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zwischentag logo2 150x44 Klartext über den zwischentag?   Eine Sehhilfe für den rbb FilmLeider – muß ich sagen – ist eine meiner Hoffnungen immer noch nicht gestorben: eines Tages auf ein Film-Team zu stoßen, daß der Differenzierung nicht nur fähig ist, sondern auch Willens, es sich selbst und den Zuschauern nicht allzu leicht zu machen mit der Interpretation eines ihnen fremden Phänomens. Auf dem „zwischentag“ war der rbb – herausgekommen ist ein Scherbenhaufen.[weiter, noch 525 Wörter]

Götz Kubitschek auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Nicht kategorisiert
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585 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Klartext über den „zwischentag“? – Eine Sehhilfe für den rbb-Film

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28 Antworten auf Klartext über den „zwischentag“? – Eine Sehhilfe für den rbb-Film

  • Zweimal Fahrkarte geschossen. Schlage vor, die Übung zu wechseln.

    • Ergänzender Hinweis: Medientraining ist zweckmäßig, wenn man auch niur einmal in die Verlegenheit kommt. Das wichtigste ist das gleiche, wie beim Boxen: Das Gegenüber zu analysieren. Bsp.: Anhand von Stellung und Abstand Interviewer/Kamera/Interviewter, kann sich schon viel ablesen lassen. Nahe Kameras sind das sicherste Indiz. Die kann zoomen, trotzdem ist das Bild freundlicher. Kamera ohne Schminke? Das macht in der Profiszene niemand, zumindest nicht, wenn künstliches Licht eingesetzt wird.

      Was habe ich gelernt? Vertraue niemals einem Interviewer. Vertraue noch weniger dem Kameraführenden. Und man läßt sich das Gespräch nicht führen, sondern bestimmt das, was man loswerden will und beschränkt das Interview darauf. Mehr als eine Kern“message“ versteht der Empfänger sowieso nicht. Gib dem Schneider gar nicht die Möglichkeit, etwas anderes als die Kernmessage zu zeigen, weil man nichts anderes äußerst, als diese. Zehnsekundeneinspieler sind bereits eine televisionäre Ewigkeit, aber noch nicht einmal ausreichend, um auch nur einen Gedanken im Kleinstansatz zu begründen, selbst bei gutmütigsten und wohlwollendsten Interviewer.

      Will man die Situation beherrschen, dann braucht es eine eigene Kamerführung, eigene Kamerleute und eigene Schneider/Mediengestalter. Und wer schaut schon RBB? Ein guter Youtube-Kanal ist effektiver.

      Feindbeschuß ist nun ausreichend geübt worden. Nun wird es Zeit, selbst schießen zu lernen, wenn man sich auf das televisionäre Gefechtsfeld begeben will; im geistesbürgerkriegerischen Sinne gesprochen.
      Wenn man so etwas macht, so ist der Qualitätsmaßstab die ästhetische, formelle und inhaltliche Qualität der Sezession als Zeitschrift – übertragen auf das Telemedium. Vor der Kamera ist man entweder ein guter Schauspieler oder eben nicht. Ich bin es nicht, ich will es auch nicht.

      Nachrichten, Doku oder Spielfilm ist letztendlich immer das gleiche: Illusionen erzeugen. Man spricht niemals den Verstand an, sondern nur die Emotionen. Die Message ist visuell und akustisch, niemals in dem geäußersten Inhalt selbst. Dieser ist nur Begleittext. Den nehmen bestenfalls 10% der Zuschauer wahr.

      Und! Selbst ich weiß, trotz professionellen Medien- und Interviewtrainings, daß ich nichts weiß und auf „diese Scheiße“ keinen Bock habe. Aber leider ist sie äußerst wirksam, wenn man es 100%ig macht.

      • Und man läßt sich das Gespräch nicht führen, sondern bestimmt das, was man loswerden will und beschränkt das Interview darauf. Mehr als eine Kern”message” versteht der Empfänger sowieso nicht. Gib dem Schneider gar nicht die Möglichkeit, etwas anderes als die Kernmessage zu zeigen, weil man nichts anderes äußerst, als diese.

        Dann wäre nur noch die Frage zu klären, wie man das macht??

