Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Die Causa Grass ist das Musterbeispiel einer bundesrepublikanischen Diskursshow, bei der die Säue sich gegenseitig durchs Dorf treiben, alle Beteiligten heucheln, daß sich die Balken biegen, und jeder ein Interesse nicht nur an seinen eigenen Heucheleien hat, sondern auch an denen des jeweiligen Kontrahenten, weil er mit der geheuchelten Empörung über dessen Heuchelei seine eigene befeuert und legitimiert.

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Manfred Kleine-Hartlage auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Ereignis, Heute
Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,
1,282 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Was gesagt werden muß

8 Antworten auf Was gesagt werden muß

  • Die „grässlichen“ Blüten der „säkularisierten Erbsündenlehre“ seziert und analysiert von Manfred Kleine-Hartlage.

    Einfach köstlich zu lesen, volle Zustimmung, besser kann man es nicht erklären, wird gerne weiterverlinkt.

  • Sehr geehrter Manfred,
    von einer Dame wurde ich gebeten, diesen Text ins Netz zu stellen, den sie als offenen Brief an den Herrn G. Grass formuliert hat. Nachdem ich aber einige niveaulose Kommentare bei Sezession gelesen habe möchte ich diesen Brief noch einmal auf Korrektheiten einstellen.

    An „Dichter“ Herrn Grass – ein offener Brief.
    Im Herbst vorigen Jahres besuchte ich Freunde in Israel. Es war eigentlich ein angenehmer Anlass. Meine Freundin und ihr Mann holten mich in der Nacht vom Flughafen ab. Wir waren sehr froh, uns wieder zu sehen. Wir stammen alle aus der ehemaligen UdSSR, sind alle schon Rentner und unsere Freundschaft währt schon 57 Jahre. Mein verstorbener Mann war Deutscher und ich wurde Deutsche. Meine Freunde sind aus der UdSSR in diese, ihnen freundlicher gesinnte Umgebung, gezogen.
    Die eigentliche Begebenheit, die ich erwähnen möchte, begann damit, dass meine Freundin (Stadt Beer-Sheva) mir erklärte, wo was liegt, wo ich den PC einschalten kann, usw. Dann kam sie ins Zimmer, schon im Nachthemd, legte mir einen Morgenmantel auf den Stuhl und erklärte mir mit leichtem Lächeln, daß bei ihnen nachts ab und zu ein Alarm zu hören sei. Dann möge ich ohne Panik diesen Morgenmantel anziehen und ins Treppenhaus gehen. Leicht schockiert habe ich gefragt, warum. Sie erklärte, fast entschuldigend (weil meine Nachtruhe eventuell gestört werden könnte), dort wäre man besser geschützt, wenn aus dem Gaza-Streifen Raketen einschlagen – wir hätten dann nur wenige Sekunden, um uns in Sicherheit zu bringen.
    Am nächsten Morgen fragte sie mich, ob ich etwas gehört hätte. Als ich verneinte, sagte ihr Mann, er hätte Alarm gehört. Doch erklärte er, die Erleichterung war ihm anzumerken, der sei in einem anderen Stadtgebiet gewesen. Doch ich müsse Tag und Nacht mit so etwas rechnen und wenn möglich sofort Schutz suchen. Das ist der Zustand mit dem diese Menschen dort ständig leben und arbeiten müssen. Es ist wie bei den Terrorangriffen im Krieg. Wohlgemerkt meine Freunde sind Zivilisten und in ihrem Umfeld gibt es viele Kinder und Alte, die nicht immer schnell reagieren können.
    Herr Grass, sie sprechen für die Feinde meiner Freunde, absolut ohne jede Ahnung, wie die normale Bevölkerung in Israel lebt. Nach meiner Meinung auch ohne jede Ahnung, was im nahen Osten abläuft. Bevor man jemanden als Kriegstreiber beschuldigt, sollte man sich richtig informieren. Auch, wenn Sie die Charta der Hamas und die Drohungen aus dem Iran für orientalische Märchen aus „1000 und eine Nacht“ halten, denn anders sind ihre Zeilen nicht zu erklären, die Angriffe sind ernst gemeint. Nicht einmal Ihr Alter, mögliche Gedächtnisschwächen und -lücken sind für mich eine Entschuldigung dafür, was sie mit Ihrem „Was gesagt werden muss“ meinen Freunden unterstellt haben. Spontan wünschte ich Ihnen und Ihrer Familie, daß Ihre Nächte auch so werden, mit Angst vor Raketen und Alarmen. Aber weder Sie noch Ihre Verehrer sind es wert und werden auch ohne meine, ich gebe zu, unguten Wünsche, bestraft – mit Unverständnis, Mitleid für einen senilen alten Mann bis hin zur Verachtung von vielen ehemaligen Lesern und Fans. Sie haben sich selbst als gebildeter Mensch aus einem demokratischen Land deklassiert.
    Diesen Brief werde mit meinem Namen nicht unterschreiben, da ich mir gut vorstellen kann, welche Freunde Sie haben.
    Gott schütze Israel und helfe den Menschen dort, sich selbst zu schützen und wenn ER den Aufwand nicht scheut, gebe Er Ihnen verlorengegangene Vernunft zurück!

