„Rechtsextremismusforschung“ einst und jetzt

 Rechtsextremismusforschung einst und jetztIm Jahr 1981 veröffentlichte das SINUS-Institut eine im Auftrag der Bundesregierung erstellte Studie zur Verbreitung rechtsextremer Einstellungen in der BRD, die damals großes Aufsehen erregte, weil sie zu dem Schluß kam, 13 Prozent aller Wähler in der Bundesrepublik verfügten über ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild (Martin Greiffenhagen/SINUS-Institut: 5 Millionen Deutsche: „Wir sollten wieder einen Führer haben …“. Reinbek 1981).
[weiter, noch 1,112 Wörter]


Manfred Kleine-Hartlage auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Lesefrüchte, Wissenschaft
Schlagwörter: , , , , ,
1,170 Wörter | Keine Kommentare

Print Friendly, PDF & Email

Ein Gedanke zu „„Rechtsextremismusforschung“ einst und jetzt“

  1. Ich weiß nicht, ob der „Rechtsextremismus“ bzw. „die Gefahr von rechts“ auch zu ihrer Zeit in ihrem Studium seinerzeit so explizit behandelt wurde, wie es zu meiner Zeit in meinem Studium der Fall war.

    Ich nenne es einmal despektierlich die „such den Nazi“-Studienschwerpunkte mit den entsprechenden Vorlesungen und sich daraus ergebenden Berufsfeldern. Im Rückblick gilt es für mich zumindest festzuhalten, daß, wenn man diese spezifischen Forschungen zum NS und zum europäischen Faschismus unter einer allgemeinen Totalitarismusforschung fasst, der Fokus derart verengt wird, daß man zurecht von Einseitigkeit sprechen kann, da andere totalitäre Systeme (darunter z.B. explizit der linke Totalitarismus in seinen vielfältigen Formen, der bei der Masse linker Totalitarismusforscher unter den Tisch fällt, oder aber unter „Betriebsunfall“ verbucht wird) zumeist ausgeblendet werden.

    Der eine Massenmord wird doch nicht dadurch „weniger schlimm“ als der andere Massenmord, weil mir die Ideologie, die ihn legitimieren soll, „besser“ gefällt als diejenige, die den anderen legitimieren soll.

    Wenn ich wie das Kaninchen quasi hypnotisiert lediglich in eine Richtung schaue, übersehe ich die Gefahren, die sich mir aus anderen Richtungen nähern könnten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*