      • Sehr geehrter Leser
        Gehen Sie davon aus, daß Herr Meyer weiß, wie man es macht. Ich denke, so etwas läßt sich als Kommentar kaum beschreiben, dazu bedarf es praktischer Anleitung und Übung.

        Sehr geehrter Meyer
        Da Sie vom Intellekt und auch von der Wissensvermittlung her in „derselben Liga spielen“ wie Manfred, Martin und andere hochkarätige Autoren der politischen Rechten, springt für mich auch durch jeden Ihrer (in die Tiefe gehenden) Beiträge beträchtlicher Erkenntnisgewinn heraus. Ihr, von Leser erwähnt, militärisch eher knapper Stil liegt mir.
        Da Sie nicht in Buch-, Magazin- oder Zeitschriftenform veröffentlichen und ihr Blog leider nur noch mit Passwort erreichbar ist bzw. es ihn möglicherweise nicht mehr gibt, bleiben immerhin Ihre Kommentare in verschiedenen Blogs (Ernstfall, Sezession, Korrektheiten, Schwertassblog). Leider hat unser guter Skeptizissimus seinen Blog aufgelöst, so daß Ihre lesenswerten Beiträge dort leider nicht länger aufrufbar sind. Sein Blog war sehr gut, sein Engagement (für eine gewisse Zeit) sehr groß. Ich hoffe er hat die Flinte nicht ins Korn geworfen.

        • Sein Blog war sehr gut, sein Engagement (für eine gewisse Zeit) sehr groß. Ich hoffe er hat die Flinte nicht ins Korn geworfen.

          Hat er nicht. Er ist nur, ich denke soviel darf ich dazu sagen, beruflich ausgesprochen beansprucht und wird in seinem Beruf zudem seit einem gewissen Zeitraum … persönlich angefeindet. Das bedarf aller Konzentration, zumal er sich noch in einer Aufbauphase seines Lebens befindet. Er hat auch nicht seine Einstellung verändert, beschäftigt sich aber zur Zeit (unter anderem) mit Möglichkeiten auch anders auf den Lauf der Dinge Einfluß zu nehmen, denn über Blogs. Und nein, … ICH bin es nicht!

        • Sehr geehrter Konservativer, noch ergänzend zu meinem anderen Kommentar: Mein Blog ist maustot. Zuerst war er von den Betreibern gesperrt. Und plötzlich wurde er doch noch mal freigeschaltet. Danach habe ich ein umfangreiches berufliches Projekt angenommen, was mich automaitisch vom bloggen und kommentieren ausschloß. Ich habe nur noch kurze Zeit zum lesen der wichtigsten Blogs und anderer Infoquellen. Aber der Clash of Civilisations (das Streitgespräch) war aus meiner Sicht so relevant, daß ich dazu etwas schreiben wollte.

          Aber ein weiterer Grund für die Einstellung meines Blogs war, daß immer mehr gute Blogs entstehen. So zB. der ernstfall.org. Und es freut mich, daß Sie diesen Blog auch gefunden haben. Die Blog-Verlinkung dort zu den militärischen/cross-blogs, zudem die Themengestaltung, sagt mir, daß dort eine Mischung angestrebt wird, die einiges erwarten läßt.

    • Verehrter Meyer,

      ihr militärisch-knapper Stil in allen Ehren … aber manchmal wäre es der Möglichkeit der Kommunikation mit anderen Lesern des Blogs sicher nicht undienlich, wenn Sie berücksichtigen wollten, daß nicht jeder Kommentator, ob der Spezifizität des Stils, in der Lage ist ihre Botschaft auch zu verstehen. Was aber die Voraussetzung wäre darauf auch reagieren zu können. Konkret: Mir ist nicht klar, worauf sich ihre Bemerkung Zweimal Fahrkarte geschossen eigentlich bezieht – auf Antworten Kubitscheks im Interview? Für eine etwas … umfangreichere Erklärung wäre ich Ihnen sehr dankbar (auch wenn ich davon ausgehe, daß es Ihnen innerlich zuwider ist und sie sich dabei überwinden müssen – aber sehen Sie es bitte als notwendige Anstrengung im Bürgerkrieg).

      • Verehrter Leser!
        Wenn der kurze Stil unverständlich ist, ist er nicht militärisch, weil nicht zweckmäßig! Man muß vieles von mir zudem mit Wohlwollen lesen, um den Sinn zu verstehen. Das sehe ich sehr deutlich, leider.

