Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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EvilGermans1 150x105 Besetztes Gelände und IslamkritikDie Kontroverse mit pi-news und seinen strammeren Aktivisten hat mir wieder einmal gezeigt, wieviel Schutt noch auf dem „besetzten Gelände“ der deutschen Seele liegt. In einem 2010 erschienenen Kaplakenbändchen habe ich mich an einer Art Archäologie der (Film-)Bilder versucht, die den Blick auf unsere Geschichte und Identität prägen und zum Teil auch verstellen.

Wer eine solche Mission unternimmt, ist nicht nur Schutt-, sondern auch Minenräumer. Eine solche Mine ist etwa die Nazikeule, die immer dann hochgeht, wenn die Frage nach einer deutschen Identität gestellt wird, die über postnational akzentuierte Grundgesetz-Bekenntnisse und ähnliches hinausreicht. Je nach Gegenüber fällt die Antwort mal mehr, mal weniger elastisch oder dogmatisch aus. Es besteht jedoch allgemeine Einigkeit, daß man als Deutscher um eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts nicht herumkommt. Meine Zugangsweise ist hier vor allem die eines Psychologen der „Seelengeschichte“ der Deutschen.

Aus dieser Sicht ist der in der „islamkritischen“ Szene verbreitete USA/Israel-Surrogat-Nationalismus, der bezeichnenderweise immer in dieser keineswegs zwingenden Kombination auftaucht, eher ein psychologisches als ein politisches Phänomen. Ähnlich ist es vermutlich um das „Feindbild Muslim“ bestellt, das über weite Strecken auch als Projektionsfläche für unbewältigte eigene Befindlichkeiten herhalten muß.

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Martin Lichtmesz auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Revisionen
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1,266 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Besetztes Gelände und Islamkritik

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42 Antworten auf Besetztes Gelände und Islamkritik

  • „Stürzenberger erweckt mit seinen Attacken gerne den Eindruck…..“ Herr Lichtmesz, sagen Sie mir was, bitte was finden Sie an diesem Islam gut ???

    Ich kann Ihren Ausführungen nur mit zunehmender Fasssungslosigkeit folgen.

    • Martin findet am Islam überhaupt nichts gut, nur ist das nicht sein Thema. Sein Thema ist die Art und der Stil der Kritik daran.

      • Lisje, ich habe mir den Artikel nochmal Satz für Satz unter dem Gesichtspunkt Deiner Kritik angeschaut. Beim besten Willen: Ich kann überhaupt nicht erkennen, wie man darin irgendeine Form von Islamapologetik hineinlesen kann.

    • Ich verstehe nicht, wieso manche Leute meinen, daß man ständig etwas entweder „gut“ oder „schlecht“ finden muß, statt ein Ding einfach mal in seinem So-Sein zu beschreiben. Zweitens ist mir so eine Fragestellung zu unkonkret. Für wen oder was ist „der Islam“ nun „gut“ oder „schlecht“, und inwiefern? Da wird es doch erst interessant. Aber wenn ich schon eine pauschale Aussage machen soll, dann fällt es mir natürlich leicht zu sagen, daß der Islam kulturell/religiös/ästhetisch einfach nicht zu Europa paßt und in vieler Hinsicht sein Antipode ist. Für einen anderen Menschentypus mag er aber genau das Richtige sein. So hat es schon T. E. Lawrence gesehen, der ein Kenner und Liebhaber der Araber und auf ihre Fähigkeit zum „Unterkomplexen“ geradezu neidisch war, dabei aber niemals die Illusion hegte, als Europäer könnte man einer werden. Mir ist die Welt der Moslems kulturell/religiös/ästhetisch eher antipathisch, ich hätte indessen weitaus weniger affektiven Widerwillen gegen den Islam, wenn er bzw die von ihm geprägten Völker sich nicht täglich vor meiner Haustür ausbreiten und dabei immer mehr und mehr Forderungen stellen würden.

      Was denn angeschnittenen Satz betrifft, so sagt er nur aus, daß es einfach nicht stimmt, islamische Länder (ich habe Iran als Beispiel genannt) als bloße Kasernen voller Dschihadroboter auf Welteroberungstrip und totalitär Unterdrückter zu sehen, die nur darauf warten, daß man endlich den kleinen Amerikaner in ihnen befreit… und dieses Bild wird von manchen „Islamkritikern“ ja gerne gemalt, wenn sie einmal in Fahrt gekommen sind, wie man bei Stürzenberger am zwischentag live erleben konnte. Und daß dieses Bild frappante Ähnlichkeit mit dem alliierten (insbesondere US-) Propaganda-Image Deutschlands im 2. WK hat.

