Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Um das Verständnis des vorigen Artikels zu erleichtern, hier der Versuch, Schmitts Gedanken anschaulich darzustellen: 1) Gott: Naturgesetz 2) menschl. Autorität setzt (willkürlich) positives Gesetz: Regierung 3) (möglicherweise politisierte) Gesellschaft: Ökonomie Wissenschaft Kunst Religion 4) Volk (zum Krieg bereites Volk verleiht Gemeinwesen Staatlichkeit) [Es müßte dazu eigentlich noch ein Pfeil vom Beginn der Zeile menschl. […]

Zum Originalartikel

7 Antworten auf Verständnishilfe

  • Mal eben was anderes:
    Könnten Sie etwas schreiben zum Fukushima-Jahrestag.
    Denn im Moment weiß ich wirklich nicht, worüber ich mich mehr aufregen soll:
    Über den Islam, oder über die tumbe Atomgeilheit seiner Kritiker.
    Ihr Beitrag „Atomkraft und Multikulti“ war brilliant.

    • Im Moment bin ich in einer Lesephase – irgendwann muss man ja nachtanken, daher schreibe ich derzeit kaum etwas (kommt aber wieder). Trotzdem danke für das Lob.

      • Auch dazu könntest du etwas schreiben, Manfred:

        „Diese Verbindungen werden sich irgendwann zu einer weltweiten Bewegung entwickeln, wenn der Islam faktisch als das erkannt wird, was er ist: Eine totalitäre Ideologie mit alleinigem Machtanspruch, Gewalt- und Tötungslegitimation, Frauenunterdrückung und Minderwertigkeitsbeurteilung aller Andersgläubiger.

        Und so treten wir an mit einer historischen Mission: Dem Islam all diese scharfen Zähne zu ziehen. Wenn seine Repräsentanten dies nicht zulassen sollten, wird ihnen unmissverständlich erklärt, dass der Islam dann in Europa unerwünscht ist. Alles andere führt letzten Endes angesichts der unvermeidlichen demographischen Entwicklung zur Selbstaufgabe des freien demokratischen Europa hin zu einem religiös-diktatorischen Kalifat.

        Nur auf diese Weise können wir einen wirklich moderaten “Euro-Islam” schaffen, dessen Anhänger sich dann auch friedlich in die europäischen Länder integrieren und auch mit der andersgläubigen Bevölkerung vermischen können. Erweist sich der Islam als das, was er in den vergangenen 1400 Jahren war – eine starre, unveränderbare, expansive und aggressive Polit-Ideologie im Mäntelchen einer Religion – dann wird er an Europa scheitern.“ – M. Stürzenberger

        Ich parke meine eigene Meinung dazu einmal feigerweise hier.

        In gewisser Weise beeindruckend, da potentiell tatsächlich historisch. Das meiste davon stimmt ja auch, bis auf die étatistische Tendenz des Islams, von welcher nicht recht die Rede sein kann. Nur was genau hat es mit den „Repräsentanten“ auf sich? Ich habe mir gestern die erste Sure einmal durchgelesen, und nur daraus:

        247 Their Prophet said unto them: Lo! Allah hath raised up Saul to be a king for you. They said: How can he have kingdom over us when we are more deserving of the kingdom than he is, since he hath not been given wealth enough ? He said: Lo! Allah hath chosen him above you, and hath increased him abundantly in wisdom and stature. Allah bestoweth His Sovereignty on whom He will. Allah is All-Embracing, All-Knowing.

        272 The guiding of them is not thy duty (O Muhammad), but Allah guideth whom He will. And whatsoever good thing ye spend, it is for yourselves, when ye spend not save in search of Allah’s Countenance; and whatsoever good thing ye spend, it will be repaid to you in full, and ye will not be wronged.

        Das Ganze ist durchaus komisch, man versucht mit den Mitteln des bürokratischen Staates einer Ideologie Herr zu werden, welche die Gläubigen dazu aufruft, persönlich Verantwortung zu übernehmen.

