Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Die BRD im Jahr 1961. Der Spiegel nennt es ein Ketzerwerk, die FAZ klagt, “mehr Irrtümer als Wahrheiten auszusprechen”, die Süddeutsche protestiert, das ginge entschieden zu weit, Christ und Welt mahnt, “dass die Deutschen nicht gut daran täten es sich zu eifrig und unkritisch zu eigen zu machen” – kurz: Die westdeutsche Pressefront steht geschlossen. Am heftigsten polemisiert der remigrierte Historiker und Politologe Golo Mann gegen den “dreisten Unsinn” . Das seien keine Ansichten, das seien “grobe Ungezogenheiten”, eine “schnöde Einhundertachtzig -Grad-Drehung eines Historikers”.

Worum ging es bei dem Empörungstsunami? … Weiterlesen →

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30 Antworten auf Alan J.P. Taylors Ursprünge des Zweiten Weltkriegs.

  • Similia similibus curentur – Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden. WIR können letztlich wohl gar nichts ändern – schon gar nicht ‚heilen‘. Die Änderung wird auf der Seite der ‚Alliierten‘ geschehen, und am Ende der Geschichte werden sie sich selber für ihren ‚Sieg‘ bzw. ihre ‚Siege‘ so hassen, wie sie sich heute schon für allerlei anders hassen. Nein, ich habe keine Ahnung ‚wann‘ das sein wird, geschweige denn ‚wie‘ es kommen wird. Aber der ‚Turn‘ in der Einstellung zur Sklaverei in den USA etwa hat ja weit über 100 Jahre gedauert. Und das war nicht entfernt ein derart mit Tabu beladenes Thema wie das, um das es hier geht. Heißt die Konsequenz doch letztlich: Die Bösen waren vielleicht nicht die Guten … – aber die Guten waren dummerweise die Bösen!

  • Ich verstehe nicht ganz, ob mit diesem Artikel eine Kaufempfehlung ausgesprochen oder eine Diskussion losgetreten werden soll!?

    • Es ist nicht mehr und nicht weniger als ein Hinweis auf ein Buch, das zu Unrecht in Vergessenheit geraten, in Bibliotheken aber nach wie vor verfügbar ist. Übrigens stammt der Hinweis nicht von mir, sondern von Judiths Blog „Vaterland“ und ist von den Korrektheiten bloß übernommen worden. Ich habe, nachdem ich schon viel Positives darüber gehört habe, jedenfalls die Anregung genutzt und es gleich in der Stabi bestellt.

      • Dafür bin ich einfach nicht tief genug in der Materie drin – oder einfach auch nicht interessiert genug. Ich werd’s meiner Frau, die Geschichte unterrichtet, mal ans Herz legen.

  • Unabhängig was man von Taylors Theorien hält. Wäre heute ein solcher Artikel in einer massgeblichen deutschen Zeitschrift möglich? Würde heute ein grosser deutscher Verlag es wagen, so ein Buch auf den Markt zu bringen?

    Jeder mag sich darüber seine Gedanken machen. Nur soviel zur Meinungsfreiheit in den 60ern, der angeblich oppressiven Adenauerzeit und zur der „progressiven“ Meinungsfreiheit die heute herrscht.

  • Na, es war gerade um diese Zeit, genauer gesagt, seit den Kölner „Hakenkreuzschmierereien“ von 1959, daß in der BRD das Klima in diesen Dingen umschlug. Damals fing auch die „Vergangenheitsbewältigung“, wie wir sie heute kennen, an. Da ist eher die Konstanz der Reaktionen bemerkenswert. Das Buch würde heute genauso heftig und mit denselben Worten zurück in die Kiste gebrüllt werden. Mit dem einzigen Unterschied, daß es heute gar erst nicht so weit käme, von Großkalibern rezensiert zu werden. Dennoch haben Scheil und Schultze-Rhonhof ja identische Ohrfeigen bekommen. 1961 war 16 Jahre nach Kriegsende, was die Heftigkeit der Reaktionen wohl teilweise erklärt, auch wenn man die politische Lage bedenkt – die schlafenden Hunde der BRD waren eben erst zur Ruhe gebettet worden, heute sind es 67. Wir sind also immer noch in der ca. 1960 installierten Dauer-Nachkriegszeitschleife gefangen.

