Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Inferno 146x130 Maron, Mosebach und der Islam in DeutschlandDer Feind ist die eigene Frage als Gestalt, formulierte Carl Schmitt. Ob man den Islam pauschal als „Feind“ einstuft oder nicht: seine wachsende Präsenz in Deutschland wie in ganz Westeuropa wirft Fragen über die eigene Identität auf, denen kaum mehr auszuweichen ist und die über kurz oder lang einen Entschluß erzwingen werden.[weiter, noch 2,875 Wörter]

Martin Lichtmesz auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Heute
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2,927 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Maron, Mosebach und der Islam in Deutschland

19 Antworten auf Maron, Mosebach und der Islam in Deutschland

  • sondern explizit die Wahrheitsfrage stellt.

    Und dann ist „Religion“ eben nicht gleich „Religion“, und dann gibt es auch kein Mehr oder Weniger der Wahrheit, sondern nur ein Entweder-Oder, und dann sind aber auch nicht alle Religionen gleichermaßen respektabel. Aus streng christlicher Sicht ist der Islam die häretische Irrlehre eines falschen Propheten, und Mohammed, den Dante nicht umsonst in der Hölle schmoren ließ, das Urbild dieser Figur. Der falsche Prophet aber ist noch schlimmer als der bloße Ungläubige oder Glaubenslose, denn er verbreitet aktiv die Lüge, wie der Antichrist. Umgekehrt macht es aus islamischer Sicht keinen Unterschied, ob ein Ungläubiger Atheist oder Christ oder Jude ist – er ist gleichermaßen verdammt und wird auch entsprechend behandelt. Der Koran ist diesbezüglich völlig eindeutig.

    Da ist einfach alles falsch.

    Wer so schreibt, versteht Religion kulturalistisch.

    Die Wahrheitsfrage zu stellen, heißt gerade nicht, auf die Früchte zu sehen. Die Früchte der Religion bilden die Kultur. Das ist die kulturalistische Sicht der Religion.

    Die Früchte dienen dazu Menschen zu bewerten, nicht dazu herauszufinden, ob eine Aussage über Gott wahr oder falsch ist.

    Wie kann man sowas herausfinden?

    Woher kommen denn die Religionen?

    DAS ist die Wahrheitsfrage.

    Und wer die Antwort darauf nicht kennt, sollte besser schweigen.

    Zum Thema Antichrist. Der Begriff meint nicht Widerchrist, sondern Stellvertreter Christi, Ersatzchristus. Um so einen Begriff überhaupt verwenden zu können, muß man selbst den Anspruch haben, Christus in die Welt zu bringen, denn nur dann kann man sich ja überhaupt erst darüber beschweren, daß jemand so dreist ist, einen Ersatz erschaffen zu haben.

    Anders ausgedrückt, die katholische Kirche hat das Copyright auf den Begriff „Antichrist“, denn sie hat diesen Anspruch zuvörderst. Schon zu Paulus Zeiten ging die Kirche davon aus, daß ihr Anspruch einst zurückgewiesen würde, und sie hat den Zurückweisenden Antichrist genannt und die Geschehnisse, welche zu seiner Herrschaft gehören, in der Offenbarung niedergeschrieben.

    Paulus versteht das Johannesevangelium nicht und quält einen mit schlechten Interpretationen seiner, aber er versteht andere Dinge dafür um so besser.

    Die Freimaurer wurden bereits zu Paulus Zeiten Antichrist getauft, so sieht es aus, aber sie verstehen die Konsequenzen dessen nicht, und weil sie sie nicht verstehen, können sie die Geschehnisse, welche in der Offenbarung beschrieben sind, nicht abwenden.

    Es gibt Ratschläge, die nur äußerst intelligenten Menschen nicht sehr klug erscheinen. Ein solcher Ratschlag ist, den Frieden dadurch zu sichern, daß die „Keyplayers“ sich vertragen mögen.

