Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Horrorshow3 111x130 Horrorshow im SommerlochNein, ich habe die Horrorshow aus dem Gerichtssaal um den bleichen Psychopathen aus Norwegen nicht mitverfolgt. Der Terrorist und seine Komplizen, die Massenmedien, wollen Furcht und Angst verbreiten, und ich gewähre dieser Furcht und Angst keine Macht. Ich habe außerdem schon genug Lebenszeit mit der Auslotung dieses Abgrunds verbracht.

 

Und ein Jahr später stelle ich fest, daß ich nichts Wesentliches versäumt habe, und sich am Ende so gut wie alles bestätigt hat, was ich ohnehin von Anfang an vermutet hatte.

 

Etwa, daß Anders Breivik zwar eine schwere narzißtische Persönlichkeitsstörung hat, aber offenbar voll zurechnungsfähig ist, was nun nach langem Hin- und Her als einstweilen letztgültige offizielle Diagnose gilt. Kein schwerer Psychotiker wäre imstande, die Logistik seiner Tat zu bewältigen. Und der krankhafte Narzißmus ist aus den autobiographischen Passagen seines Paste & Copy-“Manifests“ ebenso klar ersichtlich, wie aus seinen berüchtigten Selbstinszenierungen in diversen Fantasieuniformen.

 

Der für Psychopathen typische extreme Mangel an Empathie für andere Menschen trat während des Prozesses deutlich zutage: bei der Urteilsverkündung und dem Vorlesen der Opfernamen lächelte Breivik triumphierend, erheitert und selbstzufrieden vor sich hin. Schuldgefühle kennt er offenbar keine. Tränen vergoß er nur über sich selbst, etwa als sein jämmerliches Youtube-Propagandavideo im Gerichtssaal vorgeführt wurde, offenbar war er sentimental gerührt über seine endlich geschlagene große Stunde. Made it, Ma! Top of the World!

 

Schon der „American Psycho“ Patrick Bateman wußte, daß die „größte Liebe von allen“ die Liebe zu sich selbst ist. Derselbe Mann, der offenbar ohne den leisesten Funken eines Mitgefühls und ohne echte Beziehung zu irgendeinem Menschen ist, behauptet von sich, er habe „aus fürsorglicher Liebe zu seinem Volk“ gehandelt. Da denkt man an Mielkes „Aber ich liebe euch doch alle“ und die Aussagen ähnlicher Menschheitsbeglücker.

 

Wobei der Vergleich mit Mielke noch zu schwach ist. Breiviks „Liebe“ gleicht derjenigen, die charismatische Sektenführer wie Jim Jones oder Charles Manson für ihre Jünger hatten. Die „Manson-Girls“, die Sharon Tate und sechs andere Menschen aufgrund von drogeninduzierten Wahnideen bestialisch ermordet hatten, saßen bei ihrem Prozeß mit dem gleichen Lächeln wie Breivik auf der Anklagebank. Kurze Zeit nach ihrer Verurteilung zerplatzte die Blase der Selbsthypnose und Schuldverleugnung; heute sind die immer noch lebenden und eingesperrten Täterinnen zerknirschte „Reborn Christians“.

 

Von Breivik ist eine solche Umkehr kaum zu erwarten: er hat sich seine Luftblase ganz allein geschaffen, ohne den synergetischen, einhüllenden Massenwahn einer sektiererischen Gruppe, und in diesem Ballon wird er wohl den Rest seines Lebens verbleiben, ehe er in irgendeinen Kreis der Hölle hinabfährt. Die nun bevorstehende jahrelange Isolationshaft wird ihn wohl kaum erschrecken.  Er ist bereits jetzt innerlich wie äußerlich völlig isoliert, allein, autistisch, solipsistisch, dabei universal verachtet und verabscheut, selbst in Kreisen der extremen und militanten Rechten.

Und ein Jahr später stelle ich fest, daß ich nichts Wesentliches versäumt habe, und sich am Ende so gut wie alles bestätigt hat, was ich ohnehin von Anfang an vermutet hatte.