  • Und so treten wir an mit einer historischen Mission: Dem Islam all diese scharfen Zähne zu ziehen. Wenn seine Repräsentanten dies nicht zulassen sollten, wird ihnen unmissverständlich erklärt, dass der Islam dann in Europa unerwünscht ist. Alles andere führt letzten Endes angesichts der unvermeidlichen demographischen Entwicklung zur Selbstaufgabe des freien demokratischen Europa hin zu einem religiös-diktatorischen Kalifat.

    Ja, dann … viel Glück Herr Stürzenberger – bei ihrer, NICHT MEINER!, historischen Mission.

    Wenn seine Repräsentanten dies nicht zulassen sollten, wird ihnen unmissverständlich erklärt, dass der Islam dann in Europa unerwünscht ist.

    Zunächst mal: WER sind die Repräsentanten des Islam … nach Stürzenberger? Sind das Alboga, Kolat und Mazyek? Oder Onkel Ahmed, der Gemüsehändler und seine dauerschwangere Ehefrau?? Für mich ist die Sache ziemlich einfach: BEIDE sind Repräsentanten des Islam – und damit einer Kultur, die ICH weder eingeladen habe zu kommen noch eingeladen habe zu bleiben. Und ICH will selbstredend den Abzug ALLER Repräsentanten des Islam … und übringens auch all der anderen Leute, die ich ICH weder eingeladen habe zu kommen noch eingeladen habe zu bleiben. Und die seltsamerweise dennoch hierhergekommen sind – und bis heute hier bleiben.

    Stürzenberger hingegen macht schon durch seine Frageformulierung deutlich, daß er den Islam in Europa – wie wärs, wenn er sich auf die BRD beschränkte? – prinzipiell eigentlich für willkommen hält … so wie eigentlich alles und jeden, sofern irgendwie ‚demokratisch & Grundgesetzkompatibel‘. Konkret bedeutet das beispielsweise: Wenn 100 Millionen Chinesen und 100 Millionen Inder und … je 30 Millionen Pakistani und Bangladeshi hierher in die BRD – oder meinethalben nach ‚Europa‘ – kämen, und sich ‚demokratisch & grundgesetzkompatibel‘ verhielten, hätte ‚Stürzi‘ absolut nichts dagegen. Hautfarbe, Abstammung … für das Identitätsgefühl von Stürzenberger spielen derart altmodische Kategorien schon längst keine Rolle mehr.

    Ein bayerischer Revolutionär und Weltbürger! Ja, servus!! Der ganze Artikel zeigt einmal mehr wie absolut irrsinnig das PI-Weltbild ist – wenn man sich seine absehbaren Konsequenzen nur einmal für 5 Minuten zu Gemüte führt. Gegen Stürzenberger sind klassisch linke Internationalisten nur noch reaktionäre Gartenzwerge. In diesem Sinne: Weg mit Grenzen, weg mit Geschichte, weg mit Schaden. Und vor allem: Weg mit Stürzenberger!

  • Nur auf diese Weise können wir einen wirklich moderaten “Euro-Islam” schaffen, dessen Anhänger sich dann auch friedlich in die europäischen Länder integrieren und auch mit der andersgläubigen Bevölkerung vermischen können.

    Eine Frage noch: Könnte es sein, daß Stürzenberger eine Art Reinkarnation von Coudenhove-Kalerghi ist??? Was hat die Mutter von Stürzenberger eigentlich während ihrer Schwangerschaft getrieben? Es kann jedenfalls nicht gesundheitsfördernd gewesen sein. Für den Embryo.

    • Stürzenberger ist augenscheinlich ein Anhänger des Liberalismus.
      Daneben aber auch ein Anhänger der Sozialpädagogik, deren Ansatz es ja u.a. ist, Andersdenkenden zu erklären, daß sie die „Wahrheit“ (wie man ein Leben zu leben hat, welche Gesetze, Regeln, Werte verbindlich und von daher unbedingt einzuhalten sind u.a.m.) entweder nicht kennen oder falsch interpretieren.
      Auf die Moslems bezogen bedeutet das, man „erklärt“ ihnen, daß ihr islamisches Weltbild falsch, das Weltbild der hiesigen Linken und Liberalen dagegen richtig ist.
      Wie „erfolgreich“ diese Strategie ist, sehen wir gegenwärtig im Irak und in Afghanistan.