  • Hitler hielt alle anderen also nicht für Untermenschen?ISt Mein Krampf etwas eine Fälschung?Schrieb er dort nicht von das es jede paar Jahre Krieg geben müsste?

    Das fast alle Länder Kriegslüstern waren zu dieser Zeit ist ein anderes Thema.

    • Haben Sie „Mein Kampf“ gelesen? Ich frage deshalb, weil es frappierend ist, was alles dort gestanden haben soll, wovon sich im Text nichts findet, jedenfalls nicht im behaupteten Zusammenhang.

    • Nur zu Ihrer Information:

      Das Wort „Untermensch“ taucht in „Mein Kampf“ überhaupt nicht auf, die These, dass es alle paar Jahre Krieg gebe, nicht als moralische Norm, sondern als Behauptung einer historischen Gesetzmäßigkeit, und diese These wird durch die Geschichte der letzten 5000 Jahre wahrhaftig nicht entkräftet.

      Und was A.J.P. Taylor angeht: Der war einer der renommiertesten britischen Historiker des 20.Jahrhunderts (obendrein ein Linker und ein Deutschenfeind – also wirklich keiner, der ein Interesse daran gehabt hätte, Hitler weißzuwaschen). Glauben Sie wirklich, dass es von Intelligenz und Geisteskultur zeugt, wenn Sie glauben, das Werk eines solchen Gelehrten mit einem Kommentardreizeiler vom Tisch wischen zu können, ohne es gelesen zu haben?

  • „Hitler hielt alle anderen also nicht für Untermenschen?“ Er hielt alle anderen nicht für „Untermenschen“.
    „ISt Mein Krampf etwas eine Fälschung?“ Ein Buch mit diesem Titel gab es nicht.
    „Schrieb er dort nicht von das es jede paar Jahre Krieg geben müsste?“
    Nein. Es GIBT permanent Krieg.

    „Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mitverdienen konnte.“ (Winston Churchill)

    „Was ist da erklärlicher, als daß endlich das eigene Volk der feindlichen Propaganda, die geschlossener, einheitlicher vorgeht, sogar mehr glaubt als der eigenen ? Und noch dazu bei einem Volke, das ohnehin so sehr am Objektivitätsfimmel leid et wie das deutsche! Denn bei ihm wird nun
    jeder sich bemühen, nur ja dem Feind nicht Unrecht zu tun, selbst auf die Gefahr der schwersten Belastung, ja Vernichtung des eigenen Volkes und Staates.“
    (sozialistische Fachkraft mit ausländischem Hintergrund, vor etwa 90 Jahren)

    ESM: Frieden ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.

