Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet in ihrer Netzausgabe über einen Vorgang, den ich besser nicht kommentiere, weil das dazu erforderliche Vokabular einem guten Christenmenschen nicht über die Lippen kommen sollte:

Theologe Kuhlmann verlässt Partei

AfD lädt Islamkritiker als Redner wieder aus

Osnabrück. Die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat den Islamkritiker Karl-Heinz Kuhlmann als Redner vorgesehen, aber vor seinem Vortrag wieder ausgeladen. Begründung der AfD nach seinen Angaben: Er werde im Internet als Rechtsextremist geführt, habe dies aber bei seinem Eintritt in die AfD „hinterlistig“ verschwiegen.

Kuhlmann

Kuhlmann sollte in der vergangenen Woche auf einer Veranstaltung der AfD im Hotel Leckermühle in Bohmte bei Osnabrück über „Rechtsstaatlichkeit und Demokratie“ sprechen. Dort wurde dann eine Erklärung verlesen, warum die AfD auf den Auftritt verzichtete. Kuhlmann teilte dazu auf Anfrage unserer Zeitung per E-Mail mit, ihm sei der Parteiausschluss aus der AfD „angedroht“ worden. Dem sei er durch einen Austritt zuvorgekommen. Der in Bohmte lebende Islamkritiker und emeritierte Professor für evangelische Theologie hält sich derzeit in San Francisco auf, wo er Doktoranden der Olivet University betreut.
Kuhlmann hat in Vorträgen und Leserbriefen immer wieder Kritik am Islam, insbesondere am Lehrstuhl für Islamische Theologie der Universität Osnabrück, sowie am Koran geübt. Er war 1963 bis 1996 evangelischer Pastor in Arenshorst bei Bohmte und gehörte über viele Jahre der CDU an. Er zählte zu den Erstunterzeichnern eines „Manifestes gegen den Linkstrend“ in der CDU. Dessen Befürworter kritisierten auch eine nach ihrer Ansicht „gescheiterte Multikulti-Integrationspolitik“.

Alleinschuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg bestritten?

Weil der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) im Frühjahr 2010 eine Muslimin in sein Kabinett berief – die damalige deutsch-türkische Sozial- und Gesundheitsministerin Aygül Özkan – trat der Islamkritiker aus der Unionspartei aus. Im Internet wird er unter anderem als „ neofaschistischer Festredner “ bezeichnet. Vorgeworfen wird Kuhlmann etwa, dass er am „Tag der Heimat“ am 2. September 2012 in Espelkamp die deutsche Alleinschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bestritten hat. Unter anderem war er Autor der Wochenzeitung „Junge Freiheit“.

Distanzierung vom rechten Rand

AfD-Pressesprecherin Dagmar Metzger erklärte in Berlin, die AfD als demokratische Partei distanziere sich klar vom rechten Rand. Das zeige auch das Beispiel Kuhlmann. Es sei wichtig, schnell zu reagieren und in solchen Fällen konsequent aus der Partei auszuschließen.

Zum Originalartikel: hier klicken!

9 Antworten auf AfD: Islamkritiker unerwünscht

  • Manfred, Du hast Recht: Diese Truppe ist ein Reinfall. Ich werde mich Deiner Wahlempfehlung anschließen und ProDeutschland wählen. Deine zwölf Thesen scheinen sich sogar mehr als zu bestätigen…

  • Was die Münchner von „Islamkritikern“ halten, zeigt ja auch das bayer. Landtagswahlergebnis! Gut, daß ich schon VOR diesem Vorfall in Osnabrück meinen ursprünglichen Entschluß, diese Heuchler-Truppe „AfD“ als das „kleinere Übel“ zu wählen, aus anderen Gründen wieder fallen ließ, nachdem sie eine Koalition mit der – angeblich – von ihr bekämpften Merkel-„C“DU nicht prinzipiell ausgeschlossen hatte! Ich schätze Herrn Prof. Kuhlmann wegen seiner Veröffentlichungen schon seit langem. Und wer heute noch – trotz Schultze-Rhonhof u. a. – von einer „Alleinschuld“ des Deutschen Reichs an den Weltkriegen faselt, der ist entweder borniert oder bösartig oder beides (was ich mal vor allem auch von den Lohnschreibern und Presshuren unseres Medienkartells annehme, die sich diesbezüglich auf eine Sprachregelung festgelegt haben, die einfach zum Himmel stinkt!).