Etwa, daß Anders Breivik zwar eine schwere narzißtische Persönlichkeitsstörung hat, aber offenbar voll zurechnungsfähig ist, was nun nach langem Hin- und Her als einstweilen letztgültige offizielle Diagnose gilt. Kein schwerer Psychotiker wäre imstande, die Logistik seiner Tat zu bewältigen. Und der krankhafte Narzißmus ist aus den autobiographischen Passagen seines Paste & Copy-“Manifests“ ebenso klar ersichtlich, wie aus seinen berüchtigten Selbstinszenierungen in diversen Fantasieuniformen.

Der für Psychopathen typische extreme Mangel an Empathie für andere Menschen trat während des Prozesses deutlich zutage: bei der Urteilsverkündung und dem Vorlesen der Opfernamen lächelte Breivik triumphierend, erheitert und selbstzufrieden vor sich hin. Schuldgefühle kennt er offenbar keine. Tränen vergoß er nur über sich selbst, etwa als sein jämmerliches Youtube-Propagandavideo im Gerichtssaal vorgeführt wurde, offenbar war er sentimental gerührt über seine endlich geschlagene große Stunde. Made it, Ma! Top of the World!

Schon der „American Psycho“ Patrick Bateman wußte, daß die „größte Liebe von allen“ die Liebe zu sich selbst ist. Derselbe Mann, der offenbar ohne den leisesten Funken eines Mitgefühls und ohne echte Beziehung zu irgendeinem Menschen ist, behauptet von sich, er habe „aus fürsorglicher Liebe zu seinem Volk“ gehandelt. Da denkt man an Mielkes „Aber ich liebe euch doch alle“ und die Aussagen ähnlicher Menschheitsbeglücker.

Wobei der Vergleich mit Mielke noch zu schwach ist. Breiviks „Liebe“ gleicht derjenigen, die charismatische Sektenführer wie Jim Jones oder Charles Manson für ihre Jünger hatten. Die „Manson-Girls“, die Sharon Tate und sechs andere Menschen aufgrund von drogeninduzierten Wahnideen bestialisch ermordet hatten, saßen bei ihrem Prozeß mit dem gleichen Lächeln wie Breivik auf der Anklagebank. Kurze Zeit nach ihrer Verurteilung zerplatzte die Blase der Selbsthypnose und Schuldverleugnung; heute sind die immer noch lebenden und eingesperrten Täterinnen zerknirschte „Reborn Christians“.

Von Breivik ist eine solche Umkehr kaum zu erwarten: er hat sich seine Luftblase ganz allein geschaffen, ohne den synergetischen, einhüllenden Massenwahn einer sektiererischen Gruppe, und in diesem Ballon wird er wohl den Rest seines Lebens verbleiben, ehe er in irgendeinen Kreis der Hölle hinabfährt. Die nun bevorstehende jahrelange Isolationshaft wird ihn wohl kaum erschrecken.  Er ist bereits jetzt innerlich wie äußerlich völlig isoliert, allein, autistisch, solipsistisch, dabei universal verachtet und verabscheut, selbst in Kreisen der extremen und militanten Rechten. […]

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Martin Lichtmesz auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Heute
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Zum Originalartikel: Horrorshow im Sommerloch

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26 Antworten auf Horrorshow im Sommerloch

  • Tut mir Leid, aber dieser Artikel ist vollkommen daneben. Es gab keine Horrorshow und auch keine Komplizenschaft usw. usf. Dafür hatten die zuviel Angst vor „Nachahmern“. Das lief alles sehr still ab.
    Breivik ist vollkommen abgedreht, größenwahnsinnig, aber er ist genausowenig ein Psychopath wie irgendein verblendeter, aufgeputschter Soldat, der seinen „Feind“ vernichten will. Ein Psychopath/Soziopath braucht seine Opfer auch nicht willentlich zu entmenschlichen, wie B. es klar von sich selbst gesagt hat. Und er hat seine Opfer auch nicht gefoltert oder verstümmelt oder gar noch anderes mit ihnen gemacht so wie Psychopathen es tun. Und deshalb gab es auch keine entsprechende Diagnose.

