Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Felix Springer hat einen klugen und wichtigen Beitrag zur Debatte über die Behandlung einsatzgeschädigter Soldaten geschrieben. Springer ist – so weit ich das überblicken kann – der erste deutschsprachige Autor, der deutlich darauf hingewiesen hat, daß unsere Soldaten nicht erst als Versehrte unsere Achtung verdienen, sondern für ihren Dienst an sich.

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Martin Böcker auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Alle, Debatten, Gedankenernst, Morgen
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726 Wörter | Ein Kommentar

Zum Originalartikel: Die Bundeswehr ist keine Söldnerarmee

13 Antworten auf Die Bundeswehr ist keine Söldnerarmee

  • „Selbst mit einer deutlich größeren Armee wäre Deutschland mit eigenen Kräften nicht dazu in der Lage, seine außen- und sicherheitspolitischen Interessen ohne Bündnispartner durchzusetzen.“

    Das mag ja grundsätzlich so sein. Aber einem Deutschland mit einer Bundeswehr mit einer Mannstärke von fünf-, sechshunderttausend Mann wäre es schon alleine innerhalb des Bündnisses möglich, für seine eigenen Interessen Akzente zu setzen welche die USA alleine schon auf Grund der veränderten Gewichtung respektieren müssten. Solange die Bundeswehr aber weiterhin – und ich stelle dabei die Ernsthaftigkeit der Eide der Soldaten garnicht in Frage – als winziger Vasall maximal Truppenkontingente in Regimentsstärke als US-Hilfstruppen in aller Herren Länder schickt kann selbst eine nur punktuell unabhängige Geo- und Sicherheitspolitik nicht entstehen. In diesem Sinne ist die BW wirklich nichts anderes als eine Vasallenarmee: zur Landesverteidigung zu schwach, zur Schwerpunktsetzung zu klein, sicherheitspolitisch vom Hegemon abhängig.

  • “Selbst mit einer deutlich größeren Armee…“ Ist das’n Witz? Man lässt uns doch nicht einmal die popelige Bundeswehr zur Selbstverteidigung! „Dafür sind ja die Amerikaner und Briten bei uns stationiert.“ Wie schön, unsere Beschützer! Da kann ich nicht ‚mal mehr lachen.

    Es ist ganz einfach. Unsere Verbündeten, d.h. vor allem die Obengenannten, werden noch weiter zunehmend „Verantwortung“ von uns verlangen, d.h. auch noch den letzten deutschen Soldaten in irgendein Dreckloch am Arsch der Welt anfordern und so unsere Wehrlosigkeit maximieren. Wer ist denn so dumm, daran zu glauben, daß wir auch nur die geringste Möglichkeit zur Selbstverteidigung von diesen „Verbündeten“ zugestanden bekommen würden? Es ist doch noch viel schlimmer: Diese anglo-amerikanischen Politlumpen verheizen doch die eigenen Soldaten ganz nach Belieben und ohne jegliche Skrupel massenweise. Für die ist unser Land auch nichts anderes als die Türkei: Eine Raketenstartrampe. Der Rest ist (Zitat G.Celente:) bullshit.
    Wir werden als Volk genauso systematisch maximal wehrlos gemacht wie als einzelner Bürger, auf ganzer Linie.

    Unsere Armee heißt ja bezeichnenderweise nicht mehr Wehrmacht. Denn die BW auch nur mit dem Wort „Macht“ in einem Atemzug zu nennen, wäre ja ein Brüller sondergleichen.

  • Eine überaus interessante Diskussion hier und vor allem auf der Sezession.

    Ich frage mich, was an Souveränität (auf der Folie des Selbstbestimmungsrechts der Völker), bei einer anderen Regierung, für Deutschland realiter möglich wäre, welchen Spielraum uns das angloamerikanische Finanzkapital und unsere europäischen „Freunde“ diesbezüglich einräumen würden, ohne letztlich eine „irakische Lösung“ ins Auge zu fassen (zuvor müsste man sicherlich mit verschiedensten Sanktionen rechnen, die sich auf eine Exportnation wie Deutschland gravierend auswirken könnten)?

