Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie, und am besten ist eine, die einen vor Überraschungen bewahrt. Dies gilt zum Beispiel von der Theorie der Neuen Weltordnung, die unter anderem besagt, daß die Politik der wichtigsten westlichen Staaten, einschließlich der Besetzung ihrer politischen Spitzenämter, nicht von den offiziell dafür vorgesehenen Gremien bestimmt wird, etwa dem Deutschen Bundestag. Die wesentlichen Vorentscheidungen fallen auf einer ganz anderen Ebene, nämlich in den Netzwerken der internationalen Top-Eliten.

Wer die sogenannten Informationen deutscher Massenmedien und das Expertentum der dort viel zitierten „Parteienforscher“ ernstnimmt, mußte bis Freitag mittag von der Existenz einer „K-Frage“ ausgehen, also eines relativ offenen Rennens zwischen Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier um die Kanzlerkandidatur der SPD. Wer stattdessen etwa die Korrektheiten las, wußte schon vor über einem Jahr, daß es diese K-Frage nie gegeben hat und Steinbrück der nächste Kanzlerkandidat der SPD und der nächste Bundeskanzler sein würde. Ich sage das nicht aus Eitelkeit, sondern um zu illustrieren, wie weit der kommt, der sich an einer guten Theorie orientiert, und wie sehr man in die Irre geführt wird, wenn man auf die Medien und das dort vermittelte Weltbild vertraut.[weiterlesen]

Manfred Kleine-Hartlage auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Ereignis, Heute
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489 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Peer Steinbrück und die K-Frage, die es nie gab

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14 Antworten auf Peer Steinbrück und die K-Frage, die es nie gab

  • Steinbrück wird schon die richtige Wahl sein, denn in sein Schattenkabinett nimmt er unser niederbayerisches SPD Supertalent Pronold auf, der ein wirklicher Volksvertreter für uns alle ist, die südlich der Isar wohnen. Er sieht noch jung und unverbraucht aus und benehmen kann er sich auch gut. Mit diesem Genossen an der Seite kann es Steinbrück gegen Merkel schaffen.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/09/28/pronold-der-spd-funktionar-berufspolitiker-bundestagsabgeordneter/

  • Steinbrück hat keine Chance! Die SPD kommt nicht über 26% bei der nächsten Wahl, die Grünen nicht über 12. Nix mit Rot-Grün.

  • Ich halte jede Wette dagegen. (Theoretisch zumindest. Praktisch würde ich keinen Cent auf Rotgrün wetten, allerdings nur, damit ich mich über deren Sieg nicht freuen muss.)

    Ich setze auf Merkel aus einem ganz einfachen Grund: SPD bzw. links wurde gewählt, wenn der BRDler entweder Lust auf Experimente hatte (Brandt) oder wenn er des Vorhandenen einfach durch die Länge der Zeit so überdrüssig war, daß er es nicht mehr aushielt, dasselbe noch einmal an der Macht zu sehen (Schröder). Merkel hat zwei Regierungsperioden hinter sich und ist nicht ansatzweise so verbraucht wie Kohl eigentlich schon nach seiner zweiten Amtszeit. Und immer wenn ‚die Leute‘ Angst hatten, haben sie für CDU votiert, weil ihr Koordinatensystem CDU = konservativ angab. Dass dieses Koordinatensystem mittlerweile seit einem Vierteljahrhundert schon Geschichte ist, kommt als Gefühlstatsache im ‚Bauch des Volkes‘ vielleicht in einem weiteren Vierteljahrhundert an. Natürlich wird die CDU mit ihnen dasselbe machen wie es die SPD machen würde – anders vielleicht, aber vermutlich noch radikaler … aber sie werden es ohne Murren schlucken, weil … die anderen wären noch schlimmer! Nichtsdestotrotz ist das Ergebnis der Wahl 2013 eine Fortsetzung der ‚Ära Merkel‘. Falls die NWO also tatsächlich Steinbrück ans Ruder bringen will … würde ich gerne sehen wie DAS Kunststück gelingen soll… 😆

    • Eben! Sehr gut erklärt. Genauso wird es laufen.

