Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Es ist ja verführerisch, nach den Anschlägen von Paris darauf hinzuweisen, dass wir, also die Islamkritiker, es ja schon immer gesagt haben. Und in der Tat: Wir haben schon immer gesagt, dass zahlenmäßig starke moslemische Minderheiten mit Notwendigkeit Gruppen hervorbringen werden, die versuchen, die Scharia mit Gewalt durchzusetzen. Es ist verführerisch, die Anschläge von Paris als bloße Bestätigung aufzufassen, dass wir damit Recht haben. Denn wir haben Recht, und es ist nicht nur verführerisch, sondern legitim und notwendig, dies auch öffentlich zu sagen.

Trotzdem sollte man stutzig werden, wenn Attentäter ihre Ausweise im Fluchtauto vergessen und ein ermittelnder Kommissar mitten in den Ermittlungen „Selbstmord“ begeht:

Ein hochrangiger Kommissar, der an den Ermittlungen des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und den nachfolgenden Ereignissen beteiligt war, hat nach französischen Medienangaben Suizid begangen. Nach Angaben der Polizeigewerkschaft soll er an Depressionen gelitten haben.

(…)

Für die Ermittler rund um den Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und die nachfolgenden Geiselnahmen ist dies ein herber Verlust. Der Kommissar befragte kurz vor der Tat noch die Familie eines der Opfer, stellte jedoch den Bericht nicht mehr fertig, wie TV France 3 berichtet…

[Quelle: contra-magazin.com]

Man sollte auch stutzig werden, wenn man sieht, wie behende führende Politiker westlicher Länder einschließlich der BRD die Gelegenheit beim Schopf packen, weitere Einschränkungen der Bürgerrechte zu fordern, selbstredend nur zur besseren Bekämpfung des Terrorismus…

Dieselben Politiker, die den Islam (und damit automatisch auch den Islamismus) in Gestalt moslemischer Masseneinwanderung erst ins Land geholt haben und Kritik daran kriminalisieren,

dieselben Politiker, die mit der Entfesselung von Kriegen in und gegen islamische Länder ein gigantisches Real-Life-Ausbildungszentrum für Dschihadisten aus Europa eröffnet und damit dafür gesorgt haben, dass dort eine ganze Generation von Todesschwadronen ausgebildet wird,

dieselben Politiker, die damit bestenfalls ihre völlige Inkompetenz so drastisch unter Beweis gestellt haben, dass sie von Verrat nicht zu unterscheiden ist,

diese selben Politiker also verlangen von uns, dass wir auf den verbliebenen Rest unserer Bürgerrechte auch noch verzichten sollen, um ihnen den „Kampf gegen den Terrorismus“ anzuvertrauen.

Wir wissen nicht, ob die moslemischen Attentäter von Paris wirklich autonom handelten und die Politik die Anschläge nur als jene Art von Gelegenheit auffasst, die bekanntlich Diebe macht – oder ob außer den unmittelbaren Tätern und der islamistischen Szene noch andere Kräfte ihre Finger im schmutzigen Spiel haben.

Wir wissen nur eines: Falls von politischer Seite eine Strategie der Spannung verfolgt wird mit dem Ziel, Panik zu schüren und einen Mini-Bürgerkrieg zwischen autochthonen Europäern und Moslems zu inszenieren, um den Überwachungsstaat auf Kosten der Überreste des Rechtsstaates auszubauen, so waren die Anschläge von Paris für diese Strategie eine Steilvorlage.

Es ist verführerisch, jetzt auf der Woge der Empörung mitzuschwimmen und sich ausschließlich auf den Islam einzuschießen. Es ist verführerisch – und falsch! Gewiss gibt es für uns Islamkritiker keinen Anlass, irgendetwas von dem zurückzunehmen, was wir über den Islam geschrieben haben. Eines darf man jedoch niemals aus den Augen verlieren:

Der Bürgerkrieg, der tatsächlich schon im Gange ist, ist kein Krieg zwischen uns und den Moslems, sondern ein Kalter Bürgerkrieg von oben, der von den Herrschenden gegen das Volk geführt wird, und zu dessen Hauptwaffen die Überflutung Europas mit Einwanderern gehört. Es ist ein Krieg gegen die Identität, die Rechte und freiheitlichen Errungenschaften der Völker Europas, die nun dem selbstgezüchteten Moloch „Multikulturalismus“ zum Opfer fallen sollen. Wir wissen nicht, wer alles bei den Anschlägen von Paris die Finger im Spiel hatte. Wir wissen aber in jedem Fall, an wessen Händen das Blut der Opfer klebt, und dass dies nicht nur die Hände der unmittelbaren Täter sind.

Die Antwort der oppositionellen Szene muss sich daher gegen die Herrschenden richten. Jetzt auf die Moslems loszugehen, wäre ungefähr so klug wie das Verhalten eines Stiers, der auf das rote Tuch losgeht statt auf den Torero. Ein Stier, der mit Klugheit begabt wäre, würde den Torero angreifen – und anschließend aus der Arena ausbrechen, um sich deren Betreiber vorzuknöpfen.