        Mit „Fahrkarten“ meinte ich zwei Interview-Versuche, die beide nicht das erhoffte Ergebnis brachten. Und beide waren kein Zufall. Und beide hätte man vorher erkennen können, behaupte ich. (Nur zur Sicherheit: Fahrkarten sind abgegebene Schüsse, die noch nicht mal die Scheibe oder die äußersten Trefferflächen/Ringe treffen.)

        • Herzlichen Dank für die Erklärungen – sowohl was den Stil betrifft wie auch für die ‚Fahrkarten‘ (ich ahnte mehr als ich wußte, worum es sich handelt). Habe jetzt auf jeden Fall verstanden worauf Sie hinaus wollten.

  • Wenn man so etwas macht, so ist der Qualitätsmaßstab die ästhetische, formelle und inhaltliche Qualität der Sezession als Zeitschrift – übertragen auf das Telemedium.

    Und das heißt eben durchaus auch: MODE! Ja, völlig richtig …. ich spreche von KLEIDUNG – und das umfaßt alles von Hemden, Hosen, Jacken bis hin zu Schuhen und Accessoirs. WIE WICHTIG Kleidung … Mode ist, beantworte sich jeder durch die Beantwortung der Frage: Was wäre Punk (gewesen) … ohne die Mode von Vivienne Westwood??

  • Irgendwann sollte man soweit kommen, dem Interviewer auf seine erbärmliche Fang?-Frage Rassenhygiene? mit einem knochentrocken-knappen Was sonst?? zu antworten.

  • Aus vielen Interview-Situationen ist mir die Problematik auch bekannt, aber ich habe längst resigniert, je mehr sich hier DDR-Verhältnisse anbahnen, mit dem Unterschied, dass die Staatsmedien nun nicht mehr den „Klassenfeind“, sondern den „Rassenfeind“ zu bekämpfen haben, also jeden, der dem rassistischen Multikulturalismus gefährlich werden könnte. Wenn man dann doch in eine Interview-Situation mit einem oder mehreren Vertretern dieses Systems gerät, sollte man daher immer mit dem Bewusstsein hineingehen: Wer heute noch am „Eigenen“ festhält. ist der „Jude des Systems“. Der Goebbels-Rundfunk hat wohl auch keinen Juden interviewt, um beim Hörer „Verständnis für ein fremdes Phänomen“ zu erzeugen, sondern um ihn lächerlich zu machen und ihn zu vernichten. Das ist auch der „Auftrag“ der „Öffentlich-Rechtlichen“ heute im Bezug auf das, was man als „die Rechten“ ausgemacht hat: Den System-Feind möglichst in die Nähe der extra hierfür aufgestellten „Vogelscheuche“ zu rücken – das mit Hilfe der Geheimdienste zusammengelogene „NSU-Phänomen“. Daher wird es ein Wunschtraum bleiben, dass sich die vom System angestellten Reporter „fair“ oder „gutwillig“ verhalten (von wenigen Ausnahmen abgesehen, wegen denen aber der ganze Aufwand nicht lohnt) – schließlich geht’s um ihre eigenen Arbeitsplätze (zumindest das ist ihnen an „Eigenem“ noch verblieben!). Und auch kein „Medientraining“ hilft da, oder „kurze Sätze“ („Kernmessage“): Dann heißt es sofort: Der X drückte sich im „Nazi-Jargon“ aus! Alles schon erlebt! Die Situation ist völlig verfahren, jeder Kraftaufwand umsonst, so dass als einzige Hoffnung bleibt: Das System MUSS sterben, damit wir – als Deutsche – leben können!

  • @Leser

    Wenn man Mode erwähnt, wird man gleich abgewatscht…

    War gewiss nicht das drängendste Problem des Beitrags. Kubitschek kommt schon ganz gut rüber, finde ich. Er ist mit sich im Reinen und wirkt nie verkrampft oder feindselig. Ich meine sogar, dass man ihm eine humorvolle Seite anmerkt. Aber als Süddeutsche hat der Mann grundsätzlich Bonuspunkte bei mir, andere mögen das anders empfinden.

  • @Fremder

    Danke für den Lacher. Der Beitrag, der da fabriziert wurde, hätte solche Ausfälle voll und ganz gerechtfertigt!

