Ende Februar fand die 13. Winterakademie des IfS im „Ostheim“, der Jugendbildungs – und Tagungsstätte der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) statt. Es war unsere vierte Veranstaltung dort, und es hatte nie Unstimmigkeiten gegeben. Im März wollten wir das „Ostheim“ für die 14. Sommerakademie im September buchen und bekamen nach einiger Zeit von der Geschäftsführung mitgeteilt, daß der Bundesvorstand der LO beschlossen habe, künftig nicht mehr an uns zu vermieten.
„Authentisch“ gerät als Modewort in Dauergebrauch. Ein Zeichen dafür, daß man zwischen standardisierten Personen und Ereignissen „Authentizität“, das Echte und Unverwechselbare, vermißt und also unbewußt ersehnt? Alles Ursprüngliche wurde längst zugeplattet, gedämpft und gedämmt, umzäunt und entschärft
Vor ein paar Wochen habe ich auf diesem Blog auf den Film „Der Teufel, möglicherweise“ (1977) von Robert Bresson verwiesen. Wie es der Zufall will, zeigte das Filmmuseum Wien diesen März eine komplette Werkschau der Filme des schwierigen Meisters.[weiter, noch 2,108 Wörter]
Martin Lichtmesz hat in seinem vorhin verlinkten Artikel auch Reinhard Meys Lied “Heimatlos” erwähnt, das auf der CD “Einhandsegler” erschienen ist. Ich habe Mey als Chansonnier schon immer geschätzt, aber eine derart scharfe und pointierte Gesellschaftskritik von ihm noch nicht zu hören bekommen:
von Martin Lichtmesz
Im Januar hat mich die Junge Freiheit um einen Artikel über die Südtiroler Band Frei.Wild gebeten, die zur Zeit einerseits die Charts stürmt, andererseits einem politkorrekten Sperrfeuer ausgesetzt ist. Frontmann Philipp Burger hat eine „rechte“ Vergangenheit als jugendlicher Skinhead und später als Sympathisant und offenbar auch Mitglied des Südtiroler Pendants zur FPÖ, der Partei „Die Freiheit“. [weiter, noch 2,451 Wörter]
von Martin Lichtmesz
Am Anfang stand ein Witz, und am Ende darf auch wieder gelacht werden: Vor genau hundert Jahren begann Marcel Duchamp, diverse im Müll gefundene Trümmer zu signieren und ins Museum zu stellen. Das war, was man später gerne vergessen hat, im Grunde nicht mehr als ein nihilistischer Gag, nicht anders als der Schnurrbart, den Duchamp später der Mona Lisa aufmalte.
von Martin Lichtmesz
Samstag vor einer Woche widmete sich das Institut für Staatspolitik auf dem 21. Berliner Kolleg dem Thema „Bildungs- und Schulkollaps“. Der wohl für alle Zuhörer niederschmetterndste Beitrag kam von Karlheinz Weißmann, der als Gymnasiallehrer den „Augiasstall“ des Bildungssystems aus eigener Anschauung kennt.
Der niederländische Fußballverband hat nach der Prügelattacke auf einen Linienrichter, der später seinen Verletzungen erlag, vor Panikmache gewarnt. „Wir haben 32.000 bis 33.000 Spiele am Wochenende. Sie können sich vorstellen, daß sich da hier und da mal jemand daneben benimmt, … Weiterlesen →
Nun ist es auch schon wieder sieben Jahre her, daß mein Debütartikel in der Jungen Freiheit erschien: eine Besprechung des damals aktuellen Films von Ulrich Seidl, „Jesus, Du weißt“. Seidl gilt in Österreich neben Michael Haneke als international bedeutendstes Aushängeschild des heimischen Kinos; und beide stehen im Ruf, „ästhetische Extremisten“ zu sein, deren Filme dem Zuschauer allerhand zumuten und abverlangen. [weiter, noch 3,061 Wörter]
Wie Friedrich der Große bekommt auch Gerhart Hauptmann – heute vor 150 Jahren geboren – in diesem Jahr seine Gedenkmünze und seine Briefmarke. Darin kommt die Wertschätzung zum Ausdruck, die diesem Dichter immer noch entgegengebracht wird. Das liegt nicht allein am Nobelpreis, den er vor 100 Jahren erhielt, sondern an seiner Gesamtpersönlichkeit: Hauptmann verkörperte vielleicht zum letzten Mal so etwas wie die romantische Vorstellung von einem Dichtervater der Deutschen, der populär war, ohne trivial zu sein.
Es ist immer tragisch, wenn Menschen in Positionen gelangen, die es ihnen ermöglichen, eigene charakterlich-seelische Deformiertheiten als allgemeingültige Wissenschaft zu etablieren. Alfred C. Kinsey galt lange Zeit als der wichtigste Sexualforscher des 20 Jahrhunderts, seine beiden Werke “Sexual Behavior in the Human Male” und “Sexual Behavior in the Human Female” waren seinen Anhängern Bibeln.
Vor einigen Monaten habe ich hier einen Screenshot von einer Seite hochgeladen, auf der ein junges Mädchen sich allen Ernstes erkundigte, ob es von einem Türken schwanger werden könne. Der türkische Junge, mit dem sie auf der Toilette ihrer Förderschule ungeschützten Sex gehabt habe, habe ihr versichert, dies sei nicht möglich, das habe er in einem türkischen Buch gelesen.
Die beliebten „Fliegerschals“ des Potsdamer Labels „Lotte in Moskau“ müssen den Lesern dieses Blogs wohl nicht mehr weiter vorgestellt werden. Wie alle Jahre gibt es nun wieder eine neue, liebevoll zusammengestellte Kollektion von farbig bedruckten Satinschals – diesmal auch mit Wollstoffrückseite für die kalten Tage. [weiter, noch 307 Wörter]
Ein prall gefülltes Wochenende liegt hinter uns, „ganz in Familie“, so sagt man doch? Freitag waren wir im Kino mit den Großen (Sushi in Suhl, annehmbarer Klamauk, teils hübsch doppelbödig), Samstag in der Oper (Tosca, klassische Inszenierung), Sonntag lief ein Teil der Familie (der Rest war zu klein bzw. laborierte an gebrochenem Mittelfuß) beim Magedeburg-Marathon mit, kürzere Distanzen zwar, aber: ein Volltreffer!







