Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Liebe Freunde,

Den heutigen Nationalfeiertag als „Tag der Patrioten“ zu begehen, ist in der real existierenden BRD des Jahres 2013 eine erstrangige Provokation, und genau das soll es auch sein. Ihn als „Tag der Patrioten“ zu begehen, heißt nämlich: einen Kontrapunkt setzen, heißt dagegen protestieren, dass die politische Klasse diesen Tag dazu missbraucht, sich selbst in Szene zu setzen und in schwülstiger Floskelsprache eine Ideologie zu verbreiten, die sich gerade gegen die deutsche Nation und deren Fortbestand richtet. Der Nationalfeiertag gehört dem Volk. Er gehört nicht den Herrschenden. Er gehört der Nation, nicht denen, die an ihrem Verderben arbeiten.

Einen Kontrapunkt zu deren Selbstbeweihräucherung zu setzen heißt, die Lage der Nation und die Lage der Republik in der klaren Sprache zu beschreiben, die die Herrschenden wohlweislich nicht sprechen, weil sie wissen, wie schlecht sie dann aussehen würden. Eine solche Beschreibung ist leider wenig erbaulich, aber wir sind es uns – und vor allem unseren Kindern und Enkeln – schuldig, uns ihr zu stellen.

Als am 3. Oktober 1990 die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes beitrat, glaubten wir alle, Deutschland sei angekommen, im Frieden mit sich und im Frieden mit seinen Nachbarn. Die Nation, der man versucht hatte, zwei einander entgegengesetzte künstliche, ideologisch konstruierte Identitäten aufzuschwatzen, schien endlich wieder zu sich selbst gekommen zu sein. Und spätestens nach dem Regierungsumzug, wenn man abends am Reichstag vorbeikam und an den von innen beleuchteten Fenstern ablesen konnte, dass hier tatsächlich ein gewähltes gesamtdeutsches Parlament arbeitete, glaubten wir allen Grund zu haben, politisch glücklich zu sein und zu denken: Wir sind wirklich und wahrhaftig wieder da! Es gibt uns wieder als Nation!

Am 3. Oktober 1990 ahnten wir nicht, welche Rechnung uns für die Wiedervereinigung präsentiert werden würde, und dass wir diese Wiedervereinigung teurer bezahlen würden als „nur“ mit dem Verlust der Währungshoheit (was schlimm genug gewesen wäre).

Wir ahnten nicht, dass die scheinbare Wiederauferstehung der deutschen Nation nur die politischen Voraussetzungen dafür schaffen sollte, diese Nation genau wie die übrigen Völker Europas aus der Weltgeschichte verschwinden zu lassen.

Wir ahnten nicht, dass wir die Wiedervereinigung mit dem Verlust unserer demokratischen Rechte bezahlen sollten, und dass unsere Politiker uns die gerade erst gewonnene nationale Souveränität sogleich wieder abgaunern würden.

Als die DDR zusammenbrach, glaubten wir alle, nun sei es in Deutschland endlich, endlich vorbei mit Gesinnungsschnüffelei, Gesinnungsjustiz und Gesinnungsterror. Wir glaubten, es sei endlich vorbei mit einer politisch gelenkten, allgegenwärtigen dröhnenden Propaganda aus gestanzten stereotypen Phrasen, die die menschliche Intelligenz beleidigen. Wir glaubten, es sei endlich vorbei mit flächendeckender geheimdienstlicher Überwachung. Wir glaubten, mit der DDR sei auch das Spitzel- und Denunziantenunwesen verschwunden.

Wir glaubten, es werde in Deutschland nie wieder möglich sein, dass Menschen gezwungen sind, aus Angst vor Repressalien ihre Meinung für sich zu behalten, wir glaubten, nie wieder werde in Deutschland irgendjemand gezwungen sein, sich selbst zu erniedrigen, indem er seine öffentliche Sprache den Sprachregelungen einer herrschenden Klasse anpasst und deren leere Phraseologie nachplappern muss. Wir glaubten, nie wieder würden Bonzen sich anmaßen können, sich selbst zu Erziehern ihrer Mitbürger aufzuschwingen, und nie wieder werde es einen Umerziehungs- und Bevormundungsstaat geben.