  • Der ewige Neid auf Deutschland

    Es war der Neid, der die Alliierten in den Wahn ihrer Kriegsziele trieb, und das wichtigste Kriegsziel, nämlich Deutschland zu zertrümmern, ist ihnen trotz ihrer Anstrengungen nicht gelungen, und das Versailler Diktat hätte trotz seiner faschistoiden Unmenschlichkeit und diskriminierenden Ungerechtigkeit noch härter ausfallen können, wäre es nur nach Frankreich, England und Rußland gegangen – ging es aber nicht, und das lag an der russischen Revolution, durch die Rußland überhaupt keine Rolle mehr spielte, und daran, daß England und Frankreich nur noch auf dem Papier und sonst überhaupt keine Rolle mehr spielten (auch dies ist ein Beweis für ihre Dummheit!), die USA hingegen als der wahre Sieger des 1. Weltkrieges angesehen werden muß (und übrigens später noch mehr als der wahre Sieger des 2. Weltkrieges; also insgesamt als der Sieger der Weltkriege). Wäre es ein Verbrechen, wenn eine Nation (ob sie sich so nennt oder nicht, ist unwichtig) erfolgreich ist oder wenn sie sich erst nach über 2 Jahrhunderten von den bis dahin schon zur Tradition gewordenen Überfällen, Ausplünderungen und Zerstümmelungen durch ihre sadistischen Nachbarnationen endlich befreit, endlich auch politisch und nicht mehr nur allein kulturell, technisch-wissenschaftlich, wirtschaftlich und künstlerisch-geistig die größte Weltmacht aller Zeiten zu sein, dann und nur dann hätten die Alliierten ein Recht gehabt, Deutschland so zu behandeln, wie sie es mit Hilfe des Versailler Diktats beabsichtigten und nach dem Inkrafttreten auch praktizierten, also gegen die Menschlichkeit und die Regeln und Werte der westlichen Kultur verstießen, die sie doch angeblich, nämlich laut ihrer Propaganda, verteidigten. Sie waren (und sind auch heute noch) zur Lüge gezwungen. Die Allierten waren also im Unrecht, sie waren Verbrecher, Kriegsverbrecher. Diese Tatsache war der Grund für Hitlers Aufstieg, sie war der Grund für den Aufstieg der USA, für den Aufstieg Japans, des Faschismus bzw. Nationalsozialismus – der Untergang der westlichen Kultur wurde durch das Versailler Diktat enorm beschleunigt. Kein Wunder, daß die Alliierten ihr wichtigstes Kriegsziel, weil sie es auch mit Hilfe des Versailler Diktats nicht erreichen konnten, weiterhin verfolgten und auch heute noch verfolgen: Deutschland zu zertrümmern und sich trotzdem von ihm alles bezahlen zu lassen, das ist schon rein theoretisch fast eine Unmöglichkeit (und auch wieder ein Beweis für die Dummheit der Alliierten!). Daß sie auch später nichts dazu gelernt haben, beweisen u.a. auch ihre frohlockenden Reaktionen z.B. auf den „Zwei-plus-Vier-Vertrag“ (1990 unterzeichnet, 1991 in Kraft getreten), der angeblich die „Souveränitätsrechte“ und in Wirklichkeit fast ausschließlich die Verpflichtungen (vor allem weitere und neue Zahlungsverpflichtungen, Reparationen, „Wiedergutmachungen“ u.s.w.) des angeblich „wiedervereinigten Deutschland“, obwohl 34% von Deutschland einfach ausgeschlossen wurden, neu regelt, oder z.B. auf den „Maastricht-Vertrag“ (1992 unterzeichnet, 1993 in Kraft getreten), in dem Deutschland u.a. auf seine Souveränität und seine D-Mark verzichtet und sich verpflichtet, auch weiterhin an alle anderen und an alle zukünfigen EU-Mitglieder zu zahlen, zu zahlen und immer wieder zu zahlen – und das sei „ein Versailles ohne Krieg“, frohlockten z.B. die dummen Franzosen, die das Versailler Diktat meinten und weitere Reparationen forderten. Wofür?

    Die Römer brauchten 3 Punische Kriege, um Karthago endgültig zu besiegen. Der letzte, der 3. Punische Krieg war ebenfalls ein nur noch aus wirtschaftlichen Interessen (die letztlich bekanntlich auch nur der Macht dienen) geführter Krieg. Und genau den führen wir heute – sogar auf wirklich globaler Ebene – auch.“ (Hubert Brune)

    Ich würde als Oberbegriff eher antideutsche Politik einsetzen (unter Beachtung der Prämisse, nach welcher „Krieg … eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln (ist)“ (Carl v. Clausewitz, Vom Kriege I, 1, 24)), Neid ist als Begriff für die komplexe Gemengelage einfach zu beengt.

  • @Konservativer

    nach dem 3. punischen Krieg war Karthago endgültig am Ende, und man hat nie wieder etwas von Karthago gehört. Die Stadt Karthago wurde von den Römern bis auf die Grundmauern abgerissen, und mit einer römischen Stadt überbaut.

