Nach der Frankfurter Schule 1c: Habermas (3. Teil)

von virOblationis Habermas‘ bedeutendste Veröffentlichung der sechziger Jahre bildet „Erkenntnis und Interesse (1968)“, an der er ab 1964 in Frankfurt lehrend arbeitete. Es geht darin um die philosophische Erfassung von Subjekt und Objekt und die davon abgeleiteten Konsequenzen für die Gesellschaft. – Im Hintergrund steht die Entwicklung der neuzeitlichen Philosophie, der keine Erfassung sowohl des […]

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Ein Gedanke zu „Nach der Frankfurter Schule 1c: Habermas (3. Teil)“

  1. Die Sache mit Habermas ist ganz simpel. Da der ökoniomische Marxismus in Gestalt der Studentenbewegung zu primitiv war (was Habermas durchaus ehrlich empfunden haben mag), mußte Habermas eine Theorie entwickeln, die eine neue Grundlage für die autorisierte Verwirklichung der Emanzipations-Utopie liefern konnte. Im Vulgärmarxismus ist ja die richtige Erkenntnis der Realität gewährleistet wenn , sich auf den Standpunkt des Proletariats stellt. Der Gegner sind die ideologisch verblendeten bürgerlichen Ideologen (also damals die echten Soziologen, die empirischen Wissenschaftler wie Bolte,, Scheuch´, Schelsky usw.). Diesen empirisch arbeitenden Wissenschaftlern fehlt halt das emanzipative Erkenntnisinteresse, sie betreiben Wissenschaft im Sinne der Herrschenden. Habermas aber hat die kritische Methode, die das richtige emanzipative Erkennisinteresse, dass die richtigen Erkenntnisse zur Befreiung des Objekts zum Subjekt hin liefert. Das ist also nichts anderes als eine versteckte Aufwärmiung der marxistischen Ideologietheorie die das Erkenntnisinteresse in zwei Standpunkte, den bürgerlichen und den des Proletariats teilt. Und die richtigen Erkenntnisse sind halt die des proletarischen (sprich des Habermasschen Wunschdenkens). Standpunktes. Eine totalitäre Erkenntnistheorie..Habermas mag dies Unzulänglichkeit erkannt haben und ist dann zur idealen Kommunikationssituation übergegangen. Da will ich jetzt nicht weiter drauf eingehen. Denn wie die ideale Kommunikationsgemeinschaft aussieht, kann man heute an den gleichgeschalteten MSM sehen. Habermas hat sein Ziel erreicht. Alle außer den Rechtspopulisten und Schlimmeren sind sich hinsichtlich der Metaideologie der Gesellschaft bzw. der Gutmenschenideologie, einig. Aber ich weiß gar nicht, ich meine Habermas äußert sich nicht, ob die ideale Sprechsituation erreicht ist. Da alle einig sind (Großkapital, Politik, Antifa) müßte es eigentlich der Fall sein. Ansonsten müßte er die verzerrungen klären. Wenn sich aber alle einig sind, was soll da die Verzerrung sein? Eigentlich eine schwierige Situation für Habermas..

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