    Angenommen, eine Regierung würde in Deutschland an die Macht gewählt, die so für das Eigene eintritt (und das auch politisch entsprechend umsetzt), wie wir es uns wünschen (gegenwärtig zwar eher unwahrscheinlich, aber dennoch, gesetzt den Fall), wie würden unsere „anders“ gesinnten Landsleute reagieren, wie unsere eingewanderten „Mitbürger“? Würden sie demokratisch denken und handeln, so wie wir es tun, oder würden sie zu den Waffen greifen und einen Bürgerkrieg entfesseln, der dann wiederum eine „lybische Lösung“ (international gesehen) nach sich ziehen könnte?

    Was wäre angesichts dieser Scenarios realistischerweise von der Bundeswehr zu erwarten?

    Sinnvollerweise sollten wir versuchen, diese und andere Fragen, die sich in diesem Zusammenhang noch stellen, zu beantworten, bevor wir von unserer politischen Klasse und deren Helferhelfern „alternativlos“ dazu gezwungen worden sind in Europa „aufzugehen“, also so lange, wie wir noch so etwas wie ein Land, das den Namen Deutschland zurecht trägt, einen Nationalstaat im wahren Sinn des Wortes haben.
    Nach einem „Aufgehen in Europa“ stellten sich diese Fragen nicht mehr, jedenfalls nicht in dieser Form.

  • Ich glaube, so ziemlich alle Kommentare hier auf den Korrektheiten treffen bewußt/unbewußt ins Schwarze:
    Die „Alliierten“ gestehen uns nichts zu. Nun das ist korrekt. Eine Armee ist dazu da, das was einem zusteht, zu erkämpfen oder zu beschützen.

    Und exakt das sagt alles. Über die Bundesrepublik, über die Bundeswehr: Die Institutionalisierung der Abhängigkeit durch Wehrunfähigkeit aufgrund von Wehrunwilligkeit. Alles was uns Konservativen wie Linken gleichermaßen bleibt, ist: Nichts!

    Nicht zu können ist die Ausrede, nicht zu wollen der Grund!

  • Das mag ja grundsätzlich so sein. Aber einem Deutschland mit einer Bundeswehr mit einer Mannstärke von fünf-, sechshunderttausend Mann wäre es schon alleine innerhalb des Bündnisses möglich, für seine eigenen Interessen Akzente zu setzen welche die USA alleine schon auf Grund der veränderten Gewichtung respektieren müssten.

    Es werden pro Jahrgang nur ca. 300000 Männer geboren – und wieviele davon ‚Biodeutsche‘ sind, kann ich nicht einmal sagen. Wo Sie da eine Bundeswehr mit 600.000 Soldaten hernehmen wollen, verstehe ich nicht ganz? Davon abgesehen: Wir können die gegenwärtige Bundeswehr nicht mal finanzieren – wie also eine dreimal größere Truppe? Und da wir gerade bei Finanzen sind: Die USA geben für ihren Kriegshaushalt eindreiviertel komplette BRD-Staatshaushalte aus – und Gott weiß, was sie noch in anderen Haushaltsposten versteckt haben – da gibt es nichts mehr ‚gegenzuhalten‘. Und schließlich: Selbst wenn wir eine Million Soldaten unter Waffen hätten, ist das HEUTE völlig uninteressant, da man zwar immer noch Fußtruppen benötigt, um ein Land zu erobern und zu besetzen – aber so gut wie keine Fußtruppen benötigt, um es zu zerstören! Oder beispielsweise mittels HAARP zu erpressen. Die einzige Folge wäre, daß wir dann praktisch alle Hilfstruppen für die angloamerikanischen Welt-Kriege zu stellen hätten. Nein, unter den gegebenen Bedingungen können wir im Prinzip wohl gar nicht mehr machen als das Regime auch so schon macht: Sich klein machen, möglichst uninterassant sein, damit man mit der Lieferung einiger Hilfstruppen ‚davonkommt‘.

    Und ansonsten können wir lediglich – jetzt aus der Sicht als ‚Staat‘ gesehen – still abwarten, daß und wie die Dinge weiter reifen und sich entwickeln. Viel, um nicht zu sagen alles wird im Grund genommen von der Entwicklung in den ‚Vereinigten Staaten von Multikultistan‘ (VSM) abhängen, da ja im Grunde jeder ‚Trend‘ mit einer mehr oder weniger großen Verzögerung hier ankommt und dann adoptiert wird. Sollte es in den VSM zu einer inneren Trennung im Sinne der Bildung verschiedener Ethnostaaten kommen … – dann haben wohl auch wir in Europa noch mal eine Chance. Ein weißer Ethnostaat auf dem Gebiet der dann früheren VSM würde seine wirklichen Feinde wohl kennen – und PC-Erpressungen wären dann erstmal Geschichte, weil die Generation, die eine solche Trennung und damit ihre Freiheit, erkämpft hätten, mit Sicherheit auf das Geheule und Gewinsel irgendwelcher ‚Unterdrückter‘, ‚Minoritäten‘ und ähnlicher Konsorten pfeifen würde – damit wäre die bestimmt nicht mehr zu beeindrucken oder am Nasenring induzierten schlechten Gewissens zu führen.

