Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Norbert Borrmann Warum rechts12 81x130 Rechts ist, wenn die anderen nicht gähnenvon Benjamin Jahn Zschocke

Gestern hat Manfred Kleine-Hartlage Norbert Borrmanns „Warum rechts?“ lobend besprochen. Ich habe dieses Buch ebenfalls gelesen und komme zu einem anderen Ergebnis: Hier hat einer zu lange im eigenen Saft geschmort.

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Gastbeitrag auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Nicht kategorisiert
Schlagwörter:
428 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Rechts ist, wenn die anderen nicht gähnen

14 Antworten auf Rechts ist, wenn die anderen nicht gähnen

  • OT:

    “Bürgerdialog” – Austritt Euro!

    Bringen wir die Petition an Platz 1 !

    https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SiteGlobals/Forms/Vorschlaege/vorschlag_abstimmung_captcha-formular.html

  • Wenn man die Beiträge von Hr. Zschocke die letzte Zeit beobachtet, kommt man automatisch auf den Gedanken, warum er seinen Abschied nicht schneller bewerkstelligt? Offenbar ist er doch von Spengler bis Lichtmesz nur noch genervt. Also bitte mal ein wenig Konsequenz an den Tag legen, und mit der Kartoffelzucht anfangen…

  • Was Herrn Jahn-Zschocke vermutlich nervt, ist die urlinke Allpolitisierung des Seins und die Definition, wonach Rechts nur als Antithese zu Links zu gelten hat. Dahingehend stimme ich ihm zu, da, nach meinem Verständnis, Rechts eben nicht ein Förmchen zum Ausstanzen von gleichen Plätzchen aus dem Teig des Lebens ist, sondern die Kunst, all die Facetten der Dinge mit einem kühlen Blick zu betrachten, der es nicht nötig hat, die conditio humana utopisch-formatiernden Prämissen zu unterwerfen, um die Welt zu ordnen – und, letztendlich, sein Leben anhand der gewonnen Einsichten sinnvoll zu gestalten.
    Unsereins regt sich doch auch über die linke Pseudopluralität auf, die das tatsächliche Beton- und Blockdenken kaschieren soll, über dieses „wer Demokrat, Links, Rechts, ein Deutscher, ein Weltbürger, ein Mensch ist, bestimmen wir“. Das sind Verhaltensweisen und Sünden, die wir nicht kopieren sollten, wenn wir einen wichtigen Teil dessen nicht verlieren möchten, was uns wirklich attraktiv macht: echte Vielfalt, eben unseren Teil des „das alles gibt es also“. Ohne Konformitätsdruck und Sektenhaftigkeit. Es gibt viel Raum außerhalb des politischen, auch den gilt es zu kultivieren; es ist daher keine Absatzbewegung, wenn man sich über verengte Perspektiven und Lamentos eines politischen Autors ärgert.

    • Was Herrn Jahn-Zschocke vermutlich nervt, ist die urlinke Allpolitisierung des Seins und die Definition, wonach Rechts nur als Antithese zu Links zu gelten hat.

      Ich frage mich nur, wo er diese Definition herhat; von Borrmann jedenfalls nicht. Die polemische Gegenüberstellung impliziert ja noch nicht, dass er das Rechte nur als Negativform des Linken auffasst. Ich frage mich auch, welches Buch Zschocke überhaupt gelesen hat, es muss ein ganz anderes sein als das, das ich gelesen habe, und ich habe den Eindruck, dass er mit einer ganz bestimmten Erwartung an das Buch herangegangen ist, relativ gelangweilt quergelesen und nur das wahrgenommen hat, was in seine Erwartung passte. Wahrscheinlich stört ihn auch, wie Borrmann über den Begriff „konservativ“ herzieht (das Gewicht, das gerade dieser Punkt in der Rezension bekommt, deutet jedenfalls darauf hin). Wenn das so ist – warum versucht er es nicht mit Argumenten? Was treibt ihn, das Buch schlechtzureden, wenn er doch nicht wirklich begründen kann, wozu? Und wenn er schon in einem einleitenden Absatz auf meine Rezension hinweist – wäre es dann wirklich zuviel verlangt gewesen, sich mit dieser Rezension – wie auch mit dem Buch – inhaltlich auseinanderzusetzen, statt einfach die dumme, flache und unfaire Rezension zu wiederholen, die auf wundersame schon ihren Weg in die Druckausgabe der Sezession gefunden hat?

      • Zschocke spielt glaube ich eher auf eine gestörte innerdeutsche Wahrnehmung des Autors an.
        Wahrscheinlich hat Borrmann ein paar Positionen vertreten, die ihm als „Ostdeutschen“ übel aufgestoßen sind.
        Anders kann ich mir einen solchen Satz nicht erklären:“Wegen seines DDR-Hasses fällt ihm die Rolle Mitteldeutschlands als Reservat nicht auf.“

        • Naja… ich habe einige Zeit in Leipzig gelebt und „Reservat“ ist wirklich das allerletzte was mir in den Sinn kommt, wenn ich an Leipzig denke.

          Ein Detail, das hängen blieb: In Leipzig kommt die Müllabfuhr um Mitternacht, wie in New York, sonst habe ich das nirgends bemerkt.

