um ein Land zu erobern. Politische Schlüsselpositionen reichen aus. Und darauf wird in aller Stille hingearbeitet. Die Moscheenvereine sind mit den Geldgebern in Saudi-Arabien, der Türkei und anderen isl. Staaten gut vernetzt. So denke ich, dass das Eroberungsprogramm durchaus durch Fatwas gesteuert wird. Nach dem arabischen Spruch: „Eine Hand die ich nicht abhacken kann, muss ich küssen“.

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