    Mit einer ethnischen Spaltung der VSM könnte der Gedanke weißer Staaten auch in Europa wieder Fuß fassen … da wo es noch möglich ist. Den ganzen anderen Müll könnte man in die Senkgruben schaffen, die sich dafür ja bereits extra gebildet haben … Nordrhein-Westfalen etwa. Oder Bremen oder Berlin oder … – was eigentlich nur Vorteile hätte: Die wären froh, wenn sie noch mehr bereichert würden – und ‚wir‘ wären froh, wenn wir diesbezüglich verarmen würden.

  • „…
    Am Beginn der Nationwerdung steht häufig der Bürgerkrieg; wenig spricht dafür, daß am Beginn ihrer Wiedergewinnung etwas anderes stehen könnte, da der größte Feind der Nation ein Teil ihrer selbst ist. Das ist keine blutige Wildwest-Romantik, sondern eine plausible Folgerung nach der Rekognoszierung des Krisengeländes.
    …“ (Günter Maschke)

    „Parlamentarische Anfrage zum Umgang der Bundeswehr mit Rechtsextremismus

    Aus dem Deutschen Bundestag stellte die Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN am 07. Februar 2012 eine Kleine Anfrage “Umgang der Bundeswehr mit Rechtsextremismus” … an die Bundesregierung. Das Fachressort BMVg wird die kritischen Fragen zur Parlamentsarmee beantworten müssen.

    Soldatenglück.de merkt vorab an,
    ja, im Reservistenverband (VdRBw) gibt es einige, die dort nicht hingehören, weil sie rechte Aktivisten sind,
    ja, Militär zieht rechte Gesinnungsgenossen mit schädlich-verklärtem Geschichtsbewußtsein an, das ist eine generelle Gefahr, der sich die Bundeswehr proaktiver stellen muss,
    ja, der MAD arbeitet und ermittelt regelmäßig schlecht, schon bei einfachen Sicherheitsüberprüfungen erreichen manche MAD´ler ihre Kapazitätsgrenze, bei Straftaten, Staatsschutzdelikten oder extremistischen Straftaten ist der Abschirmdienst schnell überfordert,
    ja, auch Offiziersnachwuchs hat anteilig eine rechte Gesinnung, die Bundeswehr spiegelt die Gesellschaft wieder, Uniform, Waffen, Tradition und Patriotismus ziehen leider auch Nationalisten und Dummköpfe an,
    ja, BMVg und Bundeswehr sind hierbei noch immer nicht genügend sensibilisiert, reagieren gar nicht oder über, reaktiv statt proaktiv, kaum präventiv und allzu oft wenig nachhaltig.


    Rechtsextremismus ist eingesamtgesellschaftliches Problem, mit dem sich auch die Bundeswehr seit ihrer Gründung auseinandersetzen muss. Rechtsextremistische Tendenzen müssen in allen gesellschaftlichen Bereichen bekämpft werden.

    Von der Bundeswehr als staatlicher Einrichtung und Armee der Demokratie erwarten wir dabei besondere Anstrengungen. Der überwiegende Teil der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr füllt das Leitbild vom Staatsbürger in Uniform in der Tat zuverlässig aus. Jegliches rechtes Gedankengut widerspricht diesem Leitbild zutiefst.
    …“
    Quelle: http://soldatenglueck.de/2012/02/13/68180/parlamentarische-anfrage-zum-umgang-der-bundeswehr-mit-rechtsextremismus/

    „Jegliches rechtes Gedankengut“ ist verdammungswürdig, nicht nur rechtsradikales „Gedankengut“. Das ist eine klare und deutliche Ansage, rechts = rechtsradikal = nationalsozialistisch.
    Eine Gleichsetzung, aus der heraus ein „Kampf gegen Rechts“, die „Rote Karte gegen Rechts“ und ähnliches mehr bis hin zu drastischeren Methoden (wenn möglich) abgeleitet werden kann.
    Insofern muss ich Ihnen (leider) widersprechen, geehrter und geschätzter Meyer, die Linke hat durchaus nicht „Nichts“, sie hat hier im Land die Deutungshoheit und somit auch über die Bundeswehr.