    Ich verstehe, daß man sich als öffentliche Person um jeden Preis von einem Massenmörder distanzieren will. Und am besten ist da natürlich die Amateur-Ferndiagnose „Psychopath“ (auf gleicher, nämlich maximal herabsetzender Ebene wie „Verschwörungstheorie“). Ich hatte zum entsprechenden Zeitpunkt eine Mitschrift von Breiviks Rede gelesen. Die war – ganz im Gegensatz zu diesem zusammengewürfelten Artikel hier (Mielke?) – aber vollkommen rational, konzentriert und sauber durchdacht – und daher wirklich gefährlich. Für eine naive Öffentlichkeit wäre sie eine Bombe gewesen. Breiviks Aussagen werden 60 Jahre unter Verschluss gehalten. Aussagen von „Verrückten“ werden nicht 60 Jahre unter Verschluss gehalten.

    Der gesamte Artikel klingt aber beinahe schon so, als hätte ML Morddrohungen oder netten Besuch erhalten.

    P.S.: Alex aus Uhrwerk Orange ist ein zynischer Sadist. Wenn er Moslem wär‘, würden die Gutmenschen ihn also lieben. Aber er ist weiß, intelligent, hat einen ätzenden Humor und liebt Ludwig van.

  • „Es gab keine Horrorshow und auch keine Komplizenschaft usw. usf. Dafür hatten die zuviel Angst vor “Nachahmern”. Das lief alles sehr still ab.“

    „Still“, klar, nur, daß der Prozeß monatelnag multimedial aufbereitet auf allen TV-Kanälen, Zeitungen, Internetseiten zu sehen und zu lesen war. Das gilt erst recht für Norwegen, wo die Nummer als traumatische Endlosschleife immer und immer wieder durchgespielt wurde. Willkommen in der Wirklichkeit.

    Wer Breivik bei der Urteilsverkündung und dem Vorlesen der Opfernamen lächeln hat sehen, und immer noch nicht kapiert hat, daß er ein hochpathologischer Fall ist, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Die „zusammengewürfelten“ Verweise dienen dem Vergleich. Aber da war wohl wieder einer zu faul, nachzulesen und nachzudenken. Ein „Psychopath“ muß keineswegs seine Opfer serienkillerartig foltern oder verstümmeln, er muß noch nicht einmal ein Mörder sein. Der Begriff beschreibt vor allem eine Persönlichkeitsstruktur. Der P. kann auch völlig „rationale, konzentrierte und sauber durchdachte“ Aussagen von sich geben. Im Gesamtkontext war B. aber durchaus nicht so kohärent, wie einzelne seiner Statements. Es geht im übrigen um eine Bewertung dessen, was einer tut, und nicht, was er sagt.

  • Aber er ist weiß, intelligent, hat einen ätzenden Humor und liebt Ludwig van.

    … und das geht ja nun gar nicht! 😆

    Zu Breivik habe ich für meinen Teil schon in einem früheren Artikel alles gesagt was mir sagenswert erschien. Wäre Norwegen von den Deutschen besetzt und er hätte 70 oder 80 Deutsche erschossen – gerne auch Jugendliche (z.B. in einem fiktiven HJ / BDM-Ferienlager in Norwegen) – , wäre er ein Held und würde gefeiert. Von seinem Volk. Warum? Weil ‚die Deutschen‘ als Besatzer und Vergewaltiger (des kollektiven Ich, nicht unbedingt irgendwelcher individueller Personen) betrachtet würden.

    So aber hat er den Nachwuchs von Besatzern und Vergewaltigern erschossen, die von denen, die von ihnen besetzt sind und vergewaltigt werden, nicht als das erlebt werden was sie sind. Warum? Weil zwischen dem kollektiven Bewußtsein und der Wirklichkeit seiner Gegenwart eine Bewußtseinslücke von ich-weiß-nicht-wieviel Jahrzehnten liegt. Sollte noch einmal eine Generation von Norwegern entstehen, die in der Lage ist diese Lücke zu schließen … wird derselbe Breivik, der heute als Monster in die Hölle gewünscht wird, wahrscheinlich als Held in die norwegische Geschichte eingehen.