      • Nichtsdestotrotz hat sich der Islam in den ersten Jahrhunderten seit seiner Erfindung rasend schnell ausgebreitet, bis nach Indien. Wohl auch ohne „Dschihad-Roboter“. Bis in´s neunzehnte Jahrhundert hinein hat die islamische Welt Europa attackiert.

        Ich stelle die Kernaussage Ihres Artikels nicht in Abrede, aber offensichtlich ist der Islam für die nichtislamische Welt eine große Gefahr, auch ohne dass alle oder auch nur die Mehrzahl der Moslems fanatisch und gewaltbereit sind.

    • Kleine Anmerkung: Im Dritten Reich erschienen mitten im Krieg neben der üblichen Propaganda erstaunlich sachliche und um relative Objektivität bemühte Bücher über die Kriegsgegner. Zumindest zwei sind mir bekannt. Über die USA das noch heute lesenswerte Buch „Der maßlose Kontinent“ von Giselher Wirsing und über die Sowjetunion „Russland 1941. Volk, Kultur und Wirtschaft“ von Herbert Kraus, der 1940 als offizieller Abgesandter des Reiches das Land besucht hatte. Besonders letzteres ist heute wirklich verblüffend zu lesen. Vergleichbares über das Dritte Reich/Deutschland gab es in den USA meines Wissens niemals (und in der Sowjetunion wohl schon gar nicht). Indessen wurde Kraus von einer NS-Stelle „untragbare Objektivität“ vorgeworfen. (Ähnlich komme ich mir auch vor, wenn ich plötzlich als Islamophiler oder sonstiger Diversant schubladiert werde.) Die Soldaten an der Ostfront wurden zweifellos mit anderem, weniger differenziertem Material gefüttert, wie es auf den anderen Seiten der Front auch nicht anders war. C’est la guerre! Hier könnte ich mich mit Manfred bezüglich der „Lanze“ für Stürzenberger einigen, sofern man das als eine Kompetenzen- und Zweckmäßigkeitsfrage sieht. Dies bedarf aber einer klugen Steuerung, und die gibt es leider selten genug.

  • Das eingelöste „Bekenntnis“, dass wir uns „befreit“ fühlen sollen, kommt mir zunehmend vor wie die in den stalinistischen Schauprozessen abgelegten Dankes-Hymnen der Verurteilten an Stalin kurz vor ihrer Hinrichtung. Wir sollen „dankbar“ sein für den Verlust von fast einem Drittel unseres Landes, für viele Millionen Ermordete und Vertriebene, für die Verbrechen von „Bomber Harris“ („do it again“!) – und nun auch noch für den Verlust unserer Identität. Denn darum geht es zur Zeit – Islam hin oder her: das letzte uns Verbliebene, die Identität von uns Rest-Deutschen im kleinen Rest-Deutschland zwischen Rhein und Oder, soll uns nun auch noch mittels Fuchteln mit der „Nazi-Keule“ ausgetrieben werden – als ob es die UNO-Resolution 260 nicht gäbe, wonach es ein Grundrecht jedes Volkes ist, seine Identität zu wahren. Niemand hat das Recht, ihm diese durch Überfremdung und Massenzuwanderung Fremder wegzunehmen! Die Gründung einer „Deutsch-Türkei“ im Lebensraum des deutschen Volkes ist Völkermord – genauso wie die Ausrottung der Indianer-Stämme durch die weißen Siedler! Wenn uns dieses Grundrecht auf Wahrung der Identität garantiert wäre, bräuchten wir uns um den Islam nicht zu kümmern, weil er uns nicht gefährlich werden könnte. Wir könnten unsere Kultur gegen die Eindringlinge verteidigen. Darum ist „Islamkritik“ ein Surrogat unserer bereits hoffnungslosen Lage: Wenn wir die nationale Selbstbestimmung nicht wiedererlangen können, ist eh alles verloren!

  • Je nun, ich habe mir den Film angesehen. Meine Lehren daraus.

    1. Frauen sind ungerecht.
    2. Ungerechte Männer haben keine Vorstellung von wahrer Männlichkeit, sondern frönen einem Härtefetisch.
    3. Die Weisheit des Alters ist, daß der Lehrer eh nichts merkt.
    4. Und die wahre Männlichkeit ist, sich an weisen Männern ein Vorbild zu nehmen.

