Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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lambda1 130x130 Identitäre Basisarbeit (2): Identitärer Lektüre KanonUnter den Dutzenden Zuschriften, die uns in den vergangenen Tagen mit Bezug auf die Berichterstattung über die „Identitären“ erreichten, enthielt gut die Hälfte Fragen nach Lektüre rund um das Thema „Identität“. Mich freut solches Interesse nicht nur als Verleger und Leser, sondern auch, weil ich es für notwendig halte, daß über aller Lust an der Aktion die durchdachte Verortung nicht außer Acht bleibt.

[weiter, noch 871 Wörter]

Götz Kubitschek auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Lesefrüchte, Tage und Taten, Wir
Schlagwörter:
934 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Identitäre Basisarbeit (2): Identitärer Lektüre-Kanon

4 Antworten auf Identitäre Basisarbeit (2): Identitärer Lektüre-Kanon

  • Das Wort ist eine Waffe, die nur Wenige zu führen verstehen. Und diese Wenigen sind dazu verpflichtet.

    Sie haben sie nicht vor dem Spiegel zu führen, nicht in der Manege und vor allem nicht dort, wo sie sich des rauschenden Beifalls sicher sein können. Sie haben sie dort zu führen, wo sie den Feind trifft.

  • in einem alten buch fand ich einst in etwa diese worte:

    „Das einzige, was die Mächtigen wirklich fürchten, ist die Schöpfungskraft kreativer Menschen. Deshalb sind sie daran interessiert, die Kreativität im Volk einzudämmen und abzubauen.“

  • Ein Fremder aus Elea

    Ich habe mir Weißmanns Aufsatz über Bezüge zur Urzeit durchgelesen.

    http://www.sezession.de/7350/mittwinteropfer-vorzeit-und-identitaet.html

    Stimmt soweit alles, aber zu glauben, man könne NUR dann an die eigene Geschichte anknüpfen, wenn man sie erfindet, wäre ein ziemlich übler Fehler. Nur deshalb wissen die Deutschen mehr über die Goten (oder meinen jedenfalls, es zu wissen, über die Goten wurde schon zu ihrer Zeit viel fabuliert) als über die Bayern, weil Deutschland von Natur aus ein föderaler Staat ist, darin drückt sich keine geschichtliche Konstante aus, und ich wäre auch glücklicher, wenn es sich umgekehrt verhielte und wir mehr über uns selbst wüßten.

    Ich fürchte, daß diese identitäre Schiene sehr schnell in die Lächerlichkeit abgleiten wird.

    Wie gesagt, Weißmanns Artikel ist gar nicht schlecht, und es stimmt auch, daß man Unterschiede zwischen den Völkern daran ablesen kann, daß ein Mythos bei einem Volk verfängt und bei einem anderen nicht, aber damit sind wir noch sehr weit von der Wahrheit entfernt, nicht wahr?

    Diese Beobachtung ist in erster Linie ein Existenzbeweis. Es gibt nationale Identitäten. Weiß der Geier, was sie ausmacht.

    Der Kulturbezug ist von Übel. Wie lange wird es dauern, bis einer sagen wird, ein Deutscher könne die Bücher eines Portugiesen nicht verstehen, weil ihm der kulturelle Hintergrund fehlt?

    Oder daß nur Deutsche wüßten, was Beethoven bewegt hat?

    1000 Aussagen, von denen heute fast jeder aus eigener Erfahrung weiß, wie absurd sie sind.

    („Nur Chinesen können den Geschmack von chinesischem Essen richtig schmecken.“ …nein, ich sollte aufhören. Übrigens, zum Thema „innere Kreise“, in welchem „äußeren Kreis“ weilt eigentlich Felix Magath? Weil, Integration gibt es ja gar nicht, oder? HEUTE gibt es in der Tat keine Integration mehr, das Gerede von ihr dient nur dazu, ethnische Gegensätze aufzubauen, um sie später politisch auszunutzen. Gewinnen wird dabei keine Seite, das Ganze dient nur dazu, die extremen Kräfte auf beiden Seiten ins gesellschaftliche Aus zu stellen. Habe ich hier behandelt:

    http://bereitschaftsfront.blogspot.com/2012/09/diskurskontrolle-durch-wahlgestaltung.html

    Nur leider wird dadurch das gesellschaftliche Innen zu einem kleinen, öden, sterilen Platz.)

    Es geht nicht um Kultur im allgemeinen, es geht um politische Prioritäten.

    Nun, es gab die Debatte ja schon unter Sarkozy, und sie ist erwartungsgemäß eingeschlafen.

