Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Wolfgang Thierse, seines Zeichens Vizepräsident des Deutschen Bundestages und engagierter Kämpfer gegen „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, hat Ende Dezember der Berliner Morgenpost ein Interview gegeben, das uns einen aufschlussreichen Einblick in das Seelenleben eines Gutmenschen gewährt:

Ich ärgere mich, wenn ich beim Bäcker erfahre, dass es keine Schrippen gibt, sondern Wecken. Da sage ich: In Berlin sagt man Schrippen, daran könnten sich selbst Schwaben gewöhnen. Genau das gleiche mit Pflaumendatschi. Was soll das? In Berlin heißt es Pflaumenkuchen. Da werde ich wirklich zum Verteidiger des berlinerischen Deutsch.

Ich wünsche mir, dass die Schwaben begreifen, dass sie jetzt in Berlin sind. Und nicht mehr in ihrer Kleinstadt mit Kehrwoche. Sie kommen hierher, weil alles so bunt und so abenteuerlich und so quirlig ist, aber wenn sie eine gewisse Zeit da waren, dann wollen sie es wieder so haben wie zu Hause. Das passt nicht zusammen.

Halten wir zunächst fest, dass Thierses Einstellung zur schwäbischen Überfremdung des Prenzlauer Bergs zwar etwas überempfindlich, aber im Prinzip völlig normal ist.

von Manfred Kleine-Hartlage

Menschen haben eine natürliche Abneigung gegen drastische Veränderungen in ihrem engeren Lebensumfeld. Sie haben eine Abneigung dagegen, sich dort, wo sie zu Hause sind, an etwas anzupassen, das sie sich nicht ausgesucht haben, sondern das ihnen von anderen aufgezwungen wird. Und sie haben diese Abneigung deswegen, weil mit solchen Veränderungen, je näher sie einem persönlich kommen, das Gefühl verbunden ist, die Kontrolle über die eigenen Lebensbedingungen zu verlieren. Für den Menschen, ein unfertiges Wesen, das sich die Bedingungen seines Lebens selbst schaffen muss, löst solcher Kontrollverlust genetisch programmierte Urängste aus. Das Abenteuer, das man selbst gesucht und gefunden hat – ja, das wird genossen; nicht aber das Abenteuer, das einen heimsucht.

Zugleich ist der Mensch darauf programmiert, in engem sozialen Kontakt mit anderen zu leben, und die Spielregeln, die notwendigerweise gelten müssen, damit dieses Zusammenleben funktioniert, sind keineswegs universell für alle menschlichen Gruppen dieselben, sondern werden in sozialen Prozessen geschaffen. Ein Fremder, der die geltenden sozialen Regeln verletzt, wird daher von den „Etablierten“ so lange „diskriminiert“, bis er sich an die Spielregeln angepasst hat; jede Schulklasse, in der der „Neue“, der das große Wort schwingt, sich unbeliebt macht, bietet Anschauungsmaterial für dieses universelle Prinzip. Dieses Beharren auf „Etabliertenvorrechten“ ist also nicht etwa ein Zeichen „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“, wie einer der Chefideologen der Political Correctness, der Bielefelder Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer, behauptet; es ist vielmehr eine der Bedingungen dafür, dass Menschen überhaupt friedlich zusammenleben können.

Wolfgang Thierse denkt und redet also wie ein ganz normaler Mensch. Menschen sind so, und sie müssen auch so sein – zumindest im Prinzip: Thierses Fremdenfeindlichkeit ist in ihrer kleinlichen Intoleranz zweifellos ein nicht zur Nachahmung empfohlener Extremfall, aber sie ist Ausdruck einer normalen und notwendigen menschlichen Disposition, die nicht per se, sondern eben nur in dieser Übersteigerung krankhaft oder doch zumindest verschroben ist. […]

[Weiterlesen bei PI]

6 Antworten auf Wolfgang Thierse – Psychogramm eines Gutmenschen

  • Paßte wohl rein optisch besehen sehr gut in die Weihnachtszeit, wenn der Vizepräsident des BUNTEN Tages mit seinem schmucken Vollbart, der sich in seinem unentwegten Kampf gegen die Natziehs, also gegen die Ablösung der Jenossin Merkelowa durch die brandgefährliche E. Herman, auch schon einmal zivilcouragiert auf die Straßen setzt, auf diese Art in der Morgenpost gewürdigt wurde.

    JEDER Soziologe wird unschwer erkennen, ob er nun Spielgruppen von Fünfjährigen auf dem Spielplatz beobachtet, Ortsvereine der SPD, ein größeres Unternehmen oder die Stammgäste eines Lokales, es gibt keine homogenen Gruppen, was die jeweilige Macht und Anerkennung der einzelnen Gruppenmitglieder innerhalb solcher anbelangt.