  • Ich kann mich, so sehr ich gegenüber Herrn Stürzenberger auf Martin Lichtmesz‘ Seite stehe, inzwischen auch nicht mehr des Eindrucks erwehren, dass der Islam in seinem oft aggressiven Auftreten, seinem Allmachtsanspruche doch, wohl ganz ungewollt, ob der Gegenposition zu Stürzenberger, eine indirekte Verharmlosung erfährt.

    Lichtmesz geht, wenn man so will, Stürzenberger auch auf den Fascho-Nazileim.

    Die deutschen Nationalsozialisten sahen zwar in faschistischen Systemen ihre Verbündeten gegen die Plutokratien, hatten aber als Grundkonzept eine in ihrem Sinne angelegte Meritokratie vor (setzten diese in der kurzen Zeit ihrer Herrschaft auch in erheblichem Umfange durch), also ein glattes Gegenteil des traditionellen faschistischen Ständestaates.

    Es mag in der Natur der Gepoltheit und intellektuellen Schlichtheit eines Herr Stürzenberger liegen, dies zu übersehen, wirkt aber enttäuschend, wenn ein Martin Lichtmesz dies, angesichts der mehr oder weniger indirekten Nazi-Vorwürfe auch gegen ihn selbst zumindest nicht hinreichend unterscheidend klarstellt.

    So wird alles zu Brei: italienischer und spanischer Faschismus, deutscher Nationalsozialismus, Islamfaschismus. Wobei das Nationale für den Islam ja gar keine Rolle spielt…

    Ansonsten, auch was den Ersatznationalismus (in bezug auf die USA und Israel) Stürzenbergers und dessen Adepten anlangt, hat Lichtmesz natürlich recht. (Zum Thema „Befreiung“ will ich gleich gar nichts sagen.)

    Geert Wilders, jene PI-Ikone, forderte ja schon, wenn ich mich recht erinnere, ein Verbot des Korans analog zu jenem von „Mein Kampf“.

    Das ist nicht einmal mehr lächerlich.

    Soll ich jetzt etwa, angesichts dessen, was da drinsteht, auch ein Verbot der Thora fordern?

    Sowas ist entweder beknackt oder hinterhältig.

  • Eigentlich hatte Manfred zu diesem Thema zuletzt gesagt, was zu sagen ist. Auch jetzt sagt es auf PI gerade noch einmal Theobald Krude unter dem Titel „Islam, Islam, Islam“ in etwas einfacheren Worten. Ich hoffe, dass das neue IfS-Bändchen mit dem Titel „Ist der Islam unser Feind?“ nicht erneut hinter das von diesen beiden Artikeln bereits erreichte Niveau zurückfällt. Metapolitische Besserwissereien gegenüber dem politisch erfolgreicheren PI brauchen wir nicht. Der wirkliche Feind sind diverse Rechtspraktiken, die in Verfassungen und Völkerrecht, insbesondere Europäische Menchenrechtskonvention ihre Grundlage haben und sich nur sehr schwer ändern lassen. Bislang haben weder PI noch Sezession noch JF oder IfS etwas in Bewegung setzen können, was so eine Änderung in greifbare Nähe rückt oder auch nur klar benennt. Beide leisten nur machtferne Vorarbeit. Zu echter politischer Arbeit gehört, dass man seine Verbündeten vielleicht mal lobt aber nie ungefragt belehrt oder niedermacht. Deshalb verspreche ich mir von der Freund-Feind-Fragestellung wenig erhellendes.

  • Bevor ich eine Partei wie DF gründe, würde ich erst einmal eine Web-Kampagne zur Änderung des Asyl- und Aufenthaltsrechts und einen darauf gegründeten Expertise- und Lobby-Verein gründen. Ähnliches hat ein Brite mit MigrationWatch mal vorgemacht. Sarrazin wusste sehr gut, warum er bei DF oder Pro nicht mitmachen kann. Die machen den zweiten Schritt vor dem ersten. Aber auch da erreichen sie etwas vorpolitisches, und nach Rat von IfS haben sie nicht gefragt. Der könnte wie das Röhren eines ebenso vorpolitischen und auch nicht machtnäheren Platzhirsches rüberkommen.