    Über diesen Aufsatz hier kann ich nichts Gutes sagen, fängt schon damit an, daß Aristoteles sich IMMER eingeschleimt hat, besonders schön zu sehen in seiner Erklärung des Nutzes der Philosophie für die Allgemeinheit, und wenn er an anderer Stelle sagt: „Ohne Polis gäbe es überhaupt kein Bedürfnis an rechtem Verhalten.“, dann ist das nichts weiter als eine ehrerbietende Floskel.

    http://www.sezession.de/7356/verortung.html

    Dabei gibt es natürlich lokale Einflüsse noch und nöcher, aber der Text ist reines Geschwafel.

    Die aktuelle Relevanz ergibt sich ausschließlich daraus, daß mit dem Islam ein kultureller Einfluß präsent ist, welcher mit dem Programm zur weltweiten kulturellen Gleichschaltung kollidiert. Nur deswegen kann jemand, der die Worte „unsere Identität“ in den Mund nimmt, darauf hoffen, daß jemands denkt, daß er gerade etwas Relevantes gesagt hat: denn das, und nur das, ist die faktische Relevanz dieser Worte, soweit sie die Gesellschaft wahrnehmen kann.

    Es gibt eine Relevanz darüberhinaus, meiner Ansicht nach, aber sie wird vom Islam überschatten und wahrscheinlich in Europa in absehbarer Zeit nie klar in Erscheinung treten. Das ganze Gerede von „auch wenn die Immigranten keine Moslems wären“ ist in sofern witzlos, da mit Ausnahme von Sekten und dergleichen ausschließlich Probleme mit Moslems vorliegen. Man kann es trotzdem sagen, ich tue es ja auch, aber es ist witzlos.

    Ich bin nicht gerade von meinen eigenen Ergüssen zum Thema „Identität“ durchweg angetan, aber nichtsdestotroz habe ich eine Kategorie „Identitäten“ bei mir eingerichtet.

    http://bereitschaftsfront.blogspot.com/search/label/identit%C3%A4ten

    Nun gut… sonst noch zum Thema:

    Volkstümlich ist das, was dem Volk gefällt. Für mich persönlich das Ohnsorg-Theater, Heidi Kabel, aber ich habe vor kurzem ein bißchen in Georg Hauptmanns „Bahnwärter Thiel“ hineingelesen, und er scheint mir volkstümlich genug.

    Das Volkstümliche muß, wenn es erfolgreich sein will, sich mit den Schwierigkeiten des Volkes beschäftigen, so wie sie eben sind, und es muß das humorvoll oder einfühlsam tun.

    Das Volk ist nicht Volk, weil es das sein will, sondern weil es das sein muß. Deshalb ist jedes Besingen des Volkes etwas ausgesprochen Abartiges, Volk hier als die arbeitenden Massen, deren Illusionen sich verflüchtigt haben. Ein Volk ist etwas besseres als ein Stamm. Dafür kann man es rühmen, aber das ist natürlich nur dann relevant, wenn die Gefahr besteht, daß sich ein Volk auflöst. Und wenn es heute auch diese Tendenz gibt, so ist es doch wenigstens in Deutschland noch lange nicht so weit. Ein Volk mag da schrumpfen und verdrängt werden, wer weiß, auflösen tut es sich noch nicht, jedenfalls nicht in einem offensichtlichen Umfang.

    Wiederum, ich selbst rede von diesen Dingen, weil gesellschaftliche Relevanz kein Kriterium für mich ist. Ich sage aber auch, daß in jedem Volk Kräfte schlummern, welche die eigene Kultur am liebsten beseitigen würden, weil sie über ihre Fassungskraft geht.

    Es ist so, Menschen eines Volkes haben eine politische Tendenz, aber sie haben nicht alle dieselben Kräfte und abhängig von ihren Kräften ziehen sie es vor entweder lieber erdnah oder dem Himmel nahe zu wohnen, und auch aus diesem Grunde sollte man vorsichtig sein, das Volk zu sehr zu rühmen.

    Das ist natürlich die Einstellung der Eliten, sie sehen die Welt genau aus diesem Blickwinkel heraus: mit den Vernünftigen aller Länder können wir arbeiten. Das Problem dabei ist nur, daß ein solcher Zusammenschluß zwangsläufig parasitär und steril ist.

    Aber die Eliten beziehen sich da auf etwas Reales. Und auch diesen Teil der Realität muß man sehen.

    Im übrigen täte eine Gesellschaft sehr schlecht daran, jene auszuschließen, deren Konkurrenz sie fürchtet. Das ist ein sicherer Weg in die Hölle. Ausschließen sollte man den, der woanders glücklicher wird. Das ist das richtige Prinzip. Aber wir leben natürlich in der Welt, in welcher wir leben, und die Menschen erkennen immer nur das, was sie gerade erkennen müssen. Nun denn, so wie es steht, werden sie aber vielleicht doch das eine oder andere von dem, was ich gerade gesagt habe, verstehen.

  • Wunderbar! Phantastisch! Endlich! Ich danke Dir Manfred, endlich öffnen sich die Augen der anderen.

    Und dann auch noch das Lamda. Wie bei Halflife lol..

    Templarii

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