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Rettungspäckchen für Alice Schwarzers FrauenMediaTurm
Uns umtosen derzeit Meldungen über Summen, mit denen wir nie gerechnet haben. Wieviele Nullen federn noch mal den Rettungsschirm für Griechenland ab? Die Nullen, die nun dem FrauenMediaTurm (FMT), einem Stiftungsprojekt von Alice Schwarzer, angewiesen wurden, sind einigermaßen berechenbar. 600.000 Euro hat Kristina Schröder – für alle Seiten überraschend – als Förderungssumme dem feministischen Archiv zugesagt, je 150.000 Euro für die Dauer von vier Jahren.
Die Wulffs dieser Republik
von Martin Höfer
Nicht etwa der Rücktritt des Staatsoberhauptes selbst, sondern vielmehr die kaum faßbare Unerheblichkeit dieses Vorgangs stimmt dieser Tage nachdenklich. Herr Wulff gehört dem Schlage jener eigenschaftslosen Berufsklassensprecher angehört, unter denen die repräsentative Demokratie zunehmend leidet. Nun wird er ersetzt. Punkt.
Phänomenologie der trommelnden Frau
Dirk Hilbert über den alltäglichen Nazi-Terror
Der FDP-Mann Dirk Hilbert darf derzeit interimsweise das Amt von Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) ausüben. Vielleicht schafft er es nun aber sogar in die Geschichtsbücher, denn Hilbert ist nicht irgendein Stellvertreter: Er ist zuallererst ein mutiger Mensch, der den „Haß und Mord“, der „heute noch passiert“, „Tag für Tag“ verhindert.[weiter, noch 611 Wörter]
Winterakademie: Macht
In wenigen Wochen ist es wieder soweit: Die nächste Winterakademie des Instituts für Staatspolitik findet vom 9. bis zum 11. März in Schnellroda statt. Nach den Themen „Islam“ und „Konservative Revolution“ geht es diesmal etwas grundsätzlicher zur Sache. Mit dem Thema „Macht“ haben wir das Feld sehr weit gesteckt, werden uns aber auch hier vor allem mit den konkreten und für uns relevanten Aspekten befassen.
Christian Kracht und die Methode Diez
Nun zum unterhaltsameren Teil der dieswöchigen Nazijäger-Nummer des Spiegels. Unter dem Titel „Die Methode Kracht“ versucht Georg Diez auf vier epischen Seiten den Nachweis zu erbringen, daß Krachts neuer Roman „Imperium“ seine (Friß, Phrasenschweinchen!) „Nähe zu rechtem Gedankengut“ zeige, wobei „rechts“ natürlich gleichgesetzt wird mit allen bekannten Braunauer Spezialitäten.
Die Methode Spiegel (1)
Das „Sturmgeschütz der Demokratie“, wie Rudolf Augstein einmal seinen Spiegel nannte, hat wieder gefeuert und in seiner neuesten Nummer einmal mehr Gipfel an keuchender Panikmache erklommen. „Nazi-Partei NPD – VERBOTEN GEFÄHRLICH“ steht da in dicken Lettern, illustriert mit einer (vermutlichen) Fotomontage, die einen faustreckenden „autonomen Nationalisten“ im Vordergrund und zwei verängstigte, dunkelhaarige, offenbar pogromgefährdete Migrantenkinder im Hintergrund zeigt. [weiter, noch 1,179 Wörter]
Der Tanz um den wunden Punkt – Andeutungen zu einem Gespräch
Hatte Besuch von zwei Leuten, die auf der anderen Seite des Flusses wohnen. Sie waren für ein Gespräch angemeldet, für ein ausführliches Gespräch über die Grundlagen des 21. Jahrhunderts. Sie stellten die richtigen Fragen, wir mißverstanden uns nicht. Sie sehen vieles ähnlich, ziehen den Karren aber in eine völlig andere Richtung – vor hunderttausenden Lesern.
War der Nationalsozialismus links?
Stefan Scheil hat jüngst an dieser Stelle auf den Sturm im Wasserglas hingewiesen, den Erika Steinbach mit ihrer getwitterten Bemerkung ausgelöst hat, die NSDAP sei eine sozialistische Partei gewesen. Offenbar ohne das geringste Gespür für die unfreiwillige Komik einer solchen Überreaktion marschierte eine Armee von Intellektuellen bzw. Menschen, die das gerne sein möchten auf, um eine maximal 140 Zeichen lange Twittermeldung zurückzuweisen:
Es lebe der Volkstod!
Ein paar Bonbons für Freunde des schwarzen Humors, die sich in den letzten Wochen angehäuft haben. Einige Leser des Blogs schickten mir dieser Tage Emails zu, die sie von einem Absender namens „Nazi-Leaks“ erhalten hatten. Ich weiß nicht, ob es sich um den „Nazi-Leaks“ handelt, jedenfalls gibt er sich dafür aus. Darin stand zu lesen:[weiter, noch 1,343 Wörter]
Ausländergang greift linkes Wohnprojekt „Scherer8″ an
Berlin-Wedding, Sonnabend, den 4. Februar, um ca. 4:15 Uhr. 30 Anhänger der „Streetfighters“, einer kurdisch-libanesischen Gang, greifen das linke Wohnprojekt „Scherer8″ mit Eisenstangen und Baseballschlägern an. Der Tagesspiegel schreibt, die Angreifer wollten Schutzgeld erpressen. Die Angegriffenen hingegen sind sich uneinig, wie sie nun vorgehen sollen.[weiter, noch 282 Wörter]








