Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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afd 150x100 Die Alternative für Deutschland (1): viel und wenigÜber die „Alternative für Deutschland“ – jenes kometenhaft anrauschende neue Gebilde am Hoffnungshimmel – gibt es viel und wenig zu sagen: viel, weil dies (nach den Identitären) bereits der zweite mediale Aufruhr der vergangenen Monate ist, der nicht von links kommt, sondern so etwas wie den gesunden Menschenverstand, das Gute und die Mitte verkörpern will; wenig, weil man dies alles schlicht als Ansammlung derer bescheiben kann, die den Machterhalt-durch-Zugeständnis-Kurs der CDU nicht mittragen möchten.

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Götz Kubitschek auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Ereignis, Heute
Schlagwörter:
352 Wörter | 9 Kommentare

9 Antworten auf Die „Alternative für Deutschland“ (1): viel und wenig

  • AfD: „Alternative für Deutschland“, oder doch eher neue A****löcher für Deutschland. Worauf es hinauslaufen wird, zeigt vielleicht die Aktion eines in die Jahre gekommenen Identitären (wenn man so will). Als der es wagte, während der Gründungsversammlung der AfD die D-Fahne zu schwenken, wurde er von AfDlern mit blökenden Raus-raus-Rufen niedergemacht.

    Hier die denkwürdige Szene von Minute 4:15 bis 5:30:

    • Leider hört man zwar die Raus,raus-Rufe, aber man sieht den Anlass nicht. War der Anlass wirklich und wahrhaftig der, dass da jemand eine schwarzrotgoldenene Fahne geschwenkt hat?

  • Ja, wenn man einem Schreiber in Zettels Raum Glauben schenkt, der berichtet, als AfDler vor Ort gewesen zu sein, und sich damit brüstet, den Fahnenschwenker mit anderen Parteifreunden „in den Stuhl zurückgedrückt“ zu haben.

    In der 40ten Minute kommt es dann zu diesem Vorfall, auf den die Presse so gehofft hatte. In der bürgerlichen Menge, zwischen den Sonntag-Anzugsträgern, den Handwerkern, Selbstständigen, findet sich der eine Clown für die Bilder. Ihr kennt ihn schon, heute Morgen zwischen 5 und 6 war er uns schon begegnet: es ist der, wie er selbst sagte, Ex-Schillianer. Dieser Mann hatte sich eine Schärpe in den Bundesfarben umgelegt und eine Fahne rausgezogen, die er immer wieder schwenkte. Lange hatten sich die drumherum Sitzenden das verärgert angesehen. Es gab immer wieder Kommentare, dass er das sein lassen solle. Inzwischen war er den Fotografen schon bekannt und nun dreht er richtig auf. Zufällig sitze ich nur eine Stuhlreihe weiter und bin gezwungen, das mitzuverfolgen. Der Ex-Schillianer springt auf den Stuhl, schwenkt die Fahne. Die Fotografen stürzen zu ihm, ein Pulk bildet sich. Den anderen Leuten im Saal platzt der Kragen. Einer will sich zwischen die Fotografen und den Typen stellen und wird von einem Fotografen zur Seite gestoßen; das AfD-Mitglied stürzt zwischen die Stühle. Ein anderes AfD-Mitglied will dem Ex-Schillianer die Fahne wegnehmen, die dabei zerreisst. Von allen Seiten ruft es „Raus, raus!“ Saalordner kommen hinzu, wissen nicht genau, wie sie eingreifen sollen. Als ich schließlich höre, wie der Typ „Deutschland vor“ ruft, platzt mir der Kragen. Die Menge ist aufgestanden, ich laufe über die Stühle und drücke den Typen unter mithilfe der Umstehenden zurück in den Stuhl.

    http://zettelsraum.blogspot.de/2013/04/wenn-aus-einem-plenum-eine-partei-wird_18.html

  • Es kann natürlich sein, dass der Mann mit der Deutschlandfahne ein Provokateur war. Für mich spielt das aber keine Rolle. Mich interessiert, wie die Menge der AfD-Leute auf das Zeigen der Deutschlandfahne reagiert hat. Aus Angst deshalb von den Medien in die „rechte Ecke“ gerückt zu werden, stellte man ihn kalt: Man nahm ihm gewaltsam die Fahne weg und „drückte ihn in seinen Stuhl zurück“. Das ist die Partei, die sagt: „Wir brauchen nur unseren gesunden Menschenverstand.“ (Bernd Lucke in seiner Rede). Der gesunde Menschenverstand verlangte es, dem Mann die Fahne wegzunehmen und ihn gewaltsam in seinen Stuhl zurückzudrücken. Denn man will weder links noch (und das wohl, aus vernunftgebotenen Gründen, vor allen Dingen) rechts sein. (Lucke: „Die Alternative für Deutschland ist eine Partei neuen Typs. Sie ist weder links noch rechts, warum sollten wir auch. Als Alternative für Deutschland brauchen wir keinen ideologischen Wegweiser, wir brauchen nur unseren gesunden Menschenverstand, und der ist weder rechts noch links.“) Man will sich baden aber nicht nass werden dabei. Man will kämpfen aber weder linke noch rechte Haken setzen. Man will vor allen Dingen möglichst gut wegkommen bei den Medien. Denn nur dann kommt man dahin, wo man hin will, nämlich genau da, wo die andern (CDUSPDFDPGRÜNELINKEPIRATEN) schon sind.

    Die AfD sollte sich umbenennen in AfB (Alternative für Bevölkerungsland), denn wenn die Deutschlandfahne (das Symbol, das Bezeichnende) schon so schlimm ist, dann muss „Deutschland“ selbst (das Bezeichnete) erzschlimm sein.

  • AfD ist eine Professorenpartei; eine Partei der Staatsparasiten, die nun offenbar um ihre Pfründe fürchten.
    Die Beamten- und Juristenquote würde sich durch solch eine Partei jedenfalls nicht verringern, käme sie in den Bundestag,
    Sollte sie im Sinne der Systemlinge als „koalitionsfähig“ erweisen (d.h. ihre Wähler verraten) kann ich EXAKT vorhersagen was passieren wird. Dumm nur: es nützt mir nichts…

  • In Deutschland scheint es immer noch sehr effektiv, dass Etikett „rechtspopulistisch“ oder „rechtsextrem“ zu verpassen. Deswegen tun sich wahrscheinlich auch Parteien rechts von der AfD so schwer und die AfD tut viel um diese Etikettierung zu vermeiden.

    Die Effektivität der Etikettierung (Politischen Korrektheit) sieht man auch daran, dass die AfD nun eine solche Sogwirkung entfaltet was Parteien wie Die FREIHEIT oder die PRO-Parteien bisher nicht geschafft haben, obwohl z.B. die EU-Skepsis sehr hoch ist:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/europaeer-verlieren-vertrauen-in-europa-und-die-eu-a-896380.html

    Das Schlimme ist, dass das Diktat der Politischen Korrektheit im Großen und Ganzen immer noch gut funktioniert und den Eliten viele Debatten vom Leib hält.

  • Wäre es denkbar /praktikabel, dass Konservative versuchen, sich in der AfD zu engagieren, mit dem Ziel, diese noch mehr zu konservativen Positionen zu bewegen? Vielleicht wäre das im Anfangsstadium einer Partei noch möglich?

    Das große Problem ist, dass Konservative in den Mainstreammedien kaum Gehör finden. Sie werden ignoriert oder verspottet und in die rechte Ecke gestellt.

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