Schlagwort-Archive: Frankreich

Anschläge von Paris: das Blut an den Händen der Regierenden

Was die Anschläge in Paris angeht, so gibt es bis jetzt – anders als beim Charlie-Hebdo-Anschlag im Januar – keine starken Hinweise auf eine direkte Mitwisserschaft westlicher Geheimdienste, erst recht nicht auf eine Mittäterschaft, wenn wir von der Kleinigkeit absehen, dass (wieder einmal!) mindestens einer der Täter polizeibekannt war. Auch dass französische Sicherheitsbehörden schon vor einem Monat vor bevorstehenden Anschlägen der 9/11-Größenordnung gewarnt haben, wird man mit etwas gutem Willen noch als Pflichterfüllung werten können. Gehen wir also bis auf Weiteres davon aus, dass die Anschläge tatsächlich das Werk autonom handelnder Islamisten möglicherweise aus den Reihen des IS waren.

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Paris, Gewalt und der Islam

[Aus aktuellem Anlass wiederhole ich hier, was ich im Mai 2013 anlässlich der Ermordung des britischen Soldaten Lee Rigby in London durch Islamisten schrieb. Der Artikel erschien damals auf PI unter dem Titel „London, Gewalt und der Islam“, und ich habe ihm nichts hinzuzufügen. Ersetzt einfach „London“ durch „Paris“, und er ist brandaktuell.]

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Zum Freitod von Dominique Venner: Interview mit „Zuerst!“

Die aktuelle Ausgabe der „Zuerst!“ enthält unter anderem ein Interview mit mir über die Selbsttötung Dominique Venners. Daraus ein kurzer Auszug:

Frage: Vor allem viele Konservative haben sich geradezu angewidert von Venner abgewendet und davor gewarnt, die Tat des französischen Historikers zu heroisieren. Was ist davon zu halten?

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Guy Debord über Identität und Einwanderung (Fundstücke 15)

spectacles 114x130 Guy Debord über Identität und Einwanderung (Fundstücke 15)Einige Leser haben apropos Michel Foucault darauf hingewiesen, daß in der „poststrukturalistischen“ Kiste, insbesondere der „Diskursanalyse“ einiges steckt, das auch im Kampf gegen die „politische Korrektheit“ von erheblichem Nutzen sein kann. Und nicht nur das: Ein Kommentator merkte an, daß der „Dekonstruktivismus“ theoretisch einem „radikalen Dezisionismus des Einzelnen sowie beliebiger Gruppen Tür und Tor“ öffnen könne. [weiter, noch 2,239 Wörter]

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Der Fluch der bösen Tat

Da die USA in den ölreichen Iraq einmarschiert waren (2003), taten es ihnen die Großbritannien und Frankreich nach, indem sie gemeinsam Libyens Diktator Gaddafi bekriegten (2011). Deutschland hielt sich zurück. Und wie sich im befreiten Iraq die Anarchie ausbreitete, so kommt auch Libyen nicht zur Ruhe. Insbesondere die vorher durch das Gaddafi-Regime im Zaum gehaltenen […]

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Richard Millet über Terrorismus und Literatur

Richard Millet 100x130 Richard Millet über Terrorismus und LiteraturUnmittelbar nach der Tat bezeichnete der deutsche Komponist Karlheinz Stockhausen den Terroranschlag vom 11. September 2001 als „das größte Kunstwerk, was es je gegeben hat“. Den Zusatz „jetzt müssen Sie alle Ihr Gehirn umstellen“ vorausgeschickt, sagte er im Wortlaut:

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Beim Bloc Identitaire in Orange: Ideen

Livres 119x130 Beim Bloc Identitaire in Orange: IdeenMitreißende Aktionsformen, stimmungsvolle Selbstinszenierungen, knackiges „Image“-Design und einprägsame Symbole sind zwar wichtige Elemente für den Erfolg einer politischen Bewegung – darüberhinaus sollte aber die inhaltliche Kontur nicht vernachlässigt werden. Während die „identitären“ Ableger in Deutschland und Österreich noch auf der Suche sind, haben die französischen Vorbilder ihre Positionen recht gut durchdacht.[weiter, noch 1,998 Wörter]

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Beim Bloc Identitaire in Orange: Hintergründe

Orange 112x130 Beim Bloc Identitaire in Orange: HintergründeEin paar Hintergründe zu der „Convention Idéntitaire“ in Orange von letztem Wochenende. Die kleine Stadt im südfranzösischen Bezirk Vaucluse ist seit 2009 Schauplatz der alljährlichen Gipfeltreffen der Gruppierung „Bloc Idéntitaire“, die nun ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Ermöglicht wird dies durch den rechtskonservativen Bürgermeister Jacques Bompard, der die Stadt seit 1996 regiert.

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Warum Lichtmesz und ich [Kubitschek] nach Orange fahren

von Götz Kubitschek

eber 130x130 Warum Lichtmesz und ich nach Orange fahrenAm kommenden Wochenende nehmen Martin Lichtmesz und ich an einem Kongreß des französischen „Bloc Identitaire“ in Orange teil. Der Kongreß ist seit langem geplant und hat durch die Moschee-Besetzung der Gruppe „Génération Identitaire“ eine besondere, geradezu elektrisierende Aufladung erfahren. Wir fahren dorthin, um das Auftreten, die Organisationsform, die Dynamik und die Stoßrichtung des „Bloc“ kennenzulernen und an dem abzugleichen, was wir in Deutschland machen. und noch machen könnten

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Sie riefen: 732! – Génération Identitaire in Poitiers

732 Sie riefen: 732!   Génération Identitaire in PoitiersWieder einmal geht ein Gespenst um in Europa: die „identitäre“ Welle macht gerade ihre Runde durch Österreich, Deutschland und vor allem Frankreich. Dort gelang dem „Bloc Identitaire“ eine spektakuläre Provokation: für mehrere Stunden besetzten etwa 100 Aktivisten das Dach einer im Bau befindlichen Moschee in Poitiers und protestierten gegen die Islamisierung ihres Heimatlandes.

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Eduard Limonow und Richard Millet – Loblieder auf böse Jungs

Limonow 119x130 Eduard Limonow und Richard Millet   Loblieder auf böse JungsIch hab’s kommen sehen. Georg Diez, Stammautor des Spiegels, hat sich endlich entkrampft und seiner bisher vom demokratischen Über-Ich geknuteten Faszination für die bösen Jungs freien Lauf gelassen. Offenbar hat er lange dagegen angekämpft. Im Februar dieses Jahres hatte er noch die Klemmgouvernante gespielt und sich semi-hysterisch über angeblich „rechte“ Tendenzen in Christian Krachts Roman „Imperium“ ereifert.

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Berlusconi, Sarkozy und ihr Freund Gaddafi

Ein Kommentator hat die Sorge geäußert, das Video, in dem Berlusconi Gaddafi die Hand küsst, sei verschwunden. Keine Angst, ich habe es bei Youtube gefunden, heruntergeladen und mit passender Musik untermalt:

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Europäer als Opfer des islamischen Kolonialismus

Im Jahr 2008 wurde von Frankreich verlangt, dass es Wiedergutmachung leisten müsse für seine koloniale Vergangenheit in Algerien. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet der französischen Kolonialgeschichte, aber wenn ich mich recht erinnere, waren die Franzosen auch deswegen motiviert, sich in Algerien zu engagieren, weil barbarische Piraten ihre bösartigen Aktivitäten im neunzehnten Jahrhundert immer weiter fortsetzten. Die Zeit der französischen Herrschaft ist der einzige Zeitraum der Zivilisation den Algerien erlebt hat, seit den Römern.

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