  • Es ist
    der Stil, der
    nervt, diese zu dick
    aufgetragene Metaphorik.
    Hab’s nur bis zum ‚Weiterlesen‘
    durchgehalten. Eine Keule, die mir
    alsbald als Mine verkauft wird,
    das ist comichaft, aber
    nicht originell oder
    erhellend. Und
    die Sache,
    um die es
    eigentlich geht,
    ist bei dem ganzen
    polarisierenden Hin und
    Her längst zu eim Vehikel
    umfunktioniert worden, das vor
    allem die Eitelkeit befördert. Die Frage
    ist, ob man sich angesichts der
    fortgeschrittenen Stunde so
    einen Hickhack noch
    leisten kann. Das
    ist, was nervt.
    Wie anders
    dagegen
    diese tolle
    Aktion in Poitiers …

    • Die
      Hüter der
      „Neuen Spryche“
      mit ihrem nüchternen,
      un-nervenden, uneitlen,
      originell-erhellenden Stil
      und Zeilenumbruch
      haben
      offenbar nicht
      bedacht, daß Keulen
      geschwungen, Gelände
      aber vemint
      werden.

    • Wow !!!
      Fühl mich geehrt.
      Lichtmesz hat versucht,
      den schwingenden Gestus
      der Zeilen à la Eo zu imitieren.
      Oder auf deutsch gesagt nachgeäfft.
      Nur – mit dem Umbruch allein
      ist es halt nicht getan. Tut
      mir leid, aber so sieht
      das aus wie
      Hund.

      • Er übt diese affektierte Marotte ja auch nicht seit Jahren.

        • Ach, Manfred,
          ich pfleg auch noch
          paar andere Marotten und
          – fühl mich gut dabei. Du kannst
          mich gerne mal in meim Laden besuchen
          kommen und Dich davon überzeugen. Und an
          der Sprache vergreife ich mich ja auch ab und an.
          So ist die inzwischen recht oft verwendete
          Prägung Mihigru – um das mal zu sagen –
          von Eo; so etwa 2005 entstanden,
          weil mir diese Politformel
          ‚Migrationshintergrund‘
          schrill in den Ohren
          klang und es mich
          gereizt hat, sie
          dem Gespött
          preis zu
          geben.

          • Ich schätze Deine Marotten, aber es muss nicht jeder ein eo-Marotten-Profi sein. In Deinem Laden besuche ich Dich gerne einmal, auch wenn ich die Öffnungszeiten etwas merkwürdig finde:

            http://www.eoscheinder.de/Salve%20Lesungen.htm

            Vielleicht sollte ich auch einmal bei Dir lesen?

          • Na prima.
            Dann freu ich
            mich auf Deinen
            Besuch; denke mal,
            wir werden genügend
            Gesprächsstoff finden. Nun,
            was die Öffnungszeiten angeht,
            das sind so Kernzeiten. Bin natürlich
            auch zu anderen Zeiten dort zu erreichen,
            aber da ist eine Absprache per Email
            oder Telefon schon besser.Die ID
            bei mir im Laden zu lesen, ehrt
            mich, (könnte von mir sein),
            aber wenn mehr als 25
            kommen, ist es richtig
            voll. Alles weitere
            am besten über
            Email. Meine
            ist die mit
            Salonis.

  • Geert Wilders, jene PI-Ikone, forderte ja schon, wenn ich mich recht erinnere, ein Verbot des Korans analog zu jenem von “Mein Kampf”.

    Das ist nicht einmal mehr lächerlich.

    Ein Verbot des Korans ist offensichtlich unrealistisch. Es geht dabei um das durchbrechen der politischen Korrektheit, die den Koran ein heiliges Buch nennt. Die Verbotsforderung ist eine wirkungsvolle Provokation. In der Realität dagegen fordert PI dazu auf den Koran zu lesen und Stürzenberger hat bei öffentlichen Auftritten gerne den Koran in der Hand.

    Genauso albern ist es wenn Lichtmesz den Unterschied zwischen einem Dokumentarfilm und einem Spielfilm erklärt. Den Unterschied kennt jeder.

    Umgekehrt gibt es ebenfalls Verstehensprobleme, denn da hört sich manches als Islamapologetik an. Da sprechen beide Seiten scheinbar eine unterschiedliche Sprache.

  • „Genauso albern ist es wenn Lichtmesz den Unterschied zwischen einem Dokumentarfilm und einem Spielfilm erklärt. Den Unterschied kennt jeder.“

    Das dachte ich auch, bis mich Stürzenberger eines Besseren belehrt hat.

  • Ich möchte mich anlässlich meines Erstkommentars hier bei Herrn Klein-Hartlage für seinen Blog bedanken, der bezüglich seiner analytischen und begrifflichen Schärfe seinesgleichen sucht; lediglich Lichtsmesz Artikel erreichen das hiesige Niveau.

    Auch dem Kommentator Meyer sei für seine wertvollen Beiträge gedankt. (Was ist mit Ihrem Blog? Wie gelange ich an das Passwort?)