    Die Lüge des Antichristen ist schlicht, daß wir Gott nicht brauchen. Und sie wurde ihm wahrscheinlich selbst eingeflüstert, eingeflüstert, um sein Schicksal auf die prophezeite Bahn zu lenken.

    Und wenn ich ein Datum angeben sollte, es wird wohl so gegen 1830 gewesen sein, nach Napoleons Scheitern, denn damals wird es eine gewisse Offenheit gegeben haben, sich „rationaleren“ Strategien zuzuwenden.

    Wie gesagt, was Sie dazu schreiben ist alles falsch.

    Sie haben aber Recht, wenn Sie darauf hinweisen, daß dies alles die Menschen doch gar nicht wirklich interessiert.

    Das Kaninchen und die Schlange.

    Ja, freilich, das ließe sich leicht abschütteln.

    Nichts weiter als Gezischel.

    Aber warum fürchten wir dieses Gezischel?

    Was meinen Sie?

    Weil wir ahnen, daß wir nicht im Stande sind selber einen ideologischen Gegenkurs zu steuern?

    Das ist es doch offensichtlich, denn wenn wir dazu in der Lage wären, würden wir es doch noch nicht einmal bemerken.

    Wir haben uns gegen die Ideologie als solche gestellt, uns der Vermittlung zwischen verschiedenen Fraktionen ganz hingegeben. Und können jetzt nur gelähmt zusehen, wie noch bestehende Ideologien uns zerstören.

    Es muß so sein. Selbst Wasserstoff hat einen Halbwertzeit, nichts besteht auf Dauer und wir überleben nur, wenn wir uns stets erneut fortpflanzen. Und genau darauf haben wir verzichtet, weil wir so furchtbar schlau sind, und genau wissen, worauf es im Leben ankommt, was alle Menschen haben wollen usw.

  • Was für eine bizarre Antwort. Mir scheint, Sie sind des Lesens völlig unkundig. In dieser zitierten Passage ist überhaupt nicht die Bohne von den „Früchten“ die Rede. (Diese beziehen sich bekanntlich auf das Christus-Wort von den falschen Propheten, die man an den „schlechten Früchten“ erkennt, denn ein guter Baum trägt auch gute Früchte. Das Wahre ist auch das Gute.) Sondern sie stellt nur kerndogmatische Positionen des Christentums und des Islams gegenüber. Die Wahrheitsfrage bedeutet in diesem Kontext nicht, „woher die Religionen kommen“, sondern ob ihre Kernaussagen wahr oder falsch sind. Und darauf kommt es ja Mosebach explizit an. Es gibt hier aus der Sicht des Gläubigen keine Vermittlung zwischen den Positionen: entweder man glaubt an Christus als Erlöser oder an Mohammeds Prophetensendung.

    „Zum Thema Antichrist. Der Begriff meint nicht Widerchrist, sondern Stellvertreter Christi, Ersatzchristus. Um so einen Begriff überhaupt verwenden zu können, muß man selbst den Anspruch haben, Christus in die Welt zu bringen, denn nur dann kann man sich ja überhaupt erst darüber beschweren, daß jemand so dreist ist, einen Ersatz erschaffen zu haben.“

    Woher Sie sich diese interessante Theorie aus den Fingern gesogen haben, bleibt Ihr Geheimnis.

    • Nun, es wird ständig wiederholt, daß er sich an die Stelle Christi setzt, aber sei’s drum. Ich erspare mir auch Sie zu zitieren, um Ihren Bezug auf die Früchte zu belegen.

      Was ich mir hingegen nicht erspare ist, auf den buchstäblichen Unsinn Ihres Wahrheitsbegriffes aufmerksam zu machen.

      Allen Ernstes, Sie wollen herausfinden, was wahr ist, in der Sache, ohne einen Schimmer davon zu haben, woher die Wahrheit kommt?

      Und Sie sehen nicht, wie lächerlich das ist?

