Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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von virOblationis Eigentlich hatte ich nach einem ersten Artikel über die “Dialektik der Aufklärung (1947)” nur zwei weitere über Horkheimer und Adorno folgen lassen wollen, doch dieser Rahmen erwies sich als zu eng für das Thema Frankfurter Schule, das zum Verständnis unserer neueren Geistesgeschichte doch von erheblicher Bedeutung ist. So beginne ich noch einmal, und […]

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Eine Antwort auf Die Frankfurter Schule 1a: Geschichtlicher Überblick (erster Teil)

  • Was für mich klar ist: Die „Frankfurter“ (das sollen mal Adorno/Horkheimer (A/(H) sein) hatten, sofern man sie dem Einzugsgebiet der Marxismus im weitesten Sinn zuordnet) entweder gar keinen oder wenig Bezug zu Dutschke und Co. und haben schon gar keinen zur heutigen Antifa.

    Die Frage ist allerdings, wie weit die Studentenbewegung und die aus dem Kultumarxismus angeblich hervorgegangene Political Correctness sich im weitesten Sinn aus A/H und dem erweiterten Kreis mit Fromm und insbesondere Marcuse, gespeist haben.
    Diese Frage kann ich nicht beantworten. Dazu kenne ich nichts. Die Betrachtungen zur autoritären Persönlichkeit als eine Ursache der Nazis Deutschland, habe ich vor Jahrzehnten grundsätzlich mal akzeptiert (also die grundsätzliche Vorstellung, mehr nicht und es gibt ja vermutlich ganz andere Ursachen) Dann wäre die Frage, ob A/H tatsächlich die Strukturen der „kapitalistischen“ Gesellschaft zerstören wollten, um eine Gesellschaftsutopie durchsetzen zu wollen. Ich weiß es nicht. Ich habe dazu nie etwas bei A/H im Original gelesen. Gewundert hat mich damals, bei der philosophischen Theorielastigkeit der Frankfurter, dass sie viel empirische Sozialforschung betrieben haben. Ich weiß, dass mich das überraschte. Das gilt auch für den Epigonen Habermas, der auch Empirie betrieben hatte und dann allerdings u.a. schnell meinte, dass das Glück dieser Erde zu erreichen sei, wenn wir unsere Erkenntnismethode gegenüber Gesellschaft und Natur ändern würden (-> „Erkenntnis und Interesse“, man beachte für die Ideologielastigkeit das „Interesse“).

    Aber auch Habermas hat die Studentenbewegung nicht inspiriert. Auch er wollte mit „Linksfaschismus“ nichts zu tun haben. Zumindest nach außen hin nichts.
    Ja und dann wäre noch zu klären, ob A/H begriffen, ob das was kommen würde, dass sie mit angestossen hätten.

    Und last but not least: auch wenn ich weder die „Dialektik der Aufklärung“ noch „Die Kritik der instrumentellen Vernunft“ bisher gelesen habe (ich hatte das lediglich mal kurz aus der Bibliothek ausgeliehen in Händen) , so weiß ich im Prinzip was damit gemeint ist. Was Habermas aus der „Kritik der instrumentellen Vernunft“ gemacht hat, weiß ich sogar exakt.
    In diesen beiden Titeln haben A/H allerdings möglicherweise zur Situation des Menschen in der Zeit der Zeit der Aufklärung, kulturell, politisch und gesellschaftlich und anthropologisch usw. (ich kann des jetzt nicht so recht ausdrücken), erheblich erhellendes geleistet. Sicherlich findet sich dort der HInweis daruf, dass mit dem Verlust verbindlich vorgeschriebener Wertsysteme ein Vakuum entstand, dass sich heute ganz besonders bei Antifa und verwandten Bewußtseinsstrukturen zeigt.
    Wie genau A/H und andere der Frankfurter das beschrieben haben wäre zu untersuchen. Wenn das noch nicht gemacht ist (eigentlich verwunderlich), wäre es eigentlich eine wissenschaftliche Arbeit wert. Die Frage ist allerdings, ob und unter welcher Zielstellung so etwas überhaupt an einer idelogisierten Uni in Deutschland angenommen würde.

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