      Exkurs: Um die „lästigen Sozialheinis“ loszuwerden, wartet man entweder bis diese Leute Feierabend haben (hilft jedoch nur kurzzeitig, genau gesagt bis zum nächsten Arbeitstag) oder schwenkt (lediglich) verbal auf ihren Kurs ein, um dann letztlich doch zu machen, was man selbst für gut und richtig hält (bis zum nächsten Erklärungsmodul) oder läßt sich „kaufen“ (allerdings werden nur wirklich wichtige Personen „gekauft“).

  • Die europäische Revolution?

    …Das klassische Land westeuropäischer Revolutionen ist Frankreich. Der Schall tönender Worte, die Blutströme auf dem Straßenpflaster, la sainte guillotine, die wüsten Brandnächte, der Paradetod auf der Barrikade, die Orgien rasender Massen – das alles entspricht dem sadistischen Geist dieser Rasse. Was an symbolischen Worten und Akten zu einer vollständigen Revolution gehört, kommt aus Paris und ist von uns nur schlecht nachgeahmt worden. Wie ein proletarischer Aufstand unter feindlichen Kanonen aussieht, haben sie uns schon 1871 vorgeführt. Es wird nicht das einzige Mal gewesen sein.

    Der Engländer sucht den inneren Feind von der Schwäche seiner Position zu überzeugen. Gelingt es nicht, so greift er ruhig zu Schwert und Revolver und zwingt ihn, ohne revolutionäre Melodramatik. Er schlägt seinem König den Kopf ab, weil er dies Symbol instinktiv für notwendig hält; es ist für ihn eine Predigt ohne Worte. Der Franzose tut es – aus revanche, aus Freude an blutigen Szenen und mit dem geistreichen Kitzel, daß er gerade einen Königskopf daran wenden kann. Denn ohne Menschenköpfe auf Piken, Aristokraten an der Laterne, von Weibern geschlachtete Priester wäre er nicht zufrieden. Das Ergebnis der großen Tage kümmert ihn weniger. Der Engländer will den Zweck, der Franzose die Mittel.

    Was wollten wir? Wir bringen es nur zu Karikaturen von beiderlei Art. Prinzipienreiter, Schulfüchse, Schwätzer in der Paulskirche und in Weimar, ein kleiner Spektakel auf der Gasse, ein Volk im Hintergrunde, das wenig beteiligt zusieht. Aber eine echte Revolution ist nur die eines ganzen Volkes, ein Aufschrei, ein eherner Griff, ein Zorn, ein Ziel.

    Und das, diese deutsche sozialistische Revolution, fand 1914 statt. Sie vollzog sich in legitimen und militärischen Formen. Sie wird, in ihrer dem Durchschnitt kaum verständlichen Bedeutung, die Widerlichkeiten von 1918 langsam überwinden und als Faktor ihrer fortschreitenden Entwicklung einordnen…

    Oswald Spengler,
    Politische Schriften
    1932

    Steht Europa, und hier besonders das sich auflösende Rest-Deutschland, am Vorabend einer Revolution oder ist der verhängnisvolle Weg zu einer „Neuen- Welt- Ordnung“ schon zu weit beschritten, den schuldneurotischen, ausgezehrten „Bürgern“ längst der Schneid abgekauft, so daß eine „echte Revolution eines ganzen Volkes, ein Aufschrei, ein eherner Griff, ein Zorn, ein Ziel“ wegen allgemeiner Asthenie, mentaler Umpolung und Resignation unterbleibt? Wann ist die Grenze, an der -im Sinne des Ganzen- Widerstand zur Pflicht wird, überschritten?
    Art 20 GG
    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

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