Jürgen Habermas ist am letzten Freitag vor großem Publikum im Pieter-De-Somer-Auditorium der belgischen Universität Löwen aufgetreten. Er hat dort wieder einmal „Europa“ beschworen und Deutschland gemahnt. Vor „deutscher Kurzsichtigkeit, die ins Abseits führe und die Europäische Union im schlimmsten Fall zerstören könnte.“ [weiter, noch 865 Wörter]
- es gab schon einmal den Versuch, eine Einheitswährung in Europa zu kreieren. 1865 schließen Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz eine Konvention ab, die Lateinische Münzunion [LMU] ist geboren. Drei Jahre später tritt Griechenland der Einheitswährung bei. Das Prinzip … Weiterlesen →
Aufrufe zum Widerstand gegen Staat und Regierung werden in Deutschland gedanklich meist mit Umsturz und Revolution verbunden. Jetzt hat in Person des Staatsrechtlers Karl Albrecht Schachtschneider aber jemand zum Widerstand aufgerufen, dem es nicht um Umsturz geht, sondern um den Schutz der bestehenden Ordnung:
Im Januar 2011 feierten über 2500 Zuhörer Thilo Sarrazin frenetisch, als er in der Messe Dresden sein Buch Deutschland schafft sich ab vorstellte. Am Mittwoch, den 18. Juli, kam Sarrazin nun erneut, um mit immerhin rund 400 Dresdnern über Europa und den Euro zu debattieren.
Ein Buch möchte ich vorstellen, dessen Thematik – nicht nur – in der gegenwärtigen Euro-Krise aktuell ist, “Am Rande des Abgrunds”. Das Buch spricht zahlreiche Aspekte an, die das Leben in den spätmodernen Industrienationen charakterisieren (Globalisierung, Zuwanderung, sinkendes Lohnniveau) und zeigt die Zusammenhänge auf. Manches davon war bereits Thema dieses Blogs. In bezug auf das Finanzkapital im Zentrum der gesamten Problematik sei auch auf das letzte Kapitel “Die herrschende Klasse” in “Neue Weltordnung” von Manfred Kleine-Hartlage verwiesen. [...]
Es kommt nicht häufig vor, daß – angesichts eines im allgemeinen mit dem Wirken der politischen Klasse kompatiblen Wissenschaftsbetriebes – eine nennenswerte Zahl von Fachvertretern den Entscheidungen der Regierung grundsätzlich widerspricht. Schließlich gibt es innerhalb der politischen Klasse, in der die Opposition das Handeln der Regierung als noch nicht entschieden genug kritisiert, Meinungsvielfalt auch nur [...]

Wolfgang Schäuble gehört zu den Politikern, denen man zuhören sollte, nicht nur, weil er mächtig, sondern vor allem, weil er aufrichtig ist. Selbst seine Täuschungsmanöver folgen dem Gesetz der Taqiya und dienen erkennbar dazu, nur den zu täuschen, der getäuscht werden will. Er hat uns ganz offen gesagt, dass die Politik darauf hinarbeitet, die Deutschen im eigenen Land in die Minderheit zu drängen (s. meinen Artikel “Doktor Schäubles Staatsneurosen”) – und nicht minder offen bereitet er uns nun auf das bevorstehende Ende des Grundgesetzes und der Demokratie vor.
Die Junge Freiheit erinnert noch einmal daran:
Die Zeit drängt: Kommen Sie morgen zur ESM-Demo nach Berlin!
Der Deutschlandfunk hat gestern abend aus ein Interview mit Professor Markus Kerber von der TU Berlin ausgestrahlt, der dort über öffentliche Finanzwirtschaft und Wirtschaftspolitik forscht. Anlass war die Herabstufung der Bonität Frankreichs von AAA auf AA+ durch die Ratingagentur Standard & Poors. Es ging um die Auswirkungen auf den Euro. Kerber hat Klartext gesprochen. Er sagte unter anderem:
Vielleicht hat Thorsten Hinz recht mit der Vermutung, die er in der jüngsten Jungen Freiheit äußert. „Die Enthüllungen über eine neonazistische Terrorzelle bieten eine willkommene Ablenkung: weg vom kriselnden Euro und hin zum ewigen Hitler in uns. Eine kontrollierte Hysterie könnte psychologisch den Boden bereiten für geplante Gesetzes- und Verfassungsänderungen.“
Kraft mal Kraftarm ist gleich Last mal Lastarm, lautet das Hebelgesetz, dessen Wirkungsweise für die menschliche Seele außerordentlich beglückend ist. Mit Hilfe des Hebels kann man stärker sein als von der eigenen Muskelkraft gewohnt. Der Hebel ist eine Vorrichtung, mit der man Kraft auf Kosten des Weges einspart- oder umgekehrt. Jedes Kind kennt das Prinzip von der Wippe, vom Nussknacker und vom Rudern.
Friederike Beck (“Das Guttenberg-Dossier”) schreibt in ihrem Blog:
Am Wochenende meldete sich Bert Rürup, jahrelang Chef der fünf Wirtschaftsweisen in Sachen Eurobonds und Transferunion zu Wort: „Jetzt die Wahrheit sagen. Umstrittene Eurobonds sind dem früheren Wirtschaftsweisen zufolge längst beschlossene Sache.“ (GA Bonn vom 27./28.8.2011).
Als hätten sie offiziell erklären und symbolisch unterstreichen wollen, dass die Europäische Währungsunion (EWU)eine Inflations- und Enteignungs-Union ist, haben sich die führenden Staaten der Eurozone, einschließlich Deutschlands, darauf verständigt, dass der künftige Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgerechnet — ein Italiener sein wird, der italienische Zentralbankpräsident Mario Draghi. Klemens Kindermann weist im DLF darauf hin, dass diese Personalie keineswegs eine Ausnahme ist, sondern sich ins Gesamtbild fügt: Weiterlesen…