4 Antworten auf Vorsicht, Falle!

  • Hallo Manfred, schön wieder was von Dir in Deinem Blog zu lesen! Zum Thema: Ich finde es erstaunlich, wie geschickt ARD und ZDF-Mitarbeiter das Seil auffangen und von „Freiheit, Gleichheit usw.“ faseln https://www.facebook.com/video.php?v=10153011536485680&set=vb.112784955679&type=2&theater Und hier ist auch schon die erste Forderung nach Einschränkung unserer Freheiheiten: https://www.facebook.com/video.php?v=10153004852370680&set=vb.112784955679&type=3&theater Das „Interview“ dieser beiden ARD und ZDF-Mitarbeiter mit diesem Innnenminister ist sehr aufschlussreich. Dieser Innenminister pass allerdings sehr gut zur CDU.

  • Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Bin am Formulieren einer Theorie der Spannung, warum also gewisse Eliten mit aller Gewalt (im wahrsten Sinne des Wortes!) den Unfrieden in die Gesellschaft hereintragen wollen. Im Falle NSU, z.B.(!), ist das offensichtlich: es gibt im Osten Deutschlands Linke und Rechte, und mit der „NSU“ hat man nun „gezeigt“, dass die „Rechten“ viiel schlimmer sind, da sie „morden“ => dass da wirklich ein paar Leute, sogar eine Polizistin, draufgingen ist Kollateralschaden (und lässt sich, mit dem richtigen spin willfähriger Medien, auch noch politisch ausbeuten).
    Im Falle der Pariser Islamistenmorde möchte ich noch auf ein weiteres, französisches Spezifikum aufmerksam machen: die französische Wirtschaft bzw. das gesamte „französische Modell“ ist am Ende. Fini. Während Deutschland sich bekanntlich mit den „Reformen“ (Hartz IV etc.) Zeit erkauft bzw. sich am eigenen Schopfe ein Stück weit aus dem (ökonomischen) Morast gezogen hat lief in Frankreich der sozialistische Irrsinn ungebremst weiter (allgemein verplichtende 35-Stunden-Woche, seit Hollande Rente ab 62 etc.). Die parallel immer weiter steigenden Abgaben drüben (und neue Abgaben und Steuern auf Abgaben und und) hat ja bereits zu Widerstandsbewegungen geführt (von denen die Lügenpresse so gut wie nichts berichtet).
    Das Frankreich trotzdem zu den „starken“ Pfeilern der EU zählen möchte -also nicht zu den Fußkranken Südeuropäern wie z.B. Italien- setzt dem Ganzen in gewisser Weise die Krone auf (ist aber auch spieltheoretisch verständlich, denn als „Starker“ begegnet man den Nordländern inkl. den Deutschen auf Augenhöhe). Die Frage ist: wann legt Frankreich wie den Offenbarungseid ab? „Rien ne va plus“, wir sind pleite, die Depardieus dieser Welt haben das Land längst verlassen…?
    Und siehe da, schon kommt das alterprobte Rezept zum Einsatz: hast du Schwierigkeiten im Innern, inszeniere einen netten kleinen Krieg und versammle die Nation hinter dir.
    Kurz: wenn man es nicht besser wüsste (man ist ja schließlich kein Verschwörungstheoretiker, nicht wahr?) könnte man postulieren, dass diese Anschläge der herrschenden Clique ganz recht kommen.
    Leider kann ich das alles aus Zeitgründen nur ganz flüchtig anreißen. Trotzdem.

  • Netter Artikel. Schade, dass ich keinen Link dazu auf pi finde. Andererseit klicken pi-Leser meiner Erfahrung nach in der Regel sowieso nichts an. Leider.

    Im Grunde will ich für die Verbreitung eines Text werben, der thematisch passt:
    https://genozidistbunt.wordpress.com/2015/01/21/je-suis-anonymous/

  • Wie aufs Stichwort liefert der von mir sehr geschätzte Roland Woldag eine Erklärung des Grauens. Wie ich immer sage: Staat ist ein Synonym für das Böse, und je mehr Staat (=Sozialismus) es gibt, schlimmer die Zustände. Um 1900 lag der Staatsanteil bei 5-10%, heute bei 40-60% (das ist immer auch ein wenig eine Meßproblematik).
    Wäre übrigens mal eine Anregung an virOblationis („Deutschland kontrovers“): wie kam -im Gefolge von Adam Smith und vor allem David Ricardo- die Freihandelsbewegung und die Abkehr vom Merkantilismus zustande, so dass sie in den ersten 2 Dritteln des 19. Jahrhunderts zur dominierenden wirtschaftspolitisch-gesellschaftlichen Doktrin werden konnte? Wie sind aus heutiger Sicht geradezu lächerliche Staatsanteile von 2-5% (um 1900 war man da bereits -leider!- schon wieder im ‚Aufwärtstrend‘) zu erklären? Wer war und wie erklärt sich der Erfolg von Friedrich List?

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