Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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[„Vor den Kreuzzügen“ übernommen von „Vaterland“]

Am 18. Oktober 1009 lässt der Fatimidenkalif El-Hakim die Jerusalemer Grabeskirche zerstören – eines der wichtigsten christlichen Heiligtümer überhaupt. Er befiehlt die totale Zerstörung mit “allen ihren Anzeichen christlicher Pracht”  und seine Befehle werden buchstabengetreu ausgeführt. Das Innere der Kirche

wird geplündert und gebrandschatzt, die Grabsteine umgeworfen und sogar versucht, das Heilige Grab herauszureißen, um “die letzte Spur davon von dem Erdboden zu vertilgen”. So berichtet Yaha Ibn Saud, ein Chronist des 11. Jahrhunderts.

Die Zerstörung der Grabeskirche ist der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringen soll – seit fast einem halben Jahrtausend, genauer: von 635 bis 1099 n.Chr hat  der Islam christliche Gebiete überfallen und sie religiös “gesäubert” [Karte re., z.V. anklicken]. Dabei werden christliche Bauwerke zerstört,  viele Christen ermordet, ihre Frauen vergewaltigt oder zusammen mit den Kindern in die Sklaverei verkauft – oder zwangsislamisiert.  Wer nicht getötet, versklavt oder zwangsislamisiert wird darf keine Waffen tragen,  ist wehrunfähig, kurz: kein vollwertiger Mann. Christen und Juden müssen unter islamischer Herrschaft besondere Farben oder Kleidungsstücke tragen. Diese Kennzeichnungspflicht beginnt 717 mit einem Befehl von Kalif Umar II. 807 befiehlt Kalif Hārūn ar-Raschīd in Persien für Juden einen gelben, für Christen einen blauen Gürtel[ -> ausführlicher dazu siehe die Arte-Dokumentation Der gelbe Ring]

Oder nehmen wir 710 n. Chr – 389 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge: Mit der Eroberung der letzten christlichen Stadt Nordafrikas ist das gesamte ehemals christliche Nordafrika islamisiert. Fast alle der 400 christlichen Bistümer in Nordafrika gehen unter. Nordafrika war eine einstmals blühende christliche Welt, die bedeutende Theologen des christlichen Altertums hervorgebracht hat: Tertullian, Cyprian, Athanasius, Augustinus. Ausgelöscht.

Oder 870 n.Chr. – 229 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge:  Die Araber erobern die Insel Malta und zerstören dort die fast 700 Jahre ungebrochen existierende christliche Kultur.

Oder 952 – 960 n.Chr – 147 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge: Ausgehend von den Alpenpässen erobern muslimische Truppen für annähernd 8 Jahre die Schweiz. Sie plünderten und zerstörten in den folgenden Jahren das Wallis, Teile Graubündens und der Ostschweiz. Zwischen 952 und 960 beherrschten die Araber nach der Schlacht bei Orbe weite Teile im Süden und Westen der Schweiz einschließlich des Grossen St. Bernhard-Passes und stießen im Nordosten ebenfalls bis St. Gallen vor, im Südosten bis Pontresina.

Einen Abriss über die Islamischen Religionskriege erhalten Sie hier: Beginnend mit dem Jahr 632 n. Chr. – 467 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge – sind alle Religionskriege des Islamchronologisch aufgeführt.

Ausführlicher behandelt das Blog  Die Vorgeschichte der Kreuzzügedie Stationen islamischer Religionskriege. Klickt man in der Zeitlinie  auf die einzelnen Stichworte, gelangt man zu dem dazugehörigen ausführlichen Artikel.


Wer, wie häufig in der westliche Presse, immer wieder das Christentum für die Kreuzzüge anklagt, dabei aber die vorangegangenen fast 500 Jahre muslimischer Aggression gegen das Christentum unerwähnt lässt, tut dies  aus antichristlichen,  ideologischen Gründen – mit der historischen Wahrheit haben solche Artikel nicht mehr das geringste zu tun. Man möchte, wie der römische Satiriker Juvenal ausrufen: Difficile est satiram non scribere, es ist schwer, keine Satire zu schreiben.