  • Nochmal präziser, Kubitschek hat eine Ausstrahlung, der auch Schnitt und Kameraführung wenig anhaben können. Gute Ausgangsposition! Was die Inhalte angeht, hat Meyer selbstverständlich recht. Man darf Nebenschauplätze gar nicht erst betreten.

    • Nochmal präziser, Kubitschek hat eine Ausstrahlung, der auch Schnitt und Kameraführung wenig anhaben können.

      Das haben aber nicht alle. Und die könnten ja auch mal vor einer Kamera landen … und dann sollten sie sich auch die ‚ähs‘ und ‚aehms‘ von Kubitschek ersparen können. Ein Detail, ich weiß. Aber Kubitschek hat sich nun einmal – freiwillig! – in eine Rolle begeben, in der wer weiß wie viele in ihm so etwas wie ein ‚Licht in der Dunkelheit‘ sehen wollen werden. Und da sollte man dann auch bereit sein, auch den Details die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Man merkt an der Art wie er spricht und sich verhält, daß er zur Zeit!!! im geschriebenen Wort noch unendlich viel mehr zuhause ist als im gesprochenen Wort einer Interviewsituation. Und er HAT doch alle Argumente beisammen, die man bräuchte, um mit seinen Argumenten beim Zuschauer Eindruck zu machen. Dabei hat dann aber natürlich Meyer wieder recht: Ein eigener youtube (jetzt war ich doch tatsächlich versucht ‚youtube‘ ganz anders zu schreiben… – aber gut, ich habe widerstanden)-Kanal wäre viel wirkungsvoller.

      In diesem Punkt scheinen mir die Macher um die ‚Sezession‘ herum noch nicht ganz schlüssig zu sein: Soll man mit den etablierten BRD-Medien überhaupt noch reden oder läßt man das nicht einfach besser ganz? Nur meine ganz private Meinung dazu: Was will man? Eine ‚leicht veränderte BRD‘, die auch hin und wieder mal einen ‚Konservativen‘ oder ‚Rechten‘ interviewt? Oder will man einen Staat, der Form der eigenen Erfahrung ist(wobei ich unterstelle, daß sie selbstbewußt genug sind davon auszugehen, daß ihre Erfahrung die eigentliche kollektive Erfahrung (der Deutschen) ist – jedenfalls allemal im Vergleich mit jedweder BRD-Erfahrung bzw. deren Repräsentanz.

      Wenn sie letzteres wollen sollten, sollte man sich lieber selber interviewen (so wie Popp oder ich glaube auch Mross mit sich machen) … lassen. Und das dann auf seinem eigenen Kanal einstellen. Oder man läßt sich, wenn die Vernetzung etwas dichter geworden sein sollte, auch von anderen interviewen … aber aus dem gleichen Lager. Das bedeutet ja nicht, daß die dann nur Lobhudelei betreiben würden und nur sansoweiche Fragen stellen; im Gegenteil, gerade weil sie ein Interesse am Fortschritt der Bewegung haben, werden sie – hoffentlich – die inhaltlich richtigen und wichtigen Fragen stellen – und die Antworten darauf (selbst wenn sie denn schlicht & einfach mal „Gute Frage – keine Ahnung!“ lauten sollten) sind es, die alle weiter bringen.

      Unabhängig davon sollte man aber doch ruhig einmal eine kleine Liste der zu erwartenden Fangfragen aufstellen … und sich die Antwort überlegen bzw. einfach hinschreiben, die man für die geeignetste hält. Was also sind diese Fangfragen – und das diesbezüglich Reservoir ist ja eben keineswegs unerschöpflich, sonder ausgesprochen beschränkt. Kennt man einige Interviews, sollte man eigentlich alle Möglichkeiten zusammenbekommen. Fangen wir also einfach mal an:

      1. Rasse – Rassenhygiene – wurde vom Interviewer genannt und ich hatte den Eindruck, es war nicht
      geplant, sondern er kam einfach im Verlauf des Gesprächs durch eigene Assoziation darauf.

      2. Jetzt sind andere an der Reihe! Also bitte, meine Damen und Herren Mitkommentatoren, es wäre
      mir eine Freude ihrer diesbezüglichen Inspiration ein wenig die Sporen gegeben zu haben … was
      ist ihnen aufgefallen … was gibt es noch an üblichen Fangfragen, worauf muß/sollte man achten …
      wie sollte man antworten. Wozu soll ein Blog gut sein, wenn solche Fragen nicht gestellt und be-
      antwortet werden können sollten … ?

