Propaganda
von Martin Lichtmesz
„Lichterkette e.V.“, der laut Selbstdefinition „hellste Verein Deutschlands“, hat mit seiner letzten Kampagne eine spektakuläre Bauchlandung gemacht. Mit einem sogenannten „social spot“ wollte man an die goldenen Zeiten vor zwanzig Jahren erinnern, als „eine halbe Million Münchener mit Kerzen, Fackeln und Lampions ein Zeichen gegen Fremdenhass setzten“.
Die Sowjets erhoben es im Nürnberger Tribunal zum Beweisdokument USSR-378. Scharen von nachkriegsdeutschen Haus – und Hofhistorikern war es eine üppig sprudelnde Quelle. Es fand Eingang in die nachkriegsdeutschen Schulbücher, in nachkriegsdeutsche Festreden und Leitartikel.
Alles hatte Hitler Herman Rauschning in über hundert Gesprächen anvertraut: Seinen Kriegswillen, seine Vernichtungs- und seine Welteroberungspläne. Ein “stahlharter Machtkern von 80 oder 100 Millionen geschlossen siedelnder Deutscher” werde eines Tages alle Völker Europas unterjochen; in England werde er “landen”, in den USA “Revolten und Unruhen” anzetteln; einen Bakterienkrieg entfesseln; mit den Juden “um die Weltherrschaft” kämpfen; die Ostvölker auslöschen. Hitler: “Ob ich ganze Volksstämme beseitigen wolle? Jawohl, so ungefähr, darauf wird es hinauslaufen.” [aus: Gespräche mit Hitler]
In Frankfurt hat sich eine recht undurchsichtige Geschichte abgespielt: Derege Wevelsiep, ein äthiopisch-stämmiger Deutscher, behauptet, im Zuge einer Fahrkartenkontrolle von Polizisten misshandelt worden zu sein. Vier Polizisten und vier Kontrolleure haben die Ereignisse anders in Erinnerung. Die Frankfurter Rundschau stört das wenig. Auf Basis der Darstellung des vermeintlichen Opfers hat das Sprachrohr der ortsansässigen Linken einen Feldzug gegen die Polizei gestartet. Blu-News exklusiv über ein durchschaubares Manöver: Das FR-Komplott. Weiterlesen
Die „Weißmann-Stürzenberger-Kontroverse“, aus der seit Martin Lichtmesz‘ Artikel „Weißmann, Stürzenberger und das Elend der Islamkritik“ zusehends eine Lichtmesz-Stürzenberger-Kontroverse geworden ist, ist gestern von Martin Lichtmesz in diesem Blog um ein weiteres Kapitel bereichert worden. Die Antwort auf Stürzenbergers giftige Unterstellungen war notwendig, und Lichtmesz hat diese Unterstellungen – die ja letztlich nicht nur ihm galten, sondern der gesamten Neuen Rechten und ihrer politischen Theorie – Punkt für Punkt zerpflückt. So weit, so gut.
Leider – muß ich sagen – ist eine meiner Hoffnungen immer noch nicht gestorben: eines Tages auf ein Film-Team zu stoßen, daß der Differenzierung nicht nur fähig ist, sondern auch Willens, es sich selbst und den Zuschauern nicht allzu leicht zu machen mit der Interpretation eines ihnen fremden Phänomens. Auf dem „zwischentag“ war der rbb – herausgekommen ist ein Scherbenhaufen.[weiter, noch 525 Wörter]
Wie ich las, spielten die Fußballer der 1. Bundesliga an diesem Wochenende mit dem Motto „Geh deinen Weg!“ statt der Sponsorenwerbung auf dem Trikot; dann sah ich dies auch auf Bildern. Das Motto geht auf die Deutschlandstiftung Integration zurück, und Schirmherrin der Aktion am dritten Spieltag der ersten Liga ist die Bundeskanzlerin. Dazu kann ich mir die Bemerkung allerdings nicht verkneifen, daß der Begriff “Schirmherrin” in einer Regierung, deren verbindliches Leitprinzip das Gendermainstreaming ist, eigentlich nichts zu suchen haben dürfte: Schirmfrau bzw. Schirmdame ist Angela Merkel o.ä. müßte es heißen. Gleichstellung auch in der Sprache!
