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Christian Wulff – ein Opfer?

Seit einer gefühlten Ewigkeit ist die Journaille damit beschäftigt, Christian Wulff aus dem Amt zu foltern. Sie geht mit ihm ungefähr so um wie ein italienischer Feinkosthändler mit einer exquisiten Salami: Hauchdünn wird Scheibchen für Scheibchen abgehobelt, damit jedes einzelne sein volles Aroma entfalten kann. Statt auf den Tisch zu legen, was sie wissen, geben die Medien gerade so viel preis, wie nötig ist, um die Affäre am Köcheln und den Amtsinhaber unter Druck zu halten. Sie kennen seine Schwächen und wissen, dass er auf jede neue Enthüllung bestenfalls mit einer Halbwahrheit antworten wird: Stoff für die nächste Enthüllung. Sie halten die Spannung des Publikums wach (Wann wird das Tonband von Diekmanns AB veröffentlicht? Was hat es mit der Vergangenheit von Bettina Wulff auf sich?), und befriedigen sie gerade so weit, dass die Quote und die Auflage hoch bleibt. Die Causa Wulff ist zur Daily Soap der Republik geworden, mit dem Präsidenten als unfreiwilligem Hauptdarsteller. Das Staatsoberhaupt als täppischen Pausenclown durch die Manege hopsen zu lassen, scheint gewissen Leuten ein besonderes Lustgefühl zu bereiten.

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Mädchen sind ja oft etwas schwerer von Begriff,

stets am puls der zeit Mädchen sind ja oft etwas schwerer von Begriff,die interessieren sich für Mode, Schminke, Jungs, so Zeug halt. Vor allem wollen sie sich nicht nachsagen lassen, den neusten Trend, und sei es eine Meinungsmode, verpaßt zu haben. Anne ist so eine, zumindest nach dem Skript der neuen Bravo-Love-Story. Gender-Ideen sind in diesem Format generell noch unbekannter als wenigstens ein softer Feminismus. Ganz ahnungslos von all den unerfreulichen Dingen jenseits der hübschen Sachen, die man mit Klamotten, Popstars und dem Unterleib anstellen kann, möchte man – gerade heute! – seine 9 bis 11 jährige Klientel aber nicht lassen.

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