  • # Fremder

    Bevor es jetzt zwischen Ihnen und ML zur Sache geht – wobei ich mich – vorbeugend – diskret zurückziehen möchte, bitte ich Sie mir, falls Sie dazu eine verständliche Erklärung haben sollten, zu erklären, was das eigentlich ist … ‚Wahrheit‘? Ich hab nämlich leider keine Ahnung. Nur ’so ein Gefühl‘ … aber irgendwie scheint mir das nicht wirklich genug zu sein.

    • Eben. Das ist auch der Sinn meiner Rede.

      Wir alle sind auf unsere Subjektivität reduziert.

      Wenn wir kommunizieren versuchen wir zu erreichen, daß jemand zu derselben subjektiven Einsicht gelangt, zu welcher wir selbst gekommen sind, manchmal auch nur, daß er etwas wahrnimmt, was wir selber wahrnehmen.

      Es ist eines erwachsenen Menschen unwürdig, eine dogmatische Diskussion zu führen, welche sich nur mit den Konsequenzen von Dogmen beschäftigt, ohne die Frage nach ihren Grundlagen zu stellen. Auf die Weise ließe sich auch noch über das Wesen von schwarzem Schnee streiten.

      Gott kann nur von der persönlichen Erfahrung her angegangen werden und selbstverständlich sind religiöse Texte auch nur Kommunikationsversuche, welche eben zu erreichen versuchen, daß der Angesprochene sich auf seine Beziehung zu Gott besinnt.

      Wahrheit wird durch einen solchen geglückten Abgleich bezeugt, wie sie auch sonst dadurch bezeugt wird, daß zwei Personen einen Sachverhalt auf dieselbe Weise schildern.

      Das ist die Natur aller Dinge. Dieses Eingeständnis fordere ich von jedem, welcher sich zur Wahrheitsfrage äußert.

      Es ist schon o.k., wenn jemand sagt, daß nur der Tod wahr ist, wie es Herr Mogel getan hat, aber jemand wie Herr Lichtmesz sollte nicht glauben, daß er durch das durch die Luft Werfen dieser oder jener Dogmen auch nur einen religiösen Menschen zu einer Dummheit verleiten könnte.

      • Vielen Dank für Ihre Aussagen, lieber Fremder.
        Ihre zeigen offensichtlich, daß Sie, mit verlaub gesagt, begrifflich nicht in der Tiefe der Materie stehen. Tut mir mir leid.

      • Wahrheit

        „…Jede Philosophie, welche durch ein politisches Ereignis das Problem des Daseins verrückt oder gar gelöst glaubt, ist eine Spaß- und Afterphilosophie. Es sind schon öfter, seit die Welt steht, Staaten gegründet worden; das ist ein altes Stück. Wie sollte eine politische Neuerung ausreichen, um die Menschen ein für allemal zu vergnügten Erdenbewohnern zu machen? Glaubt aber jemand recht von Herzen, daß dies möglich sei, so soll er sich nur melden; denn er verdient wahrhaftig, Professor der Philosophie an einer deutschen Universität, gleich Harms in Berlin, Jürgen Meyer in Bonn und Carrière in München zu werden…“

        Friedrich Nietzsche,
        Unzeitgemäße Betrachtungen-
        Schopenhauer als Erzieher

  • @Fremder aus Elea
    Sie haben augenscheinlich viele und tiefe Hobbys.Nun sind Herr Lichtmesz und viele andere, auch meine Wenigkeit Beruf(ung)srevolutionäre. Sie mögen verzeihen, daß wir uns eher mit der praktischen Seite des Durchdenkens beschäftigen.

    Aber „Danach“ werden wir Ihnen bestimmt gerne lauschen, das ist bestimmt total interessant…

  • Man muss nicht jede Diskussion führen.

    Das Eigene zu verteidigen, gegen den Genozid, von verräterischen Eliten an den Europäern verübt mit dem Mittel der kulturfremden Massenmigration, darum geht es.