    Geschätzter Meyer, ich habe an einer sogenannten „roten Kaderschmiede“ studiert und wenn Sie wie ich erlebt hätten, wie dort die DDR, die Sowjetunion, letztlich alle sozialistischen/kommunistischen Regime verteidigt und deren totalitäre Strukturen gerechtfertigt wurden, dann würden auch Sie sich über den demokratischen Habitus weiter Teile unserer Linken keine Illusionen machen. Für viele von ihnen gilt mit Sicherheit das berühmt-berüchtigte Zitat von Erdogan „die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufspringen, bis wir am Ziel sind“.
    Menschlich gesehen waren meine Professoren in Ordnung, angenehm im Umgang, freundlich im Kontakt und auch sehr gut in der Wissensvermittlung. Allerdings hing die Mehrzahl von ihnen (wie auch meiner Kommilitonen) einer undemokratischen, damit totalitären und, wie ich inzwischen erkannt habe, menschenverachtenden Ideologie an.
    Manfred hat sich mehrfach treffend über die linke Ideologie geäußert, ich verweise auf seine Vorträge zu Thema.

    • Geehrter Konservativer,

      ich hatte Ihren unteren Abschnitt leider beim ersten mal überlesen, so hoffe ich, daß Sie hier nocheinmal vorbei schauen!

      Was die ideologische Frage bezüglich der Linken angeht, da haben wir gewiß keine zwei Meinungen. Toleranz ist nur deren Mittel, nicht deren Ziel. Das gilt für die Demokratie und Freiheitlichkeit im gleichen Maße.
      Wollte mich einer als „Nazi“ bezeichnen, so wird er von mir keinen Widerspruch bekommen. Vor einem Nazi – ich äußerte es auch der Sezession – bringe ich dseswegen Achtung entgegen, weil er der Tropfen ist, der wissentlich auf einen heißen Stein fällt auf den noch ein Flammenwerfer gerichtet ist. Zweitens bin ich der Ansicht, daß ich mit einem Nazi, das „Wir“ teile, das heißt Ziele der Substanz nach teile.
      Diese Substnaz an Zielen ist es, was mich in den Augen der Staatsokkupanten zu ihrem Gegner macht. Was mich von einem „echten Nazi“ unterscheidet, ist das Wie. Ich bin Anhänger der direkten Demokratie, des Föderalimusses, des Rechtstaates, der (auch organisatorischen) Unabhängigkeit aller Rechtspflegeorgane, der Marktwirtschaft usw. usf. Das scheine ich eher mit den Linken zu teilen.
      Und das ist der Punkt: Scheine.
      Jetzt zu meinem Satz, an dem Sie ob der Unklarheit völlig zu recht anstoß geniommen haben: „Alles was uns Konservativen wie Linken gleichermaßen bleibt, ist: Nichts! “ der Zusammenhang, in den ich das setzen wollte, war leider ein unausgesprochener (oder genaugenommen habe ich es auf der Sezessionsseite ausgesprochen): Der Grund warum viele Linke links und viele Rechte rechts sind. Sprich ihre innere Motivation. Und gerade für viele Linke ist es, wie die pubertäre Auflehnung gegen einen schwachen Vater. Mir ist ein Fall bekannt, in dem ein Mittvierziger (im Rahmen seines eigenen Scheiterns) seinen Eltern ihre Armut vorwarf. Zu dieser „Armut“ kann ich nur sagen, daß die Eltern einen brandneuen Mittelklassewagen besitzen, eine recht großes Einfamilienhaus in angenehmer Gegend besitzen, und schuldenfrei sind. Sie wahrscheinlich aus Arbeiterverhältnissen kommend und das was man als kleinbürgerlich ansehen kann. Was ist der eigentliche Vorwurf dieser Person an die Eltern? Es ist der Vorwurf ihn nicht mit einer Art Renomee ausgestattet zu haben, auf der man sich ausruhen kann. nun der Übertrag auf unsere politische Situation: Wenn nun ein Rechter und ein Linker empfundener Oppositioneller (darauf kam es mir an) diese Bundesrepublik betrachten, dann ist für die meisten diese verkörperte Schwäche kaum aushaltbar (nicht ahnend, daß dies für die meiste Zeit deutschlands so gewesen ist). Sie wünschen sich auch heimlich Flugzeugträger, Atomwaffen, F-Irgendwas-HJagdflugzeuge und Salutschüsse über einem im Dienst gefallenen Uniformträger. Letztendlich wollen diese Leute die TV-amerikanische Show auch in und für Deutschland. Da die „BRD“ ihnen das nicht bieten will, so suchen sie sich jeweils etwas anderes. Welche Ersatz-identität es dann nun wird, ist dann Zufalls-, Milieu-, Verstandes-, aber vor allem eine Charaktersache.
      Aber: Der Konservative leidet darunter – und, selbst gutmeindend, idealistisch, und idR mit Verstand ausgerüstet – und verzweifelt eher am Verhalten der Eliten, denen er unwillentlich und wider beseres abstraktes Wissen seine eigenen positiven Charakterzüge unterstellt.
      Die Linken funktionieren anders. Sie suchen sich jede (zum Teil äußerst widersprüchliche Ideologien), um möglichst viel kaputt zu machen. es ist in Wahrheit die totale emotionale Unreife, die Ursache für das Linkssein ist. Ob dies nun in Form eines hammerharten Marxismus vorgetragen wird oder in einer anarchischen Form ist oder wiederum in einer Art Öko-Totalismus – trotz völliger Unvereinbarkeit – gleichgültig. (Von der lächerlichen Wir-haben-uns-alle-lieb-variante, die einach nur eine lächerliche Form der Übernahme der Feigheit und Unterwürfigfkeit als Prinzip ist, rede ich nicht, weil dies mit den ersteren Formen nichts zu tun hat. Diese Kuschel-Linken sind weiblich, selbst wenn zwischen ihren Beinchen etwas rumbaumeln sollte. Diese spielen in dieser Welt keine direkte Rolle.)

