Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Wenn es ein zentrales Thema gibt, um das sich hier fast alles dreht, dann ist es, um mit Karl Popper zu sprechen, die Verteidigung der Offenen Gesellschaft gegen ihre Feinde.

Zur Erhaltung der Offenen Gesellschaft gehört die Zurückweisung der ubiquitären totalitären Geltungsansprüche politischer Ideologie, also die Bewahrung der Autonomie von Religion, Recht, Wissenschaft und Wirtschaft als nichtpolitischen Lebensbereichen. Vor allem aber gehört dazu die Bewahrung der kulturellen Grundlagen, die die Offene Gesellschaft überhaupt erst lebensfähig machen: d.h. eines authentischen Christentums, das sich nicht dem Zeitgeist anbiedert, des Nationalstaats als der Grundlage einer demokratischen Ordnung, der Familie als Basis von Gesellschaft überhaupt. (Und da man diese Selbstverständlichkeit heutzutage explizit hinzufügen muss: Familie ist die Ehe von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen.)

Dies impliziert den Kampf gegen utopistische Ideologien, die auf die Zerstörung dieser Grundlagen unserer Kultur abzielen: gegen Globalismus, Synkretismus, Gender Mainstreaming etc. Es impliziert, dass ich ideologiekritisch auch solchen politischen Haltungen zu Leibe rücke, die als vom demokratischen Standpunkt unverdächtig gelten, aber eine totalitäre Kehrseite haben. Zum Beispiel gegen eine ach so gut gemeinte Political Correctness, durch deren Durchsetzung die Meinungsfreiheit immer stärker zu Makulatur wird und zu bloßer Verfassungslyrik verkommt; gegen einen Islam, den man von seiner politischen Variante, dem Islamismus, eben nicht so säuberlich trennen kann (und darf), wie besagte Political Correctness es fordert; gegen ideologisierte Sprache; gegen Wissenschaftsfeindlichkeit; gegen Christentumsfeindlichkeit und militanten Atheismus.

Und gegen Antisemitismus auch dort, wo er als “Antizionismus” oder “Israelkritik” daherkommt. Ich bin entschieden der Auffassung, dass die Völker Europas den Staat Israel in seinem Existenzkampf nicht im Stich lassen sollten.

Die Kritik an der politischen Linken nimmt demgemäß in diesem Blog breiten Raum ein. Ich bekenne mich dazu, Konvertit zu sein: ein gelernter, kein geborener Konservativer. Ich war von 1981 bis 1996 mit einer nur kurzen Unterbrechung Mitglied der SPD und habe sogar bis zum Schluss Rot-Grün die Stange gehalten – zum Schluss freilich mehr aus Gewohnheit. Was mich zur Abwendung von der politischen Linken bewogen hat, war die Erkenntnis, dass linke Ideologie in ihrem Focus auf die Auflösung gesellschaftlicher Machtungleichgewichte auf die Entstrukturierung, Entdifferenzierung und letztlich Zerstörung der Gesellschaft hinausläuft; eine Erkenntnis, zu der mich nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit dem Islam und der Gefahr der Islamisierung Europas geführt hat.

2 Antworten auf Politische Ausrichtung

  • Ich habe die gleichen Gedanken, nur andere Erfahrungen. Ich war nie ein Linker und habe auch unter schwierigen DDR-Bedingungen gegen links etwas getan, bis zu unserer Ausbürgerung. Was sich in diesem Land entwickelt und seit Jahren entwickelt hat, macht mir Angst um die Zukunft meiner Kinder und Enkelkinder.
    Grausam für mich ist vor allem das Schlafen des deutschen Michels. Er wird wohl erst aufwachen, wenn sein Wohlstand verbrannt wurde und seine nackte Existenz auf dem Spiel steht.
    Die Lügen, die Halbwahrheiten und das Verschweigen der Massenmedien, die Entdemokratisierung in Europa ist heute im Zeitalter des Internet so leicht zu erkennen und aufzudecken doch die Bequemlichkeit und Dümmlichkeit vieler Leute ist erschreckend.

  • Danke für die Vorstellung und Klärung Ihrer politischen Positionierung. Folge Ihnen mit Interesse, bin gespannt auf Ihre kritischen Positionen zum Christentum und der Kolonialpolitik. Stehe immer auf der Seite der Ungehörten.
    Stammt von Ihnen folgendes Zitat? Hab ich in der FAZ gefunden und fand es kann inspirierend, wobei ich nicht weiß, was Sie mit Ordnung meinen. Für mich ist es das immer eine Ordnung, die ich naturwissenschaftlich erkläre.
    “Wer in einer beliebigen westlichen Gesellschaft lebt und dennoch nicht völlig das Gefühl für Realitäten eingebüßt hat, kennt das beklemmende Gefühl, in einem Irrenhaus zu leben, in dem die Patienten sich an die Macht geputscht und die Ärzte eingesperrt haben: Es ist schlechterdings unmöglich, irgendeine Nachrichtensendung, irgendeine Politikerrede, ja selbst irgendein scheinbar harmloses Kulturereignis zu verfolgen, ohne mehr oder minder offen mit einer Ideologie bombardiert zu werden, die jeden Realitätsbezug vermissen lässt; eine “Moral” predigt, die das exakte Gegenteil von allem darstellt, was jahrtausendelang als moralisch galt; und deren Sinn und Zweck offenkundig nur darin bestehen kann, die Grundlagen der gesellschaftlichen und politischen Ordnung zu zerstören, und zwar nicht nur einer bestimmten Ordnung, sondern von Ordnung schlechthin”

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