Wir glaubten, nie wieder würden Machthaber uns daran hindern können, mit unserer eigenen Stimme und in unserer eigenen Sprache das auszusprechen, was wir mit unserem eigenen Kopf denken. Und wir glaubten, es werde in Deutschland nie wieder möglich sein, dass Eltern sich überlegen müssen, was sie am Mittagstisch zu ihren Kindern sagen, weil die Kleinen es sonst in der Schule ausplaudern könnten.

Wir hätten mit anderen Worten das, was heute Wirklichkeit ist und sich zu einem immer beklemmenderen realen Alptraum auswächst, niemals für möglich gehalten!

Wir hatten Vertrauen zu Politikern, die schließlich allesamt einen Eid geleistet hatten, ihre Kraft dem Wohl des deutschen Volkes zu widmen, seinen Nutzen zu mehren, Schaden von ihm zu wenden und das Grundgesetz zu wahren und zu verteidigen.

Daher wussten wir nicht, dass wir die Rechte, die wir als Volk, als der Demos der Demokratie der Politik gegenüber hatten, Schritt für Schritt an die Europäische Union verlieren sollten, und nicht nur an diese. Wir wussten nicht, dass die Politik der Masseneinwanderung dazu bestimmt war, niemals zu enden, deren ungehemmter Fortgang uns zu Fremden im eigenen Land machen wird. Wir wussten nicht, dass Opposition zu diesem Kurs kriminalisiert werden würde, und dass der Staat, wo er bei der Verfolgung solcher Opposition an die Grenzen der Rechtsstaatlichkeit stößt, linksradikalen Abschaum einspannen würde, damit der die Drecksarbeit verrichtet, die dem Staat selber verboten ist.

Die BRD ist ein Staat, der die ideologische Apartheid gegen die Sachwalter der Interessen des eigenen Volkes zur Grundregel der Politik erhoben hat. Sie ist ein Staat, in dem die Parteigänger der Interessen von Kinderschändern definieren, was öffentliche Moral zu sein hat; in dem Anhänger ausgerechnet der Scharia, und zwar unter dem Beifall der politischen Klasse einschließlich der Medien, uns darüber belehren dürfen, was unter „Toleranz“ zu verstehen sei; in dem ein Chor von Machthabern und deren Schranzen und ideologischen Claqueuren diejenigen ihrer Untertanen zu ihrer „Zivilcourage“ beglückwünscht, die sich dazu hergeben, die berufliche Existenz eines Andersdenkenden zu vernichten; ein Staat, in dem die gleichen – und zum Teil sogar dieselben – Leute, die in den siebziger und achtziger Jahren mit urliberalen Argumenten dafür gekämpft haben, dass Kommunisten Lehrer werden können, sich heute für engagierte Demokraten halten, wenn sie wieder einmal mit dem Segen der Obrigkeit verhindert haben, dass etwa ein NPD-Mann Schornsteinfeger wird.

Wir leben in einem Staat, zu dessen politischer Kultur es gehört, dass infantile Persönlichkeiten als öffentliche Autoritäten und moralische Instanzen mit dem Anspruch auftreten, ihre Mitbürger zu zensieren und umzuerziehen, diesmal aber nicht auf der Basis marxistischer Ideologie, sondern einer zur Ideologie erhobenen gewollten Infantilität und einer dazu passenden süßlichen, klebrigen, verlogen-gefühligen Sprache (all diese Sprüche über „Buntheit“ und „Willkommenskultur“ und „verletzte Gefühle“) – aber mit demselben knallharten totalitären Machtanspruch wie die SED.

Und so kommt es, dass zur politischen Kultur dieses Staates eben auch die öffentliche Heuchelei gehört, die allgegenwärtige öffentliche Lüge: In der Sprache der BRD heißt Intoleranz „Toleranz“, heißt Konformismus „Nonkonformismus“, heißt das Herumtrampeln auf oppositionellen Minderheiten „Zivilcourage“, und heißt die bornierte, um nicht zu sagen betonierte Ignoranz gegenüber den Eigenarten fremder Kulturen „Weltoffenheit“.