    Wie so oft steht einem Erfassen der Wirklichkeit auch hier bei den meisten Menschen ihr moralisches Gerüst im Weg: Eigentlich … empfinde ich das jetzt ja so und so … aber andererseits weiß ich, daß ich es eigentlich gar nicht so und so empfinden darf, weil das böse ist! Und dann verbietet man sich bestimmte Gefühle eben bevor sie überhaupt das Empfinden berühren können. Und ist stolz darauf, wenn es geklappt hat. Dieser … Mechanismus hat sicher seinen Sinn … in und für normale Zeiten. Das Problem ist nur: Wir leben nicht in normalen Zeiten! Da wir aber ohnehin keinen Einfluß auf norwegische Verhältnisse haben, warten wir einfach ab was die Geschichte über Breivik sagen wird…

    • … Nachwuchs von Besatzern und Vergewaltigern …

      14- oder 15jährige Teenager sind also auch schon Feinde, die man getrost abknallen darf, weil sie ja „Nachwuchs von Besatzern und Vergewaltigern“ sind???

      Ich fasse es nicht!

  • Entschuldigung, das sollte heißen: Weil zwischen dem kollektiven Bewußtsein des norwegischen Volkes und der Wirklichkeit seiner Gegenwart…

  • Wer Breivik bei der Urteilsverkündung und dem Vorlesen der Opfernamen lächeln hat sehen, und immer noch nicht kapiert hat, daß er ein hochpathologischer Fall ist, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.

    Wenn das richtig ist, dann dürfte auch dem norwegischen Volk nicht mehr zu helfen sein, denn ob Psychopath oder doch … – Breivik ist in jedem Fall ein Spiegel. Ein Spiegel, der das zeigt, was die Gesellschaft weit von sich weist: Damit haben wir nichts zu tun! Es gibt aber nun mal eine Zusammengehörigkeit von Täter und Opfer; nicht in der Weise, daß sie identisch wären – aber in der Weise, daß sie zwei Seiten derselben Medaille sind.

    Und so gesehen, kann man genauso gut formulieren: In und durch Breivik hat sich ‚die Gesellschaft‘ eine Reaktion auf eine Situation erlaubt, von der sie sich auf einer bewußten Ebene nicht einmal eingestehen würde, daß sie ein Wunsch auch nur sein könnte! Es ist eben NICHT normal, daß man, wenn man es gerade mal vor 100 Jahren zu einem eigenständigen Staat geschafft hat, diesen gleich wieder an Usurpatoren übergibt, die noch nicht mal aus der Nachbarschaft, sondern ‚möglichst weit weg‘ kommen und möglichst wenig mit einem zu tun haben. Es ist auch nicht normal, daß man eine faktisch praktizierte Selbstübergabe an Fremde als das eigentlich Eigene an sich selbst zu erkennen meint, während man gleichzeitig stolz darauf ist im 2. WK gegen deutsche Besatzung gekämpft zu haben, weil man in ihnen Fremde erkannte, die das Eigene unterdrücken würden.

    DAS IST V-E-R-R-Ü-C-K-T!!! Und Breivik ist – Psychopath oder doch – bestenfalls ein weiterer Ausdruck dieser Verrücktheit, denn er tut das, oder hat das getan, was man in einer anderen Phase der eigenen Geschichte als normal und gesund betrachtet hätte: Man tötet den Feind! Aber das, was ein geistig gesundes kollektives Bewußtsein getan hätte, nämlich überhaupt keine Eroberer – auch noch ‚aktiv‘ – ins Land zu schaffen und damit die Voraussetzungen für einen Breivik gar nicht erst entstehen zu lassen, wird von einem kranken kollektiven Bewußtsein nicht nur nicht getan, sondern in sein Gegenteil verkehrt … und dabei auch noch als normal und gesund, als ‚zivilisatorische Höherentwicklung‘ erlebt!

    Das kollektive Bewußtsein spaltet damit die Funktionen, die es eigentlich erfüllen müßte, im kranken Zustand aber nicht mehr erfüllen kann, von sich ab … und läßt sie, die eigentlich vom Kollektiv realisiert werden müßten, von einem Individuum realisieren. Nur eben genauso verdreht und verzerrt wie das kollektive Bewußtsein bereits selber ist – nach Art eines psychopathischen Individuums namens Breivik. Das eigentlich Irre ist nicht Breivik, denn der ist nur einer; das eigentlich irre … ist das kollektive Bewußtsein der Norweger, ist die norwegische Gesellschaft. Und was die Sache besonders hoffnungslos macht: Es besteht – anscheinend zumindest – keinerlei Selbsteinsicht!!