  • Es sind so viele Punkte angesprochen worden, daß es mir schwerfällt, auf alle einzugehen.

    1. Wie bestimmt man das Thema: In dem man die Fragen des Interviewers ignoriert, bestenfalls überleitet. Steinbrück macht dies bzw. proletarisch.
    2. Konservativer!, Danke für die Blumen! Aber ich darf Sie relativieren? Skeptizissimus spielt nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich in der Liga der „Großen“. Ich habe vielleicht mal einen Gedanken, mäßig formuliert. Ich kann nicht lange vorher überlegen, sondern ich muß es – wie beim Diktat – es annähernd gleichzeitig machen. Was dabei rauskommt, ist tagesformabhängig. Von Manfred, Lichtmesz, Kubitschek und Skeptizissimus gibt es nichts Tagesformabhängiges!
    3. Skeptizissimus an dieser Stelle sei freundlichst gegrüßt!
    4. Schwertasblog: ein Blog, der einerseits unentbehrlich ist. Das andererseits spare ich mir, gibt es aber.
    5. Mit Fahrkarten, Herr Kubitschek weiß selbst, was gemeint wäre, würde er hier lesen. Er hatte in einem gewissen Maße vertraut. Dabei gibt es im Film jede Menge hinweise darauf, daß man schon anhand des Drehs, wie auch der Fragestellungen, Fremder aus Elea hat ganz recht, erkennen konnte. in welche Richtung der Zug fährt. Ähs verbieten sich gerade in einem Interview. 90% kann man als Schneiderling entfernen. Macht man das nicht, ist bereits alles klar.
    Dennoch: Ähs gehen nicht.
    6. Kubitschek hat Ausstrahlung, mit Verlaub trotz! seines südwestlichen Spracheinschlages. Ein gutwilliger Zuschauer wird dies merken. Aber welcher Zuschauer des RBB ist den gutwillig?
    Übrigens: Manfred hat diese auch. Sehr deutlich sogar.
    7. Leser: ‘Licht in der Dunkelheit’. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Das gilt gerade für einen RBB-Zuschauer, der ja tief in seinem Herzen genau das möchte. Wahrheit, keine Lüge, Wohlwollen und vor allem Klarheit und Stärke. Es geht nicht um den Text!!! Es geht nur um das Mentale. Und genau das kann jedes Kamerateam schon vor Ort zerstören.
    8. Zwischen Interviewer und Interviewtem herrscht mentaler und manchmal intellektueller Krieg. Nehmen SIe van Gaal als Trainer vom FC Bayern. Nur steht hinter einem weder das Geld, noch der Efolg, noch der FC Bayern? Wer will eigentlich was von wem? Die Interessenlage gibt doch gar keine Wahrscheinlicheit einer „fairen“ (also verschönernden) Berichterstattung her. Wenn man auch nur das kleinste weitere Anzeichen (nahe Kamera, Micro ins Gesicht geschoben) bemerkt ist das Interview mit einem Elea-Zitat zu beenden.
    9. Lehnert habe ich bei Friedman gesehen. Ich kann mich an keine visuellen Vernichtungstricks erinnern. Trotzdem würde ic es ihm nicht raten, ohne Training den Versuch zu wiederholen. Und selbst dann! Wenn man nicht die Situation emotional beherrscht, auf das Interview verzichten. Und nochmal: Wie beherrscht man die Situation? Mit den Eiern!
    10. Nochnmal @ Leser: Kleidung muß 100% sein und ist gerade bei der Sezession Teil der Message. Ob diese immer so glücklich ist?

    Also: Ein sinnvolles Interview ist nichts anderes als ein kurzer Spielfilm. Entweder wird man gandalfisiert oder orkisiert. Das hat man nicht in der Hand. Es gibt nur viele Anzeichen, an denen man dies VIELLEICHT vorher bemerken kann, was die Macher vorhaben. Also selbermachen!

    Sich das Heft des Handelns nicht abnehmen zu lassen, hat Herr Kubitschek gelernt. OpInfo ist diesbezüglich übrigens unfähig. Was man da lernt kann man zu 50% nicht gebrauchen und zu 25% ist es schädlich. Dazu: Andere Situation, anderer Auftrag.