    @Thema

    Der Sachverhalt Islam-globalistische Elite-Wir ist auf diesem Blog hier oft genug und treffender herausgearbeitet worden, als ich es hier tue, aber dennoch:

    Der Islam ist nicht das Hauptproblem unseres Volkes, obwohl er eine existentielle Bedrohung darstellt, genauso wenig wir er ein gleichberechtigtes Problem unter mehreren (Demographie, Bildungskrise, allgemeiner Sittenverfall etc.) darstellt.

    Die islamische Folge ist vielmehr notwendige und zwingende Folge der globalistischen Politik der westlichen Eliten sowie deren Akkzeptanz durch die westlichen Massen, dadurch ist sie bedingt und überhaupt erst möglich gemacht.

    Das ist für den Leser dieses Blogs natürlich trivial, und deshalb ist die Debatte zwischen PI und sezession auch relativ schnell ins Belanglose abgeglitten, weil es eben keine Diskussion auf gemeinsamer Grundlage war, sonder der eigentliche Sachverhalt von beiden Sachen klar erkannt wurde, aber eben wegen der Angehörigkeit zu grundsätzlich verschiedenen Lagern anders bewertet werden: Bei solchen Konstellationen kann es zu keiner argumentativen Lösung kommen.

    Heute gibt es in Deutschland drei relevante Kräfte:

    – die globalistisch-liberalen
    – die islamischen
    – die deutschen

    Die islamischen Kräfte sind hierbei in jeder Hinsicht als Werkzeug der globalistischen Kräfte zu werten, die deutsche Identität (gemeinsam mit der aller anderen europäischen Völker (was aber im Grunde deren Problem ist)) in rassischer und kultureller Vermassung aufzulösen.

    Das ist natürlich ein gefährliches Spiel, da man ja nicht die eine Identität durch die andere ersetzen will, sondern identätslose Konsummassen haben will.

    Die globalistische Agenda muss als den Seiltanz bewältigen, die identitäre Kraft der eingewanderten Massen in Amerika (Mexikaner) und Europa (Moslems) im Kampf gegen die autochthonen Identitäten zu unterstützen, aber ein über-das-Ziel-hinausschießen, etwa die Errichtung eines islamischen Gottestaates, zu verhindern.

    Das ist eben der Punkt, der viele der naiveren Leute auf PI irritiert, dass die gleichen Leute für Homoehe und Masseneinwanderung sind.

    Hier wird die Rechnung des globalistischen Programm nicht aufgehen.

    Die islamischen Massen werden nicht der westlichen Dekadenz verfallen.

    Die islamischen Massen werden die liberalen, dekadenten Systeme in den europäischen Ländern beseitigen.

    Das ist unsere einzige Hoffnung, gegen den globalistischen Weltfeind zu bestehen, denn wir selbst sind zu schwach dazu.

    Wenn das System auf diese Weise kollabiert ist, DANN gilt es die Moslems im Bürgerkrieg um unser Land zu schlagen.

    Und das ist dann auch das Ende unseres Konflikts mit der islamischen Welt.

    • Danke für den Kommentar und danke für die Blumen, aber – hüstel – müssen Sie sich ausgerechnet „Faschist“ nennen? Für gewisse Leute ist das ein gefundenes Fressen.

      • … Dito, das würde auch die Rezeption in den SiN-Kommentarspalten erheblich erleichtern. Sonst schmeckt sowas immer ein wenig nach Agent Provocateur.

        • „müssen Sie sich ausgerechnet “Faschist” nennen? Für gewisse Leute ist das ein gefundenes Fressen.“

          Dem kann ich natürlich nachkommen und werde hier von nun an unter dem Pseudonym Mauretanier kommentieren.

          Mir stellt sich die Frage, ob man sich der Begriffshoheit der Gegenseite so ohne weiteres beugen sollte, oder ob man Anstalten machen sollte, eine Umdeutung gewisser Kampf- und Schmähvokabeln zu versuchen.

          Beide Vorgehensweisen können gute Argumente ins Feld führen.

          • Gut, nach allem, was ich gelesen haben, habe ich auch vermutet, daß der Mauretanier gemeint war. Es wäre gut, wenn Sie das auf SiN auch so halten würden. Unlängst hat sich ja auch Stürzenberger darauf gestürzenbergert, als er auf PI eine Revue der SiN-Kommentare brachte, die ihn besonders geärgert haben.

          • Hmm, wären Sie doch bei Faschist geblieben!