  • Hier steht etwas zu seiner Kindheit:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Anders_Behring_Breivik#Biography

    Kann sich jeder selbst einen Reim darauf machen, ob er ein Psychopath ist oder nicht.

    Ich sehe ihn eher als eine Art Neurotiker. Nicht viele Männer lassen Schönheitsoperationen an sich durchführen. Ich glaube auch, daß Reue möglich ist, wenn ich auch nicht weiß, wie wahrscheinlich. Man wird es sehen, 21 Jahre sind dann doch eine ziemlich lange Zeit.

  • Lieber ML, gebe exguti insofern Recht, als mir dieser Artikel eine Art angestrengte political correctness atmet, wie im Seminar gelernt und nun wiedergegeben, irgendwie -sozusagen gefühlt- nicht authentisch. Sorry, ist nicht böse gemeint; ich hätte den Artikel nur anders aufgezogen. Bzw. erst gar keinen geschrieben (deswegen ist es m.E. auch gut, dass er auf der Sezession nicht zur Diskussion gestellt wurde – das kann man jetzt hier machen ;-)), aber offenbar hat es ML gedrängt eben das zu tun.
    .
    Persönlich würde ich mich psychologischen Deutungen weitgehend enthalten, insbesondere mit Aussagen er sei -sinngemäß- ein Irrer etc. pp., da das einfach so rüberkommt, als müsse sich der Schreiber für die Tat rechtfertigen.
    Muss er nicht. Zwar möchten SPIEGEL und ZEIT und die ganze MSM- Baggage gerne den Selberdenkern (also „Natziehs“) den Schuh anziehen, sie hätten „Mitschuld“ (wegen des geistigen Klimas und dem Humus und so) an der Tat, aber dem verweigere ich mich und sage: drauf geschi**en.
    Es ist wie jedesmal: wer sich auf die Argumentation (linker) Nullen einlässt ist schon von Beginn an im Nachteil. Deswegen sind Unterstellungen von Mainstreambolschewisten postwendend zurückzuweisen, zumal Breivik selbst ja ein Produkt der „postmodernen“ Gesellschaft (vaterlos, haltlos, verzweifelt) ist; einer Welt, wie sie von den Neomarxisten herbeigeführt wurde.
    .
    Stichwort „anders aufziehen“: es gibt 2 Aspekte der Breivikschen Tat: einen persönlichen und einen politischen, um unter letzterem alles nichtpersönliche zu subsumieren. Wie ich so jetzt gerade darüber nachdenke ist es der persönliche Aspekt, der interessanter ist, wenn man ihn jenseits von Floskeln bzw. Leerformeln („Narzist“, „Persönlichkeitsstörung“) betrachtet. Da gibt es eine Vielzahl von Fragen die mir dazu einfallen, zuvörderst natürlich die, warum ein offenbar intelligenter und auch durchaus erfolgreicher junger Mann nicht an seinem privaten Glück arbeitet sondern sich einer solchen Mission verschreibt.
    Der Hintergrund -sozusagen der Treibstoff- des politischen Aspekts wurde und wird gerade auf diesem Blog hier bereits ausführlich erörtert (Stichwort: Genozid an den europäischen Völkern). Das Establishment (TPTB im Englischen) ist mit den gleichgeschalteten Medien zu konfrontieren: die Unterdrückung der Meinungsvielfalt fördert extreme Taten. Das hat ja sogar ein Nebenkläger erkannt.

