Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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faz 115x130 Schreibtisch, Garten, Alltag (VI): FAZ Lektüre
[Auszug:]

… im Feuilleton [der FAZ]: Dort fällt eine redaktionelle Notiz zum neuen Werk des Redaktionsmitglieds und bekennenden Kommunisten Dietmar Dath ins Auge. Er hat eine 1917er-Schrift von Lenin neu herausgegeben, die nach des Autors Willen „die Ansicht von Marx und Engels zur Frage des Staates, der Machteroberung und der Diktatur zusammenfassen“ sollte. Lenin, der Autor also, konnte aber nicht abschließen, weil in der praktische Umsturz in die Quere kam.

Den weiteren Weg durch die aufregende Zeit dieses Umsturzes (der sich zu einer kommunistischen Machtübernahme in Rußland auswuchs) legte Lenin watend im Blut seiner Gegner und seiner in jeder Hinsicht unschuldigen, bourgeoisen und nicht-bourgeoisen Opfer zurück. Lenin ist einer der ganz großen Massenmörder der Weltgeschichte, von ihm sind Aussagen, Wertungen und Entscheidungen überliefert, die hunderttausende Menschen um ihr Leben brachten.

Dietmar Dath aber gibt ihn heraus, kommentiert ihn und stellt „auch Gegenwartsbezüge“ her. Sollen wir uns nun Martin Lichtmesz vorstellen, wie er die Raumordnungsentwürfe Himmlers oder Heino Bosselmann, wie er einen Sammelband der Gedichte Baldur v. Schirachs und Joseph Goebbels mit Gegenwartsbezügen herausgibt? Geht ja schon gar nicht mehr: Bosselmann hat – wir brachten das gestern – sich über neue Lyrik geäußert und ist seither, da er in der JF und hier bei uns schreibt, ohne Chancen auf die Herausgeberschaft in einem angesagten, schicken Verlag, der Massenmörder mit Gegenwartsbezug edieren könnte.

Götz Kubitschek auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Alltag, Heute
Schlagwörter: , , , , , ,
772 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Schreibtisch, Garten, Alltag (VI): FAZ-Lektüre

Eine Antwort auf Schreibtisch, Garten, Alltag (VI): FAZ-Lektüre

  • Die FAZ hat in der letzten Zeit wirklich ordentlich ihre Arbeit gemacht, jedenfalls im Ressort Politik, da kann ich ihr Weicheierei beim Sport verzeihen.

    Ansonsten… die Leichenberge werden wohl nicht zurückkommen. Wenn ich 10% der Bevölkerung töte, dann tue ich es, um die Bevölkerung auf Linie zu bringen. Wozu sonst? Die Oktoberrevolution war ja gerade keine Revolution, sondern lediglich ein Putsch und die Putschisten mußten ihre Macht im Land festigen.

    Heute ist das aber wohl nicht mehr nötig, denn an wen sollten sich Widerspenstige wenden?

    Die USA sehen die Sache offenbar mit Wohlwollen. Bleibt doch keiner übrig. Und also muß man die Leute auch nicht auf Linie bringen.

    Was kommt, ist Rechtlosigkeit, Willkür. Und damit eine stagnierende wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung, es sei denn andere Korporationen schüfen Recht und Ordnung, dann ginge es in Richtung „Blade Runner“.

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