      Ich bin übrigens nicht der Ansicht, daß wir Linke an der regioerung haben und jemals hatten. Wir haben 8in annähernd jedem Land der Welt Machtmenschen in der ersten, fähige Diener in der zweiten Reihe und dumme und naive Klaqueure in der Dritten Reihe. Die erste und zweite Reihe lebt nicht von „Bekenntnissen“ politischer Art, sondern von dem Willen zur Macht. „Bekenntnisse“ sind nur das Mittel dorthin zu kommen und dort zu bleiben.
      machmenschen gehorchen, wo sie schwach sind, befehlen, wo sie stark sind, verbünden sich um stärker zu werden. So bspw. versteht man Merkels Euro-Politi, wenn man ihre verbündeten sieht: die deutsche Exportindustrie und der davon abhängige Mittelstand. Die Verbündeten von Steinbrück: die Banken und die internationale Finanzmafia. Daß die Linken Bekenntnisse gut mit der Finanzmafia zusammenpassen, ist schon von ein historisch lange zu beobachtendes Phänomen. Linke und Finanzmafia (dieses Wort verwende ich übrigens nicht als linkes Schlagwort, sondern als zutreffende Beschreibung jahrhunderte alter mafiöser Strukturen, die dem Staat völlig entzogen sind) sind in Wirklichkeit die jeweilige Rückseite ein und der selben Medaille.
      Dies hat es natürlich schon immer gegeben: Exportwille der Südstaaten und Schutzzölle der nordamerikanischen Industrie, sowie Freilassung der Sklaven, damit diese als Arbeitspotential die Löhne im Norden drücken können, das war die Ursache des Sezessionskrieges. In Deutschland lag es kaum anders, nur umgekehrt: Die konservativen Agrarier wollten Schutzzölle, die Nationalen exportieren. Kein spätmittelalterlicher Fürst wäre den Protestanten beigetreten, wenn Lutheranismus und Machtinteresse nicht identisch gewesen wären.