  • Jedes seichte und sich schneidig in Pose werfende, anonyme Internetspalten-Großmaul, das mir hier apropos dieses Textes die geistige Souveränität abspricht und Schwachsinn wie „angestrengte Political Correctness“ und ähnliches vorwirft, hat entweder kein Wort verstanden, ist des Lesens und Urteilens nicht mächtig, oder sonstwie moralisch und intellektuell so vverkommen, daß man sich jede weitere Diskussion ersparen kann. Grenzgroteske Sätze wie diese sind offenbar schon am Rande des Deliriums entstanden:

    „Da gibt es eine Vielzahl von Fragen die mir dazu einfallen, zuvörderst natürlich die, warum ein offenbar intelligenter und auch durchaus erfolgreicher junger Mann nicht an seinem privaten Glück arbeitet sondern sich einer solchen Mission verschreibt.“

    Ebenso sollten bitte alle die Klappe halten, die nicht den Text „Norwegian Psycho“ ff. (im Netz oder der erweiterten Version in der Fjordman-Anthologie) gelesen und durchdacht haben. Darin gibt es nun wirklich keine Frage, die vernachlässigt würde, und damit ließen sich auch all die neunmalklugen Kommentare ersparen.

    Zur Psychopathen-Frage hier:

    http://dasgehirn.info/denken/im-kopf-der-anderen/psychopathen-eine-welt-ohne-empathie/

    Doch Psychopathen sind nicht verrückt. Ihr Verstand, sagt Hare, ist völlig in Ordnung. Sie sind mitunter sehr intelligent, sie wissen, was richtig und was falsch ist. Sie können sich auch rein rational in ihr Gegenüber hineinversetzen und dessen Perspektive übernehmen. Was ihnen fehlt, ist also nicht die sogenannte “Theory of Mind”. Was ihnen fehlt, ist Empathie. Weil sie selbst Gefühle wie Liebe oder Angst vermindert wahrzunehmen scheinen, ist ihre Fähigkeit, Mitgefühl, Schuldbewusstsein oder Reue zu empfinden, eingeschränkt, erklärt Hare. Sie wirken zunächst charmant, sind tatsächlich jedoch seltsam kalt.

    • Inwieweit ich mich „schneidig in Pose“ werfe ist mir nicht klar. Vielleicht einfach nur deswegen, weil ich die Edelfeder zu kritisieren wage?

      • Nein, weil Du dussliges Zeug daherschwafelst, ohne den Text gelesen oder verstanden zu haben!

    • Dementsprechend was Mohammed ein Psychopath und alle die ihm ernsthaft folgen auch. In meinen Augen ist Psychopathie fehlende Gottesnähe. Sie empfinden keine Liebe weil sie diese nicht kennen. Man kann das lernen aber entweder im Elternhaus oder in der Kirche. Wenn beides fehlt – oder der Bursche in der Kindheit eine Scheidung mitbekommen hat und völlig alleine in der Welt war (davon gibt es Millionen in Europa..) dann bleibt der Mechanismus sich abzukapseln und rationalisieren.

      Ich finde viele 68er sind solche Psychopathen, allein die Idee der antiautoritären Erziehung (Kinder schmeissen Scheisse in Kindergärten herum..) ist für mich absolut Psychopathisch.

      Dementsprechend ist Breivik nicht alleine, sein Verhalten innerhalb der psychopathischen Idiotie vernünftiger als das der 68er oder anderen Genozidisten. Er ermordete unschuldige Kinder die zum Genozid am eigenen Volk erzogen worden sind. Und ja, Indoktrinierung in Kindesalter wirkt sehr stark. Man erkennt es an den extremistischen Islamisten.

      Templarii

  • Also, wenn ich der Wikipedia glauben schenke, dann liest sich meine psychologische Analyse so (fürchterlich banal irgendwo, aber was kann man machen).

    Schon mit vier Jahren fiel sein gezwungenes Lächeln auf. Verdacht: Er fühlt sich nicht wohl in seiner Haut. Bestätigung: Schönheits-OP mit 20. Wenn er sich nicht wohl fühlt, was stört ihn dann? Er hat Anabolika genommen und Krafttraining gemacht. Folgerung: Er fühlte sich nicht stark und männlich genug. Bermerkung: Er hat schon im Kindergarten andere Kinder beschützt, die gehänselt wurden. Folgerung: Er strebt in die Rolle des starken Beschützers, nennen wir es einen Ritterkomplex.

    Naja… wie gesagt, irgendwo fürchterlich banal. Er hat von all den vergewaltigten Frauen gelesen, den Sozialdemokraten die Schuld gegeben und sich zum Tempelritter erklärt. Schicksal erfüllt.

