Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Um den Jahreswechsel 2005/2006 startet der deutsche Staat mit Unterstützung des Konzern Bertelsmann die Kampagne “Du bist Deutschland” – eine Social-Maketing-Kampagne, die auf ein neues deutsches Nationalgefühl zielte. Ein noch relativ junges Konzept das hier erstmals sichtbar wurde. Initiator der Kampagne … Weiterlesen →

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13 Antworten auf Gelenkter Patriotismus

  • Danke für die gute Analyse! Zeigt sie doch auch, wieweit der Staat, bzw. was von ihm noch übrig ist, von den „Think Tanks“ beeinflusst und damit seiner eigentlichen Aufgabe, dem Staatsvolk zu dienen, entfremdet wird.

    Dennoch ist die Bertelsmann-Stiftung, sicher ein Schwergewicht in der Tradition der Paneuropäischen Bewegung, nur eine Stimme im Chor all der inoffiziellen, hinter den Kulissen tätigen Netzwerke, Schattenfraktionen, NGOs und Interessengruppen.

    Deren vor den Augen der Wähler verborgenes Wirken sollte mit diesem Pseudo-Patriotismus vermutlich ein vaterländisches Feigenblatt vorgehalten werden, wie es auch schon mit der inzwischen beendeten Webseite ‚diegesellschafter.de‘ erfolglos versucht wurde, die als linksgrüne Agitationsplattform gegen „Rechts“ von bemerkenswert vielen Institutionen finanziell ausgehalten wurde.

    Doch inzwischen haben Heterogenisierung und Individualisierung der heutigen Mischbevölkerung längst jeden Gemeinsinn erstickt: Die überaus erfolgreiche Mischung aus neoliberalem Hedonismus, maßloser Konsumstimulation, gezielter Desinformation durch Massenmedien und permanentem Schuldkult inklusive Nazikeule lassen den umerzogenen Jetzt-Menschen hierzulande jeden Anflug eines wahren Patriotismus als Sündenfall erscheinen.

    Erst wenn ihre Scheinwelt, die auf Schulden, Spekulation und Gier beruht, an der eigenen Dekadenz gescheitert ist, wachen sie – vielleicht – auf. Ob sie dann verstehen und daraus lernen können, muss allerdings bezweifelt werden. Außer grenzenloser Wut und planlosem Chaos wird diese Gesellschaftsordnung nichts verwertbares hinterlassen. Es ist der Krieg des Geldadels, um der Macht willen gegen Humanismus und Aufklärung, gegen Ethik und praktische Vernunft geführt, der sich dann selbst ad absurdum geführt haben und schlimmere Ruinen hinterlassen wird, als die letzten Weltkriege.

  • @Dietmar

    Was Sie schreiben ist wohl wahr, aber Sie beschreiben einen aktuellen Zustand. Wir sollten nicht den Fehler begehen, Denkfabriken mitsamt ihren Strategen zu unterschätzen. Diese Leute sind intelligent und sehr gut in dem was sie tun. Diese Strategie zielt m.E. auch nicht auf die gesamte Bevölkerung – und schon gar nicht ausschließlich auf die originaldeutsche – sie zielt zuerst einmal auf sogenannte Multiplikatoren.

    Damit wir uns nicht missverstehen: Die Angst der Antideutschen ist unsere Hoffnung. Die Hoffnung, dass sich Gefühle dauerhaft nie in so engen Bahnen kanalisieren lassen und der staatlich gelenkte Patriotismus sich auch auf Feldern Platz schaffen wird, die von den Machern weder vorgesehen noch erwünscht sind.

    Mir war es nur wichtig, diese Strategie als eben solche kenntlich zu machen – wobei natürlich klar ist, dass das nur eine Einschätzung von meiner Seite ist, die keinen Anspruch auf absolute Wahrheit erhebt und der Begriff gelenkter Patriotismus nur eine Formel ist, die es ermöglicht Vorgänge -„Du bist Deutschland“, das Fußball „Sommermärchen“, „Lena“ – etc. zu beschreiben.

  • Das Konzept gelenkter Patriotismus zielt also darauf, die Vorteile [Entnationalisierung, Multikulti, Massenzuwanderung] zu erhalten und die Nachteile einer bindungslosen, fragmentierten Bevölkerung zu minimieren. Das Konzept gelenkter Patriotismus wirkt dabei auf Rechte ähnlich anziehend, wie zu seiner Zeit die Entnationalisierungstrategie globalistischer Elitezirkel auf Linke wirkte. Beide Strategien bedien[t]en vordergründig eine grundlegende politische Idee, eine Überzeugung, eine Sehnsucht, und mach[t]en sie sich nutzbar.