      Nun allerdings könnte etwas passieren, was sehr interessant ist: Die Finanzmafia und die korrespondienden linken Bewegungen (ob diese nun einen gemeinsamen ethnischen Kern besitzen, wie ich vermute, wollen wir dabei mal außer betracht lassen), scheinen sich zu trennen. Die Linken werden sich langsam von ihren Ideologien lösen und neue finden. Machtpolitisch gesprochen verliert die Finanzmafia ihren religiösen Unterbau. Die neue Opposition wird quer verlaufen, ob wir nun wollen oder nicht. Aber ich sehe die neuen „protestantischen“ Fürsten noch nicht. Etwa die Industrie, die deutlich jünger ist, als die Finanzmafia (Merkel=Industrie, Steinbrück=Finanzmafia! Und: Romney=Industrie, Obama=Finanzmafia?) Oder stehen wir gar vor solch einer Zeitenwende, daß sich der Volkscharakter erstmal wieder eine neue Religion errichten muß und diejenige junge Elite dann wieder auf den Zug aufspringt, damit etwas neues entsteht? Der Zusammenhang der Religionen mit dem Geldwesen scheint mir nicht von der Hand weisbar zu sein. Das Geldwesen bestimmt unsere Gegenwart. Das Geldsystem ist endlich. Also ist sind unsere gegenwärtigen Machtverhältnisse auch endlich.
      Wir besitzen kein christliches Geldsystem, schon gar kein urdeutsches. Auch unser Staat ist nicht unserem Charakter, unseren deutschen tradierten Rechtsvorstellungen entsprungen, schon gar nicht unserer eigenen Macht.

      Um den Kreis zu schließen, sehe die Linken in ihren alten Ideologien verschwinden. Die weichlichen Linken sind bedeutungslos, vor allem wenn die Zeiten härter werden. Die Rechten (nicht die Konservativen!) werden – ob ihres derzeitigen Vollrealismusses – die neue effektive Opposition darstellen. Aber das dauert noch, ehe zur Wirkung kommen. Erst muß der Niedergang kommen, dann wird die Phase des „struggeling“ kommen. Erst danach wird die rechte Bewegung von einer neuen Elite übernommen und (ggf. räumlich begrenzt) zur Herrschaft kommen. und dann kommen nicht etwa goldene Zeiten, sondern das Spielchen geht von vorne los.

      Unser System ist so vielen so verhaßt, weil es uns in Wahrheit fremd ist, es ist weder von uns, noch uns gemäß. Die Frage ist die nach dem Ob und Wie der tatsächlichen Integration von Fremden und dem Einfluß fremder 8nicht unbedingt staatlicher) Mächte, ob das System, was kommen wird, uns eher entsprechen wird.

      Die Linken als ernstzunehmende Opposition sind nur noch eine Frage der nächsten 20 Jahre. Die wirkliche Opposition ist in den Grundzügen erkennbar. Deswegen sehe ich die Veränderung der Linken selbst (und das Umschlagen vieler Oppositioneller zur wirklichen Opposition, mit realem Alternativanschauungen, nämlich der Rechten) als Schlüssel für das Ende der derzeitigen Herrschaftselite (nicht der Nachkriegspolitiker, sondern der Finanzmafia). Aber ganz bestimmt wird die Herrschaftelite ihre Herrschaft nicht freiwillig abgeben. Die Diskussion um ESM, Widerstandsrecht, Extremismus usw. usf. spiegelt diese realen Machtherausforderungen und deren Reaktion bereits wider.