    • Aber auch die trübste christliche Kontemplation und Askese war der Kultur nicht so schädlich, wie der Islam, sobald man folgendes erwägt: Abgesehen von der allgemeinen Rechtlosigkeit vor dem Despotismus und seiner Polizei, von der Ehrlosigkeit aller derer,
      die mit der Macht zusammenhängen, wofür die Gleichheit aller, die Abwesenheit von Adel und Klerus keinen Ersatz gewähren, entwickelt sich ein diabolischer Hochmut gegenüber dem nicht-islamischen Einwohner und gegenüber anderen Völkern, bei periodischer Erneuerung des Glaubenskrieges, ein Hochmut, wodurch man gegen denn noch immer unverhältnismäßig größten Teil der Welt und dessen Verständnis abgesperrt ist…
      In der Bildung fällt auf: das Vordrängen der Sprache und Grammatik über den Inhalt, die sophistische Philosophie, an der nur die häretische Seite frei und bedeutend ist, dann eine erbärmliche Geschichtswissenschaft, weil alles außerhalb des Islam gleichgültig und alles innerhalb des Islam Partei- oder Sektensache ist, und eine im Verhältnis zu ganz ungehemmter Empirie doch nur mangelhafte Pflege der Naturkunde. Sie haben lange nicht so viel geforscht und entdeckt, wie sie frei gedurft hätten, es fehlte der allgemeine Drang zur Ergründung der Welt und ihrer Gesetze.

      s. Jacob Burckhardt,
      Weltgeschichtliche Betrachtungen

  • @ Ein Fremder aus Elea

    „Wenn wir kommunizieren versuchen wir zu erreichen, daß jemand zu derselben subjektiven Einsicht gelangt, zu welcher wir selbst gekommen sind, manchmal auch nur, daß er etwas wahrnimmt, was wir selber wahrnehmen.“

    Mag sein, dass sich Martin Lichtmesz in seinem Artikel bezüglich Christentum/Islam/Religionen ein wenig verheddert hat, doch will ich Ihnen versichern (für ML kann ich nicht sprechen), dass ich zu diesem Ihrem „wir“ nicht gehöre. Ich kommuniziere nämlich auch gerne, um meine subjektive Einsicht infrage zu stellen, einer kritischen Prüfung auszusetzen. Und natürlich, um mehr von der Welt zu erfahren, meinen Horizont zu erweitern. Manchmal auch einfach zum Vergnügen, was oft zu erstaunlichen Findungen führt, oder auch, um jemandem zu helfen.

    Zum Kernthema. Diesem merkwürdigen Christen Mosebach ist ein Moslem im Zweifel doch näher, als ein Ungläubiger. Wie sollte man als Ungläubiger solchen Leuten trauen, als „Islamkritiker“? Lieber den falschen Gott, aber immerhin einen, als keinen?

    Viele Christen scheinen immer noch rein gar nichts begriffen zu haben.

  • Nun, wenn ich Hans-Peter Raddatz (und auch Bat Ye Or) richtig verstanden habe, dann gabe es in allen Ländern, die von den Mohammedaner erobert wurden, sowohl vor der Eroberung zumindest einige, als auch danach eine Menge Kollaborateure (insbesondere unter den geistlichen und Funktionseliten), die sich den Mohammedanern andienten. Zumeist um sich eine bevorzugte Stellung auch in der neuen gesellschaftlichen Pyramide zu sichern.
    Kurzfristig und manchmal auch mittelfristig war derlei Verrat für diese Individuen/Verräter einträglich, wenn denn die Eroberer das Gefühl hatten, man brauche diese Kretins, aus welchen Gründen auch immer.

    Wie allgemein bekannt, bevorzugen die Muselmanen den „schleichenden Genozid“ (Raddatz) – Allahs Mühlen mahlen bisweilen langsam – wie ein Blick in die vom den Muselmanen eroberten Länder, die nicht zurückerobert werden konnten, jedem geistig halbwegs gesunden Menschen beweist.