Kweil schreibt in PI
Ein neues Massaker!? “Wie lange wird die Welt noch zusehen”, titelte BILD gestern, das zu den Hauptkriegstreibern gegen Syrien in der deutschen Journaille zählt, und übernahm dabei ungeprüft die Zahlen und Aussagen der “Rebellen” über ein neues Massaker. Und BILD ist in der dummen Journaille nicht allein. Dazu kommen Politiker wie der Leichtmatrose Westerwelle, der ebenfalls mit seinem 6000 Mann starken Außenministerium voll auf die Propaganda der bewaffneten syrischen Opposition (Foto) abfährt. Aber da fängt es doch schon an: Warum ist die Opposition bewaffnet? Ist es normal, daß die Opposition bewaffnet ist?
Friederike Beck (“Das Guttenberg-Dossier”) schreibt in ihrem Blog:
Am Wochenende meldete sich Bert Rürup, jahrelang Chef der fünf Wirtschaftsweisen in Sachen Eurobonds und Transferunion zu Wort: „Jetzt die Wahrheit sagen. Umstrittene Eurobonds sind dem früheren Wirtschaftsweisen zufolge längst beschlossene Sache.“ (GA Bonn vom 27./28.8.2011).
[In Teil 1 meines Vortrags zum Thema "Deutschenfeindlichkeit - eine Bestandsaufnahme" ging es um die Ideologie, die das westliche antideutsche Narrativ hervorgebracht hat. Ich habe aufgezeigt, dass und warum diese Ideologie zu Deutschland nicht passen konnte und nicht passt. Im folgenden Abschnitt behandle ich die Konsequenzen, die es haben musste, dass dieses Narrativ von den Deutschen selbst übernommen wurde, und anschließend die Rolle spezifisch linker Ideologie im Gesamtkomplex der Deutschenfeindlichkeit.] Weiterlesen
Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus lädt für den 11.Juli in Berlin zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Journalisten Ulrich Sahm ein. Der Titel der Veranstaltung lautet:
Aktuelle Formen der Israelfeindschaft – Boykott – Blockadebrecher – Massensturm der Grenzen – einseitige Staatsausrufung
Da ich das Wirken der Süddeutschen Zeitung in diesem Blog schon mehr als einmal ausführlich gewürdigt habe, überrascht die Überschrift dieses Artikels wohl niemanden; allzu bekannt ist, dass gerade dieses Blatt ein Sprachrohr der Epigonen von Erich Mielke und Felix Dserschinski ist. Dass ich es überhaupt noch erwähne, ist eigentlich schon ein Verstoß gegen das “Mann-beißt-Hund”-Kriterium. (Wenn ein Hund einen Mann beißt, ist das keine Nachricht; eine Nachricht ist nur, wenn ein Mann einen Hund beißt.)
Das christliche Medienmagazin pro schreibt:
Produzenten und Autoren von US-Fernsehserien benutzen ihre Sendungen, um eine linksliberale politische Agenda zu verbreiten. Das behauptet der amerikanische Politikwissenschaftler Ben Shapiro in einem neuen Buch, für das er zahlreiche Insider befragt hat.
Thorsten Hinz weist in der JF unter dem Titel “Ein Institut wird umgekrempelt” auf den Schwenk des Hannah-Arendt-Instituts hin:
Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden wurde 1993 gegründet. Die Erinnerung an die DDR war damals noch frisch und das Pathos der Umbruchzeit lebendig. Das erlaubte es, die Doppelerfahrung von Nationalsozialismus und Kommunismus, dieses bittere Privileg der DDR-Bürger, zum Ausgangspunkt der historischen Forschung zu machen. Zur Geschichts- und Wissenschaftspolitik der Bundesrepublik, die neben Hitler keine anderen Götter duldet, stand das Institut von Anfang an schräg, wenn nicht quer.
“Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration und Integration” - das klingt vertrauenswürdig, seriös, kompetent, wissenschaftlich neutral. Was einem solche Sachverständigen sagen, das muss doch stimmen, und bestimmt kann man ihnen auch getrost den Hausschlüssel anvertrauen – oder?