    Ich glaube immer mehr, dass auch das Schicksal Deutschlands zur Disposition steht. Die Verräter der Blockparteien (CDUCSUFDPSPDGRÜNE) werden es mit Sicherheit nicht aufhalten.

    • Mike_F, da stimme ich Ihnen zu, letztlich stemmt sich nur die Rechte (dazu einige wenige Rechtsliberale) gegen den Untergang Deutschlands.
      Ich lasse mich auch nicht von der Linken täuschen, obgleich ich deren Verfassungsbeschwerde/ bzw. -klage unterstütze, diese Linke ist letztlich ebenso antideutsch und internationalistisch wie die anderen Systemparteien (ja, auch die Linke ist eine Systempartei).

    • Übrigens, die Masse der überlebenden Karthager landete auf dem römischen Sklavenmarkt, einige konnten sich ins Hinterland absetzen. Den Deutschen droht in der Masse ein Leben als Heloten fremder Mächte.

  • Ist Weltfriede möglich?

    Die Frage, ob der Weltfriede je möglich sein wird, kann nur ein Kenner der Weltgeschichte beantworten. Kenner der Weltgeschichte sein heißt aber, die Menschen kennen, wie sie waren und immer sein werden. Es ist ein gewaltiger Unterschied, den die meisten Menschen nie begreifen werden, ob man die Geschichte der Zukunft betrachtet, wie sie sein wird oder wie man sie gern haben möchte. Der Friede ist ein Wunsch, der Krieg eine Tatsache und die Menschengeschichte hat sich nie um menschliche Wünsche und Ideale gekümmert. Das Leben ist Kampf unter Pflanzen, Tieren und Menschen, ein Kampf zwischen einzelnen, Klassen der Gesellschaft, Völkern und Staaten, ob er sich nun in wirtschaftlichen, sozialen, politischen oder militärischen Formen abspielt. Es ist ein Kampf um die Macht, seinen Willen, Vorteil oder seine Meinung vom Nützlichen oder Gerechten durchzusetzen, und wenn andre Mittel versagen, wird man immer wieder zum letzten greifen, der Gewalt. Man kann den einzelnen, der Gewalt anwendet, einen Verbrecher nennen, eine Klasse revolutionär oder Landesverräter, ein Volk blutdürstig, aber das ändert nichts an der Tatsache. Der heutige Weltkommunismus bezeichnet seine Kriege als Aufstände, Kolonialreiche als Befriedung fremder Völker, und wenn die Welt ein Einheitsstaat wäre, würde man die Kriege Aufstände nennen. Das sind alles nur Unterschiede in Worten. Es ist eine gefährliche Tatsache, daß heute nur die weißen Völker vom Weltfrieden reden, nicht die viel zahlreicheren farbigen. Solange einzelne Denker und Idealisten das tun – sie haben es zu allen Zeiten getan –, ist es wirkungslos. Wenn aber ganze Völker pazifistisch werden, ist es ein Symptom von Altersschwäche. Starke und unverbrauchte Rassen sind es nicht. Es ist ein Verzicht auf die Zukunft, denn das pazifistische Ideal bedeutet einen Endzustand, welcher der Tatsache des Lebens widerspricht. So lange es menschliche Entwicklung gibt, wird es Kriege geben. Wenn aber die weißen Völker des Krieges so müde werden sollten, daß die Regierungen sie unter keinen Umständen mehr dazu bringen könnten, dann würde die Welt das Opfer der Farbigen sein, wie das römische Reich den Germanen zufiel. Pazifismus heißt, den geborenen Nichtpazifisten die Herrschaft überlassen, unter denen immer auch Weiße sein werden, Abenteurer, Eroberer, Herrenmenschen, die Zulauf finden, sobald sie Erfolg haben. Wenn heute in Asien eine große Erhebung gegen die Weißen stattfände, würden sich unzählige Weiße ihr anschließen, weil sie des friedlichen Lebens müde sind. Der Pazifismus wird ein Ideal bleiben, der Krieg eine Tatsache, und wenn die weißen Völker entschlossen sind, keinen mehr zu führen, werden die farbigen es tun und die Herrscher der Welt sein.