    Ich finde den Beitrag von Martin großartig, die Linie stimmt, die Aussage ist klar und für philosophische Spitzfindigkeiten ist Zeit, wenn wir unseren A.sch gerettet haben

  • @ Fremder

    Das ist mal wieder ein Taubstummengespräch!

    „Nun, es wird ständig wiederholt, daß er sich an die Stelle Christi setzt, aber sei’s drum.“

    Von mir allerdings nicht, der Einwurf ist völlig Off-Topic. Die einzige Aussage, die ich über den Antichristen getroffen habe, ist, daß er die Lüge verbreitet. So steht es in der Offenbarung. (Der falsche Prophet in der Offenbarung ist nicht identisch mit ihm. Die christliche Tradition identifiziert auch Mohammed als falschen Propheten par excellence (von denen es beliebig viele geben kann.))

    „Es ist eines erwachsenen Menschen unwürdig, eine dogmatische Diskussion zu führen, welche sich nur mit den Konsequenzen von Dogmen beschäftigt, ohne die Frage nach ihren Grundlagen zu stellen. “

    Das kann man freilich, aber das wäre nun wieder ein völlig anderes Thema, das man gesondert behandeln müßte. Nebenbei habe ich auch gar nicht von den „Konsequenzen von Dogmen“ gesprochen, sondern von den Konsequenzen des Glaubens an bestimmte Dogmen. Was das nun mit „Erwachsensein“ und „Unwürdigkeit“ zu tun hat, ein anderes Thema zu behandeln, als Ihnen gerade beliebt, bleibt wieder mal Ihr Geheimnis.

    „Allen Ernstes, Sie wollen herausfinden, was wahr ist, in der Sache ohne einen Schimmer davon zu haben, woher die Wahrheit kommt?“

    1.Ich habe an keiner Stelle gesagt, daß ich herausfinden will, was wahr ist, sondern ich stelle nur fest, dass Mosebach auf dem Wahrheitscharakter des Evangeliums besteht, und daß die Verkündigung des NT und des Korans einander ausschließen. Aus dieser Sicht ist der Koran nicht „wahrer“ als der Atheismus. 2. Wie schön für Sie, daß Sie sich im Besitze eines Wahrheitsschimmers wähnen. Viellicht sogar mehr als nur ein Schimmer. Da gratuliere ich aber. Da muß ich natürlich verstummen. Wer bin ich, den beati possidentes zu widersprechen?

    „Und Sie sehen nicht, wie lächerlich das ist?“

    Ja, das ist alles wirklich ausgesprochen lächerlich, und ich sehe es sehr deutlich. Viel Vergnügen noch beim weiteren Strohmännerattackieren!

    • Lieber Herr ML
      Es ist einfach schwierig auf einen Nenner zu kommen, wenn die Voraussetzungen so sehr divergieren. Ein Daraufeingehen verwirrt und zersetzt das eigentlich Wesentliche Ihrer Gedankenführung.
      Ihr Beitrag ist so klar und begrifflich auf den Punkt gebracht, daß er zur Pflichtlektüre empfohlen sei.
      Ich danke herzlichst dafür.

  • All das Theologiosche führt hier in der Tat in die Irre. Wenn man heutzutage unter Christen lebt, hat man sehr große Freiheiten, wie sie in keinem moslemischen Land der Welt zu finden sind. Man kann das jeweilige Rechtssystem auch als Nichtabrahamit ohne extreme Benachteiligung für sich akzeptieren, wobei das Christentum sich zudem mit europäisch-nichtchristlichen Elementen so koevolutioniert hat, dass der „Heide“ die Kultur, in der er mit den Christen lebt, ohne weiteres auch als die seine begreifen kann.