Wir haben es mit einer Orwellschen Sprache zu tun, die, genau wie die Sprache der DDR, von schablonenhaften Sprachregelungen, von Floskeln und von Phrasen lebt, weil die in ihr formulierte Ideologie die Konfrontation mit der Wirklichkeit keine Sekunde überleben könnte, und zwar deshalb nicht, weil sie in sich nicht das kleinste Körnchen Wahrheit trägt.

Zu einer solchen Kultur der organisierten öffentlichen Lüge und der zur Staatsbürgertugend erhobenen geistigen Retardierung passt es, dass Schwachköpfe, denen die elementaren Grundlagen logischen Denkens fremd sind, öffentlich als „Intellektuelle“ posieren und als solche ernstgenommen werden; dass linke Verfassungsfeinde sich als Verteidiger der Demokratie aufführen; dass Agitpropkäseblätter, mit denen man sich nicht einmal den Hintern abwischen könnte, ohne dessen Intelligenz zu beleidigen, sich als „Qualitätszeitungen“ verkaufen; dass Presse und Fernsehen, dass also die „Vierte Gewalt“ in den Händen von Leuten liegt, die von ihr in demselben Geiste Gebrauch machen wie Roland Freisler von der Dritten; und dass noch der charakterloseste Opportunismus, der schäbigste Konformismus, die vulgärste Karrieregeilheit als „demokratisches Engagement“, als „Mut“, als „Zivilcourage“ daherkommen. Die politische Kultur dieses Staates ist geprägt von einem Kartell von alten Huren, die sich gegenseitig ihre Jungfräulichkeit bescheinigen, ohne dass einer lacht.

In einer solchen politischen Kultur findet es auch niemand merkwürdig, dass maßgebliche Repräsentanten des Staates ungerügt und ungestraft zum Rechtsbruch gegen Andersdenkende aufrufen können, und dass niemand zu merken scheint, was sie damit dokumentieren: nämlich dass die BRD in ihrer Eigenschaft als demokratischer Rechtsstaat langsam, aber sicher von innen verrottet.

Diese Degeneration, diese Zersetzung der demokratischen Substanz, findet nicht etwa von alleine statt: Der Fisch stinkt vom Kopfe her. Es werden ja nicht irgendwelche Phrasen gedroschen, nicht irgendwelche Lügen verbreitet, nicht irgendwelche Interessen kriminalisiert und nicht irgendwelche Oppositionellen verfolgt.

Die Ideologie, von der die öffentliche Sprache der BRD durchsetzt ist, ist genausowenig interessenneutral wie irgendeine andere Ideologie, und sie ist es umso weniger, als sie sich als Verkörperung des schlechthin „Guten“ ausgibt. Wer das nämlich tut, der sagt damit zugleich, dass er der Meinung ist, ihm sein alles erlaubt, auch jedes Verbrechen.

Welchen Zielen diese Ideologie dient, erkennt man daran, wen sie als Feind markiert: Ihr Feind ist Jeder, der möchte, das unser Volk das Land, das von unseren Vorfahren – und von sonst niemandem! – aufgebaut worden ist, als sein eigenes behält; ihr Feind ist Jeder, der nicht ein Fremder im eigenen Land sein möchte; Jeder, der das Interesse des eigenen Volkes an seinem Fortbestand artikuliert; Jeder, der an der traditionellen Auffassung von Ehe und Familie festhält, von denen dieser Fortbestand abhängt; Jeder, der die offensichtliche Tatsache ausspricht, dass Freiheit und Demokratie nur auf dem Boden einer einzigen Kultur entstanden und gediehen sind, nämlich unserer eigenen; und Jeder, der demgemäß glaubt, dass die mutwillige Implantation fremder Kulturen, auch solcher, in denen nicht einmal die Sklaverei als verwerflich gilt, die kulturelle Grundlage zerstört, auf denen die Errungenschaften der liberalen Moderne beruhen.