    Oswald Spengler
    Telegraphische Antwort auf eine amerikanische Rundfrage
    (1936)

    • …so, jetzt bin ich begeistert.

      Ich komme ursprünglich aus der linken Ecke, war Kriegsdienstverweigerer und bin auch heute noch als Individuum (subjektiv) gegen den Krieg.
      Allerdings hat mein Leben mich auch viel gelehrt, ich war nie zu feige, über mich und unsere Welt auch unangenehme Fragen zu stellen und ich bin zur Menschheitsgeschichte (also die gesamte Spezies umfassend) zu dem selben Ergebnis gekommen wie Herr Spengler – bis jetzt.

      Losgelöst von dem angesprochenen Idealismus und dem damit verbundenen Wunschdenken halte ich es dennoch für unausweichlich, dass die zugrunde liegenden Verhaltensmuster, will die Spezies denn nun langfristig ihr Überleben sichern, geändert werden müssen. Menschen sind im Einzelnen zu solchen Verhaltensänderungen in der Lage und es ist mit einer enormen Kraftanstrengung potentiell möglich. Ich rede nicht von Trägheit, einem Endzustand entgegen den Prinzipien des Lebens! Ich rede davon, das Ganze etwas „sportlicher“ zu sehen, zu kämpfen, um es zu tun, weil es notwendig ist und weil es uns lebendig sein lässt. Die globale Destruktivität unserer bisherigen Muster würde so durch konstruktive Konkurrent ersetzt – nicht so, wie Kapitalisten die Marktwirtschaft gerne darstellen, sondern so, wie es „im wahren Sinne des Wortes“ auch gemeint ist.

      Wer „schöne neue Welt“ von Aldous Huxley gelesen hat und sich dabei verwundert fragte, warum dieses Buch durchgängig als Dystopie bezeichnet wird, kann mich vielleicht verstehen. Viele Ansätze aus diesem Buch halte ich für unumgänglich, wenn die Spezies sich nicht irgendwann selbst vernichten will.

      Und somit küre ich Aldous Huxley zum „(W)AiN des Monats„.

      • Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ muss ich vor ca. 35 Jahren gelesen haben. Ich kann mich noch gut an den inneren Horror erinnern, der mich im Verlauf der Lektüre überkam, zudem spielt die Handlung in Deutschland, was meinen Horror noch verstärkte. Menschen aus dem Reagenzglas, sorgfältig in A,B,C,D (dazu noch A1, A2 u.s.w.) Typen unterteilt (war noch ein E dabei, ich weiß es nicht mehr). Alle Menschen mehr oder weniger im Soma Rausch, etc. pp..
        Ich frage mich ernstlich, welches Horrorscenario aus dem Buch Sie für unumgänglich halten.

  • „Wenn aber die weißen Völker des Krieges so müde werden sollten, daß die Regierungen sie unter keinen Umständen mehr dazu bringen könnten, dann würde die Welt das Opfer der Farbigen sein, wie das römische Reich den Germanen zufiel.“

    Schon sehr interessant, mal wieder den Spengler zu lesen. Wobei ich anmerken möchte, daß sich ein überbevölkertes Afrika wohl eher selber zerfleischt oder am Hunger stirbt, als aus eigener Kraft in Heerscharen nach Europa zu strömen. Der Chinese mag sich vielleicht mal ein Ländchen wie Tibet schnappen, hat aber sonst noch nie die Neigung besessen, noch weiter zu expandieren, auch wenn die Macht dazu dagewesen wäre. Auch die Landbevölkerung von Anatolien marschiert nicht einfach so in den Norden.
    Man sollte nicht zu biologisch/demographisch und arithmetisch denken, winzige Eliten können solche gewaltigen Wanderungs- oder Eroberungsbewegungen in hohem Ausmaß steuern.

