Felix Menzel hat eine Sarrazin-Lesung in Dresden beschrieben. Der Bericht ist gelungen, wichtig darin ist die Klarstellung, daß man nicht „Experte“ sein muß, um beispielsweise grundsätzlich eine Entscheidung über den ESM-Vertrag treffen zu können. Im Prinzip ist das eine gute Beschreibung des intelligenzgestützten gesunden Menschenverstands. Der Gegner versteckt sich hinter Verschachtelungen und Komplexität, dabei ist das meiste im Prinzip einfach und nur im Detail kompliziert. So weit, so gut.
Was mich allerdings wundert, ist, daß sich Menzel weigert, die Vorgänge als einen Verfassungsputsch zu begeifen und daß in solch einem Moment das letzte Restchen an Souveränität und finanzpolitischer Ordnung verteidigt werden muß. „Verfassungsputsch“ ist schlicht ein griffiges Wort für die Aushebelung des staatlichen Königsrechts: der Hoheit über Steuer und Haushalt.
Wenn also bisher der deutsche Staat einen Beutewert vor allem für unsere eignenen, ziemlich verkommenen Parteipolitiker und deren Umverteilungswahn hatte, dann hat er jetzt einen Beutewert für ganz Europa. Gegen das, was nun finanziell auf uns zukommt, sind 130 Gender-Professuren ein kleiner Pausen-Snack. Martin Lichtmesz hat das neulich ausgeführt, Manfred Kleine-Hartlage hat das als Putsch beschrieben – das sind genau jene Lagefeststeller und Publizisten, auf deren Erfahrung und analytische Sicherheit wir vertrauen können. [...]
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Götz Kubitschek auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Heute, Krise
Schlagwörter: ESM, Europa der Regionen, Felix Menzel, Sarrazin, Wahrnehmungselite
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Zum Originalartikel: Nation! – Antwort auf Felix Menzels Positionierung
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