Eine Ideologie, die solche Einstellungen als feindlich und böse markiert, sagt damit zugleich, welchen Zielen sie selbst dient: Die Völker Europas – denn es geht hier nicht nur um Deutschland – sollen nicht mehr Herren im eigenen Haus sein, sie sollen zu Minderheiten – und zwar zu benachteiligten Minderheiten – in ihren eigenen Ländern werden, ihre Kultur soll zerstört werden, und die freiheitlichen Errungenschaften gleich mit. Was die politische Klasse des Westens den Völkern Europas zugedacht hat, ist nicht weniger als der Volkstod.

Die auf allen Kanälen unentrinnbar verbreitete verquaste Ideologie der herrschenden Klasse, die auf den ersten Blick so inkonsistent zu sein scheint, weil ihre einzelnen Bestandteile nicht zusammenzupassen scheinen, wird völlig verstehbar und dann auch widerspruchsfrei, wenn wir sie nicht als Versuch auffassen, die Wirklichkeit zu beschreiben, sondern als ideologische Verbrämung und Rechtfertigung eines bestimmten Programms: Dieses Programm ist der an den Völkern Europas vollzogene Kalte Genozid.

Dieser Genozid ist nicht etwa Selbstzweck, obwohl unter den maßgeblichen Akteuren etliche sind, die tatsächlich vom Hass auf die Völker Europas, gegebenenfalls auch das eigene, getrieben sind. Andere sind einfach korrupt und gewissenlos und machen die Art von Politik, die von ihnen erwartet wird, weil sie dadurch Karriere machen. Dieser Typus dürfte bei unseren Politikern, vor allem denen aus dem bürgerlichen Spektrum am häufigsten vertreten sein. Vor allem bei den Linken findet sich darüberhinaus häufig der Typ des ideologischen Überzeugungstäters, der allen Ernstes glaubt, man könne das Paradies auf Erden dadurch herbeizwingen, dass man die vorhandene Gesellschaft zerstört: dass man Grenzen niederreißt, Staaten in supranationalen Molochen wie der EU auflöst, Völkerwanderungen herbeiführt, die Familie zerstört und die christliche Religion bestenfalls zu einem satirischen Zerrbild ihrer selbst erniedrigt.

Mit den Staaten, den Völkern, der Familie und der Religion werden aber genau die Strukturen zerstört, die menschliche Solidarität ermöglichen. Die zerschmetterte, die atomisierte Gesellschaft ist der Boden, auf dem der Totalitarismus blüht, und er ist zugleich der Boden, auf dem ein entfesselter Globalkapitalismus hemmungslos wüten kann.

Und diejenigen vergleichsweise winzigen Gruppen, die von beidem profitieren, sind die einzigen, die ein wirkliches eigenes Interesse an dieser Politik haben, und die dazu weder gekauft noch ideologisch indoktriniert werden müssen.

Die anderen – die Linken, die Moslems, die Schwulenlobby, die Genderweiber, die Ideologieproduzenten an den Universitäten, die lügenden Journalisten, die opportunistischen Bischöfe, die Nutznießer der Sozialindustrie und vor allem: die korrupten und verräterischen Funktionsträger der etablierten Politik, sind kaum mehr als Mitesser, Trittbrettfahrer und nützliche Idioten. Deshalb sind sie aber noch lange nicht ungefährlich, ganz im Gegenteil: Die Politik der Vernichtung der europäischen Zivilisation würde ohne diese Leute nicht funktionieren.

Die Herren des globalen Großkapitals werden wir von hier aus nicht bekämpfen können; das kann, wenn überhaupt jemand, dann höchstens das amerikanische Volk, nicht das deutsche. Wir können aber sehr wohl dafür sorgen, dass unser Land ihnen nicht als Kolonie und als Spielwiese für ihre machtbesoffenen Pläne zur Verfügung steht, und zwar, indem wir ihren Helfershelfern und Statthaltern im eigenen Land das Handwerk legen!

Die Hoffnungen, mit der wir am 3. Oktober 1990 in die Zukunft gesehen haben, die Hoffnung, ein freies Volk in einem freien Land zu sein, ist auch heute, und heute mehr denn je, nicht mehr als eine Hoffnung.