  • Es ist interessant zu wissen, dass es in der Geschichte der Menschheit nur ein Volk gibt, das mehrere totale Niederlagen (Katastrophen) überlebt hat und weiterhin existiert
    .
    Nein die Karthager waren es nicht, sondern das „auserwählte“ Volk.

    Da war einmal die Niederlage gegen Babylon, die mit der Zerstörung des ersten Tempels und Verschleppung vieler Juden nach Babylon endete.

    Danach gab noch es die antirömischen Aufstände, die mit dem Aufstand von Simon bar Kochba, mit dem Fall Jerusalems und der Zerstörung des zweiten Tempels, und der Vertreibung der Juden aus Jerusalem endeten.
    Auch das ehemalige Jerusalem wurde nach seiner Zerstörung durch eine Überbauung in eine römische Stadt verändert. Aber wie wir alle jetzt wissen, war es im Gegensatz zu Karthago nicht nachhaltig.

    Wer sich über dieses Thema informieren will:

    http://www.amazon.de/Jerusalem-Biographie-Simon-Sebag-Montefiore/dp/3100506111/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1341086129&sr=1-1

    Der Autor ist Jude. Dadurch ist das Buch ziemlich einseitig. Aber es gibt vermutlich keine bessere Geschichte der Juden in Deutsch.

  • Was Taylor von Buß-Historikern deutscher Zunge besonders angekreidet wurde ist, daß er deren Meinung nach zwei Hitler vorführte, einen leidlich braven Deutschen, der zurecht die Fesseln des Versailler „Friedens“ abstreifen wollte, bis zur Mitte des Jahres 1941 und den Narren, der seinen Erfolg mutwillig wieder zerstörte. Mit dem verbrecherischen Narren konnten die Geschichtsklitterer gut leben, nicht jedoch mit dem ersten Teil der Taylor`schen Feststellung. Wer die Vorgeschichte des „2. Dreißigjährigen Krieges“ gegen das Deutsche Reich und die Deutschen nicht einbezieht, wie das die beamtete Geschichtsschreibung in der „BRD“ immer noch übt, ist ein Ignorant oder ein böswilliger germanophober Ideologe oder beides zugleich. Die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, wie George Frost Kennan 1979 den Ersten Weltkrieg nannte, ist auch 2012 in ihren Folgen für die Deutschen noch immer schmerzhaft zu spüren. Auch das „UK“ und Frankreich hatten ihren Preis für 1914 zu zahlen und ihr heutiger Verfall ist Teil davon.
    Das Taylorsche Buch von 1961 sollte Pflichtlektüre junger Deutscher sein.

    • „Wer die Vorgeschichte des “2. Dreißigjährigen Krieges” gegen das Deutsche Reich und die Deutschen nicht einbezieht, wie das die beamtete Geschichtsschreibung in der “BRD” immer noch übt, ist ein Ignorant oder ein böswilliger germanophober Ideologe oder beides zugleich. “

      So ist es. Ignorant (oder nennen wir es naiv), ein Feind oder, die dritte Option, ein Feiglin. Die vierte Option ist in Ansätzen psychopathologisch. Die meisten sind eine Mixture aus Naivität und Angst (nicht zuletzt vor den Konsequenzen). Dann folgen die pathologischen Fälle. Kalkulierende Feinde sind es nur sehr selten; hierzulande nur im Promillebereich.

      Aber wollen wir ehrlich sein: Wer bei guter Qualifikation einen Beamtenjob anstrebt, ist nunmal kein geborener Held und zudem macht er sich noch materiell abhängig. Die emotionalen Konsequenzen mal ganz außer Acht gelassen.

