Alle Beiträge von Ellen Kositza

Das war´s. Diesmal mit: Coolen Eltern, Herrn Holle und der Frage, ob man Kindern lieber Puschkin oder Homosexualität nahebringen sollte

15.12. 2013

Merkwürdiges Zwischenreich entdeckt beim Besuch eines Hallenbades in der Provinz. War mit den Kleinen planschen in einem vorortmäßigen Großdorf namens Maintal. Zwischen Schwimmerbecken und Kleinkindbereich stehen zwei Regale. Darin nicht etwa die üblichen Lesezirkelausgaben mit Gala und Bunte, sondern eine knappe Hundertschaft echter Bücher. Im winzigen Hallenbad:

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Das war´s. Diesmal mit: dem neuen Schwarzer-Museum, Robbie Williams vs. Freiwild und negativen Stolpersteinen

8.12. 2013

Reste der Zeit harren der Lektüre, sie liegen in der Sauna und sind schon knittrig. In der vorwöchigen Ausgabe hatten sie einen  Grundsatzartikel von Alice Schwarzer zur Prostitutionsdebatte abgedruckt. Und jetzt, in der aktuellen Ausgabe, das: Das turmhohe Alice-Schwarzer-Museum in Köln wurde eingeweiht. Mit Blaskapelle und ordentlich Prominenz, „Kai Diekmann mit schickem Dreitagebart“, Maybritt Illner, Sandra Maischberger, „beide in lila“.

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Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (V) – Kinderzimmer

Das Kinderzimmer a26486775 230x134 Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (V)   KinderzimmerErik Lehnert – Werner Hörnemann: Die gefesselten Gespenster. Eine ziemlich komische Geschichte um sieben Jungen, zwei Tiere, ein Auto und einen Spuk. Der Untertitel sagt bereits, worum es geht: um Freundschaft und Abenteuer. Das Buch gibt es leider nur als Reprint. (193 Seiten, 14.90 Euro)
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Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (IV) – Dachboden

Dachbodenfund 230x172 Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (IV)   Dachbodentz Kubitschek –  Vor Jahren fragte ich bei Klett Cotta an, ob ich nicht diese lange vergriffene, fast unbekannte Novelle Ernst Jüngers neu auflegen dürfe in meinem Verlag. Ich durfte nicht, und so ist Sturm (72 Seiten, broschiert, 10.95 €) – vielleicht durch meine Frage angeregt – nun bei Klett erschienen: eine expressive Kriegsschilderung, ein Schlüssel zum Verständnis Jüngers.

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Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (III) – Rüstkammer

Ruestkammer1 230x173 Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (III)   RüstkammerGötz Kubitschek – Siegfried Gerlich: Richard Wagner. Die Frage nach dem Deutschen (Karolinger, 224 S., 24 €). Wagner hat die im Untertitel gestellte Frage bekanntlich so beantwortet: Deutsch sein heiße, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun. Ist das die Schönheit des Zweckungebundenen? Folgt daraus die Unvergänglichkeit des zweckungebundenen Schönen, das an keiner nationalen Konkretion hängt? Gerlich lesen – er und Wagner wissen es![weiter, noch 646 Wörter]

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Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (II) – Salon

salon 230x167 Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (II)   SalonBenedikt Kaiser – Alex Kurtagic: Warum Konservative immer verlieren (Schnellroda 2013, leider seit heute vergriffen!). Ein Bändchen, über das nicht nur im Bekanntenkreis viel diskutiert wurde, weil es das Fehlen konservativen Erfolges auch und vor allem an den Unzulänglichkeiten des eigenen Milieus analysiert. Daneben ein leidenschaftliches Plädoyer für eine „virile Gegenkultur“, gepaart mit klugen Überlegungen zur Rolle von Emotionen im metapolitischen Feld.[weiter, noch 470 Wörter]

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Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (I) – Ohrensessel

hoerbuch 205x200 Sezessionistische Weihnachtsempfehlungen (I)   OhrensesselEllen Kositza – Das Märchen ist zu Ende. Annäherungen an Emmy Hennings. Die Hennings (1885-1948) war eine Verrückte, eine Haltlose, eine Erlösungssüchtige. Hure, Diebin, Dichterin, vielfachbegehrte Muse, katholische Konvertitin, Gattin von Hugo Ball seit 1920,  Eremitin. Hier haben wir eine Collage aus Texten von und über EmmyHennings-Ball, die die markerschütternde Vielfalt ihrer Zustände abbildet. 176 Minuten, zwölfseitiges Booklet mit zahlr. Abb., 23.99 €.[weiter, noch 354 Wörter]

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Das war´s – die Woche im Überblick, diesmal mit: Stefan Dschordsch, Regenbogenmädchen und attraktiven Perspektiven für moderne Rechtsextremisten

1.12. 2013 – Zu siebt im Kino, wir stellen damit die Mehrheit im Vorführsaal. Auf dem Weg sind wir am Cine-Dings vorbeigekommen, dort standen sie Schlange. Wofür wohl? Für die Eisprinzessin-Völlig unverfroren? Für den Breakdancefilm The Battle of the Year? Der unterschiedliche Zuschauerstrom spricht Bände über den Filmgeschmack der Studentenstadt Halle.

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Nicht nachäffen: Freischütz in Mannheim

 Nicht nachäffen: Freischütz in MannheimEs kommt vor, daß der pater familias den Kindern und der Hausherrin verkündet, er habe nun wieder ausreichend Bücher verkauft. Man dürfe über Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe nachdenken. Ein kakophones Stimmengewirr pflegt sich zu erheben: McDonald! Cinemaxx! Einkaufscenter! Es ist wie immer: Bald obsiegt die melancholische Altstimme des zweitältesten Fräuleins. Sie hat den längsten Atem. Sie hat „Oper!“ gerufen, aus Herzenstiefen: also Oper.[weiter, noch 1,689 Wörter]

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