            Solche Bekundungen sollten indessen nicht den Blick dafür verstellen, daß Jünger mehrfach eingeräumt hat, daß seine Marmor-Klippen direkte Bezüge zum Dritten Reich haben und daß zumal einzelne Figuren des Werkes bestimmten Gestalten aus der Führungsriege des Dritten Reichs nahekommen: so der „Mauretanier“ Braquemart dem durch „Menschenverachtung, Atheismus und große technische Intelligenz“ geprägten Typus, der – nach Jünger – durch Goebbels und Heydrich repräsentiert wurde.

            Ich hatte Sie zuvor weder mit Goebbels noch mit Heydrich identifiziert…

      • Ich denke, seine Internetpersona ist schlicht ein Faschist.

        Also nach dem, was ich bisher bei Sezession so von ihm gelesen habe.

        Macht es einfacher. Klare Ausweisung der theoretischen Fundierung, kann man doch nichts gegen haben, außer vielleicht, daß es langweilig ist, weil man auch selbst aus den Grundaxiomen der jeweiligen Weltanschauung die Stellungsnahme zum gegenwärtigen Thema ableiten könnte.

    • Ich halte, um das auch einmal deutlich zu sagen, überhaupt nichts von diesem um sich greifenden PI-Bashing. Sicher wird dort vieles aus einer liberal-globalistischen Perspektive geschrieben, was aber damit zu tun hat, dass das die herrschende Leitideologie ist, deren Prämissen von vielen erst einmal unhinterfragt übernommen werden.

      Einer, der feststellt, dass die etablierten Parteien samt ihrem Medien- und Ideologenanhang ihr Gerede von Menschenrechten, Demokratie und Grundgesetz durch ihr Handeln Lügen strafen, hat schon einen Riesenschritt zu richtiger Erkenntnis getan. Dass die Masseneinwanderung Teil eines Paradigmas ist, das von der liberalen Ideologie ausgeht, aber mit Liberalität im positiven Sinne des Wortes nichts zu tun hat, ist das,was ich behaupte, und wäre dann der nächste Erkenntnisschritt.

      Mir selbst hat PI noch nie ein Problem bereitet, wenn es darum ging, dort einen Text zu veröffentlichen, einschließlich solcher Texte, die die liberale Islamkritik kritisieren. Dass ich dort nicht mehr schreibe, liegt einzig und allein an mir und meinem chronischen Zeitmangel, nicht an PI. Sucht also bitte Feinde dort, wo sie sind! PI gehört nicht dazu!

      • Nun, ich betrachte die USA als Deutschland gegenüber feindlich gesonnen, zumindest hat die Durchsetzung der US-Politik Nachteile für Deutschland. Ein Beispiel ist die Aufnahme der türkischen „Gastarbeiter“ in der BRD, die von den USA erzwungen worden ist. Ein weiteres Beispiel ist das Drängen der USA bezüglich der Aufnahme der Türkei in die EU.

        Meiner Meinung nach ist jemand der so vehement proamerikanisch ist wie PI zumindest kein Freund. In der Lage, in der wir uns befinden, halte ich es für einen großen Fehler, ein Bündnis zu suchen mit jemandem, der kein Freund ist.

        • Das USA-Flaggenschwenken von PI hat doch gar keine realen politischen Auswirkungen, genausowenig wie die Israel-Schwärmerei. Und sowohl „die USA“ wie auch Israel pfeifen auf solche Fans, die sie gar nicht nötig haben. Das sind doch letztlich alles nur Camouflagen eines verschütteten Nationalbewußtseins, das sich nicht anders zu artikulieren weiß. Zum Problem kann das werden, wenn diese Erkenntnis blockiert wird durch die Holzklötze und -köpfe, die sich auf pi tummeln und gern den Platzhirsch markieren, aber „Feind“ wäre zuviel gesagt.

    • Geehrer Mauretanier,

      Ihre Kommentare verfolge ich schon seit langer Zeit – und zwar durchweg zustimmend. Ich habe sie immer als einen Lichtblick empfunden. Ich finde es aus zwei Gründen schade, Ihr altes Pseudonym abgelegt zu haben. Ich habe die Provokation des Namens als frischen Wind angesehen. Manchmal ist die konservative Bude zu angestaubt und zu angepaßt. Aber: Ich sehe auch die Problematik, die angesprochen wurde. Namen sind Schall und Rauch: Meyer, Müller, Schulze eben. Nun wiederum: Gute Wahl.
      Ihren Ansichten zu den Texten MKH und LM kann ich nur vollzustimmen. Als Boxer sehe ich ihnen die Kombination aus Führhand und Schlaghand (wer nun wer ist, ist wurscht!).
      Mein Pseudonym drei Fingerbreit neben diesen beiden Namen (!) gefunden zu haben, ehrt mich, trifft aber nicht zu. In der Ballsportsprache gesprochen sind das die Spielmacher. Ich werfe lediglich mal einen Ball ein, wenn er ins Aus gelangt, oder trete einen Freistoß. Mein Blog war unbedeutend und der Aufwand wurde aufgrund zustätzlicher beruflicher Belastung beendet. Anlaß war dessen (unbeabsichtigter) Sperrung seitens wordpress, die sie dann nach Monaten beendet hatten.