  • In den Kommentaren der verlinkten Artikels von ihnen findet sich in einem recht frühen Kommentar die sachlich falsche Behauptung Israel würde „Wasserraub“ betreiben. Wird immer wieder behauptet (irgendwas bleibt immer hängen), ist aber nur eine moderne Aufwärmung der Legende von brunnenvergiftenden Juden (also von Juden, die andere Lebensnotwendiges faktisch wegnehmen). Ähnlich wie auch die Ritualmordlegene in Form vom Palästineserkinder schlächtenden israelischen Soldaten zurückkehrt…

    Meistens sind die Quellen Fatha- oder Hammassprecher, die auch offensichtliche Verschwörungstheorien und Originalklischees verbreiten (wie die Ritualmordlegende). Diese Äußerungen (die zur Einschätzung der Quelle notwendig wären) werden dann aber häufig weggelassen.

    • Ich habe auf diesen Kommentar nicht geantwortet, weil ein anderer Kommentator die Mühe abgenommen hat. Inzwischen habe ich den Kommentarstrang bei der Sezession geschlossen, weil die Debatte partout nicht beim Thema des Artikels bleiben wollte.

  • Kleine Ergänzung: Trotz ihre dem vielleicht wiedersprechenden Aussage in ihrem Artikel, so sind solche Vorwürfe sehr wohl von antisemitischer Tradition geprägt, da die Quelle solche Anschuldigungen antisemitische Islamisten oder realtiv säkularisierte Antisemiten sind, die nichts destso trotz von ihre Religion geprägt wurden sind.

  • Auch Antisemiten können in der Sache recht haben. Ich bin nicht gewillt das Spiel, wer findet den antisemitischsten Antisemiten (analog dazu: den philosemitischsten Philosemiten), mitzuspielen. Wieso? Weil ich mich unter Außerachtlassung meiner Individual- und Kollektivinteressen weder bedingungslos auf die antijüdische Seite noch auf eine bedingungslos projüdische Seite schlagen werde.

    Diese Form der Gehirnwäsche, an der die notorischen Antisemiten genauso wie Philosemiten leiden, wird an dem permanenten Versuch der Widerlegung von Behauptungen und Geschehensdeutungen durch Assoziationsketten deutlich. Aber das ist genau genommen ein allgemeines Vorgehen von restlos Ideologisierten a´la „Das hatten wir bereits“.

    Den Vorwurf gegen Dich, Manfred, seitens eines Kommentars auf sezession.de, du schlepptest prozionistischen Ballast mit dir herum, habe ich übrigens so verstanden:

    Nämlich, dass du weiterhin davon ausgehst, dass die israelisch-jüdische Moral universell wäre, in dem Sinne, dass sie für alle Menschen gleich gelte, unabhängig davon, ob dies nun eher rechte oder linke politische Implikationen hätte. Allerdings gibt es gute Gründe anzunehmen, dass ein beträchtlicher Teil der Juden eine Binnenmoral pflegt, die im Verältnis Goy Jude keine Relevanz besitzt. (Nun ist mir schon klar, dass das auch nicht alle Juden tun. Aber sind die eine deutliche Mehrheit? Ich weiß es nicht.)
    Baut man diese Überlegung mit in eine politische Analyse ein, wird sie weitaus komplizierter, als bei deiner Darlegung.

    Mir ist aber natürlich klar, dass dein Traktat, das sich ja um Grass linke Verlogenheit drehte, dazu dienen sollte, die Widersprüche in den linken Argumentationen in Bezug auf Israel offenzulegen. Man kann ja auch nicht alle Fragen – besonders bei so heißen Themen – aufwerfen und zugleich klären.

    • Der Kommentator dort war einer von diesen Pawlowschen Hunden, bei denen politische Bildung darin besteht, auf ein bestimmtes Glöckchen hin loszugeifern. Leute dieses Schlages machen, wenn sie links sind, unser Land kaputt, und wenn sie rechts sind, hindern sie uns daran, die Linken daran zu hindern.

      • Das sehe ich genauso, was ich i.Ü. durch meine Eingangsbermerkung auch versucht habe deutlich zu machen.
        Vor allem gehen solche Leute davon aus, jeder müsste ihre Vermutungen bzw. bestimmte Wirklichkeitsdeutungen teilen und mit dem gleichen Ergebnis bewerten.

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