      • Herr Meyer, Ihre Exkursion über Seelisches, der Linke und seine Eltern, ist gruselig und wahr. Es gibt einen durchgehenden Krieg gegen uns, der Realität gegen unsere subjektive Lebenswirklichkeit, den Krieg Molochs und der Einsen und Nullen in irgendwelchen Rechnern (Geld) irgendwelcher privaten Zentralbanken. Dieser Krieg war schon vor 1914 im Gange und schlägt per ESM gerade eine entscheidende Schlacht zugunsten der Realität.
        „Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mitverdienen konnte.“ (Winston Churchill).
        Nach dem WKII fand eine Entmannung der Verlierermächte statt, diese wurde verstärkt durch die Große Kulturrevolution all der Daniel Cohn-Bendits, Josef Fischers und Co., die die Vernichtung von Lebenswirklichkeit zugunsten der Realität der „Märkte“ noch beschleunigen konnte. Für den Primat der Märkte galt es, Institutionen, wie z.B. die Familie und die Schule, zu schleifen. Wohl kaum einer hat die Bedeutung der Großen Kulturrevolution früher und besser erkannt und beschrieben als der linksextreme italienische Filmregisseur Luchino Visconit („Der Leopard“).
        Nun tritt also eine Generation auf, die häufig einen schwachen Vater erlebt, oder gar keinen, da die Mutter sich „selbst verwirklicht.“ In der Schule trifft diese Generation auf links-alternative Blümchenlehrer, durch das politische Diktat der „Gender“-Hauptverströmung der Männlichkeit oder Weiblichkeit beraubt.
        Nun gibt es aber das sogenannte isolierte „Individuum“ nicht, wie es all die Prediger der Märkte gerne hätten. Es gibt auch keine Gesellschaft und kein Volk – ohne die all die Zweibeiner, die zu diesem gehören. Was es gibt, ist aber das ständige Gespräch, das zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft stattfindet.
        Im effeminisierten BUNT-Land antwortet aber nur die Mutter. Die tatsächliche Mutter, der BlümchenlehrerIn in der Schule, der „Deeskalations“-PolizistIn, die Mutter Staat als Sozialfürsorge und Ersatz für eigene Daseinsfürsorge als sinnstiftenden Lebensinhalt. Nun kann sich der Einzelne aber nur selber erkennen, wenn auch der Vater antwortet. Kinder müssen manchmal so lange quengeln, bis die Ansage vom Vater kommt, das ist vital, normal und gesund. (Frauen ist ein solches männliches Verhalten durchaus noch erlaubt). Auch Frauen ist es zueigen, den Mann auf die Probe zu stellen. Ist er tatsächlich einer? Wenn er tatsächlich einer ist, gibt er nämlich auf eine kleine Versuchsserie von „Zicken“tests die richtigen männlichen Antworten.
        Die Linken wollen es also wissen, und das ist eine sehr verständliche natürliche Antwort auf ihre Umgebung. Die Antwort können sie von der BUNT-ländischen Umgebung aber nicht erhalten. Es bleibt also nur die Möglichkeit, daß der Edle Wilde, der von der Linken hier so begrüßt wird, aus der Türkei, aus dem Irak usw, hier eine männliche Antwort gibt oder die Lebenswirklichkeit selber, die unmittelbare Natur, z.B. mit dem Hinweis „leerer Kühlschrank“, wenn die Zerstörung Europas zu ersten Zusammenbrüchen der Infrastruktur führt.

    • Geehrter und geschätzter Meyer, ich bedanke mich für Ihre ausführliche, in die Tiefe gehende Antwort. Wie so häufig, eröffnen Sie mir auch dieses Mal neue Details im zu erkundenden Terrain.

  • „… ja, Militär zieht rechte Gesinnungsgenossen mit schädlich-verklärtem Geschichtsbewußtsein an, das ist eine generelle Gefahr, der sich die Bundeswehr proaktiver stellen muss, …“

    In der BUNTEN Wehr darf es nicht mit rechten Dingen zugehen.

    „… ja, auch Offiziersnachwuchs hat anteilig eine rechte Gesinnung, die Bundeswehr spiegelt die Gesellschaft wieder, …“

    Notgedrungen, bei einem Gefahrenpotential von ca. 85 Prozent Rechten unter dem Volke („Gefahr aus der Mitte“), daß die BUNTE Wehr nicht nur linke Soldatinnen und Soldaten rekrutiert.

    „… ja, BMVg und Bundeswehr sind hierbei noch immer nicht genügend sensibilisiert …“

    Geschlechtersensibilisierung, Umweltsensibilisierung im Sinne von mehr Nachhaltigkeit, Kultursensibilität, Team-, Gender- und Sozialkompetenz, interkulturelle Kommunikationskompetenzen, konfliktsensible Deeskalationsskills.

    „Der überwiegende Teil der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr füllt das Leitbild vom Staatsbürger in Uniform in der Tat zuverlässig aus.“

    Soldatinnen und Soldaten der BUNTEN Wehr als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bitte!

    In der Jungen Freiheit gab es mal einen Artikel über einen Dozenten der BUNTEN-Wehr-Hochschule, der die Scharniertheorie entwickelt hat:
    Stimmt nicht allen Forderungen der linken BUNT-Parteien zu —> Gefahr aus der Mitte —-> rechts —–>
    rechtsextrem —–> rechtsextremistisch ——> Sympathisant der nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei.

    Auch der Vorsitzende der neuen Seeräuber- und Seeräuberinnenpartei, Bernd Schlömer, protegiert vom Springer-Verlag und kürzlich von diesem nebst Henry Kissinger eingeladen, hatte beruflich mit der BUNTEN Wehr zu tun.
    Ab 1998 war Schlömer wissenschaftlicher MitarbeiterIn für Methoden der Sozialforschung an der Helmut-Schmidt-Universität der BUNTEN Wehr (Hamburg). Er kämpft ganz entschieden gegen gruppenbezogene „Menschen“-Feindlichkeit innerhalb seiner Partei.