Sie ist aber auch nicht weniger als eine Hoffnung, sie ist kein Hirngespinst. Es lohnt sich, darum zu kämpfen, dass wir eines Tages an einem 3. Oktober sagen können: Ja, wir sind ein freies Volk.

Diesen Kampf zu führen heißt nicht, sich Illusionen hinzugeben oder sich die Dinge schönzureden. Unsere Chancen, diesen Kampf zu gewinnen – das wissen wir alle – stehen nicht gut. Und dennoch werden wir diesen Kampf führen! Wir werden dieses Deutschland, das uns anvertraut ist, das wir von unseren Vorfahren geerbt und von unseren Enkeln nur geliehen haben – wir werden dieses Land um nichts auf der Welt preisgeben! Und wir würden diesen Kampf sogar dann führen, und würden ihn sogar dann nicht für sinnlos halten, wenn wir positiv wüssten, dass wir ihn verlieren. Denn selbst wenn er keinen anderen Sinn hätte: Er hätte zumindest den Sinn, dass wir an dem Tag, wo unsere Enkelkinder uns fragen „Habt ihr auch zu denen gehört, die unser Land verschleudert und unsere Zukunft zerstört haben?“, dass wir ihnen dann guten Gewissens in die Augen sehen und sagen können: NEIN! WIR WAREN ES NICHT!

14 Antworten auf Manfred Kleine-Hartlage: Rede zum 3. Oktober 2013

  • Ich unterstreiche und unterschreibe jedes einzelne Wort dieser Rede!

  • Konservativer

    Ja, es ist eine herausragende Rede. Optisch, von der Präsentation her und natürlich inhaltlich überzeugend. Wenn wir Manfred nicht hätten, dann müssten wir ihn erfinden.

    Wir kämpfen und werden weiter kämpfen, wie auch immer es ausgehen mag.

  • Klare, richtige und wohltuende Worte. Danke Manfred.

    Gruß Ulla

  • Danke Manfred – Sie sprechen mir (wieder einmal) aus der Seele!

    Ich wünschte mir, dass es bald zu einem Erwachen im größeren Stil kommt, fürchte jedoch, dass fast 70 Jahre „reeducation“ ganze Arbeit geleistet haben und viele den Volkstod gar nicht mehr als etwas Entsetzliches wahrzunehmen imstande sind, da es uns offiziell ja gar nicht mehr gibt, nur noch eine Bevölkerung. Das eigene Dasein wird nicht mehr als Teil der Generationenkette und Teil des Volkes begriffen.

    Ich denke aber, dass jeder von uns im Kleinen etwas erreichen kann, indem er im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis die richtigen Fragen stellt, die die Absurdität und Widernatürlichkeit der propagierten Ideologie sichtbar werden lässt.

    Meine Kinder lasse ich jedenfalls nicht indoktrinieren. Die werden ein Vermächtnis erhalten, das all das enthält, was ich in den letzten 4 Jahren mühsam herausgefunden habe und noch herausfinden werde.

    Gehen Sie weiter diesen Weg, Sie sind ein Feuer in dunkler Nacht!
    MahnStein

  • Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen.
    Besonders freut mich aber, daß das Video schnell und weit verbreitet wird. So steht es bereits auf „Gloria-TV“ “ the more catholic the better“ und hat dort schon 195 Klicks!
    Vielleicht geht es ja weiter so.

  • Es gibt zwei Punkte, die in der insgesamt beachtenswerten Rede nicht thematisiert werden:

    1. Die Künstlichkeit des 03. Oktobers als Nationalfeiertag.

    Das Datum knüpft weder an die erste „große“ Montagsdemonstration in Lepzig am 06.10.1989 noch an den Tag des Mauerfalls am 09.11.1989 an. Der 03. Oktober 1990 als Tag des bürokratischen „Beitritts“ der DDR, durch den die von Art. 146 GG verspochene Verfassungsgebung umgangen werden sollte, war ein von Kohl willkürlich festgelegtes Datum, mit dem verhindert werden sollte, dass die DDR ihren 41. Geburtstag als bereits demokratischer Staat feiert und damit so etwas wie eine demokratische DDR-Identität entstehen konnte.