      Ideen für eine Neuauflage eines Blogs bestehen. Genaugenommen für zwei Blogs. Der eine könnte wohl durch „ernstfall.org“ unnötig geworden sein. Der andere sicher nicht.
      Thema wären die Dinge, die auf Sezession nicht angesprochen werden können – und Dinge, für die man sich zu fein ist, oder von denen man schlicht keine Ahnung hat. Aber die Realisierung eines Blogs kann ich derzeit nicht absehen.

      Dieser Streit war im Übrigen fruchtbar. Auch für mich. Bei ruhiger Überlegung, welcher Gegner der langfristig gefährlichere ist, bin ich dazu gekommen, daß es „der Islam“ ist. Bei der Frage, welcher Gegner der akutere ist, bin ich beim „Liberalismus“ (ohne nun Roß und Reiter zu benennen) geblieben.
      Zudem sehe ich auf PI von Teilen der Kommentatoren Bewegung – und Andeutungen, daß sie wissen, wo der Bartel den Most holt. Selbst „Kewil“ macht ja seit Jahren Bewegungen im Schneckentempo.

      Es kommt lediglich darauf an, den Liberalismus in sich selbst zu überwinden, den jeder innehat. Es ist Bequemlichkeit, sonst nichts, der ihn aufrechterhält. In dem Maße, in dem man von zuhause geprägt wurde, hat man nun Glück gehabt (oder eben nicht). In dem Maße, in dem man eigenständige Erfolge diesbezüglich hatte, möchte man diese teilen. Wie ein Programmierer, der seinen Quellcode als „open source“ veröffentlicht. – Das ist einer der Antriebe zu schreiben.
      Die Anzahl der Menschen, die das erreicht, sich mental, intellektuell und körperlich zu „entliberalisieren“, bildet die Selekta, die Selbstauswahl. Wir alle durchlaufen in dieser Zeit einen solchen Prozeß. Das war, nebenbei bemerkt, schon immer so. Es ist niemals ein Zustand, es handelt sich immer um einen Fortgang um dauernde Anstrengung. Wer glaubt, man könne dauerhaft innehalten und den erreichten Status bewahren, wird alt: mental, intellektuell, körperlich.

      Jemand, der sich selbst als Faschisten bezeichnet, rekuriert aus meiner Sicht auf aus der Antike inspirierte Lösungen, für ewig gleiche, existenzielle und machtreale Lagen, Infragestellungen.
      Exakt dies tat Machiavelli.

  • Dieser Streit war im Übrigen fruchtbar. Auch für mich. Bei ruhiger Überlegung, welcher Gegner der langfristig gefährlichere ist, bin ich dazu gekommen, daß es “der Islam” ist. Bei der Frage, welcher Gegner der akutere ist, bin ich beim “Liberalismus” (ohne nun Roß und Reiter zu benennen) geblieben.

    Darf man wissen, wie Sie zu dieser Einschätzung kommen (… ich würde es nämlich genau umgekehrt sehen)?

  • @Meyer
    „Ideen für eine Neuauflage eines Blogs bestehen. Genaugenommen für zwei Blogs. Der eine könnte wohl durch “ernstfall.org” unnötig geworden sein. Der andere sicher nicht.“

    Könnten Sie diesbezüglich bitte ausführlicher werden? Wir überlegen uns gerade, welche Schwerpunkte wir künftig setzen wollen, und Rückmeldungen dazu interessieren mich sehr.

  • @ Martin

    Sie schreiben:

    „Das USA-Flaggenschwenken von PI hat doch gar keine realen politischen Auswirkungen, genausowenig wie die Israel-Schwärmerei.“

    Dem kann ich leider nicht zustimmen.

    Die Bandbreite reicht eben (etwas erweitert betrachtet) von der Zeit über Springer über „Die Achse des Guten“ bis zu PI, das dann, den letzten Rest zu unterwerfen, wenisgtens zu verwirren, protektioniert.