    • Wenn ich die wäre, würde ich es beim Ferkel belassen, soweit Zustimmung, Sir Toby. Aber wer kennt schon deren „krude“ – hehe, Gedankengänge. Auch ist es Wurst, wer wie abstimmt, wichtig ist, wer die Stimmen auszählt – angeblich von („Jahwe möge mehren“ Wissarionowitsch).
      Übrigens beim Anblick von Steinmeier, nicht Steinbrück, muß ich immer an ein Kapitel aus dem Zarathustra denken: „Vom bleichen Verbrecher“ … (Euer Töten, ihr Richter, soll ein Mitleid sein und keine Rache…)

  • Das ist jetzt zwar wirklich ein absolutes OT, aber da ich in den Medien bisher nichts davon gesehen habe, möchte ich an dieser Stelle – auch wenns nichts mit dem Artikel zu tun hat – dennoch darauf hinweisen, daß in Spanien möglicherweise Entwicklungen anlaufen, die auch für uns Konsequenzen haben könnten…

  • Habe, als ich das von Steinbrück gelesen habe, sofort an dich gedacht, aber auch an seine Kaiser Wilhelm Gedenkrede vor dem SPD Parteitag. Er will es selber nicht. Das ist mein Eindruck. Jetzt sagt er: „Keine Koalition mit Merkel.“ und meint damit: „Steinmeier, mach du den Vizekanzler.“

    Darauf würde ich auch wetten, wenn ich wetten würde.

  • Lieber Manfred,

    ich glaube, es war vor ca. einem Jahr, als Sie einen Artikel über die Bilderberger geschrieben hatten, wo auch sinngemäss gesagt wurde, dass bis jetzt jeder der Politiker, die zu diesen Treffen eingeladen wurde, zu einem hohen Amt gekommen ist. Ich sagte nach dem Lesen dieses Artikels zu meinen Freunden, dass ich jetzt wüsste, wer der nächste Kanzler wird, es war nicht ernst gemeint, es sollte ein Spass sein.

    Aber zwischenzeitlich wird aus dem Spass Ernst. Jeder der unvoreingenommen sich das politische Geschehen anschaut, muss früher oder später darauf kommen, dass unsere „Eliten“ alles mögliche vertreten, nur nicht die Interessen ihrer Völker.

    Was mich erstaunt, man kann mit Sicherheit Einzelne kaufen. Aber wie hat man es geschafft eine komplette Polikergeneration über alle Parteigrenzen hinweg für sich zu gewinnen?

  • Was mich erstaunt, man kann mit Sicherheit Einzelne kaufen. Aber wie hat man es geschafft eine komplette Polikergeneration über alle Parteigrenzen hinweg für sich zu gewinnen?

    Es ist nicht EINE, es sind mindestens ZWEI Politikergenerationen – oder glauben Sie, daß was heute 25 Jahre jünger ist als Steinbrück wäre auch nur einen Deut besser. Am Ende gar … national??

  • Ich hoffe mal sehr, das Wahlvolk macht endlich die Augen auf und sucht nach Alternative. Unter Schröder taugte rot / grün schon nichts. Warum sollte diese ungesunde Koalition jetzt unter einem „Kanzler Steinbrück“ besser sein? Weder schwarz – gelb, noch rot – grün…keine von beiden taugt was, wenn es um die Intressen des deutschen Volkes geht. Da schau ich mich lieber mal nach Alternativen um, bevor ich diesen linken Dumpfbackenvereinen und Eurokraten meine Stimme gebe. Merkel und Schäubele verschenken unser Hab und Gut alternativlos für ihren Eurowahn. Steinbrück und Co sind derart über alle Maßen (a)sozial, das die auch unser letztes Hemd zerreißen für Stimmen von eingewandertene „Passdeutschen“, in deren Heimatländer ein Deutscher niemal zur Wahlurne zugelassen wird. Es muss auch noch eine andere Wahl geben, als die zwischen Pest und Cholera. Deutschland wach endlich auf und lass dich nicht weiter zum besten halten!!!! möchte man laut hinaus schreien, nach Merkels alternativloser Eurokathastrophe und Schröders Familienvernichtungsprogrammen…. Aber Steinbrück soll der „leuchtende Stern am (a)sozialen Himmel sein“…. Ohne mich und meine Stimme. Niemals wieder rot – grün mit meiner Stimme….

  • Lieber Manfred,
    zwar finde ich Überlegungen über den nächsten Kanzler interessant, aber nicht so profund, wie ich erwartete, denn Deine Bücher beinhalten wesentlich breiteres Spektrum der tabulosen Gedanken. Peer Steinbrück gehört zu einer Generation, die in Nachkriegs-Deutschland am stärksten die Gehirnwäsche ausgesetzt wurde. Darunter leiden wir auch heute.