    Weshalb sollen deutsche Patrioten gerade dieses willkürlich festgesetzte Datum als Nationalfeiertag begehen?

    Das Datum der gesamtdeutschen Erringung der Souveränität ist der 03. Oktober – gerade im Rückblick – nicht.

    2. Die Frage, warum ausgerechnet im Anschluss an die Herstellung der deutschen staatlichen Einheit die Auflösung der deutschen Nation forciert betrieben wird, beantwortet MKH nicht.

    Die Beschäftigung mit dieser Frage muss unweigerlich zur Lebenslüge der BRD führen. Entgegen dem im Grundgesetz postulierten Anspruch war die BRD nie der demokratische Nationalstaat des deutschen Volkes. Die BRD war von Anfang an ein auf einem Teilgebiet des besiegten Deutschen Reichs von den West-Alliierten gegründetes Staatskonstrukt, dessen Ziel die Abwehr der sowjetischen Bedrohung Westeuropas (durch die NATO) war. Bis 1989 brauchte man zu dieem Zweck die (West)deutschen als loyale Verbündete und musste sie deshalb in der Illusion lassen, die BRD vertrete ihre Interessen. Mit dem Ende des Kalten Krieges musste man sich in dieser Beziehung keine Zurückhaltung mehr auferlegen.

    • Konservativer

      Sehr geehrter advocat
      In eine 20 minütige Rede paßt nicht alles hinein, was es zu diesem Thema zu sagen gibt.

      Zu Punkt 2: Das sehe ich ähnlich wie Sie, würde aus heutiger Sicht behaupten, daß die BRD eher eine von den West-Allierten installierte Staatssimulation war bzw. ist. Was nicht darüber hinwegtäuscht, daß sich gegenwärtig praktisch alle europäischen Nationen auflösen. Was in Europa begraben ist, ist ein ganz dicker Hund. Gegenüber der real ablaufenden Wirklichkeit ist selbst die krasseste Verschwörungstheorie lediglich noch eine harmlose Gute Nacht Geschichte für Kleinkinder

    • ad 1: Der 3.Oktober ist nun einmal der Nationalfeiertag und damit ein nationales Symbol, wenn auch, wegen der zu Recht angesprochenen Künstlichkeit, ein schwaches. Ich folge der Strategie, dem Regime die Deutungshoheit über solche Symbole (so auch den Volkstrauertag und den 17. Juni) streitig zu machen. Wobei die Idee nicht von mir kam, sondern – Ehre, wem Ehre gebührt – von meinen Freunden aus der Berliner islamkritischen Szene, einfache Basisaktivisten, die dabei einen bemerkenswert sicheren metapolitischen Instinkt bewiesen haben.

      ad 2: Ich halte es für eine Dummheit, dass große Teile der Rechten heute noch dem Grundgesetz seine fragwürdige Herkunft vorwerfen, statt das Regime dadurch unter Druck zu setzen, dass man es auf seinen eigenen Anspruch festnagelt. Dass die BRD als Staat der Besatzer geschaffen wurde, ist zutreffend und kann an passender Stelle auch gerne thematisiert werden. Für eine konkrete politische Analyse und für die Entwicklung politischer Strategien gibt dieses Wissen aber nicht viel her. Die Besatzer haben sich (nicht vollständig, aber doch weitgehend) zurückgezogen, aber zurückgeblieben ist eine herrschende politische Elite, die sich mit „dem Westen“ vollständig identifiziert (und nicht mit dem eigenen Volk und höchstens sekundär mit dem Westen, wie die Prioritätshierarchie sinnvollerweise lauten müsste) und die insofern eine Art Kolonialregime darstellt. Die Aufgabe besteht darin, diese Elite zu stürzen, nicht das GG abzuschaffen.