    Eine Klassenkameradin von mir war über fünfzehn Jahre mit ihrem Mann in Japan tätig. Es war ihre Entscheidung, insgesamt haben sie diesen Lebensabschnitt nie bereut, im Gegenteil, aber sie sind auch nach fünfzehn Jahren alles andere als „integriert“, alles andere als Japaner gewesen.
    „Integration“ gibt es nicht, das ist ein Popanz, es gibt auch keine Gleichheit der Stellung eines jeden Einzelnen innerhalb einer Gruppe.

    Der Leadgitarrist der Rollenden Steine aus England, Ron Wood, weltbekannt, jemand, der finanziell ausgesorgt hat, hat dereinst mal bei einer sehr ausgedehnten Welttournee des Negers Bo Diddley mitgespielt. Im Gegensatz zu den Rollenden Steinen, die ja erst spater zu Beginn der 60er Jahre in kleinen Klubs in London in Erscheinung traten und einige Jahre zunächst nur nach der Copy-and-paste-Methodik musizierten, hatte Diddley bereits in den 50er Jahren ganz beachtliche Erfolge und wurde später darob vom Weißen Mann auch oft und gerne kopiert.
    Wood berichtete später, daß er x Wochen lang von Diddley – mit diesem gemeinsam auf der Bühne stehend – etwa so beachtet worden sei wie ein Kabelverleger oder Kartenabreißer – also genaugenommen noch nicht einmal gar nicht.
    Dann kam ganz plötzlich – unvermittelt, einfach aus dem Nichts – die Ansprache Diddley’s mit „Brother Ron“.
    Der weiße Gitarrensaitenquäler war nunmehr ganz berauscht, von so einem Erfinder einer bestimmten Art des Blues/Rock’n Rolls so exklusiv angesprochen worden zu sein.

  • Konservativer

    Ein treffliches Psychogramm.

    In gewissen Kreisen sind die Sprach- und Sprechregulierungen im Sinne eines „Neusprechs“ derartig vorangetrieben worden, daß insbesondere unliebsame Realitäten im Zusammenhang mit der Masseneinwanderung (insbesondere aus dem ominösen „Südland“) ganz allgemein nicht benannt werden dürfen. Ganz im Sinne von „was nicht benannt wird, das gibt es auch nicht“.

    Doch immerhin wollen Leute wie Thierse offensichtlich dafür sorgen, daß zumindest Deutsche Volksgruppen als „Problemgruppen“ benannt werden können (in Bremen z.B. sind das bevorzugt Bayern). Für diese Leute ist es furchtbar, wenn z.B. Schwaben in Berlin von „Wecken“ sprechen statt von „Schrippen“. „(Sie) wollen es wieder so haben wie zu Hause“ diese Schwaben, das geht nun mal gar nicht.
    Wenn es dagegen z.B. Libanesenclans in Berlin wie zu Hause haben wollen, finden es Leute wie Thierse völlig in Ordnung, denn Migranten generell gelten in diesen Kreisen von vorneherein „als eine Bereicherung“, sorgen für „Buntheit“ (das ganze Jahr „Karneval in Deutschland“), sind „unverzichtbar“, weil, sie zahlen „dereinst unsere Renten“ und sind ganz allgemein als Füllhorn zu sehen, aus dem unendlich Wohltaten sprudeln, die uns ein „finales goldenes Zeitalter“ verschaffen werden.

    Aus dieser Perspektive sind alle Menschen irgendwie gut, nur die Deutschen sind böse, ausgenommen sie selbst, die hiesigen „Gutmenschen“ als die „guten Deutschen“.

    Mag sein, daß ich beruflich bedingt etwas stärker auf die Schattenseiten menschlicher Aktivitäten fokussiert bin, doch es lohnt allemal, einen Blick auf eben diese Schattenseiten zu werfen, schon allein um nicht überrascht zu werden, wenn einem einmal so etwas widerfährt wie dem Spaziergänger auf dem folgenden Bild (eine Allegorie)
    http://s1.directupload.net/file/d/3140/t7q456rl_jpg.htm

  • Habe es vorausgesehen, aber daß die „Menschen“freunde, die Gutis, das Establishment der Humanisten sooo schnell voranschreiten werden, hätte ich nie gedacht. Als ich es gestern las, fiel mir glatt die Semmel aus dem Mund vor Schreck, Sie wollen die Unguten in Holland tatsächlich schon in Toleranz-Container bringen:

    „Amsterdam siedelt Schwulenhasser aus
    Amsterdam will ein Zeichen gegen Intoleranz setzen und alle Homosexuellen- und Ausländerhasser zwangsweise aus der Stadt in Container-Wohnungen umsiedeln. Liberale, Grüne und Linke beteiligen sich. Von Tim Röhn
    Wenn man es freundlich formulieren will, dann lautet die Strafe: ein neues Zuhause am Stadtrand. Und Tahira Limon, tätig im Büro des Amsterdamer Bürgermeisters Eberhard van der Laan, macht klar: „In ihre alte Wohnung können sie nicht mehr zurück.“ Ob gemietet oder gekauft spielt keine Rolle.
    Die Amsterdamer Stadtverwaltung hat beschlossen, Bürgern, die ihre Mitmenschen tyrannisieren, für sechs Monate umzusiedeln, in der Zeit sollen sie zur Besinnung kommen. Das Projekt trägt den Titel „Treiteraanpak“, auf Deutsch heißt das Schikane-Ansatz. Ein Jahr lang soll es erst einmal dauern und eine Million Euro kosten, danach schaut man weiter…
    (DIE WELT, 17.3.2013, sic)