    Und nochmal? Was sollte eigentlich die Haupt-Message sein? Daß man keine Bedrohung für niemanden ist, eigentlich ist man nett, nur nicht blöd? – Und was sollte die Text-Message sein, die die nichtverbale Message unterstreicht?

    • Sie haben ein ganz einfache Sache vergessen, etwas, das die Salafisten gut machen, nämlich selber das Interview mitfilmen und dann bei YouTube veröffentlichen. Auf diese Weise kann man auch noch den entstellendsten Bericht als Werbung, sozusagen als Trailer, für das vollständige Interview verwenden.

      • Das ist in der Tat etwas, das mich auch schon … irritiert hat. Wer über soviel ’softpower‘ verfügt wie die Leute vom IfS mittlerweile angehäuft haben, sollte sie einfach auch selber verwerten. Falls jemand von dort hier mitlesen sollte: Bitte nicht als nölige Kleingeisterkritik (falsch) verstehen, sondern bestenfalls als Anregung, die eigenen Produkte nicht nur zu produzieren … sondern eben auch den Vertriebsweg zu übernehmen.

        Mit dem schriftlichen Teil wird doch genau das schon seit Jahr und Tag praktiziert (Zeitschrift, Bücher, eigener Verlag); die eigenen Produkte nun auch in eine internetmediale Verwertungsform zu bringen und sie dann eben dortselbst auch völlig unabhängig von den klassischen ‚Hoflieferanten‘ (öffentlich-rechtliches und sogenanntes ‚Privatfernsehen‘) dem interessierten Zuschauer anzubieten, wäre mMn. einfach nur eine logischer Schritt in der bisherigen Entwicklung.

        Eine Handvoll (möglicher) Interviews der bereits gehabten Art würde ich dennoch empfehlen – warum? Um genau dem Ratschlag des ‚Fremden aus Elea‘ bzw. dem Beispiel der Salafisten zu folgen (DA haben die Moslems in der Tat einmal einen echten Entwicklungsvorsprung: Beim Vermarkten ihrer selbst bzw. ihrer Aktionen – man erinnere sich an die vielen Streifen, in denen Selbstmordattentate gefilmt und anschließend propagandistisch ausgewertet wurden) und das Interview, das mit einem Interviewer des Feindes geführt wird, natürlich auch selber mitfilmen (Expropriiert die Expropriateure – Kritisiert die Kritiker – Filmt die Verleumder … – bei der Verleumdung).

        Möglicher Gewinn: Man wird im Vergleich mit den früheren Interviews unschwer erkennen können, ob diese – vor allen Dingen für den Feind – veränderte Situation bei Veröffentlichung dann auch ein verändertes Ergebnis bringt. Zweitens hat man auf jeden Fall filmisches Lehrmaterial gewonnen, das sich bei der weiteren Selbst- wie auch Fremdausbildung nutzbringend einsetzen läßt – nicht zuletzt dazu die eigenen einmal gemachten Fehler nicht immer zu wiederholen. Drittens kann man, wenn die Situation denn eingetreten sein sollte, jederzeit durch Einstellen beider Filme (den des Feindes und den eigenen, der den Feind bei der Arbeit filmt) im eigenen Kanal dem offenen Zuschauer die Augen aus dem Kopf fallen lassen wie schamlos er manipuliert wird! Und das wären nur 3 Punkte, die mir so auf die Schnelle eingefallen sind.

        Was mich in diesem Zusammenhang auch immer gewundert hat – und was ich in irgendeinem Kommentar auch schon einmal gefragt habe – … warum es keine Videos von diesen Seminaren in Schnellroda gibt? Ein Einwand war damals, glaube ich jedenfalls, daß die Leute, die dort hinkämen nicht gefilmt werden wollten. Das muß ja auch überhaupt nicht sein – gefilmt würden nur die jeweils Vortragenden/Lehrenden, deren Gesichter und Namen ohnehin bekannt sind. Und sofern sie keine justiziablen Inhalte verbreiten – und das ist ja wohl kaum der Fall – würden sie dadurch höchstens bekannter, ihre Namen und Gesichter ein ‚branding‘.