    Kurzum: Christen und Heiden halten es inzwischen ziemlich gut miteinander aus, meist mehr als das. Welcher Heide schmäht denn einen Dostoijewski, nur weil der sehr christlich gläubig war? – Selbst Nietzsche lobt ihn als ausgezeichneten Psychologen. Und welcher vernünftige Christ hält alles, was literarisch nicht direkt Jesu ist, für des Teufels?

    Wo bedrohen Heiden Christen? Wo Christen Heiden? (Kleine Heiden werden in Kindergärten und Schulen von zumal konservativen Christen allerdings oft weitaus schlechter behandelt als Aishe und Ali, da die wenigstens an einen Gott glauben. Ich spreche da aus Erfahrung. Es ist also nicht alles in Butter. Überwiegend aber passt es.)

    Mir ist es egal, ob einer Christ ist oder nicht. Ich habe christliche und nichtchristliche Verwandte und Freunde, ohne dass es damit ein nennenswertes Problem gäbe.

    Mit dem Islam ist das ganz anders, und darum geht es.

    • Ist auch meine Linie, es ist nicht klug, dem Koran nachweisen zu wollen, daß er Falsches über das Wesen Gottes oder der Beziehung der Menschen zu ihm aussagt, denn

      1. sagt er nicht mehr aus, als daß es nur einen Gott gibt, welcher alles erschaffen hat und uns nach unserem Tod richten wird, und uns zu Lebzeiten leitet, wenn es ihm gefällt und wir bereit sind uns leiten zu lassen und

      2. sagt der Koran explizit, daß er in Gleichnissen redet.

      Wirklich… was ist ein falsches Gleichnis? Sowas mag es geben, zumeist gibt es aber nur bessere und schlechtere Gleichnisse.

      Mit der Bibel ist es nicht anders. Auch die ist voll von Gleichnissen. Da kann man nicht die Wahrheitsfrage ansetzen. Man lese mal das Johannesevangelium und zähle, wie oft Johannes den Glauben an Wunder verspottet. Nur so eine Sache. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenige Menschen überhaupt in der Lage sind ein Gleichnis zu erkennen. Wie wenige erst sind in der Lage, welche aufzustellen?

      So geht es nicht. Glücklicherweise hat Manfred einen gänzlich anderen Ansatz gewählt.

      Ich meine, wenn das was Lichtmesz da jetzt getan hat gut ist, dann ist es also gut sich auf mißverstandene Gleichnisse zu beziehen um sich gegenseitig vorzuwerfen, daß man einen falschen Gott anbetet, anstatt auf die sozialen Konsequenzen des gelebten Islams hinzuweisen.

      O.k., jetzt übertreibe ich, das hat er ja auch getan. Aber warum mischt er das mit hinein? Niemand wird in der heutigen Zeit fanatisch gegen Teufelsanbeter in den Kampf ziehen. Auf dem Niveau ist das doch…

      Jetzt hat ja der gute Rezensent der FAZ festgestellt, daß die Salafisten es umgekehrt genauso machen und die Wörter für Gott und Hölle bspw. in ihrem verteilten Koran lieber unübersetzt lassen, um auf formaler Ebene die Andersartigkeit zu unterstreichen.

      Ich denke nicht, daß es klug ist, so kommt zur Abneigung gegen eine andere Religion noch die Abneigung gegen ein anderes Volk hinzu. Andererseits zielen sie ja vielleicht auch gerade auf diejenigen, welche Identitätsprobleme haben, was in Deutschland freilich nicht wenige sind.

      Ich habe mal in Leipzig ein paar Palestinänser live bei einer Demo der LINKEN erlebt, es gibt da einen beträchtlichen 70er Jahre Kitsch, damals waren wir alle gute Freunde und so. Wahrscheinlich biegen die sich in ihren Hirnen da irgendwas zusammen.

      Egal.

      Dummheit.

      Finger weg von der Ebene!

      Ist meine Meinung.

      Der Koran legt den Schwerpunkt auf die Bestrafung von Vergehen. Sobald ein Land weniger Harmonie als Korruption aufweist, ist es reif für den Islam.