  • Der bereits von den Achtundsechzigern erprobte „Trick“ beim Gutmenschen-Terror ist ganz einfach, wenn man ihn mal durchschaut hat:

    Man macht „Randthemen“ (Homoehe) und „Randgruppen“ (Zigeuner) zu Hauptthemen, um damit die Gesellschaft zu steuern (was, Sie sind gegen die Homoehe? Sie sind also homophob!) – bis hin zu blankem Terror gegen Andersdenkende (die neuen GULAGs von Amsterdam). Der Terror gegen die Mehrheitsgesellschaft beginnt auf der einen Seite mit der Aufhetzung der Minderheiten, sie würden „diskriminiert“ (Berliner Asylantenmarsch; Votivkirche Wien), auf der anderen Seite mit pausenloser Propaganda gegen die Gesellschaft, sie „diskriminiere“ (immer noch) oder sei „zu rassistisch“. Daher müssen immer wieder neue Wörter für die Minderheiten gefunden werden, nachdem unterstellt wurde, die gebräuchlichen Begriffe (Neger, Zigeuner, Negerkönig usw.) seien „diskriminierend“. Jemand deutete das Kürzel „BRD“ daher auch treffend als „Bematschten- und Randgruppen-Diktatur“, da das Unterdrückungssystem „BRD“ offenbar auf diesem „Trick“ beruht, die Mehrheit durch die Unterstellung von „Diskriminierung“ jeder nur denkbaren Form zu verängstigen und zu steuern und damit letztlich mundtot und machtlos zu machen gegenüber den Forderungen von Minderheiten oder von durchgeknallten Eliten, die ihre menschenverachtenden Pläne dem Normalbürger nur durch un-moralische Erpressung näher bringen können. Dass man noch lange kein „Homosexuellen-Hasser“ ist, wenn man aus vernünftigen Gründen gegen eine sog. „Homoehe“ ist, ja, dass viele Homosexuelle selbst dagegen sind, geht dann im Klima dieser Aufhetzung zu einer neuen Hexenverfolgung völlig unter. Ähnlich verhält es sich mit dem anderen wichtigen Thema – der Umvolkung der europäischen Völker, deren Durchsetzung man mit der Unterstellung von „Ausländer-Hass“ bei den Kritikern dieser millionenfachen Landnahme Europas durch Fremde ERZWINGEN will: Man setzt einfach Einwanderungskritik mit „Ausländer-Hass“ gleich – und schon ist man wieder auf der „Diskrimierungsschiene“ angekommen, also von der kognitiven auf die Moral-Ebene gelangt, wo man den Kritiker, statt sich auf eine Sachdiskussion überhaupt einzulassen, bequem moralisch VERNICHTEN kann.

    • Diskriminieren (lat. „discriminare“) heißt unterscheiden. Ein Lebewesen, das nicht mehr unterscheidet zwischen Warm und Kalt, Giftig und Eßbar usw. muß sterben.
      Die Tugend des Sich-Ergebens in den Tod nennt man dann tolerance“.

      Die Humanisten unterscheiden auch,
      aaaber,
      weil sie wie damals schon Robbespierre, der die Ideen von Weishaupt umgesetzt hatte, oder Sverdlov, Kaganovich, Bronstein und Zinoviev, der 1918 zehn Millionen Kulaken zum Abschuß freigab, eben die ganzen Unterscheidungen (Mann – Frau; Indogermane – Eskimo usw.) eliminieren zur Beförderung des Ewigen Friedens, wie er auch Kant mit seiner Idee des Völkerrechtes schon vorschwebte, stehen Sie moralisch nun einmal über uns und genießen so ein Unterscheidungsmonopol.

      Ein großes technisches Problem im Rahmen dieses Friedensprojektes besteht allerdings darin, daß die allermeisten Unterscheidungen unbewußt gefällt werden, der Mandelkern (Amagdyla) spiel hier eine zentrale Rolle. Zeigt man z.B. dem Chinesen einen Rassefremden, z.B. einen Latino, dann entwickelt er negative Reaktionen, wie sie in verschiedenen Stärken auch beim Anblick einer Schlange, einer Spinne oder eines einem entgegenkommenden PKWs entwickelt werden.

      Im Grunde müssen die Humanisten also noch sehr viel leisten, um diese fremdenfeindlichen Hirn-Hormon-Mechanismen im Sinne der Vielfalt und der Begegnung der verschiedenen Kulturen zum Positiven zu beeinflussen.

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