    Könnte man noch tiefer schürfen und fragen, woher der Ritterkomplex kam. Wahrscheinlich aus der Schwierigkeit, die Lebensverhältnisse seiner Eltern zu beurteilen.

    So sieht es aus. Irgendwo eine ziemlich persönliche Angelegenheit, ein geschlossener Kreis, sozusagen.

    Was den politischen Aspekt angeht, so ist die Tat in erster Linie Teil einer Militarisierung, von welcher man freilich noch nicht sagen kann, ob und wie sie sich weiterentwickelt.

  • Nur zur Erinnerung: wir haben hier einen Typen vor uns, der imstande ist, nicht weniger als 70 wehrlose und unbewaffnete Jugendliche und Kinder aus nächster Nähe, mit Blickkontakt mit den Opfern, nach der Reihe eigenhändig und unter bezeugten Jubelschreien abzuschlachten (mehrere Kugeln pro Person, gezielte Kopfschüsse), ohne nachher die geringste Reue zu empfinden und zu zeigen, diese Tat als einen Akt der „selbstlosen Liebe“ zu kennzeichnen, ausschließlich zu heulen, wenn es um sich selbst und seine „Mission“ geht (siehe auch Patrick Bateman’s berühmte Whitney Houston-Eloge: „Since it’s impossible in this world we live in to empathize with others,we can always empathize with ourselves“), und bei der Urteilsverkündung und dem minuziösen Vorlesen der Taten permanent blöde-triumphierend vor sich hinzulächeln. Noch Fragen? Wer hier nicht sieht, ist entweder blind, veblendet, verkommen oder hat selbst nicht mehr alle Tassen im Schrank. Der Rest klärt sich schnell ich ein bißchen Eintauchen in die Pathologie narzißtischer und psychopathischer Charakterstörungen.

    • Psychopathie wird als etwas Angeborenes angesehen, nicht als etwas, das sich im Laufe des Lebens entwickelt.

      Wenn Breivik als Kind andere Kinder beschützt hat, zeigt das, daß er zur Empathie fähig ist, physiologisch gesehen.

      Wenn er später keine Empathie mit seinen Opfern empfunden hat, muß das also auf einen Prozeß der Verhärtung zurückzuführen sein.

      Wie gesagt, dies auf Basis der Fakten, welche mir zugänglich sind. Der Vergleich mit anderen Terroristen ist wenigstens in dieser Hinsicht ein brauchbarer, denn die werden auch nicht alle Psychopathen sein.

  • @ML

    die Monstrosität dieses Verbrechens, welches Breivik begangen hat, sehen sie und es versetzt sie in Wut und Trauer. Sie haben Empathie mit den Opfern, welche sie Breivik absprechen. Das ist völlig berechtigt und in dieser Stimmung haben sie auch den Artikel geschrieben.

    Es gibt aber Menschen, die nicht nur Empathie mit den Breivik-Opfern haben, sondern mit dem ganzen norwegischen Volk (und anderen europäischen Völkern, die ohnmächtig zuschauen müssen, wie hier von kriminellen Eliten ein kalter Völkermord an ihren eigenen Völkern verübt wird, mit allem was dazugehört, Landnahme, Ausplünderung der Sozialsysteme, Vergewaltigung europäischer Frauen, kultureller Barbarei. Haben sie einmal Bilder geschändeter Schwedinnen gesehen? Wo bleibt hier ihre Empathie?

    Sie ist in diesem Fall offenbar nicht vorhanden, weil sie ihre Analysefähigkeiten und ihre Emotionen nur an diesem Breivik abarbeiten. Hier den Blick auf die Politik und Ideologie der herrschenden Eliten, die diesen Menschen zu dem gemacht haben, was er ist, wäre dem Fall angemessener. Die Taten eines Breivik sind monströs und abartig, weil die Politik, die ihn zu dieser Tat motiviert hat, monströs und abartig ist.

    Dies schreibt ihnen jemand, der Empathie nicht nur mit Breiviks Opfern hat, sondern auch mit denen, die von den Invasoren ermordet, vergewaltigt und beraubt worden sind, die keine Lobby mehr haben und irgendwo in aller Stille, ohne Staatsakt beerdigt werden. Den unbekannten Opfern.