  • H. Kohl wird wohl recht behalten. Diesem „Europa“ mit seiner Luzifer-Währung wird sich eher als uns lieb sein kann, die Frage nach Krieg oder Frieden stellen.
    Am Endes des Geldes werden sich die Völker Europas, die es wider alle dümmliche Propaganda nach wie vor mit allen guten und bösen Eigenschaften gibt, als Feinde gegenüberstehen. Dann wird das Biologische wieder der Regulator der Norm sein, wie Gottfried Benn schreibt.

  • „Hitler hielt alle anderen also nicht für Untermenschen?“

    Solche Sätze beinhalten etwas anderes, als eine Frage oder eine verpackte Aussage. Sie sind ein Wasserstandsanzeiger von Angst. Sie sind der Anzeiger, wie erfolgreich Menschen manipuliert sind.

    Wenn eine Person begreift, daß sie sich von ihrer Angst leiten ließ und diesen menschlichen Zustand zu besiegen wünscht (wie Goethe auf dem Glockenbalken im Kirchturm seine Höhenangst besiegt hatte) ist der Hebel, mit dem er Ferngesteuert werden kann, beseitigt.

    Ich vemute, daß Nietzsche genau diesen Zustand als den Weg zum Übermenschen angesehen hat. Ich erinnere mich daran, wie mein Vater dies bei mir als kleines Kind forciert hatte, als wir zum ersten mal eine Abfahrt nahmen, bei der meine Mutter auf der Hütte blieb.

    Bei wem die Angst bewirkt, daß man ihr nicht (mehr) ausweichen will, sondern sich ihr stellt und irgendwann feststellt, daß sie ein Verbündeter ist, mit der man gegen den Strom schwimmen kann, der hat damit ein Mittel gefunden, mit dem man sich – wenn man ehrlich ist – innerlich über andere ehebt. Der Film Fight Club (der als faschistisch bewertet wurde) macht genau dies zum Thema. Daß mit der „Operation Chaos“ dies dann politisch umschlägt, sollte andeuten, daß wer sich nicht mehr von seiner Angst überall hinschubsen läßt, statt der Angst auf den Grund zu gehen und sich mit der Ursache zu konfrontieren, politisch unkalkulierbar wird. Er ist kein Schaf mehr. In diesem Sinne sind selbst alle Poilitiker Schafe. Sie wissen nicht, daß sie fremdemn Interessen dienen und ihre existenzielle Angst um Deutschland, die ich vielen abnehme, ist nichts weiter als die Angst vor einer bewußt aufgebauten Chimäre. Die Theorie vom deutschen Sonderweg, den es zu vermeiden gelte, ist eine Ausprägung genau dieser Angst. Ich sage mit Tyler Durden „Fuck Angepaßtheit, it’s Soderweg“.

    Angst ist gut. Aber nur wenn man gelernt hat, sie zu nutzen. Unsere Großeltern konnten dies noch vermehrt (keine Sozialleistungen, keine Hängmatte, regelmäßige Kriege). Wenige unserer eigenen Elterngeneration konnte dies wenigstens noch in kleinen Mengen. Aber wenn ich die heutigen Ein-Kind-Eltern sehe, die jedes Lebensrisko ihrer Kinder minimieren (was ja bei nur einem Kind durchaus menschlich erklärbar ist), wie wollen die ihrem Kind darin Vorbild sein, Ängste zu bewältigen, zu besiegen, zu nutzen, ja: zu suchen? Ihre Antwort „Das ist ja unverantwortlich!“ (Ausgesprochen von einer ultraschlanken, verhärmten, grünwählenden, Mittvierziger-Lehrerin) – „Fuck ‚Unverantwortlich‘!“

    Von Menschen, die Hitler, Antisemitismus, Rassismus, Nationalsozialismus im Munde führen (auch alles „Unverantwortlich“!), von denen weiß ich, daß sie ein Angstniveau besitzen, durch das ich sie innerlich niemals als „ebenbürtig“ ansehen kann, selbst wenn ich mir (wie meistens) menschenfreundlichst Mühe gebe. Ich weiß, warum viele Extremsportler unter sich bleiben. Sie können Menschen, die ihre Stufe nicht erreicht haben, nicht mehr als gleich ansehen. Ich denke, daß ist unter uns hier ähnlich. Ein Typ, wie dieser Kurt, mag an dem Tag für mich interessant werden, wenn er seine Eier gefunden hat. Das hat insofern mit Lesen weniger zu tun, als damit seine Angst zu beherrschen und nicht von ihr beherrscht zu werden.