[Manche  Bildungsportale entblöden sich nicht einmal, die Kreuzzüge als blutiges Gemetzel der Christen zu geißeln, die vorangegangenen fast fünf Jahrhunderte andauernden islamischen Kriege gegen das Christentum aber mit Die Erfolgsgeschichte des Islam zu übertiteln. Doppeldenk in Vollendung].

………………..

[1] Zum selben Thema Robert Spencer: Es ist Zeit zu sagen: Jetzt reicht es
Papst Urban II., der auf dem Konzil von Clermont im Jahr 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, hat dies aus Gründen einer längst fälligen Verteidigung getan.

[2] Zum selben Thema der Althistoriker Egon Flaig in seinem EssayDer Islam will die Welteroberung

[3] Mit Schwerpunkt auf das islamische Spanien,  auf Al-Andalus,  zwei Essays, die sich von den sonst  üblichen Jubelarien abheben:  Islamisches Spanien – Das Land wo Blut und Honig flossund Francisco Garcia Fitz: Die Toleranz im islamischen Spanien ist nur ein multikultureller Mythos

…………………

Das erste Bild dieses Blogeintrags zeigt die Grabeskirche, das zweite Bild ist ein Kupferstich von Matthaeus Merian und zeigt die Zerstörung des christlichen Konstantinopels unter Sultan Mohammad II. Fatin am 29. Mai 1453,  bei der nicht nur Tausende von Christen starben sondern die Realia einer ganzen Kultur weitgehend vernichtet wurde.

Zum Abschluss: Dieser Blogeintrag ist deshalb so linkgesättigt, weil wir damit Forennutzern –  wie generell allen Diskutanten –  einen schnellen Zugriff auf relevante Informationen ermöglichen  wollen. Informationen, die Sie  in jeder öffentlichen Diskussion mit Quellen untermauern können. Das ist generell das Hauptanliegen vonVaterland.

Weiterlesen →

Originalartikel „Vaterland“: hier klicken!

2 Antworten auf Vor den Kreuzzügen: vier Jahrhunderte Dschihad

  • Tja, der Mythos von der „friedlichen Ausbreitung des Islam“ ist eben nur ein Mythos.

    Allerdings wiederspricht dieser Mythos sogut wie sämtlichen Fakten und Quellen. Schon Mohammed führte Kriege zur Ausbreitung seiner Religion.
    Als zweite Verteidigungslinie bringen Muslime und Islamversteher dann gerne hervor, dass die muslimischen Kriege aber „humanitärer“ geführt wurden, als etwa die Kreuzzüge. Auch dies wiederum ein faktenwidriges Märchen. Nach einigem Studium des Korans und historischer Texte bin ich geradezu zu der Überzeugung gelangt, dass unethisches Verhalten gemessen an heutigen humanitären Standards, konkret Rauben dürfen, Töten dürfen, Vergewaltigen dürfen geradezu ein Katylysator der islamischen Expansion war.

    Da aus diesen Betrachtungen klar wird, dass Gewalt ein Erfolgsmodell in der Entstehungsphase des Islam war muss man davon ausgehen, dass Gewalt gegen Nichtmuslime tief in den kulturellen Code des Islam eingewoben worden ist ist. Hat man sich auf diesen erschreckenden, aber gut belegbaren Gedanken eingelassen, sind die regelmäßigen Attentate durch Muslime, Todesfatwas und auch erhöhte Gewaltkriminalität durch Muslime in westlichen Ländern keine Überraschung mehr.

    Wirklich erschreckend ist dagegen, dass viele die sich nie mit dem Islam befassten, lieber eine rosarote Brille aufsetzen, oder sogar alles Gewalthafte am Islam ausblenden. Diese Realitätsverleugnung wird vermutlich noch einen hohen Preis kosten.

  • Vielleicht sollte man Medina, die Grabstätte eines Teufels, dem Erdboden gleichmachen. Vielleicht wäre dann endlich Ruhe.

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