    DAS … würde ich für eine Fehleinschätzung halten, denn ich zumindest kenne keinen Rechten, der sich von einer ‚Du-bist-Deutschland‘-Kampagne angezogen gefühlt hätte. Und auch in dem was man die ‚deutsche Normalbevölkerung‘ nennen könnte, ist diese damalige Kampagne, wenn sie in der allgemeinen Bilderflut überhaupt wahrgenommen wurde, bestenfalls eher belächelt worden, d.h. das Künstliche, Aufgesetzte wurde auch genauso empfunden! Im Prinzip war diese Kampagne so ‚echt‘ wie … keine Ahnung … zehn Jahre oder so, vorher, der SPD-Wahlkampfspot „Du bist Europa“ – ein ‚Machwerk‘ ( 😆 ), das an Dämlichkeit und plumper Anbiederei wohl als diesbezüglicher ‚Goldstandard‘ betrachtet werden darf!

    Pressefuzzis, Werbetexter, Imagedesigner, Kampagnenreiter … bleiben einfach das was sie eben sind. Und die Normalobevölkerung nimmt das nicht wirklich ernst. Man ist eben ‚medientrainiert‘, hat Zehn- oder Hunderttausende von Werbeclips konsumiert … und ist von daher entsprechend ‚abgehärtet‘. Von daher kann ich mir nicht vorstellen, daß eine solche ‚Kampagne‘ bei irgendjemandem einen irgendwie tieferen oder, bezüglich tatsächlicher Wirkung, bleibenden Eindruck hinterläßt – es sei denn als abschreckendes Beispiel! 😆 😆

    Nein, ich glaube wir haben im Prinzip zwei absolut getrennte Entwicklungen: Zum einen die offizielle Welt, in der die BRDDR als ‚Deutschland‘ firmiert, ausgegeben, angesprochen … und von einigen wohl auch geglaubt wird. Und zum anderen eine sich … nun ja, sagen wir einfach mal subsummierend als rechtsintellektuelle Szene entwickelnde Gegenelite zur herrschenden globalistischen Einheitsfront, die zur Zeit zwar noch größtenteils auf den virtuellen Raum des Netzes beschränkt ist, aber eben nicht nur. Es gibt unterschiedliche ‚aufwachsfähige‘ Keime … um es mal so auszudrücken. Beispiele wären die PI-Gruppen, parteipolitische Ansätze wie PRO oder, zumindest was Stürzenbergers Aktivitäten in Bayern betrifft, die FREIHEIT, oder auch sowas wie das hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=C5wITeCma8Q

    Gerade der letztere Ansatz scheint mir nach seinen bisherigen Erfahrungen eher darauf hinzudeuten, daß er durchaus über eine gewisse Deckung und grundsätzliche Sympathie aus dem etablierten Mittelbau verfügt. Wobei es kein Zufall sein dürfte, daß sich das Projekt ‚im Osten‘ (eigentlich: in der Mitte!) entwickelt (hat) – in NRW beispielsweise dürfte der Initiator wohl weder auf stille Sympathie noch gar auf aktive Unterstützung rechnen; diese ‚Bereiche‘ dürften auf absehbare Zeit in der Tat als mental, emotional und auch sonst in jeder nur denkbaren Hinsicht als ‚verloren‘ zu betrachten sein.

    Es wird also nicht zuletzt darauf ankommen, daß, wenn die Lage früher oder später ins Rutschen kommen und die Situation irgendwann kippen wird, tatsächlich sowohl weltanschaulich-politisch orientierende wie auch ökonomisch-praktisch aufnahme- und aufwuchsfähige Strukturen des Eigenen vorhanden sind, die zudem nicht nur abgrenzungs- sondern auch aktiv abweisungsfähig (sprich: wehrfähig + -willig) sind.

    Anders ausgedrückt: Es könnte auf eine Art ‚Wettlauf‘ der Entwicklung fremdidentitärer und neunationaler Mycel-Strukturen hinauslaufen, die beide – vor der Kulisse der offiziellen ‚bunten Republik‘ mit den sie kongenial repräsentierenden ‚geistigen Knetmännchen‘ – darum konkurrieren, wer hier nach bzw. beim irgendwie eintretenden Zusammenbruch die Macht übernehmen wird. Der Feind hat den Vorteil finanzieller und ideologischer Unterstützung durch diesbezüglich potente Staaten – und einen rasch wachsenden, jungen und, in Teilen, hochaggressiven Potentials. ‚Wir‘ haben – hoffentlich – den Vorteil eines noch auf absehbare Zeit alles-in-allem genommen numerisch größeren Bevölkerungsanteils unter den Nachgeborenen, und ich zweifle eigentlich nicht daran, daß es im Falle einer tatsächlichen Umbruchssituation nur sehr wenige ‚Biodeutsche‘ sein werden, die sich auf seiten der Fremden engagieren werden – auch unter den etablierten linken Kampftruppen sehe ich in diesem Fall durchaus Deserteure!

