Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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von Ellen Kositza

Abermals zu den Kinderbuchbereinigungen: Kleine Ursache, große Wirkung. Der derzeitige common-sense-Stand (gemäß etwa Claudius Seidl, FAS) der Feuilleton-Elite wäre: Was sind das bloß für Leute, denen es soo wichtig ist, „Neger“ sagen zu dürfen? Dumpfe Grobiane, unflexible Stoffel, die nicht die einfachsten Höflichkeitsformen beherrschen!

Denn wenn einer drum bittet, so nicht genannt zu werden, dann solle man das doch schlicht aus Gründen des respektvollen Umgangs beherzigen. (Wie schwer ein solcher Grundsatz – keinen so nennen, wie er nicht genannt werden möchte – durchzusetzen ist, zeigte sich unlängst wieder an einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts: „rechtsradikal“ oder „rechtsextrem“ darf beispielsweise stets jeder genannt werden, auch wenn er solche Begriffe als Schmähung oder unzutreffend empfindet.)

Martin Lichtmesz hat bereits auf das Interview mit Samuel Jackson hingewiesen. Man kann nun wohl finden, Jacksons Meinung sei nicht repräsentativ, weil er ein hochprivilegierter und steinreicher Dunkelhäuter ist. Beeindruckend ist er jedenfalls; man schaue sich diesen halbminütigen Video-Schnipsel an, in dem Jackson, selbstbewußt und äußerst vital, einen schmalen, blonden, gestriegelten, sich windenden hellhäutigen Moderator dazu bringen/zwingen will, das inkriminierte Wort auszusprechen. Er, Blondie, bringt´s nicht. Das vielbesungene Ende des artigen Weißen Mannes, hier wird´s greifbar!

Progressive Kräfte finden es bereits skandalös, daß in der Berichterstattung und Diskussion über Preußler und Konsorten überhaupt das Wort „Neger“ ausgeschrieben wird. Sie sagen N-Wort, N*** oder PoC, wobei letzteres nach einer furchtbaren Infektionskrankheit klingt, aber People of Colour meint.

Für diese sprachsensiblen Leute aus den Kreisen der Kritschen Weißseinsforschung wäre es aber auch nicht tragbar, wenn sich in Preußlers Kleiner Hexe Kinder als PoC verkleideten. Der Tatbestand nennt sich Blackfacing, und beklagt wird, daß Hautfarbe überhaupt als Erkennungsmerkmal markiert wird und Schwarze als Fremde/Andere hingestellt würden. Dann aber dürften die Verkleidungsprobleme kaum ein Ende finden: Wenn nun Preußlers Kinder statt als Türke, Negerlein oder Chinesenmädchen als Bäcker oder Kaminkehrer gingen, könnte man eine mit Stereotypen arbeitende Überheblichkeit von (womöglich) Akademikerkindern gegenüber der handwerklich arbeitenden Bevölkerung beklagen. Weicht das ebenfalls nun getilgte Chinesenmädchen der Prinzessin, hätten wir ein Problem mit überkommenen Geschlechterrollen. Kostümierungen als Teufelchen oder Mönch wären ähnlich problematisch und könnten Gefühle verletzen.

Weiterlesen: Nicht mehr der Neger sein wollen.

2 Antworten auf Nicht mehr der Neger sein wollen

  • Dieses Mädel, Ishema: Ein schrecklich-schönes Beispiel dafür, wie linksgestrickte Allesbesserwissergutmenschen ihre Kinder instrumentalisieren, um sie per Knopfdruck als fürcherliche Waffe gegen Nazirassismusrechtsfaschisten einzusetzen. Vielleicht hilft uns dagegen ja der Geburtenrückgang.

  • Zur Problematik Kinderbuch- und Kulturverfälschung ist die Pankraz-Kolumne der Jungen Freiheit, Ausgabe 5/2013 vom 25.01.2013 zu empfehlen.

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