        Um die Seminaristen, die ja auch etwas für die Seminare nicht zu benachteiligen, gäbe es vielleicht die Möglichkeit solche Inhalte auf dem eigenen Kanal nur verschlüsselt anzubieten (gibt es so eine Möglichkeit – ich bekenne mich diesbezüglich ahnungslos wie ein Neugeborenes), d.h. es müßte eine Gebühr entrichtet werden, um den Beitrag sehen zu können. Davon abgesehen könnte sehr viel über praktische Kameraarbeit gelernt werden – bei der Aufzeichnung des Gesprächs mit Stürzenberger war Stürzenberger wenigstens zu erkennen, während von Weißmann in den Teilen, die ich gesehen habe (nicht alle) meist nur ein (fast) schwarzes Loch zu erkennen war, wo man sein Gesicht vermutet hätte. Und meiner Erinnerung nach sieht er nun wirklich nicht ’so entsetzlich‘ aus, daß man ihn auf diese Weise zum Eigenschutz hätte unkenntlich machen müssen… 😆

        Da ich gerade das Captcha zu lösen hatte…: Man könnte auswärtige Interviewer ja zur Prüfung ebenfalls ein Captcha lösen lassen – selbstgewählte Daten aus der deutschen Geschichte – und nein, diesmal nichts aus dem Nationalsozialismus. Wer dabei sein Unwissen offenbart, wird gar nicht erst zugelassen.

        • MEIN KAMPF

          … mit der Formatierung. Endet nimmermehr.

          … Was mich in diesem Zusammenhang auch immer gewundert hat – und was ich in irgendeinem Kommentar auch schon einmal gefragt habe – … warum es keine Videos von diesen Seminaren in Schnellroda gibt? Ein Einwand war damals, glaube ich jedenfalls, daß die Leute, die dort hinkämen nicht gefilmt werden wollten. Das muß ja auch überhaupt nicht sein – gefilmt würden nur die jeweils Vortragenden/Lehrenden, deren Gesichter und Namen ohnehin bekannt sind. Und sofern sie keine justiziablen Inhalte verbreiten – und das ist ja wohl kaum der Fall – würden sie dadurch höchstens bekannter, ihre Namen und Gesichter ein ‘branding’.

          Um die Seminaristen, die ja auch etwas für die Seminare nicht zu benachteiligen, gäbe es vielleicht die Möglichkeit solche Inhalte auf dem eigenen Kanal nur verschlüsselt anzubieten (gibt es so eine Möglichkeit – ich bekenne mich diesbezüglich ahnungslos wie ein Neugeborenes), d.h. es müßte eine Gebühr entrichtet werden, um den Beitrag sehen zu können. Davon abgesehen könnte sehr viel über praktische Kameraarbeit gelernt werden – bei der Aufzeichnung des Gesprächs mit Stürzenberger war Stürzenberger wenigstens zu erkennen, während von Weißmann in den Teilen, die ich gesehen habe (nicht alle) meist nur ein (fast) schwarzes Loch zu erkennen war, wo man sein Gesicht vermutet hätte. Und meiner Erinnerung nach sieht er nun wirklich nicht ‘so entsetzlich’ aus, daß man ihn auf diese Weise zum Eigenschutz hätte unkenntlich machen müssen… 😆

          Da ich gerade das Captcha zu lösen hatte…: Man könnte auswärtige Interviewer ja zur Prüfung ebenfalls ein Captcha lösen lassen – selbstgewählte Daten aus der deutschen Geschichte – und nein, diesmal nichts aus dem Nationalsozialismus. Wer dabei sein Unwissen offenbart, wird gar nicht erst zugelassen.

    • Entweder wird man gandalfisiert oder orkisiert. Das hat man nicht in der Hand.

      Meinen Sie? Ich stelle jetzt einfach mal so ein Maß in den Raum: 30cm.

  • Da hat Herr Kubitschek also ein Mindestmaß an Fairness von einem „öffentlich-rechtlichen“ Sender erwartet auch noch vom RBB. Wie kommt er denn auf dieses schmale Brett?

    Der „öffentlich-rechtliche“ Buntfunk ist mittlererweile das Abartigste was die Bunte Republik hervorgebracht hat.