    Wenn PI und Entourage so irrelevant wären, wieso wurde in den letzten Tagen dann hier so ausführlich darüber diskutiert? War das eine Scheindebatte?

    Sie schaffen und bedienen ein bedauerlich attraktives (historisch verständliches, dadurch aber nicht füglicheres) Zerrbild, was Sie bezüglich deren Islamkritik ja selbst wortreich aufs Korn nahmen, liefern antinationalen Kräften so wie bestellt wohlfeile Argumente, vereinseitigen die Lage im Sinne der genannten Mächte, sind damit unserem Lande unterm Strich bislang bestenfalls nicht förderlich.

    Sie spalten, schwächen, wohl meist unbewusst, zu diesem Behufe aber ganz bewusst eingesetzt, die patriotischen Kräfte.

    Ich lasse mir gerne dawiderhalten, ich täte das selbst, weil ich das Offensichtliche sage.

    Wer die Lage kennt, wird dazu aber kaum stichhaltige Argumente finden, meine ich.

    Und: Sollten es in erheblicher Zahl, wie es hier, nicht wörtlich, für mich aber sinngemäß, von Manfred her schon anklang, noch unbewusste Kinder sein, so gehören sie eben noch anständig aufgeklärt.

    (Noch zum Bedenk: Ich behaupte, dass korrektheiten.com mit einer nur halbwegs vergleichbaren derer Protektion schon mindestens 5-10 mal so groß wäre, wie die Seite bislang in ihrer Reichweite ist. Selbst meine.)

    • Ich kann diesen Scheiß nicht mehr hören! Medien, einschließlich Blogs und deren Leser sind doch keine stalinistischen Parteikader, die irgendeine „Linie“ vertreten. Dieses ganze „Mit denen nicht und mit denen nicht und mit denen auch nicht“, dieses sterile Ideologentum hängt mir so zum Hals raus! Es geht darum, so viel Öffentlichkeit wie möglich zu erreichen, und jede Plattform, wo das möglich ist, ist gut!

      Nochmal, obwohl ich es schon öfter gesagt habe: Ich habe weiß Gott mehr als einmal die Unterschiede zwischen meinen Ansichten und denen der liberalen Islamkritik benannt, und dies auf höherem Niveau, als die meisten PI-Basher je erreichen werden. Ich habe sie sogar auf PI selbst ausführlich dargelegt. Aber Meinungsverschiedenheiten sind eine Sache, die Einschätzung der politischen Lage ist eine andere. Wer nur mit dem kann, der hundertprozentig dasselbe sagt wie er selber, ist politikunfähig!

      Ich habe dem, was ich hier gesagt habe,

      http://www.sezession.de/34397/eine-lanze-fur-michael-stuerzenberger.html

      nichts hinzuzufügen, und wer keine neuen Argumente bringt und nur die immergleichen abgedroschenen, wirklich bis zum Erbrechen durchgekauten Anti-PI-Sprüche bringt, kann woanders kommentieren.

      • @ Manfred

        Na, da hast Du mich ja mal saftig abgewatscht.

        Ich will daher nur kurz antworten.

        Auch wenn Du das für „steriles Ideologentum“ hältst (vielleicht erhellte das folgende aus meinen bisherigen Worten nicht hinreichend): Ich meine, dass die Islamkritik ein sehr wichtiges Feld ist, aber auch bezüglich der Geld- und Wirtschaftspolitik, der EU, der aggressiven NATO-Kriegspolitik (Brzezinski-Doktrin) ein Minimum an gemeinsamen Vorstellungen und klar vorgetragenen Zielsetzungen notwendig ist, um politikfähig zu werden bzw. zu sein.

  • (Nachtrag)

    Eben habe ich PI aufgemacht und lese gleich das:

    „Die oft zitierte Joschka-Fischer-Doktrin: „Deutschland muss von außen eingehegt, von innen heterogenisiert, quasi ‚verdünnt’ werden“ hat sich heute als oberste Handlungsmaxime unserer politischen Führung durchgesetzt.“

    Für wen arbeitet dieser Mann?

    War das nicht der, der in den Irak wollte (natürlich nicht selber als Soldat)? („Invite and invade“?)

    Ist er jetzt nicht in Princeton oder so amerikanischer Deutschlandunterwerfungsverdienstprofessor, h.c.?

    Wie blöd sind die bei PI?

    So blöd?

    (Ich gebe zu, dass ich den Rest des Artikels nicht mehr gelesen habe. Meinem Sohn war grade schon schlecht.)

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