      Das wissen die Moslems auch. Ihre Hoffnungen sind bei Licht betrachtet die Hoffnungen eines Abdeckers.

      Wieder ein Staat verfault… Hurra, wir kommen!

      Übrigens, sollte das Manöver, welches ursprünglich von Damaskios ggegen Rom und Persien geplant wurde, wiederholt werden, dann wird Europa fallen.

      1. Rechte Reaktion, aber unvollständig, Linke überlebt.
      2. Linke Restauration.
      3. Islamische Übernahme.

      Steht sogar im Koran.

      Die persische Armee wird eine arabische Abteilung gehabt haben, und da wurde sabotiert. Wäre aber auch umgekehrt gegangen, indem Rom sabotiert worden wäre.

      Die Rechte hat ja keine arabische Abteilung, die Linke schon… also keine exakte Kopie… oder… doch? Die Vereinigten Staaten haben ja wahrscheinlich schon so etwas wie eine arabische Abteilung. Vielleicht kommt das Geld für die Neocons ja aus Saudi-Arabien. Was heißt vielleicht… im Falle Bush ist das ja tatsächlich so gewesen… also zunächst die Perser scharf machen, damit sie Rom angreifen und zugleich Rom nach Kräften sabotieren, dann… usw.

      Nein, es gibt tatsächlich Parallelen. Einzig…

      Was hilft es?

      Es ist einzig und allein eine Frage der verbliebenen Tugend. Ohne Tugend Koran.

      Gottes Gefängnis, sozusagen.

      Ich weiß natürlich ganz genau, welche Tugend es noch in Deutschland gibt… da müssen ein paar Leute aufwachen und einfach ihren Respekt verlieren vor Leuten, welche nicht den geringsten Respekt verdienen. Vielleicht wird das dann noch was.

      • Nachdem wir uns bezüglich des Verhältnisses von Christen und Heiden im Sinne des gemeinsamen Abstandes vom Islam einig zu sein scheinen, will ich noch ein zumindest in diesem Strang bislang nicht Aufgegriffenes ansprechen.

        Wer sich als Europäer (Christ, Heide) in seiner Wehr gegen eine moslemische Torsion unserer Gesellschaften stellen will, darf sich nicht vor den Israelkarren spannen lassen. Die Händel der Juden mit den Moslems sind ihre eigenen Händel. Sosehr mir der Islam als Religion missbehagen mag, gelange ich von daher keineswegs zu einer Rechtfertigung und gar weiterreichenden Unterstützung der israelischen Politik; ich halte Moslems nicht für Untermenschen, sondern zunächst lediglich für Irregeführte; was man sich da zum Thema unschuldig leidende Kinder denken mag, ich lasse es jetzt weg.

        Wir behaupten uns nicht selbst, indem wir uns einer ungerechten, unhaltbaren Agenda anschließen. Leider meinen weite Kreise sogenannter Patrioten (das „sogenannte“ konnte ich mir hier nicht sparen, denn wie hieße es sonst?), sie könnten als Kriechvasallen Israels dem Islam in Europa Einhalt gebieten. Diese Sichtweise ist nicht nur bedauerlich naiv, sie ist in diesem harten geopolitischen Kontext absolut verderblich. Wer als Deutscher eine ihn beschützende jüdische Gouvernante braucht, um in seinem Land nicht die Scharia einziehen zu lassen, hat nicht nur überhaupt keinen Arsch mehr in der Hose, sondern auch nicht im mindesten etwas verstanden. Israel ist nicht für uns da. Es ist nur für sich selber da. Na gut, was weiß ich, für was vielleicht auch noch, aber jedenfalls nicht für uns Deutsche.

        Also: Christen und Heiden lassen sich von Moslems und Juden weder überrollen noch vernutzen, sie sich allein die Köpfe einschlagen, bewahren damit ihre gemeinsame europäische Kultur. So ist es logisch, und so kann es funktionieren.