    Wer im Buntfunk keinerlei Fairness erwarten kann sind folgende Grüppen:

    Gläubige! Christen aller Konfessionen,
    Abtreibungsgegner,
    Befürworter von Ehe und Familie,
    Kritiker der Schwulenszene (sofern keine Moslems),
    Befürworter der Nationalstaatsidee,
    Kritiker des Multikulturalismus
    Islamkritiker, (ausser Broder)
    Kritiker des Ökologismus,
    Rechts- National- und Wirtschaftliberale,
    Atomkraftbefürworter,
    Kritiker der „Eine Welt Ideologie“,

    Mittlererweile etwas besser weg kommen Skeptiker des „Menschengemachten Klimawandels“ das liegt aber daran, dass die Realitäten, also das Klima etwas anders verlaufen als geplant. Die These “ es wird kälter weil es wärmer wird“ ist derart orwellisch, so weit sind die Menschen halt noch nicht umerzogen.

    Resümee: Die o.g. Gruppen mögen sich untereinander fetzen wie sie wollen, für den „öffentlich-rechtlichen“ Kotzfunk sind sie Nazis.

  • Hier nochmal der Text der Anmoderation:

    was bringt junge Deutsche dazu, zu kaltblütigen Ausländermördern zu werden? Was war da los in den Köpfen der Neonazis? So ganz genau können wir das nie erfahren, aber wir können nachspüren, aus welchen Versatzstücken die rechten Terroristen ihr Weltbild zusammengestrickt haben. Es gibt so was wie rechte Vordenker -Chefideologen-, ein intellektueller Nährboden […]

    .
    Mein Reden schon seit langem: Distanzieren (auch a la Lichtmesz im Zusammenhang mit Breivik; vgl. mein von MKL kritisierten Kommentar damals) bringt nichts.
    Null.
    Ich könnte das noch fast beliebig ausweiten, es sei nur mal angefragt, wie sich denn die linke Szene in den 70ern und 80ern zur RAF verhielt? Wie lief da die Abgrenzung? Hat ein Joschka Fischer jemals bedauert dass Terroristen in „seiner“ WG genächtigt hatten? (M. W. war das einzige Bedauern dass er über diese Zeit äußerte, dass er Iganz Bubis [j. Immobilienspekulant] zu hart herangenommen habe.)
    .
    @Ein Fremder aus Elea

    Sie haben ein ganz einfache Sache vergessen, etwas, das die Salafisten gut machen, nämlich selber das Interview mitfilmen

    Sehr gute Idee! Und wenn es eine versteckte Kamera ist, sollte der Systemsender der Vorgehensweise nicht zustimmen.

  • „Mein Reden schon seit langem: Distanzieren (auch a la Lichtmesz im Zusammenhang mit Breivik; vgl. mein von MKL kritisierten Kommentar damals) bringt nichts.“

    Bitte nicht schon wieder Ratschläge von anonymen Internetschwätzern, die noch nie irgendetwas persönlich riskiert haben. Und daß man sich nebenbei aus Überzeugung und Einsicht „distanziert“, und nicht, weil es „etwas bringen“ könnte, auf die Idee kommen Sie nicht? Und worum geht es hier, um „Distanzierung“ gegenüber Psychopathen und Geheimdienstphantomen? Und wie stellen Sie sich bitte sonst eine Antwort auf solche Schmutzkanonen vor? Und meinen Sie etwa, wir wüßten nicht, daß wir mit dergleichen zu rechnen haben? Klare Aussagen sind alles, was wir tun können gegen die Diffamierer.

  • Oder auch: “Meine Güte! Was sind Sie für ein riesengroßes Arschloch! Sind die alle so bei RBB?”

    Wobei man sich fragen muss ob ein solcher Ausspruch reputationsschädigend für den Interviewten gewesen wäre oder für den Frager mit seiner dümmlichen vorgefertigten Meinung.
    Sollte man es nicht einmal darauf ankommen lassen, das zu sagen, was diese „Hämorrhoiden am Arsch des Systems“ (frei nach Jonathan Meese 😉 ) sind?

    Götz Kubitschek und die anderen Autoren wandeln auf einem sehr schmalen Grat. Immer der Gefahr ausgesetzt, dass ein Systemling, der seine Daseinsberechtigung aus kriecherischer Unterwürfigkeit bezieht, versucht, die Anständigen mit Dreck zu überkübeln um in der Hiercharchie eine Stufe aufzusteigen.

    Dennoch, die Systemlinge sind tote Fische.
    Götz Kubitschek und die anderen Autoren sind Männer!

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