Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Geschichtsrevisionismus

Die These ist nicht neu, in Nachkriegsdeutschland aber seit 1960 – seit Fritz Fischer – verpönt: Dass Deutschland unter Kaiser Wilhelm II nicht Hauptschuldiger des Ersten Weltkrieges war, nicht “Großmannssucht” und “deutsche Kriegsfreude” in den Abgrund des Ersten Weltkriegs führten, sondern vielmehr politische Naivität und Kalkül innerhalb der europäischen Großmächte. Unter ausländischen Historikern, auch darin abweichend von der volkspädagogischen Geschichtspolitik Deutschlands, ist die Alleinschuldthese nicht “unumstritten”.

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Die BRD im Jahr 1961. Der Spiegel nennt es ein Ketzerwerk, die FAZ klagt, “mehr Irrtümer als Wahrheiten auszusprechen”, die Süddeutsche protestiert, das ginge entschieden zu weit, Christ und Welt mahnt, “dass die Deutschen nicht gut daran täten es sich zu eifrig und unkritisch zu eigen zu machen” – kurz: Die westdeutsche Pressefront steht geschlossen. Am heftigsten polemisiert der remigrierte Historiker und Politologe Golo Mann gegen den “dreisten Unsinn” . Das seien keine Ansichten, das seien “grobe Ungezogenheiten”, eine “schnöde Einhundertachtzig -Grad-Drehung eines Historikers”.

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RezensionDer Historiker Stefan Scheil gilt unter seinen Kollegen als „Revisionist“, und dass diese Bezeichnung für einen Wissenschaftler keine Beleidigung, sondern ein Ehrentitel ist, darauf habe ich an anderer Stelle schon hingewiesen. Scheil zieht seit langem gegen eine etablierte Lehrmeinung zu Felde, die man in jeder Hinsicht die „herrschende“ nennen muss, nämlich eine Geschichtsschreibung, wonach das Deutsche Reich beide Weltkriege verschuldet habe, während die Westmächte (und zum Teil auch Russland bzw. die Sowjetunion) sich bloß gegen ihnen aufgezwungene Kriege verteidigt hätten. Jede andere, jede revisionistische Auffassung sieht sich schnell rechtsextremer Neigungen verdächtigt.

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