    • Wie merkbefreit muss man eigentlich sein, um einen solchen Kommentar zu schreiben? Ausgerechnet Martin Lichtmesz zu fragen

      Haben sie einmal Bilder geschändeter Schwedinnen gesehen? Wo bleibt hier ihre Empathie?

      kann wirklich nur einem Analphabeten einfallen, der noch nie einen Text von Lichtmesz gelesen hat.

      Solche Kommentatoren will ich nicht und brauche ich nicht. Rote Karte, Tschüss!

  • [… ist hiermit kassiert und zugleich Dein letzter! MKH]

  • Alles in allem ist dies der peinlichste, dümmste und widerlichste Kommentarstrang seit Bestehen dieses Blogs.

    Ich glaube nicht, dass ich für ein solches Publikum weiterhin schreiben möchte.

    • Lieber Manfred,
      bitte verzweifeln Sie nicht. Ihre Seite hier ist sehr gut, und Ihre fundierten Beiträge sind ein echter Gewinn für die Sache. Der widerliche Breivik und alle seine Freunde sollen doch zur Hölle fahren!

  • Erfahrungsgemäss bringt es wenig, über solche Themen zu diskuttieren, genau sowenig wie über Sexualfragen. Da werden oft die erstaunlichsten Ansichten geäussert.

    Aber zurück zum Thema: Seit dem die Menschheit existiert, gab es zu allen Zeiten und in allen Kulturen Massenmord der übelsten Art. Waren Leute wie Stalin oder Pol Pot psyschich krank? Gut, man könnte jetzt sagen, dass sie Schreibtischtäter waren, die ihre Opfer nicht von Angesicht zu Angeschicht getötet haben. Aber sie haben immer willige Helfer gefunden, die das bereitwillig für sie erledigt haben. Waren diese Menschen alle psyschich krank?

    Nach meiner Ansicht liegt es in Natur des Menschen auch böse zu sein, wenn ich diesen banalen Ausdruck benutzen darf. Ich wollte nicht wissen, wie sich z.B. mein Nachbar, der ein herzensguter Mensch zu sein scheint, in Extremsituationen verhalten würde.

    Aber um diese Problematik angemessen besprechen zu können, bräuchte es wohl ein Studium der Philosophie oder der Moraltheologie.

  • Da ich hier auch schon einige Male weit jenseits der PC kommentiert habe, andererseits wahrscheinlich aber auch nichts mehr von Belang beisteuern werden kann und ich Manfreds Blog/Ruf nicht ramponieren möchte, belasse ich das Schriftliche jetzt. Kommentatoren hier, die ähnlich weit gingen/gehen, sollten sich vielleicht auch zumindest etwas mäßigen.

    Grüßi
    Jochem

  • Ich weiss nicht – dann ist in Ägypten, Bosnien, Lybien, Saudi-Arabien, Syrien, im Irak, im Iran in Pakistan, in Afghanistan die Strasse voll mit lauter Breiviks. Ich erkenne keinen Unterschied zwischen diesen Mörder und den anderen die gerne Vergewaltigen, Morden, Kirchen anzünden, Genozide durchziehen..

    Die Beschimpfungsorgie kann ich nicht verstehen weil die Nachrichten voll von anderen Massenmördern sind die einfach ignoriert werden.

    Templarii

    • So, jetzt schließe ich den Kommentarstrang. Templarii, Dein Kommentar ist unlogisch, und ich hasse es, mich mit unlogischen Kommentaren auseinanderzusetzen.

      dann ist in Ägypten, Bosnien, Lybien, Saudi-Arabien, Syrien, im Irak, im Iran in Pakistan, in Afghanistan die Strasse voll mit lauter Breiviks. Ich erkenne keinen Unterschied zwischen diesen Mörder und den anderen

      Siehst Du – ich auch nicht, das isses ja.

      Die Beschimpfungsorgie kann ich nicht verstehen weil die Nachrichten voll von anderen Massenmördern sind die einfach ignoriert werden.

      Von wem ignoriert? Von mir etwa? Das kann nicht Dein Ernst sein.

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