    Es gibt kaum Politiker aus Reihe der SPD, die zwischen 1968 und 1998 ihre „Grundsätze“ etwas revidiert, die SPD bleibt in den Köpfen als eine „Alternative“ zu einer freiheitliche Demokratie bzw. zur wachsenden Bestrebungen zur Revision der verfälschten Gesichte, so zu sagen damnatio memoriae, die Alliierten hier als „Entnazifizierung“ durchgeführt haben. Die bekannte Floskeln von der SPD-Größen, wie etwa: „Wir haben keine Bundesregierung“ (Gabriel, 2011) oder nun doch die Bundesregierung als: „Schlechteste Regierung seit Beginn der BRD“ (Steinbrück, 2012).

    Die SPD, die sich als Teil der „Sozialistische Internationale“ in London unterstellen läßt, kann einfach nicht nationale Interessen ihres Landes vertreten. Die Sozialistische Internationale seit 1864 ist bereits zweimal in der Geschichte gescheitert: 1898 und 1914, wurde 1951 ausgerechnet in Frankfurt unter neuen Bedingungen reanimiert. Die SPD scheinbar hat nicht so große Einfluß dort wie in der Zeit des sog. 2.5 SI nach dem Krieg nur einmal SPD-Spitze wie Willy Brandt (1976-1992) als Präsident der SI gewesen und nun Marin Schulz (SPD), der auch gleichzeitig als Präsident der EU-Parlament ist, wurde auch zum Vize-Präsidenten der SI.

    Der Schlußsatz klingt deutlicher als der ganzen Artikel: „Wir gehen interessanten Zeiten entgegen.“ Ob das wirklich Bilderberger geheime Sitzungen schon ein Art der Weltregierung ist nach der Meinung von Gerard Batten (58), UK Politiker, der seit 2004 auch EU-Abgeordneter ist, scheint es ein Tatsache zu sein. In seiner Rede vom 12.09.2011 im EU-Parlament hat er so erklärt:

    „Herr Präsident, die Kommission hat vor kurzem meine schriftliche Anfrage bestätigt, dass die Kommissare Almunia und Kroes im Juni das Bilderberg-Treffen in St. Moritz besuchen werden. Die Kommission kann mir keine Einzelheiten nennen, was besprochen wurde. Aber man hat mir versichert, dass die Bilderberger keine Entscheidungen treffen würden.
    Wenn bei den Bilderberg-Treffen aber nur über Geschäfte geredet wird, warum sind dann die Mächtigsten aus der ganzen Welt, darunter auch unser Schatzkanzler George Osborne, dort zu Gast? Und welches andere Gipfeltreffen der führenden Politiker der Welt aus Politik, Finanzwesen und Wirtschaft würde in den Mainstreammedien, so wie auch bei der BBC, vollständig unkommentiert und ignoriert werden?
    Es ist unmöglich, nicht zu dem Entschluß zu kommen, dass die fehlende Berichterstattung über die Bilderbergkonferenzen nichts anderes ist als eine Verschwörung zwischen den Organisatoren und den Medien. Es bestätigt lediglich die Überzeugung vieler, dass die heimliche Agenda der Bilderberggruppe beabsichtigt, eine undemokratische Weltregierung zu etablieren. Es ist eine Schande, dass die Europäische Kommission da mitwirkt.”

    Also ob es eine Verschwörung tatsächlich gibt, selbst wenn – Dein erste Gedanke gar nicht kontrovers und theoretisch wirkt:

    „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie, und am besten ist eine, die einen vor Überraschungen bewahrt. Dies gilt zum Beispiel von der Theorie der Neuen Weltordnung, die unter anderem besagt, daß die Politik der wichtigsten westlichen Staaten, einschließlich der Besetzung ihrer politischen Spitzenämter, nicht von den offiziell dafür vorgesehenen Gremien bestimmt wird, etwa dem Deutschen Bundestag. Die wesentlichen Vorentscheidungen fallen auf einer ganz anderen Ebene, nämlich in den Netzwerken der internationalen Top-Eliten.“

    sondern nur bestätigt Deine Definition „Die Entmachtung der Nationalstaaten“ – denn „die internationalen Top-Eliten“ eigentlich – brauchen keine „Verschwörungstheorien“, sondern bereits PRAKTIZIEREN die Entmachtung und zwar ganz offen in Rahmen der sog. „Freien Marktwirtschaft“, denn den Begriff „Volkswirtschaft“ offensichtich nun obsolet geworden ist.

    Herzliche Grüße aus Frakfurt
    Jurij Below

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