  • Er hat ja die eiserne Konsequenz gezogen, um dem saturierten Bourgeois richtig einzuheizen, und bloggt jetzt nur mehr über seine NEON-Lektüre und seine Soap & Skin-CDs.

  • Ich habe mir bereits vor der Lektüre von Norbert Borrmanns Buch „Warum rechts“ gedacht, daß ich mein Pseudonym „Konservativer“ eigentlich in „Rechter“ umbenennen müsste. Obgleich Norbert Borrmann Wasser auf diese Mühle goß, lasse ich es wie es ist. Es ist letztlich das Pseudonym, unter dem ich hier und andernorts bereits Kommentare verfasst habe.

    Ich hatte das Buch von Norbert Borrmann hier im Blog bereits in einem der „verschwundenen Threads“ empfohlen.
    Später las ich in der Sezession die negative Rezension von Herr Jahn-Zschocke. Ich dachte „Schei..e, was ist das denn“, denn für mich ist es das Buch, in dem die Gründe ausformuliert werden, wieso, warum und weshalb ich mich rechts positioniert habe.

    Erst dachte ich, daß ein ehemals Linker wohl einen anderen Blick auf den Sachverhalt hat als ein originär Rechter. Möglicherweise habe ich die Bücher nur noch nicht gelesen, weil mir nicht bekannt, in denen bereits vor Norbert Borrmann ausführlich benannt wurde, warum rechts gut und richtig ist und nicht links oder liberal.
    Ich denke, es kann zumindest nicht schaden, einmal (und das ausführlich) auf diesen Fakt hinzuweisen.

    Ich muss zugeben, daß ich innerlich aufgeatmet habe, als ich dann Manfreds Rezension gelesen haben. Wieder einmal hat es Manfred geschafft das auszuformulieren, was mir nach der Lektüre von Norbert Borrmanns Buch durch den Kopf ging.
    Es ist ein wichtiges, richtiges und nützliches Buch, das Norbert Borrmann vorgelegt hat.

  • @Konservativer

    Wenn Sie das Konservative eng mit dem Etatismus verbunden sehen wollten, so gäbe es wirklich eine Abgrenzung zum Liberalen bzw. Libertären.

  • Werter freiheitistunteilbar, meine Liberalismuskritik wurzelt in Büchern/Texten von Armin Mohler, Klaus Kunze, Hubert Brune, Ernst Nolte und (nicht zuletzt) Manfred, siehe z.B. hier http://korrektheiten.com/2011/09/27/liberale-und-konservative-islamkritik/
    und hier http://korrektheiten.com/2010/10/19/armin-mohler-gegen-die-liberalen/

    Wenn Sie Pay-TV haben, dann können Sie dort anhand einer Serie u.a. beispielhaft sehen, wie eine liberale Gesellschaft machttechnisch funktioniert, wenn Sie einmal hinter die Kulissen schauen. Die Serie „Boardwalk Empire“ spielt direkt nach dem ersten Weltkrieg in den USA. Wer über entsprechendes Hintergrundwissen verfügt, kann sich diese Serie durchaus mit Gewinn anschauen.

  • Die vergangenen Jahre haben gezeigt, daß die unverändert aktuelle Liberalismuskritik der letzten Jahrzehnte des 20. Jh. vollständigt berechtigt war. Allerdings habe ich den Eindruck, daß immer weniger Menschen intellektuell imstande sind, sie zu verstehen, und daß immer weniger der Jüngeren sich emotional noch auflehnen.
    Der Liberalismus pulverisiert derzeit im „Westen“ und über ihn hinaus die Restbestände der Staaten, Völker und Kulturen und wird nur volks-, staaten- und kulturlose, beliebig manipulierbare Verbrauchermassen hinterlassen. Verglichen mit der Macht irgendwelcher Duodezfürsten des Absolutismus, ja selbst verglichen mit der über Menschen ausgeübten Macht der Diktaturen des 20. Jh. ist die latente Manipulationsmacht der internationalen Großkonzerne potentiell grenzenlos. Bereits heute werden in Schulen die Funktionsbedingungen des Massenproduzierens und -konsumierens als politisch korrekte Wahrheiten eingetrichtet und über Reklamespots indoktriniert.
    Von der Freiheit des Individuums das mancher politisch Liberale sich eigentlich erhofft, entfernen wir uns immer weiter.

  • Herr Kunze, Ihre Bücher „Mut zur Freiheit – Ruf zur Ordnung“ und „Der totale Parteienstaat: Abschied vom idealen Staat“ sind nach wie vor aktuell.
    Ich für meinen Teil kann festhalten, das mir durch die Lektüre Ihrer beiden Bücher ein großer Erkenntniszuwachs zuteil wurde.
    Bildlich gesprochen fingen während des Lesens in meinem Kopf fortwährend „Birnen“ an zu leuchten, vergleichbar mit denjenigen des Daniel Düsentrieb aus dem Walt Disney Kosmos.
    Da insbesondere das Buch „Mut zur Freiheit – Ruf zur Ordnung“ gegenwärtig nur noch für eine astronomische Summe zu erwerben ist (ca. 99 EURO über Amazon), finde ich es großartig, daß Sie diesen Titel auf ihrer Seite kostenlos zur Verfügung gestellt haben (wie auch das Buch „Der totale Parteienstaat: Abschied vom idealen Staat“).
    Ich empfehle allen Lesern dieses Blogs, beide Bücher zu lesen.

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