  • Übrigens sind die Kommentare auf Kritik so richtig auf Junge-Union-Niveau. Der absolute Höhepunkt ist das politische Argument „Was bist du denn für ne Wurst?“ Aber seht selbst: https://www.facebook.com/alternativefuer.de/posts/580969058633454?comment_id=5897519&offset=0&total_comments=7&notif_t=share_comment (Ich hoffe, der Link funktioniert.)

  • Das dürfte die Wahlchancen mindern. Die Krux in unserer Demokratiesimulation ist bekanntlich, dass rechte (nicht rechtsradikale) Parteien etc. nicht gesellschaftsfähig sind (die Gründe sind wohlbekannt). Bei ähnlich linkdogmatischer Dominanz in Österreich gibt es dort immerhin eine FPÖ (oder wie die mittlerweile heisst). Allerdings sei angemerkt, dass auch in Frankreich eine wählerstarke Front National einen praktischen Effekt von …NULL hat. Gegen die neomarxistische Dampfwalze ist kein Kraut gewachsen. Eine zwangsläufige Folge der Massendemokratie?
    Wie auch immer, um die AfD mache ich mir keine Sorgen. Letzte BTW hat die FDP 14,6% bekommen. Diese BTW werden es 5% (wahrscheinlich eher weniger, aber das wollen unsere Demoskopen nicht wahr haben). Bleiben also 9,6% für die AfD (auch hier …das wäre mal eine eigene Analyse über die Rolle der Demoskopen wert).
    So, und jetzt schauen wir mal in das Hirn des potentiellen AfD- bzw. ex-FDP-Wählers hinein (die, im Unterschied zu den meisten Linkswählern, eben nicht vollständig lobotomisiert sind). Der sagt sich also: „wenn die AfD selbst gemäß der Ratingagent… äh quasi-staatlichen Demoskopen fast drin ist, warum sollte ich dann die FDP als kleineres Übel bzw. bürgerliches *hust* Regulativ wählen? Diese Rolle übernimmt ab sofort die AfD!“
    Eine strategische Position, die an den pundits komplett vorbeigegangen ist bzw. die sie nicht diskutieren wollen. Sind halt durchweg Salonbolschewisten. Wenn ich Recht habe bleibt die FDP draußen und die AfD schafft es zweistellig in den Bundestag. Und dann wird es spannend: macht die AfD das was die FDP vor 4 Jahren versäumt (und ihr den Untergang beschert) hat und bleibt hart oder begibt sie sich auf Pöstchenjagd? Die eigentliche Bewährungsprobe hat die AfD nicht VOR, sondern NACH der Wahl!

  • Ich will mich als Pierre Vogel anmelden. Kennt jemand seine Adresse? Außerdem frage ich alle Türken, die ich kenne, ob sie dort eintreten wollen. Besonders gut sind Graue Wölfe und Asylanten. Hereinspazier, hereinspaziert in der lustigen Multikulti-Partei! 😈