        • Es ist schon recht, zu Israel zu stehen.

          Nur wenn man so zu Israel steht, wie es Israel gerne hätte,
          dann macht man sich selbst zur Marionette.

          Einstweilen allerdings ist es im Interesse beider Seiten mehr zu heucheln als da ist.

          So ist es ja auch sonst oft, im Eheleben…

          Natürlich kann man nicht jede Aktion mittragen. Rhetorisch sollte man Israel aber nicht in die Parade fahren.

          Ehrlich gesagt verstehe ich die jüdische Dämlichkeit nicht, sich jedes Jahr auf’s Neue einen zusätzlichen Grund auszudenken, warum die Existenz des Staates Israels moralisch richtig ist.

          Was erreicht man so?

          „Ja, da gab es einen Krieg, wir wurden angegriffen, aber wir haben gewonnen. Jetzt sind die Araber traurig, daß sie ein Gebiet verloren haben. Nun, ich glaube, so geht es allen, die einen Krieg verloren haben.“

          Zu schnöde für das auserwählte Volk?

          Besser geht es aber nicht. Und man soll nicht vom Guten fliehen.

          Tüdelüdelüdelü…

          Heiden? Ich kenne keine Heiden. Nur diesen einen Klassenkameraden da, der so’n bißchen Metal gehört hat und was von Wikingern geschwafelt hat. Kann ich also nicht beurteilen. Generell beurteile ich keine Religion nach ihrem Namen, sondern unter den Aspekten ihres Glaubensverständnisses einerseits und ihrer sozialen Wirklichkeit andererseits (welche sich eher aus den übrigen Teilen einer Religion ergibt, wenigstens meistens). Ersteres ist beim Islam kein Problem, meiner Meinung nach, und letzteres ist bei Heiden nicht existent, meiner Meinung nach.

          Irregeleitet? Nein, das denke ich nicht. Wie kann man das sagen? Sie waren ja Christen und haben sich selbst was anderes ausgedacht. Nun ja, einer von ihnen, aber er hat schon auch an seine arabischen Brüder dabei gedacht. (Ich rede von Damaskios, kein Christ allerdings.)

          Der Islam ist eine Anpassung einer Hochreligion an die arabische Mentalität, so sehe ich das. Hätte in ein, zwei entscheidenden Punkten besser formuliert werden können und hätte dann den Arabern viel Ärger erspart. Gewisse Regelungen zur Regelung der Selbstjustiz… war aber wohl damals nicht drin, zu kompliziert.

          So wie er ist, hat er nur eine Priorität, nämlich Korruption zu bekämpfen, freilich nicht ohne im Zuge dessen selbst wieder Korruption zu erzeugen…

          50% der Bevölkerung Saudi-Arabiens haben einen Job, der mit dem Koran zusammenhängt… weil, wenn die nicht alle bezahlt werden, kommen die noch auf die Idee, daß die königliche Familie nicht den wahren Islam lebt.

          Wenn das nicht korrupt ist.

          Statt dessen richten die Saudis den Korruptionsbekämpfungeifer nach außen.

          Was auch sonst machen?

          Da gibt es wenig Handlungsspielraum…

          Naja, so geht’s… wahrscheinlich ist die Hoffnung dieses Ägypters, daß wir Deutsche aber nun endlich den Islam richtig leben, wo es vorher doch keiner geschafft hat, echt…

          Ne… zu schlechtes Wetter. Alleine schon das. Kein glückliches im Garten unter Dattelpalmen Sitzen. Da fängt es doch schon an.

          Bei Nieselregen dem Muezzinruf lauschen?

          Laß mal gut sein.

          Die einzigen Freuden hier sind Bier, spärlich bekleidete Frauen und Schwein am Spieß.

          Da bleibt doch nichts übrig!

          Etwas ernster zum Thema:

          http://bereitschaftsfront.blogspot.com/2012/04/von-den-anvertrauten-pfunden.html?m=1

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