  • Die sog. „Think-Tanks“ werden dafür gebraucht, daß die schmierigen, hinterhältigen Kampagnen titeln „Du bist/Ich bin Deutschland“ und eben nicht „Du bist/Ich bin Deutscher“. Denn Deutschland soll da ja als rein geografische Fläche herhalten, in der Beliebigstes herumkreuchen soll – nur eben bloß keine bösen echten Deutschen.
    Ich bin nicht Deutschland und schon gar nicht Europa, nicht einmal Europäer. Ich bin ein böser echter Deutscher.

  • DAS … würde ich für eine Fehleinschätzung halten, denn ich zumindest kenne keinen Rechten, der sich von einer ‘Du-bist-Deutschland’-Kampagne angezogen gefühlt hätte.

    Ich hätte das einschränkende „einige“ Rechte dazuschreiben sollen. Das „anziehend wirken“ war auch nicht auf die Kampagne „Du bist Deutschland“ bezogen sondern auf das Konzept gelenkter Patriotismus, von dem die Kampagne „Du bist Deutschland“ ja nur der erste, sichtbare Baustein war.

  • Ups, das ist was schiefgelaufen. Der Rest meines obigen Posts sollte nicht kursiv erscheinen.

  • Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen,
    auch nicht an seiner geistigen Armut,
    sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den
    politischen Zweckmäßigkeiten.

    Gottfried Benn

  • Euro-Transferunion ==> Deutschland geht im Staatsbankrott unter (= 3. Punischer Krieg) ==> Europäischer Zentralstaat entsteht ==> One World (?)

    • Sammeln in einem östlichen Bundesland und Unabhängigkeit anstreben von der BRD – als Preußen 2.0. Der kleinste Bereich, der in Zukunft nicht linksradikal-globalistisch regiert werden wird, wird sich über Rettungswillige – auch zahlungswillige und -fähige Rettungswillige – nicht zu sorgen brauchen.

      … wenn ich durch die Straßen meiner Stadt laufe … und das dann auch nur mit dem vergleiche, was ich hier auf diesem Blog allein schon lesen muß … ich kriege es einfach nicht mehr zusammen. Ein Abgrund. Was sagen ich? … AbgrÜnde

  • „Die Hoffnung, dass sich Gefühle dauerhaft nie in so engen Bahnen kanalisieren lassen und der staatlich gelenkte Patriotismus sich auch auf Feldern Platz schaffen wird, die von den Machern weder vorgesehen noch erwünscht sind. “ (Judith) – So ist es: „Die Angst der Antideutschen ist unsere Hoffnung.“

    Das Mediengewitter läßt kaum einen unbeeinflußt. Aber das Tiefe, das können sie nur über Angst erreichen. Aber sie erreichen es nicht ganz, sie unterdrücken es bloß. Wenn man bedenkt, wie lange sich altgermanische Religion in christianierten Gebieten halten konnte und dabei massiven Einfluß auf das Christentum nahm, bin ich mir recht sicher, daß Weihnachten (alleine das Wort ist schon germanischen Ursprungs) immer noch die Wintersonnenwende bleiben wird. Und sollte das Christentum eines Tages doch verschwinden, was ich natürlich so nicht hoffe, so wird man die Wintersonnenwende wieder entdecken. Denn die ist fest. Genauso fest, wie daß Menschen sich zu ihresgleichen hingezogen fühlen und psychische Schutzreflexe gegen das Fremde besitzen. Beides ist 100% Natur. Sie läßt sich nicht durch 60 Jahre TV-Glotzen verändern.

    Wer ernsthaft annimmt, so die Menschen ändern zu können, ist so etwas von dermaßen auf dem Holzweg, daß man fast schon glauben muß, sie wollen damit scheitern.

    in dieser Art der Propaganda ist dessen Scheitern schon angelegt. An dieser kurzfristigen Art zu denken, kann man ein bestimmtes Weltbild herauslesen. Für einige Menschen erscheint mir dies typisch.

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