  • Ich bin absolut Fassungslos! Es kann doch nicht wahr sein, das die einstmals tapfere „Rechte“ beim kleinsten Windzug zu zittern beginnt und die Flucht ergreift. Es ist doch allgemein bekannt, das es in der AfD Leute aus den verschiedensten politischen Richtungen gibt. Zum einen gibt es ein paar aus FDP und Union, welche die PC. komplett verinnerlicht haben, und das Heil in einer bedingungslosen Anpassung an die linksliberal orientierten Medien suchen, aber sich halt in der Eurofrage auch mal eine andere Meinung gönnen wollen. Dann gibt es einen meiner Ansicht nach viel größeren Anteil von Leuten, die vom rechten FDP und Unionrand kommen oder und von diesen Parteien mittlerweile die Schnauze gestrichen voll haben oder auch aus kleineren und Parteien rechts der Mitte (Schill, Die Freiheit, Frankfurter Freie Wähler) und jetzt eine klare Alternativposition zu CDU und FDP suchen, und dementsprechend mit der JF, EF, Freie Welt, Sezession, mmnews.de etc. verbunden sind. Anhänger des letztgenannten Flügels stellen meiner Ansicht nach in sehr vielen Landesverbänden wie Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Sachsen, Brandenburg, Bayern, Thüringen, Sachsen Anhalt die klare Mehrheit (bis zu 70%), wobei einige Länder wie Hamburg, Schleswig-Holstein, Hessen oder Niedersachsen als eher umkämpft anzusehen sind, während z.B. Baden-Württemberg von der Führung eher als angepasst gelten muß. Es geht jetzt also für uns darum, die Vernetzung voranzutreiben um die anstehenden Machtproben erfolgreich zu bestehen. Aber Leute, Flucht und sofortige bedingungslose Kapitulation ist das Allerletzte was zum Sieg führt. Einen ersten Versuch, das rechtsliberale/konservative Spektrum zu bündeln gibt es beispielsweise hier bei Facebook: https://www.facebook.com/LiberalKonservativesForum?fref=ts

    Bitte bedenkt auch, das bisher jeder Streit wegen der Bundestagswahl gezielt zurück gehalten wurde. Auch wenn anscheinend vorallem Dagmar Metzger immer wieder fiese Kampagnen gegen den rechten Flügel der Partei, wie u.a. Ex-Mitglieder von Die Freiheit losgetreten hat. Nach der Wahl wird sich einiges klären.

  • Audentes fortuna iuvat

    Danke für die Nachricht.
    Eine sehr schlechte Entscheidung seitens der Partei, schade.
    Trotzdem wäre ein Einzug der ‚halb-oppositionellen‘ AfD im Bundestag am Sonntag zu begrüßen, weil dies das verstarrte und arrogante Parteiensystem durchwühlen würde.
    Eine Partei die im Parlament Ziele wie Euroausstieg, direkte Demokratie und vernünftige Energiepolitik vertritt würde den Mumien der Einheitspartei ein Dorn im Auge sein. Die Mumien könnten sich nicht mehr ohne weiteres durchwursteln – wie es jetzt der Fall ist. Es würde mehr Parteienwettbewerb geben, und davon würden auch nationale Parteien profitieren (die momentan leider noch zu unprofessionell auftreten).

  • @ Audentes

    Nach dieser Wahl kommt der ESM, also die TOTALRASUR dessen, was vom deutschen Nationalstaat noch übrig war! Eine noch nie dagewesene Plünderung durch die globale Finanz- und Machtoligarchie wird einsetzen. Ob da in Deutschland „mehr Parteienwettbewerb“ eintritt, interessiert die doch die Bohne, weil ihnen das nicht die geringste Angst einjagen könnte. Denn dafür ist es zu spät, selbst wenn die AfD die Regierungsbank „drücken“ würde! Die Menschen in diesem unserem Lande „da draußen“ scheinen das nicht begreifen zu können – sonst hätten sie einem Seehofer nicht blind eine absolute Mehrheit schenken und die „Islamkritiker“ schlicht „links liegen“ lassen können. Die AfD wird vom System einzig und allein deshalb „zugelassen“, weil es hinterher nicht schaden kann, wenn man sich vor der Wut des betrogenen Volks über die TOTALRASUR rechtfertigen muß: Ätsch, ihr HÄTTET ja die AfD wählen können, aber ihr habt mit großer Mehrheit uns gewählt. Was wollt ihr eigentlich? Genauso wird es kommen!

  • Dennoch hat sich die FREIHEIT zu folgendem Schritt entschlossen:

    http://www.pi-news.net/2013/09/die-freiheit-stellt-bundes-und-landespolitische-vorhaben-zugunsten-der-afd-ein/

    Sie appelliert in ihrem Schreiben an alle Kleinparteien, es ihr gleich zu tun.

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