    Kenne nur das klamme Gefühl unter der Genossin Parteivorsitzenden Merkel. Wie mag es sich beim den Genossen Ulbricht und Honecker angefühlt haben, noch penetranter, ähnlich? Als Westler habe ich den sozialistischen Osten nicht am eigenen Leibe erlebt.

    Klappe zu, Affe tot, die BUNTE Matrix steht wie eine Eins. Was zu meiner Zeit noch in linksextremen Zirkeln nur örtlich begrenzt als Klima vorhanden war, ist nunmehr die Grundstimmung des gesamten totalitären Systems.

  • „Klappe zu, Affe tot, die BUNTE Matrix steht wie eine Eins. Was zu meiner Zeit noch in linksextremen Zirkeln nur örtlich begrenzt als Klima vorhanden war, ist nunmehr die Grundstimmung des gesamten totalitären Systems.“

    Geehrter Gottfried, richtig, allerdings hat sich die einheimische Linke derweil mit den tonangebenden Liberalen kurzgeschlossen, die Linken mögen halt nicht warten, bis die „Diktatur des Proletariats“ verwirklicht wurde, sie wollen bereits hier und heute einen Platz am vom Steuer- und Abgabenzahler üppig gefüllten „Futtertrog“ ergattern (der ihnen aus ihrer Sicht als intellektuelle Avantgarde auch zusteht). Bis zur heiß ersehnten und erhofften Machtübernahme begnügt man sich halt damit, lediglich das Klima, „die Grundstimmung des gesamten totalitären Systems“ zu gestalten.

    Wir sehen hier eine eigenartige und, wie ich finde, perverse Koalition. Ich für meinen Teil sehe das heutige Deutschland als so etwas wie ein Irrenhaus.

  • Interessant ist der Vortrag des ehemaligen Brigadegenerals Reinhard Günzel, einige kennen ihn sicher schon, andere womöglich noch nicht (es sind zwei Teile):

    http://www.youtube.com/watch?v=5UlYNmEzG50&feature=related

  • Mikroperspektive: Springer ist in seinem Kommentar wie selbstverständlich davon ausgegangen, daß die Aussage unseres soldatischen Eides gilt, „das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“, womit er die Legitimität des soldatischen Dienstes begründet.

    Die Taktfrequenz der Artikel ist mittlerweile so hoch, daß ich diesen Artikel beim erstenmal nur ‚quergelesen‘ habe. Beim zweiten Lesen fiel mir der obige Abschnitt besonders auf:

    Was glaube denn Hr. Springer, wie lange diese Formel noch Bestand haben wird? In NRW – das hatten wir glaube ich auch auf diesem Blog schon in einem Artikel – ist das ‚deutsche Volk‘ bereits durch ‚die Bevölkerung‘ ersetzt worden. Bis das in der Bundeswehr stattfindet, wird es noch ein Weilchen dauern … aber glaubt er allen Ernstes, daß würde NICHT stattfinden?? Und was glaubt Hr. Springer, was die DEUTSCHEN Soldaten dann tun werden? Keinen Eid leisten?? Natürlich werden sie es tun – und natürlich werden sie tapfer ‚das Recht und die Freiheit der Bevölkerung in der BRD‘ verteidigen.

    Die Kunst geht nach Brot und der Soldat eben auch. Damit wird die Bundeswehr dann, ob Söldnerarmee oder nicht, garantiert keine DEUTSCHE Armee mehr sein … sondern die Armee des ‚Volkes Bundesrepublik‘ … eines Vorstellungskonstruktes nach Maßgabe des Grundgesetzes – einer VORLÄUFIGEN Besatzungsordnung zur Aufrechterhaltung und Gewährleistung des zivilen Lebens im besetzten Gebiet. Und Hr. Springer, wie auch alle anderen DEUTSCHEN in dieser notwendig kommenden Bunten Wehr, werden selbstverständlich mitmachen … und zwar aus Einsicht – Einsicht darin, daß dieses System noch, trotz drängender Zukunftsfragen und bei aller berechtigten Kritik!, eine lebenswerte Ordnung aufrechterhält, in der ich mich mit meinen Lieben einrichten und für meine private Zukunft planen kann. So wie andere auch.

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