Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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von virOblationis In „Erkenntnis und Interesse (1968)“ hat Habermas seine Gedanken noch vergleichsweise verständlich ausgedrückt. Dennoch findet sich auch dort bereits die Tendenz, Sachverhalte mittels Näherbestimmungen mehrfach einzuhüllen wie in einer russischen Schachtelpuppe. So weist Habermas z.B. auf Marx‘ Satz von der Bildung der fünf Sinne als Arbeit der ganzen bisherigen Weltgeschichte [im dritten der […]

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Eine Antwort auf Nach der Frankfurter Schule 1d: Habermas (4. Teil)

  • Habermas gilt wohl in katholischen Kreisen als „heilig gesprochen“, seit er 2004 mit Joseph Ratzinger ein spektakuläres Gespräch führte. Das aktuelle VATIKAN-MAGAZIN erinnert daran. Die beiden hätten das Verhältnis von Religion und Vernunft neu „vermessen“. „Zwar beharrte Habermas auf einer „nicht transzendenten“ Vernunft, doch nur als einem methodisch eng zugeschärften Instrument von Wissenschaft. Keineswegs aber müsse der beschränkende Blick zur beschränkten Weltsicht gerinnen; Wissenschaft könne über eine religiöse Weltdeutung nichts entscheiden. In dieser Trennung von (natur)-wissenschaftlicher Teilsicht und religiöser Deutung des Gesamten öffnete sich – gegen alte Borniertheiten – das Fenster zu einem neuen Austausch. Der Kardinal stimmte zu: „Wir hatten gesehen, daß es Pathologien in der Religion gibt, die höchst gefährlich sind und die es nötig machen, das göttliche Licht der Vernunft sozusagen als ein Kontrollorgan anzusehen, von dem her sich Religion immer wieder neu reinigen und ordnen lassen muß. (..Aber es gibt) auch Pathologien der Vernunft, eine Hybris der Vernunft, die nicht minder gefährlich (…) ist: Atombombe, Mensch als Produkt. Deswegen muß umgekehrt auch die Vernunft an ihre Grenzen gemahnt werden und Hörbereitschaft gegenüber den großen religiösen Überlieferungen der Menschheit lernen. Ich würde demgemäß von einer notwendigen Korrelationalität von Vernunft und glaube, Vernunft und Religion sprechen, die zu gegenseitiger Reinigung und Heilung berufen sind und die sich gegenseitig brauchen und sich gegenseitig anerkennen müssen.“ Als Papst fand er für einen solchen Austausch das schöne Wort vom „Vorhof der Heiden“ im Jerusalemer Tempel: Der Zugang war offen für alle, doch gab es auch eine Tür, die ins Innere des Heiligtums führte.“

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