      • Siehe zum Thema auch meinen Sezessionsartikel „Der antiliberale Affekt: Fundamentalismus ohne Fundament“, wo ich davor warne,

        …sich der stärksten Waffe zu begeben, die eine politisch marginalisierte Opposition gegen die Anmaßungen der herrschenden Kaste überhaupt ins Feld führen kann, nämlich daß deren Aktionen schlicht und einfach illegal sind. Dies ist ungefähr so klug, als würde ein Ertrinkender den ihm zugeworfenen Rettungsring ablehnen, weil er aus politischen Gründen die Herstellerfirma zu boykottieren entschlossen ist. Auch hier ist es eine abstrakt richtige Kritik am liberalen Verfassungsstaat, die den Kritiker dazu verleitet, das einmal erreichte Abstraktionsniveau nicht mehr zu verlassen und dabei den Boden unter den Füßen zu verlieren. Abstrakte Fundamentalkritik ist keine politische Analyse und kann sie auch nicht ersetzen. Man kann die Verfassung gut oder schlecht finden, sie ist nun einmal die Verfaßtheit der deutschen Nation, und ohne sie ist die Nation nicht in besserer, sondern in überhaupt keiner Verfassung – sie hört einfach auf, politisch zu existieren.
        (…)
        Fundamentalopposition gegen die Verfassung ist nicht im Hier und Jetzt zuhause. Sie ist Fundamentalismus ohne Fundament.

  • Danke! Diese Rede spricht mir aus dem Herzen und vergewissert mich, daß ich diesen Alptraum „OMF-BRD“ nicht allein durchstehen muß – mit der Aussicht auf eine „bessere Welt“. Er ist klar im Aufbau, allgemeinverständlich und absolut ehrlich – im Gegensatz zu den lügnerischen Parolen der Machthaber, von der Bundestags-Einheitspartei bis hinunter zu den unteren Verwaltunsebenen dieses sich „Staat“ nennenden Lügenkonstrukts, das uns den aktuellen Völkermord an unserem Volk als „Bereicherung“ verkaufen will. Wann hat es einen derart zynischen Anschlag auf ein Kulturvolk gegeben! Die Nachbeter der Multikulti-Ideologie auf den Bürgermeistersesseln mögen in der Hölle schmoren für das, was sie anrichten: Statt sich den hierher gelenkten „Asylanten“-Strömen zu widersetzen, berauben, schikanieren und verdächtigen sie die Einheimischen, die das Land aufgebaut haben und durch die „Einwanderung in die Sozialsysteme“ nun auch noch um die Früchte ihres Lebenswerks gebracht werden, weil die Machthaber zu feige sind, eine „Entwicklungspolitik“ in Afrika zu betreiben, anstatt uns mit Afrikanern zu fluten.

  • Ortmann

    Besser und präziser ist der augenblickliche Zustand der politischen Verkommenheit nicht zu beschreiben.
    Zur augenblicklichen Lage der teils noch ahnungslosen, uninformierten oder desinteressierten Deutschen paßt folgendes Zitat von Mark Twain : „Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als davon zu überzeugen, daß sie getäuscht werden oder getäuscht worden sind. “ Deutschland beweist das täglich eindrücklich. (aus QPress.de).

  • Übrigens lohnt es sich auch, die anderen Reden anzuhören. Sie sind alle auf der entsprechenden PI-Seite verlinkt: http://www.pi-news.net/2013/10/streben-nach-freiheit-in-verantwortung/

  • Audentes fortuna iuvat

    Eine hervorragende Rede, vielen Dank auch für Ihren Mut!
    Ja, wir müssen der Tyrannei systematisch die Deutungshoheit über die Begriffe und die Symbole nehmen.
    Ich stelle mir vor wie Sie nach der Befreiung Ihre Rede zum 17.Juni und 9.November aus einem schönen Schloß und im Fernsehen vortragen :-)
    Möge Gott Sie duch viele Engel schützen … Alles Gute!

  • Können es sich die Linken eigentlich leisten, den Begriff „Volk“ abzuschaffen? Immerhin beziehen sie sich ja (sehr) selektiv darauf, nämlich nur wenn es um die Jahre von 1933 – 1945 geht. Wenn man aus Sicht der Linken nicht in den Kategorien „Völker“/“Nationen“ denken sollte, dürfte es doch auch kein kollektives „Dauer-Schämen“ wegen der besagten 12 Jahre geben. Wie würden Linke reagieren, wenn man auf diese Inkonsequenz aufmerksam macht?

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