    Wie war das noch? Es gibt Menschen und Nichtspringer? Im übertragenden Sinne sind hier alle bereits“gesprungen“, Kurt sicherlich nicht. Aber daß er an der Kante zur ersten schwarzen Abfahrt steht, will ich nicht kleinreden. Immerhin. Er hat jetzt zur Auswahl: zurück zum Lift oder Arschbacken zusammen und runter, ohne die nächste Kurve einsehen zu können. Vor dieser Frage steht man im Leben unzählbar oft. Wer sich zurücklehnt und ehrlich zu sich selbst ist, der weiß, wie hoch oder klein die Chance ist, daß man der Angst ins Auge blickt und zu erstenmal eine solche Abfahrt nimmt.

    • Starker Kommentar. Ich stimme komplett zu mit einem dreifachen: Scheiß auf Menschenrechte, fuck Toleranz, fuck Europa, fuck unsere „Freunde“, fuck die [Platzhalter für beliebige Völker/Personengruppen/Fremdrassen] etc..

  • Ein Typ, wie dieser Kurt, mag an dem Tag für mich interessant werden, wenn er seine Eier gefunden hat.

    Vielleicht hat er sie schon gefunden. In einem Glas. In der Wohnung des Typen, der sie ihm abgeschnitten und eingelegt hat. Solche Erfahrungen sind natürlich prägend…

    • „Vielleicht hat er sie schon gefunden.“

      Wenn ich das Programm der Christlich-Demokratischen Union richtig gelesen habe, dann hat man sich dort – wie bei allen demokratischen und fortschrittlichen Organisationen – an dem Prinzip der „Gender“-Hauptverströmung ausgerichtet. Demzufolge handelt es sich bei diesen sogenannten „Eiern“ lediglich um ein soziales Konstrukt. Eine Chimäre, die nur der Repression dient, kann man nirgendwo finden, auch nicht in einem Glas.
      Gäbe es diese angeblichen „Eier“ wirklich, dann diskriminierten sich ja die „Menschen“ voneinander, das wäre indes nicht hilfreich, denn aus Unterschieden, so lehrt der internationalistische Humanismus, entsteht bekanntlich Zanke. Der Beweis ist offenkundig: Man betrachte die hohen Scheidungsraten, alles „Menschen“, die sich rückwärtsgewandt einer überholten Institution „Ehe“ anvertraut haben und diese miefigen Rollenkorsettierungen nicht überwinden konnten.

    • Kurtchens Testikel, ob in situ oder in vitro, in Ehren.
      Hat die schwarze Propaganda nicht auch bei dem sich seit über 80 Jahren größter Aufmerksamkeit erfreuenden „böhmischen Gefreiten“ ein halb-leeres Scrotum entdeckt? Trotzdem: Ohne den hochfrequenten täglichen Exorzismus würde der Eineiige uns wieder heimsuchen und die Nachbarn müssten auf`s Neue unter dem menschenverachtenden furor teutonicus leiden.

  • Hat die schwarze Propaganda nicht auch bei dem sich seit über 80 Jahren größter Aufmerksamkeit erfreuenden “böhmischen Gefreiten” ein halb-leeres Scrotum entdeckt?

    Wenn dem so war (das halbleere Skrotum) … dann müßte einem Hitler ein noch viel phänomenalerer Erfolg beschieden sein, denn unter Eierlosen ist der Eineiige bekanntlich König!

  • Entschuldigung, das sollte natürlich heißen:

    dann müßte einem Hitler heute ein noch viel phänomenalerer Erfolg beschieden sein …

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