Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ruft dazu auf, Medienberichte über die Lage in Syrien kritisch und mit großer Vorsicht aufzunehmen. Der zuständige Projektreferent, Pater Dr. Andrzej Halemba, erklärt: „Ich stehe ständig mit den Kirchenvertretern in Syrien in Kontakt. Manche westlichen Medienberichte treffen dort auf große Empörung. Die Menschen fühlen sich von den internationalen Medien missbraucht und betrogen. Sie beklagen, dass der Westen nur seine eigenen Interessen vertrete.“ „Kirche in Not“ sehe als katholisches Hilfswerk seine Aufgabe nicht darin, sich politisch zu äußern, sondern helfe den leidenden Menschen. Es müsse jedoch klargestellt werden, dass „die Lage im Land viel komplizierter und schwieriger zu beurteilen ist, als die Medien im Westen es darstellen. Viele Medien machen sich die Berichterstattung zu leicht. Es scheint ignoriert zu werden, dass ebenfalls interne Machtansprüche, religiöse Spannungen unter den verschiedenen muslimischen Gruppierungen selbst, Stammesfehden sowie Rache- und Vergeltungsakte an der Tagesordnung sind und die Kriminalität im Lande aufgrund der instabilen Lage steigt.“

Aus: „Vaterland“

Kompletter Artikel bei kath.net. Hier klicken.

7 Antworten auf Viele Medienberichte über Syrien sind falsch

  • „Sie beklagen, dass der Westen nur seine eigenen Interessen vertrete“

    Diese Aussage stimmt nur insoweit, wenn man Israel mit dem Westen gleichsetzt. Ich möchte dieses Thema aus den bekannten Gründen nicht vertiefen.

    Aber dem Westen einschliesslich den USA kann es an sich gleich sein, wer in Syrien regiert. Es werden keine westliche Interessen gleich welcher Art tangiert.

    Nach meiner unmassgeblichen Ansicht ist das Assad-Regime das kleinere Übel, weil zumindest die religiösen Minderheiten toleriert werden. Was bei einer Machtübernahme der radikalen Sunniten passieren wird, will ich mir jetzt garnicht vorstellen.

    • Ich kann nicht erkennen, inwieweit Israel ein Interesse daran haben soll, ein berechenbares Assad- durch ein unberechenbares Islamistenregime zu ersetzen (und dabei womöglich noch in die Verlegenheit zu kommen, Angehörige religiöser Minderheiten aus Syrien als Flüchtlinge aufzunehmen). Weil Syrien mit dem Iran verbündet ist? Das war Ägypten nicht, der Irak nicht, der Jemen nicht, Tunesien nicht und Libyen nicht, und doch sind all die dortigen Diktatoren mit mehr oder weniger deutlicher Nachhilfe des Westens gestürzt worden, u.a. mit dem (vorhersehbaren) Ergebnis, dass jetzt ein Muslimbruder, also ein Verbündeter der Hamas, auf dem ägyptischen Präsidentensessel sitzt.

      • Dann müßte aber das Gegenteil richtig sein und Israel ein Interesse daran gehabt haben sich die bekannten und berechenbaren Diktatoren wie etwa Gaddafi zu erhalten. Und dies wiederum hätte sich in einer entsprechend deutlichen Ablehnung bzw. einem wahrnehmbaren politischen Widerstand gegen den seit einem Jahrzehnt laufenden regime change in der arabischen Welt äußern müssen. Davon aber kann nun wiederum ich nichts erkennen.

        Und das Israel, das ja nun nicht gerade dafür bekannt ist, auf derartig massive Veränderungen der politischen Landschaft in seiner ihm traditionell feindlich gesonnenen Umgebung in keinster Weise zu reagieren, jetzt plötzlich, frei nach dem Motto: Die inneren Angelegenheiten meiner Nachbarn gehen mich nichts an, einfach kein Interesse mehr an derartigen innenpolitischen Veränderungen haben soll … das scheint mir noch weniger glaubhaft.

