Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Felix Menzels Artikel „Fetisch Nationalstaat“ und Martin Böckers „Über Vorhäute, die uns nichts angehen“ offenbaren, daß das Verhältnis der Rechten zum liberalen Verfassungsstaat klärungsbedürftig ist, und dies nicht zum Zwecke „verfassungsschützender“ Gesinnungszensur, sondern weil der antiliberale Affekt in beiden Artikeln so skurrile Blüten treibt, daß er sich selbst ad absurdum führt.

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Manfred Kleine-Hartlage auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Dekadenz, Die Rechte, Dritte Wege, Heute, Morgen, Wir
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1,852 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Der antiliberale Affekt: Fundamentalismus ohne Fundament

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2 Antworten auf Der antiliberale Affekt: Fundamentalismus ohne Fundament

  • Wenn Böcker seinen Böckenförde richtig gelesen hätte, wäre ihm das wohl auch nicht passiert. Die Kritik ist sehr erhellend und hilft auch, die Liberalismuskritik, die hier häufig geäußert wurde, zurechtzurücken. Allerdings könnte man fragen, ob die liberale Tradition nicht bei der Beschränkung der Elternrechte auch im Hinblick auf das Prügelverbot etwas zu dogmenverliebt und verweichlicht geworden ist und es sich ganz unabhängig von dem ärgerlichen Konflikt mit dem Judentum lohnen würde, hier die humanistische Ersatzreligion etwas zurückzunehmen und der doch eher harmlosen Beschneidungstradition Platz zu lassen.

  • Befreiung der Marktwirtschaft vom Kapitalismus

    Es ließe sich darüber streiten, ob ein Herr Reithofer, Topmanager bei BMW, für seine 6,2 Mio. Euro Jahresgehalt genug gearbeitet hat, doch wenn es sich für BMW rechnet, sei es ihm gegönnt. Allerdings lässt sich nicht darüber streiten, dass die Familie Quandt, Hauptaktionär bei BMW, für ihre 650 Mio. Euro Rendite, die sie 2011 abkassierte, gar nicht gearbeitet hat. Das ist Kapitalismus: abkassieren auf Kosten der Mehrarbeit anderer.

    Wie kommen nun manche vorgeblich liberale Zeitgenossen zu der Ansicht, Quandt und Konsorten wären „Leistungsträger“ der Gesellschaft?

    Unabhängig davon, ob sich diese Patienten für „gläubig“ oder „ungläubig“ halten, hat die Religion ihnen nicht mehr viel Restverstand übrig gelassen:

    (Lutherbibel 1984 / Genesis_3,6) Und die Frau (Finanzkapital) sah, dass von dem Baum (Geldverleih) gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht (Urzins) und aß und gab ihrem Mann (Sachkapital), der bei ihr war, auch davon und er aß.

    Silvio Gesell: Die Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital
    http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/gesell/nwo/5_4.htm

    Alle elementaren volkswirtschaftlichen Zusammenhänge, die mit genialen, archetypischen Bildern und Metaphern in Genesis_1,1-11,9 exakt umschrieben sind, wurden durch die Überdeckung mit gegenständlich-naiven Fehlinterpretationen (so genannte Exegese der Priesterschaft) über Jahrtausende aus dem Begriffsvermögen der halbwegs zivilisierten Menschheit vollständig ausgeblendet. Da es egal ist, welchen Unsinn die jeweilige Priesterschaft redet, solange die eigentliche, makroökonomische Bedeutung im Verborgenen bleibt, erfüllen die Priester noch heute ihre Aufgabe, auch wenn sie schon lange nicht mehr wissen, was sie tun (etwa seit dem 6. vorchristlichen Jahrhundert).

    Heute muss man darum nicht nur sprichwörtlich sondern tatsächlich bei Adam und Eva anfangen, um an Hochschulen indoktrinierten „Wirtschaftsexperten“ oder von einer religiös verblendeten Masse gewählten „Spitzenpolitikern“ die Marktwirtschaft zu erklären:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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