Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Norbert Borrmann Warum rechts1 Norbert Borrmann: Warum rechts? Vom Wagnis, rechts zu sein

2011 war ein guter Bücherjahrgang. Dass ich mein eigenes Buch „Neue Weltordnung“ für besonders lesenswert halte, versteht sich ja sozusagen von selbst, aber auch Martin Lichtmesz‘ „Die Verteidigung des Eigenen“ verbindet Esprit mit Angriffslust und ist ein Lesegenuss ersten Ranges.

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Manfred Kleine-Hartlage auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Dekadenz, Die Rechte, Heute, Wir
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1,812 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Norbert Borrmann: „Warum rechts? Vom Wagnis, rechts zu sein“

9 Antworten auf Norbert Borrmann: „Warum rechts? Vom Wagnis, rechts zu sein“

  • Rechter Antikapitalismus und linker Kapitalismus? Das würde noch nicht einmal stimmen, wenn man es auf den derzeitigen Staatskapitalismus bezöge. Leidenschaftlich Anti(Staats-)kapitalisten finden sich in nahezu allen politischen Lagern wieder. Was sie eint ist, dass sie den Sack schlagen, obwohl sie den Esel meinen.

  • „rechte Opposition, […] rechte Kulturenvielfalt, […] rechter Antikapitalismus, […] rechte Überzeitlichkeit, […] rechte Begrenzung, […] rechte Verantwortungsethik, […] rechte Freiheit, […] rechter Mut, […] rechte Zukunftsbewältigung, […] rechte Wahrheiten, […] rechte Lebensgesetzlichkeit, […] rechter Formwille.“

    Vergessen wir mal die Opposition, da sie rein umstandsgeschuldet ist.

    1. Begrenzung und Überzeitlichkeit i.G. zu Machbarkeitswahn und Fortschritt. Heuchelei und hohle Romantik, meines Erachtens. Wer die Macht hat, hat auch den Machbarkeitswahn. Und was den Fortschritt angeht, gerade der Konservative lebt für den Fortschritt, deswegen konserviert er, damit es nur besser werden kann, damit immer nur etwas dazu kommt. Freilich würde man Leute, welche denken, wir sollten nach ewigen Gesetzen von Gottkönigen regiert werden auch rechts nennen (ja, sowas gibt es, Ungarn tut sich da zur Zeit besonders hervor, d.h. dort gibt es eine besonders starke derartige Szene), aber darauf sollte man sich nicht berufen. Diese Unterscheidung zwischen links und rechts geht an der Wirklichkeit vorbei.

    2. Rechte Kulturenvielfalt. Das ist sicherlich ein, wenn nicht der Kernpunkt.

    3. Rechter Antikapitalismus. Glaube ich ehrlich gesagt nicht. Wiederum, so etwas mag es geben, aber insgesamt tendiert die Rechte zu schweizer Verhältnissen.

    4. Rechte Verantwortungsethik. Ja, ein anderer Kernpunkt.

    5. Rechte Freiheit als Gegensatz zu linker Toleranz bedeutet konkret was unter 2) und 4) steht.

    6. Rechter Mut, nun ja, schon wieder 2) und 4).

    7. Rechte Zukunftsbewältigung, wieder 2) und 4).

    8. Rechte Wahrheiten ist natürlich ein Korollar von 4).

    9. Rechte Lebensgesetzllichkeit ditto.

    10. Rechter Formwille ist Selbstbeweihräucherung.

    Halten wir fest.

    Rechts bedeutet Verantwortung für das Eigene zu übernehmen und anderen die Verantwortung für den Rest zu überlassen.

    • @ Fremder..

      „…Freilich würde man Leute, welche denken, wir sollten nach ewigen Gesetzen von Gottkönigen regiert werden auch rechts nennen (ja, sowas gibt es, Ungarn tut sich da zur Zeit besonders hervor, d.h. dort gibt es eine besonders starke derartige Szene), aber darauf sollte man sich nicht berufen. Diese Unterscheidung zwischen links und rechts geht an der Wirklichkeit vorbei…“

      Recht kryptisch Ihr Text.

      • Nun, soll ich hier wirklich im Detail darlegen, was jene Szene in Ungarn so glaubt?

        Um es kurz zu machen, die Ungarn sind die legitimen Erben einer prähistorischen Zivilisation, welche Osteuropa, Sibirien und den amerikanischen Kontinent einst beherrschte.

        • @ Fremder..

          „Um es kurz zu machen, die Ungarn sind die legitimen Erben einer prähistorischen Zivilisation, welche Osteuropa, Sibirien und den amerikanischen Kontinent einst beherrschte.“
          Da habe ich Zweifel.
          Die heutigen Ungarn sind genotypisch in sehr geringem Ausmaß die Nachfahren dieser von Ihnen genannten „prähistorischen Zivilisation“(–> kriegerisch-wilde, reitende transuralische Magyaren; 955 kräftige Prügel von den Franken auf dem Lechfeld). In diesen „ungarischen“ Genpool der Gegenwart sind im Lauf unruhiger Jahrhunderte viele externe Zuflüsse gemündet(–> Exogamie, Vermischung).
          Auch die heutigen Griechen sind, wie gerade jetzt für alle ersichtlich, kaum genetische Nachfahren der bewunderten antiken Hellenen (–> Wiege der abendländischen Kultur). Der Orientalist Jakob Philipp Fallmerayer (1790-1861) hat den rezenten Griechen und den damaligen hellenophilen Mitteleuropäern(–> Baiern) diese schöne Wunsch-Vorstellung direkt sokratischer Abkunft schon Mitte des 19. Jahrhunderts zunichte gemacht („Die Geschichte der Halbinsel Morea“). Genetisch homogene Völker wird es in Europa bald nicht mehr geben. „Wir sind bunt“ ist das erklärte Ziel (–> Homogenisation). Der Oberbayer mit oberpfälzisch-rheinländischen Wurzeln, Edmund Stoiber, sprach in den 90 er Jahren in öffentlicher Rede einmal von einer „durchrassten“ Gesellschaft. Dafür würde er heute aus der CSU geworfen und danach gevierteilt. Aber ohnedies, „Rassen“ sind Aberglaube, es gibt sie gar nicht, wie uns die studierten Gesellschaftswissenschaftler heute glaubhaft versichern; nur bei Hunden und Nutzviechern spricht man traditionsbedingt gelegentlich noch davon. Wer für Homo sapiens sapiens wissenschaftswidrig behauptet, es gäbe Rassen, ist ein verdammenswerter –> Rassist, verstößt gegen alle –> Menschenrechte und verdient Ächtung und strengste Bestrafung (–> Scharia ?).

  • Rechter Formwille ist Selbstbeweihräucherung.

    Ähh … wieso?

  • Nicht rechts:

    …“kein Mittelpunkt auf den hingeschaut werde,
    ist mehr gegeben, jeder Einzelne tritt als Lehrer
    und Führer hervor und gibt seine vollkommene Torheit
    für ein vollendetes Ganzes.“

    Hans Sedlmayr,
    Verlust der Mitte
    1948

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