        Daher deute ich das israelische – weitestgehende – Schweigen zu den abgelaufenen und ablaufenden Veränderungen dahingehend, daß sie sehr wohl in seinem Interesse sind. Denn wie schon gesagt: Wenn etwas nicht im Interesse Israels ist … dann war es bisher noch immer in der Lage dies auch unmißverständlich klar zu machen. Und das hieße, daß es eben auch da ein israelisches Interesse geben kann, wo der Blogger keines erkennen kann.

        • Ich glaube nicht, dass ein Land in der Lage Israels es sich leisten kann, gegen die USA Front zu machen. Selbst die halbherzige Zustimmung wie im Falle des Irakkriegs klang nicht so, als wäre Israel davon überzeugt, dass es hier um seine eigenen Interessen geht. Das geradezu dröhnende Schweigen in den übrigen Fällen erst recht nicht.

          • Gut. Unterstellen wir, daß der Blogger mit seiner Annahme richtig liegt und das ‚dröhnende Schweigen‘ Israels nicht, wie von mir zunächst vermutet, Zustimmung ausdrückt, sondern ganz im Gegenteil zum Ausdruck bringt, daß man eine Politik mittragen muß, die man eigentlich prinzipiell ablehnt, weil man sie für falsch hält, sich Widerspruch aber politisch nicht leisten kann, weil man ‚den USA‘ nicht widersprechen kann.

            Wer sind nun aber ‚die USA‘? Die organisierte Judenheit in den USA ist die bestorganisierte und einflußreichste einzelethnische Gruppe; ich will nicht unbedingt behaupten sie regierten die USA, aber ich behaupte auf jeden Fall, daß sie einflußreichste Gruppierung darstellen … und daß eine Politik wie der regime change in der arabischen Welt schwerlich gegen ihren Willen durchgesetzt werden könnte. WER (d.h. welche organisierte Gruppe) sollte dazu in der Lage sein? Latinos? Afroamerikans? Asianamerikans? Warum??)

            Also bleibt für mich nur der Schluß: Die organisierte Judenheit in den USA will diese Politik des regime change! Aber wenn diese Politik zur Folge hat, daß überall islamische Regime an die Macht gebracht werden, die Israel – von dem man annahm, es sei der bevorzugte Protegee dieser Gruppe – eigentlich stärker gefährden müßte als der abgelöste Zustand … dann stellt sich mir in jedem Fall die Frage: WARUM? Welches Ziel verfolgt diese einflußreichste einzelethnische Gruppierung in den USA mit einer Politik, die islamische Regime in den Sattel setzt – oder anders gefragt: Was könnte in den Augen dieser Gruppe so wichtig sein, daß man sogar bereit sind durch die Installation solcher Regime die Existenz Israels zu gefährden??

          • Zumindest zeigt sich daran, dass keineswegs alle Juden einer zionistischen Agenda folgen, und dass auch die jüdischen Fraktionen innerhalb der US-Eliten alles andere als Handlanger Israels sind. Sie versuchen sicherlich, auf Israel Rücksicht zu nehmen, aber diese Rücksicht endet dort, wo die globalistische Agenda beginnt.

  • Man muß die jüngste Entwicklung in Arabien (Leopard Panzer nach Saudi-Arabien, Angriffe gegen Syrien) wohl vor dem Hintergrund dieser beiden Videos sehen.

    http://www.youtube.com/watch?v=lPZr8XuTa3g

    http://www.youtube.com/watch?v=WwiadYT-N9k

    Streng genommen sind die Menschenrechte der Antichrist, also das, was statt Christus in unserer Zeit angebetet wird.

    Wie auch immer, ohne eine klare Manifestation des Unrechts durch den Antichristen kann es keinen heiligen Kampf gegen ihn geben.

    Es liegt in der Natur der Sache, daß sich durch die Verschiebung von Pflichten zu Rechten die Zustände allgemein verschlechtern, daß eine Zeit, in welcher nichts heilig ist, Unheil hervorbringt.

    Es bedarf aber Kristallisationspunkten, klaren Kontrasten und eines Zusammenpralls von Gegenteilen.

    Heute prallt zu oft Gleiches auf einander.

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