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Geert Wilders und die deutschen Medien

Es war nicht anders zu erwarten: Geert Wilders hält eine gute, argumentativ starke Rede in Berlin, und zwar in Anwesenheit vieler Dutzend Journalisten, und die kommen nicht auf die Idee, auf diese Rede einzugehen, sondern haben nichts Besseres zu tun, als über die angeblich 120 (nach meiner Zählung waren es höchstens fünfzig) lupenreinen Demokraten von der DKP und verwandten Organisationen von ausgewiesener Liberalität zu berichten(„Blockieren ist unser Recht“), weil „Rechtspopulist Wilders in Berlin provoziert“. Der hier verlinkte Beitrag, den N24 von AP abgeschrieben hat, dürfte typisch sein für das, was die Angstschweißjournalisten unter Berichterstattung verstehen: Nur ja nicht fair berichten, man könnte ja sonst in den Verdacht geraten, mit einem „Rechtspopulisten“ zu sympathisieren.

Übrigens bin ich auch vom RBB interviewt worden, und das Interview begann genau mit der Frage, ob Geert Wilders nicht zu sehr „provoziert“. Ich habe daraufhin mein Verständnis von freiheitlicher Demokratie zum Besten gegeben. Ob das wohl gesendet wird?

Man darf überhaupt neugierig sein, ob sich irgendjemand trauen wird, auch halbwegs fair zu berichten. Ich bezweifle es, aber selbstredend bin ich für angenehme Überraschungen stets offen.