Linientreue

Mein Schwager lebte als Bürger der DDR, im Bezirk Hauptstadt. Er blieb nach der Wende dort, wohnt noch immer im Ostteil der Stadt. Er arbeitete als Fernmeldetechniker. Gern hätte er studiert, war nicht unbegabt. Doch durfte er dem Staat nicht als Ingenieur o.ä. dienen, da er nicht bereit war, seine familiären Westkontakte einzustellen.

Nun lese ich – als sonst kaum an den Olympischen Spielen der Neuzeit Interessierter -, daß eine unserer Sportlerinnen nach Hause fahren mußte. Sie darf den Staat nicht mehr als Ruderin in London repräsentieren. Sie hat sich zwar nichts zuschulden kommen lassen, doch ist sie offenbar nur bereit, sich persönlich zur FDGO zu bekennen. Sie ist aber liiert mit einem NPD’ler, verfügt also über etwas, das man politisch-korrekt “NS”-Kontakte nennen könnte, und die Ruderin ist offenbar nicht bereit, diese Kontakte aufzugeben.

Nun höre ich im Rundfunk, daß die Olympionikin eine Polizeianwärterin gewesen ist, die bereits “nach ausführlichen Gesprächen” aus dem Dienst entfernt wurde bzw. dazu gedrängt, selbst darum gebeten hat. Es müsse “auch das persönliche Umfeld stimmen”, so war zu hören. – Hier eine schriftliche Quelle dazu.

Wenn ich in einem Artikel lese, daß Petra Pau in diesem Fall als “linke(n) Innenexpertin” angeführt wird, dann denke ich mir: Das hätte auch der “Schwarze Kanal” wohl nicht anders formuliert. Offenbar ist die Mauer nicht gefallen, sondern nach Westen verschoben worden. – Nur linientreue Sportler dürfen für den deutschen Staat antreten.

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Ein Gedanke zu „Linientreue“

  1. Ich finde, wir sollten den Begriff „linientreu“ auf die „bunten Demokraten“ anwenden, denn er passt auf diese Mitläufer wirklich sehr gut.

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